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Biathlon 2021/22: Herren verpassen Top Ten in der Verfolgung, Damen-Staffel wird Fünfte

Biathlon Weltcup 2021/22 : Deutsche Herren verpassen Top Ten in der Verfolgung

Die deutschen Biathleten verpassen in der Verfolgung eine Top-Platzierung. Die Damen läuft im ersten Staffelrennen der Olympia-Saison auf Rang fünf. Hier halten wir Sie während der Biathlon-Saison auf dem Laufenden.

Die deutschen Biathleten haben den ersten Saison-Weltcup im schwedischen Östersund ohne Podestplatz beendet. Im abschließenden Verfolgungsrennen avancierte Roman Rees als 13. zum Besten des deutschen Teams. Er schoss einmal daneben und hatte 1;34,5 Minuten Rückstand auf Vetle Sjastad Christiansen. Der Norweger musste am Sonntag bei seinem zweiten Weltcuperfolg nur einmal in die Strafrunde und hatte 9,8 Sekunden Vorsprung auf den zweimaligen Saisonsieger Sebastian Samuelsson aus Schweden, der vier Fehler schoss. Dritter wurde Weltmeister Emilien Jacquelien aus Frankreich (3 Fehler/+ 11 Sekunden).

Johannes Kühn (3/+ 1:35,1 Minuten) wurde 14. und schaffte damit die Olympia-Norm. Einen großen Sprung machte Erik Lesser (2 Fehler), der sich nach zwei Strafrunden vom 48. auf den 18. Rang verbesserte. Der ehemalige Sprint-Weltmeister Benedikt Doll musste sich nach drei Extrarunden mit Rang 22 begnügen. Philipp Nawrath kam als 24. ins Ziel und Philipp Horn wurde 29.

Deutsche Damen-Staffel verpasst das Podium knapp

Die deutschen Biathletinnen haben in der ersten Staffel des Winters den erhofften Podestplatz knapp verpasst. Vanessa Voigt, Denise Herrmann, Janina Hettich und Franziska Preuß kamen im bitterkalten Östersund nach 4x6 km auf Rang fünf, auf das Treppchen fehlten trotz einer guten Schießleistung mit lediglich vier Nachladern 17 Sekunden. Vor allem eine schwache Laufleistung von Hettich kostete den Stockerlplatz.

Das Quartett aus Frankreich gewann bei minus 13 Grad mit ebenfalls vier Nachladern in 1:10:30,3 Stunden souverän vor Belarus (0 Strafrunden+6 Nachlader/+57,9 Sekunden) und Schweden (2+11/+1:09,6). Voigt blieb bei ihrem Staffeldebüt im Weltcup als Startläuferin fehlerfrei, Herrmann hielt das deutsche Quartett trotz drei Nachladern als Dritte auf Podestkurs. Die fehlerfreie Hettich verlor dann viel Zeit, die Preuß nicht mehr aufholen konnte.

Auf Frankreich fehlten dem Team des Deutschen Skiverbandes letztlich 1:26,8 Minuten. Am Freitag geht es für die Biathletinnen mit dem dritten Weltcup des Winters in Hochfilzen weiter. Dort stehen ebenfalls Sprint, Staffel und Verfolgung auf dem Programm.

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+++++4. Dezember 2021+++++

Deutsche Männer-Staffel verpasst das Podium

Die deutschen Biathleten haben in Östersund im ersten Staffelrennen der Olympiasaison den vierten Platz erkämpft. Das Quartett mit Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Nawrath leistete sich beim überlegenen Sieg von Weltmeister Norwegen um Johannes Thingnes Bö nur sechs Nachlader und hinterließ einen positiven Eindruck. Nach 4 x 7,5 Kilometern betrug der Rückstand in Schweden 1:07,8 Minuten auf die Norweger und nur 21,9 Sekunden auf das Podest. Platz zwei belegte Frankreich vor Russland.

Startläufer Lesser begann optimal und brachte seine Mannschaft in die Führungsgruppe. Alle zehn Schüsse des Thüringers fanden den Weg ins Ziel und Rees ging als Zweiter auf die Strecke. Der 28-Jährige musste insgesamt dreimal nachladen und übergab als Siebter mit gut einer halben Minute Rückstand auf Norwegen an Ex-Weltmeister Doll. Der Schwarzwälder benötigte zwar zwei Extrapatronen, sprintete in der Loipe aber wieder auf Rang vier nach vorne. Schlussläufer Nawrath verteidigte diesen Platz dank nur eines Nachladers bis zur Ziellinie.

