Wintersport-Saison 2019/20: Eistanzpaar Katharina Müller und Tim Dieck verpatzt EM-Auftakt

Wintersport-Telegramm 2019/20 : Deutsches Eistanzpaar Müller/Dieck verpatzt EM-Auftakt

Die ersten Wintersportler sind in die Saison 2019/20 gestartet. In unserem Wintersport-Telegramm halten wir Sie über die Wintersport-Saison auf dem Laufenden.

Das deutsche Eistanzpaar Katharina Müller/Tim Dieck hat einen enttäuschenden Einstand bei den Europameisterschaften in Graz erlebt. Im Rhythmischen Tanz am Mittwoch kam das Duo aus Dortmund mit 61,42 Punkten nicht über den 18. Platz hinaus, erreichte immerhin aber noch das Kür-Finale am Samstag (13.25 Uhr).

Grund für die geringe Wertung ihres Vortrags war ein Sturz des 23-jährigen Dieck bei einer Schrittkombination. „Ich weiß nicht, was passiert ist. So etwas ist mir noch nie passiert“, sagte er nach dem Patzer. „Wir laufen nun die Kür für das Publikum und für uns“, meinte Partnerin Müller.

Die Hoffnung, einen Platz unter den besten zwölf Paaren zu erreichen und sich damit das Ticket für die WM im März in Montreal zu sichern, ist nicht mehr möglich. Müller/Dieck müssen nun aller Voraussicht nach in einer internen Qualifikation nach der EM mit Jennifer Janse van Rendsburg/Benjamin Steffan (Oberstdorf/Chemnitz) um den WM-Start kämpfen.

Auf Titelkurs liegen die Franzosen Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron, die mit 88,78 Punkten führen. Die vierfachen Weltmeister und Olympia-Zweiten können ihren sechsten EM-Titel gewinnen. Auf Platz zwei liegen die Russen Victoria Sinitsina/Nikita Katsalapow (88,73) vor Charlene Guignard/Marco Fabri aus Italien (84,66).

+++++22. Januar 2020+++++

Paul Fentz überrascht bei Eiskunstlauf-EM als Sechster

Starker Start und strahlende Gesichter: Weit erfolgreicher als erwartet haben für die deutschen Eiskunstläufer die Europameisterschaften in Graz begonnen. Die deutschen Paarlauf-Meister Minerva-Fabienne Hase und Nolan Seegert dürfen nach Rang fünf im Kurzprogramm sogar zart von einem Medaillengewinn träumen.

Das Duo aus Berlin sammelte mit einem starken Vortrag 70,43 Punkte und geht aus einer glänzenden Position heraus in die Kürentscheidung am Freitag (19.00 Uhr). Im Schatten der letztjährigen EM-Sechsten lieferten die deutschen Vize-Meister Annika Hocke und Robert Kunkel (Berlin) als Siebte ein beeindruckendes gemeinsames EM-Debüt ab.

"Wir sind überglücklich, dass wir zum ersten Mal die 70 Punkte geknackt haben", sagte Hase. Hocke/Kunkel trainieren erst seit neun Monaten gemeinsam und hatten schon im Dezember mit einem sechsten Platz beim Finale des Junioren-Grand-Prix für Aufsehen gesorgt. Die mit Abstand stärkste Kurzkür präsentierten Alexandra Boikowa und Dimitri Koslowski aus Russland.

Mit dem besten Kurzprogramm seiner Karriere war Fentz am Nachmittag nahezu optimal gestartet. Der 27 Jahre alte Berliner geht mit einer persönlichen Bestleistung von 80,41 Punkten als überraschender Sechster in den Kür-Wettbewerb am Donnerstag (18.30 Uhr) und ließ bei seinem gelungenen Auftritt mehrere höher eingeschätzte Konkurrenten hinter sich.

An die Spitze setzte sich Routinier Michal Brezina aus Tschechien (89,77), dem 29-Jährigen am nächsten kamen die beiden Russen Dimitri Alijew (88,45) und Artur Danieljan (84,63). Titelverteidiger Javier Fernandez aus Spanien hatte seine Wettkampfkarriere im vergangenen Jahr beendet.

Der dreimalige deutsche Meister Fentz begann seine Kurzkür mit einem sauberen vierfachen Toe-Loop, auch an seinem dreifachen Axel hatten die Preisrichter wenig auszusetzen. Nicht am Optimum hingegen war der dreifache Lutz, dem er nur einen doppelten Toe-Loop folgen lassen konnte. Dennoch klopfte ihm seine Trainerin Romy Oesterreich anschließend anerkennend auf den Rücken.

