WM 2019: Snowboarder feiern Medaillenregen mit Poolparty

WM in Park City : Snowboarder feiern Medaillenregen mit Poolparty

Fünf Medaillen haben die deutschen Snowboarder bei der WM in Park City bereits geholt. Damit haben sie die Erwartungen schon weit übertroffen. Die Athleten schmissen nach ihrem Erfolg spontan eine Poolparty.

Es schneite unaufhörlich, das Thermometer zeigte frostige sechs Grad unter Null - doch das war den deutschen Raceboardern nach ihrem erneuten Medaillencoup herzlich egal: Raus aus den dicken Klamotten, rein in den Freiluft-Whirlpool, und los ging die Party!

"Das ist der absolute Hammer", sagte Sportdirektor Andreas Scheid. Dank der fünf Medaillen der Abteilungen Race und Cross darf er schon vor den Freestyle-Wettbewerben am Freitag (Halfpipe) und Sonntag (Slopestyle) die erfolgreichste WM in der Geschichte von Snowboard Germany bejubeln. Verbandspräsident Hanns-Michael Hölz meinte: "Es hätte nicht besser laufen können."

Und so stießen die Athleten um Weltmeisterin Selina Jörg und den zweimaligen Bronzemedaillengewinner Stefan Baumeister ihre Bierdosen in die kalte Luft, die WM-Dritte Ramona Hofmeister hielt die Szene in Park City für ihre Instagram-Follower fest. "Cheers", schrieb sie dazu, und ließ im Hintergrund animierte Raketen knallen.

"Das war unglaublich, mir fehlen die Worte", sagte die Olympiadritte Hofmeister über ihren spektakulären Auftritt beim Parallel-Slalom in den Rocky Mountains. Mehrmals stand die 22-Jährige vor dem Aus, im "kleinen" Finale stürzte Hofmeister sogar. "Dann habe ich aber noch einmal irgendeinen Turbo gezündet, und das hat zum Glück noch funktioniert", sagte sie, "ich bin sehr glücklich."

Das war auch Baumeister. Schon am Vortag, als Jörg im Parallel-Riesenslalom zu Gold gerast war, hatte der 25-Jährige ja Bronze gewonnen. Jetzt ist er der erste Deutsche mit zwei Medaillen bei einer WM. "Ich hoffe, dass es die nächsten Rennen genau so weiter geht", sagte der Oberbayer. Hölz jedenfalls sieht "die beste Basis gelegt für eine erfolgreiche Zukunft".

Mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren hat das 17-köpfige WM-Team in der Tat noch viele Rennen vor sich, auch wenn ihm in Jörg seine Galionsfigur abhanden kommen könnte. Der Gedanke ans Aufhören sei bei ihr "immer da", sagte die Olympia-Zweite dem SID, "mit 31 ist es ja auch berechtigt". Konkrete Pläne fürs Karriereende habe sie aber nicht.

Mit oder ohne Jörg - Präsident Hölz hat keine Angst vor der Zukunft. Er sieht den Grund für die Stärke der Raceboarder in den Strukturen. "Es ist konzentrierte Arbeit im Topteam, es ist immer wieder das Thema Nachwuchs, Nachwuchs, Nachwuchs, und es sind die besten Leute, die wir im Betreuerstab haben", sagte er: "Das ist das Rezept, um Medaillen zu erreichen." Und das soll es bleiben.

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(sid/old)
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