Preuß Fünfte in der Verfolgung – Herrmann Achte

Biathletin Franziska Preuß hat im ersten Verfolgungsrennen des Olympia-Winters Platz fünf belegt. Am Samstag hatte die 27-Jährige im schwedischen Östersund nach zwei Strafrunden 18,8 Sekunden Rückstand auf die norwegische Siegerin Marte Olsbu Röiseland (1 Fehler). Die Bayerin Preuß, die bereits im Sprint starke Fünfte geworden war, bestätigte ihre gute Frühform, dabei fehlten ihr nach zehn Kilometern im Ziel nur 11,8 Sekunden zum Sprung auf das Podest. Rang zwei belegte die fehlerfreie Französin Anais Bescond vor ihrer Landsfrau Anais Chevalier-Bouchet (1 Fehler).

„Rang fünf - das passt schon. Das Rennen war schon okay“, sagte Preuß. Dass die ehemalige Staffel-Weltmeisterin gleich den ersten Schuss daneben setzte, habe sie etwas verunsichert, sagte sie: „Ich war mir dann nicht ganz so sicher wegen dem Wind.“ Gefreut hat sich Preuß am Ende über das fehlerfreie letzte Schießen und schickte vor der ARD-Kamera noch einen Gruß in die Heimat: „Liebe Oma, gute Besserung und ich hoffe, wir sehen uns an Weihnachten wieder!“

Zweitbeste Deutsche wurde Denise Herrmann als Achte. Die Sächsin war vor zweieinhalb Jahren in Östersund noch Weltmeisterin in dieser Disziplin geworden, zwei Fehler im ersten Schießen waren aber für den Sprung nach ganz vorne zu viele. Anschließend räumte die 32-Jährige alle Scheiben ab und schaffte es 52,9 Sekunden hinter der Spitze erneut in die Top Ten. Vanessa Voigt fiel nach drei Strafrunden von Rang zehn auf 27 zurück. Janina Hettich (2) kam als 29. über die Ziellinie, Vanessa Hinz (4) musste sich mit Platz 45 begnügen.

Zum Abschluss des Weltcups in Mittelschweden steht für die Frauen am Sonntag (12.35 Uhr/ARD und Eurosport) das Staffelrennen an.

+++ 2. Dezember +++

Preuß Fünfte im Spring – Männer verpassen Top ten

Beim Sieg der Österreicherin Lisa Hauser verschaffte sich Preuß eine vielversprechende Ausgangsposition für den ersten Verfolger des Winters am Samstag (13.00 Uhr/ARD und Eurosport) über 10 km. Die 27-Jährige lag am Donnerstag 24,2 Sekunden hinter der fehlerfreien Hauser, die sich bei minus 12,5 Grad und leichtem Schneetreiben in 19:30,2 Minuten ihren dritten Weltcupsieg vor der laufstarken Elvira Öberg aus Schweden (2/+12,5) und Hanna Sola (Belarus/1/+14,4) sicherte. Aussichtsreich im Rennen für den Verfolger liegen auch Denise Herrmann (1/+43,1), die zum Auftakt im Einzel als Dritte überzeugt hatte, als Neunte und Vanessa Voigt (0/+44,4) auf Rang zehn.

Voigt schaffte damit nach ihrem zwölften Platz im Einzel überraschend früh die DSV-Norm (einmal Top 8, zweimal Top 15) für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar). Die hatten Herrmann und Preuß bereits perfekt gemacht.

Die deutschen Biathlon-Herren haben im Sprint derweil die Top 10 verpasst. Nachrücker Johannes Kühn war auf Rang zwölf bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV). Benedikt Doll belegte den 14. Platz. Beide sicherten sich die halbe Norm für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar 2022).