"Mein Ziel ist ganz klar ein Top-Ten-Platz, um einen zweiten deutschen Startplatz für die EM 2021 zu sichern", sagte Fentz, der sich in der Steiermarkhalle auch von einem Problem an seinem rechten Schlittschuh nicht stoppen ließ: Beim Training war eine Öse gebrochen und musste neu fixiert werden.

Die europäischen Titelkämpfe werden am Donnerstag (12.00 Uhr/ONE) mit dem Rhythmustanz der Eistänzer fortgesetzt. Für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) starten die deutschen Meister Katharina Müller und Tim Dieck aus Dortmund.

+++++23. Januar 2020+++++

Snowboarder Noah Vicktor bei Weltcup-Finalpremiere auf Rang 13

Der deutsche Snowboarder Noah Vicktor ist im ersten Finale seiner Weltcup-Karriere 13. des Slopestyle-Events auf der Seiseralm geworden. Der Sportler aus Bischofswiesen in Oberbayern war am Donnerstag als Zweitbester der Qualifikation in den entscheidenden Wettkampf in Südtirol gegangen, konnte da seine überragende Leistung aber nicht wiederholen. Am Mittwoch hatte er noch 91,75 Punkte geholt - mit diesem Ergebnis hätte er im Finale souverän gewonnen. Der 18-Jährige bestreitet seine erste komplette Saison im Weltcup.

++++++22. Januar 2020+++++

Zu wenig Schnee – Snowboard-Weltcup am Feldberg abgesagt

Der milde Winter auch in den deutschen Höhenlagen fordert seinen Tribut: Der Internationale Skiverband FIS hat den Weltcup der Snowboardcrosser am Feldberg (31. Januar bis 2. Februar) abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die Schneehöhe reiche für eine Durchführung der Wettbewerbe nicht aus. Der Skibetrieb im Liftverbund Feldberg laufe jedoch weiter.

+++++19. Januar 2020+++++

Friedrich gewinnt auch Viererbob-Weltcup in Innsbruck

Francesco Friedrich ist derzeit nicht zu schlagen: Der Doppel-Olympiasieger und -Weltmeister hat im Bob-Weltcup erneut das Double geschafft. Eine Woche nach seinem Doppelsieg in La Plagne gewann der 29-jährige Pilot vom BSC Sachsen Oberbärenburg auch in Innsbruck-Igls beide Rennen. Mit seiner Crew Candy Bauer, Martin Grothkopp und Alexander Schüller setzte er sich im Vierer am Sonntag mit 0,33 Sekunden Vorsprung vor Europameister Johannes Lochner durch, der für den BS Solitude Stuttgart fährt.

„Schade, dass die Konkurrenz so einen kleinen Hänger in dieser Woche hatte. Ich hoffe, spätestens in Königssee und dann eine Woche später in St. Moritz kommen die anderen Teams mit den besten Startzeiten wieder zurück“, kritisierte Friedrich die fehlende Gegenwehr der anderen Nationen.

Den deutschen Dreifacherfolg verhinderte US-Pilot Hunter Church als Überraschungsdritter vor Nico Walther. Der Olympia-Zweite aus Oberbärenburg stürzte in der Zielkurve und kam auf der Seite liegend erst auf dem Beton am Ende der Bahn zum Stehen. Stocksauer und anklagend zeigte er den Verantwortlichen des Weltverbandes IBSF einen Vogel. „Ich bin enttäuscht, dass hier einfach nichts unternommen wird, das Problem besteht hier seit Jahren. Hier muss erst etwas Schlimmes passieren, ehe gehandelt wird“, meinte Walther angesichts der schwierigen Zielpassage. Allerdings stürzte er da als Einziger.

Am Vortag hatte Friedrich mit Stammanschieber Thorsten Margis auch im Zweier-Bob gewonnen. Vereinskollege Richard Oelsner kam mit Tobias Schneider auf Rang drei und unterstrich mit dem ersten Weltcup-Podiumsplatz seiner Karriere seine Ambitionen im Kampf um das Zweierbob-Ticket für die Heim-WM ab 20. Februar in Altenberg.