Sebastian Samuelsson, bereits Sieger am Sonntag, triumphierte mit einem Fehler in 22:58,7 Minuten vor den Franzosen Emilien Jacquelin (1/+18,0) und Quentin Fillon Maillet (1/+21,5). Kühn, zuletzt im zweitklassigen IBU-Cup am Start, liegt vor dem Verfolger am Sonntag über 12,5 km (15.15 Uhr/ARD und Eurosport) nach einem Fehler 54,8 Sekunden zurück. Doll (1), in den ersten beiden Rennen auf den Rängen 18 und 32 platziert, fehlen 56,7 Sekunden.

Roman Rees (0/+1:05,1) kam auf Rang 18, Philipp Horn (1/1:23,5) belegte Platz 30. Philipp Nawrath, am Sonntag noch starker Sechster, musste sich nach drei Schießfehlern mit dem enttäuschenden 38. Rang begnügen. Sein Rückstand vor dem Rennen am Sonntag beträgt bereits 1:18,0 Minuten. Routinier Erik Lesser (3/+1:57,1) schaffte es als 48. noch in den Verfolger.

+++++1. Dezember+++++

Anna Weidel fällt für Sprint in Östersund kurzfrisitig aus

Biathletin Anna Weidel muss kurzfristig auf einen Start beim Weltcup-Sprint im schwedischen Östersund verzichten. Wie der Deutsche Skiverband am Donnerstag wenige Stunden vor dem Rennen am Nachmittag (13.45 Uhr/ARD und Eurosport) mitteilte, kann die 25-Jährige wegen einer leichten Erkältung über 7,5 Kilometer nicht antreten. Die Skijägerin aus Kiefersfelden hatte mit den Plätzen neun und 16 an gleicher Stelle am vergangenen Wochenende zuvor einen überraschend starken Saisoneinstand hingelegt und eine frühzeitige Olympia-Qualifikation nur ganz knapp verpasst. Weidel war als einzige Deutsche in beiden Wettbewerben ohne Schießfehler geblieben.

+++++30. November 2021+++++

Kühn rückt in Östersund ins Team – Strelow und Frühwirt wieder im IBU-Cup

Johannes Kühn rückt beim zweiten Teil des Biathlon-Weltcups im schwedischen Östersund ins deutsche Männerteam. Für den 30-Jährigen muss Justus Strelow Platz machen, der am Samstag im Einzel als 13. bester Deutscher wurde und die halbe Olympia-Norm schaffte. Ansonsten bleibt das Team mit Benedikt Doll, Philipp Horn, Erik Lesser, Philipp Nawrath und Roman Rees unverändert.

Bei den Damen ist Juliane Frühwirt nicht mehr mit dabei, sie startet wieder im zweitklassigen IBU-Cup. Bei den ersten Saisonrennen hatten die deutschen Damen noch sieben Startplätze gehabt durch das persönliche Startrecht von IBU-Cup-Gesamtsiegerin Vanessa Voigt. Neben ihr gehen wieder die Einzel-Dritte Denise Herrmann, Janina Hettich, Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Anna Weidel an den Start.

„Juliane Frühwirt hat die Leistung nicht ganz so umsetzen können, die sie in den Qualifikationswettkämpfen in Obertilliach gezeigt hatte. Vielleicht war ein bisschen zu viel Aufregung da oder sie hat sich zu viel vorgenommen. Wichtig ist, dass junge Athletinnen ihre Chance im Weltcup bekommen“, sagte Damen-Disziplintrainer Kristian Mehringer.

Am Donnerstag stehen die zweiten Sprintrennen der neuen Saison an, am Wochenende folgen die Verfolgungs- und Staffelrennen.

+++ 28. November +++

Nawrath erfüllt die Olympia-Norm

Philipp Nawrath hat beim Biathlon-Sprint von Östersund sein zweitbestes Weltcupergebnis geschafft. Der 28-Jährige setzte alle zehn Schuss ins Schwarze und kam am Sonntag mit einem Rückstand von 27,5 Sekunden auf die Spitze als Sechster ins Ziel, nachdem er im Einzel tags zuvor noch nach sieben Fehlern nur 80. geworden war. Den Platz teilte er sich zeitgleich mit dem Franzosen Fabien Claude. Als bester Deutscher knackte der 28-Jährige auch die Olympia-Norm.

Nicht zu stoppen war der Schwede Sebastian Samuelsson, der vor heimischem Publikum die Laufbestzeit hinlegte. Er verwies die beiden Norweger Vetle Sjastad Christiansen (+ 11,8 Sekunden) und Johannes Thingnes Bö (+ 12,2 Sekunden) auf die Plätze. Das Trio war fehlerfrei geblieben.

In der ersten Saison nach den Rücktritten von Olympiasieger Arnd Peiffer und Ex-Weltmeister Simon Schempp schafften es Philipp Horn (1 Fehler) als 17. und der frühere Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (1) auf Rang 18 noch in die Top 20.

Erik Lesser, der angeschlagen am Samstag das schwere Einzelrennen ausgelassen hatte, wurde nach zwei Fehlern 44. Justus Strelow kam als 48. ins Ziel, Roman Rees wurde 65.

Weltcup in Oberhof ohne Fans

Die deutschen Biathleten müssen auch in diesem Jahr beim Weltcup in Oberhof ohne Fan-Unterstützung auskommen. Wie das Organisationskomitee der Traditionsveranstaltung mitteilte, werden die Wettkämpfe vom 6. bis 9. Januar 2022 angesichts der aktuell dramatischen Coronalage in Thüringen und der deshalb geltenden Verordnungslage gänzlich ohne Zuschauer ausgetragen. Bereits im Vorjahr fand der Weltcup am Rennsteig vor leeren Rängen statt.

Ob beim eine Woche später geplanten zweiten Heimweltcup in Ruhpoldings Fans zugelassen werden, scheint derzeit ebenfalls mehr als fraglich. Der Landkreis Traunstein liegt mit einer Inzidenz von 1233 derzeit über dem in Bayern gültigen Grenzwert von 1000, ab dem Veranstaltungen nur noch ohne Zuschauer ausgetragen werden dürfen.

Erstmals in diesem Winter wird es bereits bei der zweiten Weltcupstation in Hochfilzen vom 10. bis 12. Dezember leere Ränge geben.

Preuß knackt als Siebte Olympia-Norm

Nach Platz drei von Denise Herrmann zum Auftakt in den Olympia-Winter haben die deutschen Biathletinnen am Sonntag im Sprint von Östersund das Podium verpasst. Franziska Preuß war über 7,5 km auf Rang sieben beste Athletin des Deutschen Skiverbandes. Herrmann, die am Samstag beim Sieg von Weltmeisterin Marketa Davidova im Einzel über 15 km überzeugt hatte, musste sich nach zwei Schießfehlern mit Rang 25 begnügen.

Preuß, im Einzel nur 23., leistete sich im Sprint einen Fehler und hatte 38,8 Sekunden Rückstand auf die schwedische Siegerin Hanna Öberg (0/19:01,5 Minuten). Anais Chevalier-Bouchet aus Frankreich (0/+11,3) und Marte Olsbü Röiseland aus Norwegen (1/15,4) landeten auf den Rängen zwei und drei. Herrmann lag 1:22,4 Minute zurück.

Preuß sicherte sich die DSV-Norm (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar). Die hatte Herrmann bereits am Samstag perfekt gemacht.

Die halbe Norm hatten sich im Einzel Anna Weidel als Neunte und Vanessa Voigt als Zwölfte gesichert. Mit Platz 16 im Sprint verpasste Weidel (+1:01,3) nach einer fehlerfreien Schießleistung die Olympia-Qualifikation knapp.

Am Donnerstag geht es in Östersund mit den Sprints der Frauen und Männer 13.45 und 16.30 Uhr) weiter.

+++ 27. November +++

Biathleten enttäuschen zum Auftakt

Die deutschen Biathleten haben im ersten Rennen ohne Erfolgsgarant Arnd Peiffer eine Top-Ten-Platzierung verpasst. Allerdings überraschte der 24 Jahre alte Justus Strelow zum Auftakt in Östersund beim Einzelrennen über 20 km mit einem guten 13. Platz, es war die beste Weltcup-Platzierung für den 24-Jährigen. Strelow war damit auch bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV). Roman Rees belegte Rang 14. Beide sicherten sich die halbe Olympia-Norm.

Nicht zu schlagen war der überragende Norweger Sturla Holm Lägreid, der nach einer tadellosen Schießleistung in 51:04,0 Minuten vor seinem Teamkollegen Tarjei Bö (2/+59,2 Sekunden) und dem Franzosen Simon Desthieux (2/1:00,6 Minuten) seinen achten Weltcup-Sieg holte.

Strelow lag nach einem Schießfehler 2:33,1 Minuten zurück. Rees (3/2:47,2) Minuten vergab mit zwei Fehlern im letzten Schießen womöglich sogar einen Podestplatz. Benedikt Doll leistete sich vier Schießfehler und musste sich mit einem enttäuschenden 32. Platz zufrieden geben.

Erik Lesser verzichtete kurzfristig auf einen Start. Der 33-Jährige habe "die letzten Tage eine leichte Erkältung gehabt. Deshalb ist er nicht dabei", sagte Bundestrainer Mark Kirchner im ZDF. Er hoffe aber, "dass Erik im Sprint laufen kann". Das Rennen über 10 km findet am Sonntag (13.45 Uhr) statt.

Herrmann zum Start auf dem Podest

Denise Herrmann hat dem deutschen Biathlon-Team einen tollen Auftakt in den Olympia-Winter beschert. Die 32-Jährige belegte beim Weltcup-Start in Östersund im Einzelrennen über 15 km einen starken dritten Platz. Herrmann lag mit nur einem Schießfehler 1:23,0 Minuten hinter der fehlerfreien Einzel-Weltmeisterin Marketa Davidova aus Tschechien und der Österreicherin Lisa Theresa Hauser (1/+1:17,7).

Für Herrmann war es der 15. Podiumsplatz ihrer Karriere. Sie hat damit bereits die Qualifikation für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) perfekt gemacht. "Ich bin happy mit dem Auftakt. Das Laufen war noch ein bisschen zäh, aber das habe ich so erwartet. Der eine Fehler ärgert mich, aber ich fühle mich stabil im Schießen", sagte Herrmann im ZDF.

Zweitbeste Biathletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) wurde bei eiskalten minus 8,5 Grad überraschend Anna Weidel. Die 25-Jährige sicherte sich nach einer tadellosen Schießleistung (+2:28,6) den neunten Rang und die halbe DSV-Norm für Olympia (einmal Top 8, zweimal Top 15) - genauso wie Vanessa Voigt (1/+2:51,8) als Zwölfte. Für Weidel und Voigt war es das jeweils beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere.

Nicht ganz so gut lief der Auftakt für Franziska Preuß, die im vergangenen Winter den dritten Rang im Gesamtweltcup belegt hatte. Die 27-Jährige musste sich mit vier Schießfehlern (+3:28,3) mit Rang 23 zufrieden geben. Dennoch sei sie "positiv" für die kommenden Rennen.

Für die Männer startet die Saison mit dem Einzel über 20 km um 15.00 Uhr. Am Sonntag stehen die Sprints über 7,5 und 10 km (11.00 und 13.45 Uhr/ZDF) an.

Schempp dämpft Erwartungen an deutsche Biathleten

Der zurückgetretene Ex-Weltmeister Simon Schempp hat die Erwartungen an die deutschen Biathleten im Olympia-Winter gedämpft. „Von einigen Siegen würde ich erst einmal nicht ausgehen. Wenn aber beispielsweise Benedikt Doll am Schießstand die Leistung bringt, ist er zu absoluten Topplatzierungen fähig“, sagte Schempp bei „t-online.de“ und ergänzte: „Ich glaube jedoch, dass es vermessen wäre, konstante Topleistungen vom deutschen Team zu erwarten. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen und drücke die Daumen.“

Nach den Rücktritten von ihm und Olympiasieger Arnd Peiffer im vergangenen Winter gebe es nun eine Lücke im Team. „Zusammen haben Arnd und ich 23 Einzelsiege eingefahren. Alle anderen Starter, die jetzt noch im deutschen Weltcup-Team sind, haben zusammen vier Siege. Um Platz eins zu laufen, ist schon etwas anderes, als in die Top 10 zu kommen“, sagte der 33 Jahre alte Schwabe, der zwölf Weltcuperfolge feierte.

Im Gegensatz zu anderen Top-Nationen wie Norwegen oder Frankreich verfügen die deutschen Skijäger zudem über zu wenige starke Talente. „Es ist ja offensichtlich, dass in den letzten Jahren aus dem Nachwuchs nicht allzu viel hochkam. Heute gelten die 26- bis 28-Jährigen noch als jung, vor einigen Jahren waren das noch die etablierten und älteren Athleten“, sagte Schempp und forderte „schlaue Entscheidungen“, „um junge Athletinnen und Athleten wesentlich schneller an den Weltcup heranzuführen.“

Der Weltcup-Winter der Biathleten beginnt an diesem Samstag mit den ersten Rennen im schwedischen Östersund. Höhepunkt der Saison sind die Olympischen Winterspiele im Februar 2022 in Peking. Bei den Frauen Ruhen die Hoffnungen auf Franziska Preuß und Denise Herrmann. Dort starten die Biathletinnen mit einem Einzel- am Samstag (11.45 Uhr) und einem Sprint-Rennen am Sonntag (11.00 Uhr/beide ZDF und Eurosport) in den Olympia-Winter - mit großen Ambitionen.

+++++26. November 2021+++++

98 Prozent aller Biathleten geimpft oder genesen

Vor dem Start in die neuen Biathlon-Saison am Samstag in Östersund sind 98 Prozent der Teammitglieder, einschließlich Athleten, Trainer, Offizielle und Techniker, vollständig geimpft oder kürzlich von einer Corona-Infektion genesen. Die restlichen zwei Prozent müssen alle 72 Stunden einen PCR-Test durchführen, wie der Weltverband (IBU) am Freitag mitteilte.

Die IBU selbst lässt bei den Veranstaltungen bei den eigenen Mitarbeitern und Offiziellen nur geimpfte Personen zu. Eine generelle Impfpflicht würde den coronabedingt „extremen“ Organisationsaufwand deutlich vereinfachen, sagte IBU-Sportdirektor Felix Bitterling der Deutschen Presse-Agentur.

„Aber ich bin da mittlerweile relativ emotionslos. Wir müssen sicherstellen, dass die Veranstaltungen sicher sind für alle Beteiligten, dass sie die Grundlage für ihren Lohnerwerb haben. Und die muss so sicher sein, wie sie nur kann“, sagte Bitterling.

Das Thema wird auch in der deutschen Mannschaft diskutiert, wie Ex-Weltmeister Erik Lesser berichtete. Er selbst ist geimpft und empfiehlt auch jedem den Piks. „Ich kann es aber auch nachvollziehen, wenn jemand unsicher ist und sich nicht impfen lässt, wenn er sich dann aber an bestimmte Regeln hält, wie Maske tragen, Hände desinfizieren, Abstand halten“, sagte der 33-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Im Deutschen Skiverband liegt nach Verbandsangaben die Impfquote bei nahezu hundert Prozent.

+++++23. November 2021+++++

Überraschungen im Kader der Biathleten für den ersten Weltcup

Am Wochenende beginnt die neue Biathlon-Saison im schwedischen Östersund. Bei der Aufstellung der deutschen Mannschaft für die ersten Rennen gibt es einige Überraschungen. Der Kader in der Übersicht.

+++++16. November 2021+++++

Doll und Preuß starten gemeinsam beim "Biathlon auf Schalke"

Die deutschen Hoffnungsträger Benedikt Doll und Franziska Preuß werden beim 19. "Biathlon auf Schalke" gemeinsam an den Start gehen. Bei der am 28. Dezember ausgetragenen World Team Challenge in Gelsenkirchen bildet das Duo eines der beiden deutschen Teams. "Es ist einfach cool, in diesem Stadion vor vielen Zuschauern laufen zu können", sagte Doll.

Insgesamt planen die Veranstalter mit "rund 50 Prozent" der normalen Kapazität. Preuß war im vergangenen Jahr, als das Event wegen der Corona-Pandemie nach Ruhpolding verlegt werden musste, mit ihrem mittlerweile zurückgetretenen Partner Simon Schempp Zweite geworden.

"Auch wenn es nicht um Weltcup-Punkte geht, läuft man natürlich auf Anschlag. Sobald man als Sportler eine Startnummer an hat, will man zeigen was man kann", sagte die 27-Jährige, im vergangenen Winter auf Platz drei im Gesamtweltcup.

"Gerade im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist die WTC perfekt", ergänzte Doll: "Mit maximaler Spannung und Aufregung. Und ich hoffe natürlich, dass Franzi und ich dann auch bis zum Schluss vorne dabei sind."

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Biathlon-Saison.

(RP/dpa/sid)