„Im zweiten Lauf haben wir mal gezeigt, was wir können. Es war hier der sechste Sieg in Folge mit Thorsten, egal ob Weltcup oder WM, daher ist es auch hier fast wie eine Hausbahn“, sagte Friedrich, der seinen dritten Saisonsieg hintereinander einfuhr.

Im fünften Rennen holte Olympiasiegerin und Weltmeisterin Mariama Jamanka ihren ersten Weltcupsieg. Mit Annika Drazek gewann sie dank Startbestzeiten und guten Fahrten mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor den Winterbergerinnen Laura Nolte und Erline Nolte. „Klar bin ich erleichtert, ich hatte mir in dieser Saison etwas mehr erhofft und bisher lief es ja nicht so gut“, sagte Jamanka.

+++++19. Januar 2020++++

Deutsches Debakel bei Rodel-EM

Die deutschen Rodler um den einstigen Dominator Felix Loch haben vier Wochen vor der WM ein Debakel bei der Europameisterschaft erlebt. Johannes Ludwig (Oberhof) war am Sonntag in Lillehammer als Achter noch bester Deutscher, Rekordweltmeister Loch (Berchtesgaden) landete nach einem völlig verpatzten ersten Lauf nur auf dem indiskutablen 14. Rang. Der Italiener Dominik Fischnaller sicherte sich seinen ersten EM-Titel vor den beiden Russen Semen Pawlitschenko und Roman Repilow.

"Ich hatte einen Riesenfahrfehler drin, und mit so einem hat man keine Chance mehr", sagte Loch im ZDF: "Vielleicht habe ich auch beim Schlitten-Setup nicht alles richtig gemacht." Der zweite Durchgang hatte für den zweimaligen Olympiasieger damit nur noch den Charakter eines "Trainingslaufs" mit Blick auf die WM, so Loch.

Die EM war zugleich fünfte Weltcup-Station des Winters, in diesem sind die deutschen Männer damit weiterhin ohne Sieg. Repilow führt die Gesamtwertung souverän an. Der Mannschaft von Bundestrainer Norbert Loch dürfen auch für die WM in Sotschi (14. bis 16. Februar) nur Außenseiterchancen eingeräumt werden, weil die ohnehin formstarken Russen dort den Heimvorteil genießen.

Bei den Frauen schultert Vize-Weltmeisterin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) die Last der Alleinunterhalterin weiter recht eindrucksvoll. Die 23-Jährige sicherte sich am Samstag EM-Silber hinter Tatjana Iwanowa und liegt auch in der Weltcup-Gesamtwertung in Schlagdistanz zur Russin. Taubitz trägt in diesem Jahr die Hoffnungen, da Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger (beide Babypause) fehlen. Tatjana Hüfner hat ihre Karriere beendet.

Die sonst schier unschlagbaren Doppelsitzer leisten sich kurz vor der WM bedenkliche Ausrutscher. Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) wurden am Samstag nur Siebte, für die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) reichte es nur zu Platz acht. Das russische Duo Alexander Denisew/Wladislaw Antonow holte sich den EM-Titel. In der abschließenden Teamstaffel verpasste Deutschland als Vierter gar das Podest.

+++++19. Januar 2020+++++

Keine Top-10-Plätze für Langläufer

Die deutschen Langläufer haben eine Woche vor der WM-Generalprobe in Oberstdorf absolute Top-Platzierungen verpasst. Bei den Verfolgungsrennen im tschechischen Nove Mesto schaffte es am Sonntag kein Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV) unter die besten Zehn. Katharina Hennig zeigte aber eine gute Leistung und lief als beste Deutsche von Platz 22 auf Rang elf. Bei den Männern war Florian Notz als 16. bester DSV-Starter.

Die Siege über 10 beziehungsweise 15 Kilometer in der klassischen Technik sicherten sich die in einer eigenen Liga laufende Norwegerin Therese Johaug sowie der Russe Alexander Bolschunow. Die beiden Weltcup-Gesamtführenden hatten bereits die Rennen am Samstag in der freien Technik für sich entschieden.

Das Team von Bundestrainer Peter Schlickenrieder hat nach der starken Tour de Ski von Katharina Hennig weiter viel Arbeit. Am Samstag hatte Notz als 17. für das beste Resultat gesorgt, bei den Frauen kamen Victoria Carl (20.) und Hennig (22.) in die Weltcup-Punkte. Am Sonntag schafften das Carl auf Position 18, Pia Fink (25.) und Jonas Dobler (21.).

Kommende Woche findet der Weltcup auf den WM-Loipen in Oberstdorf statt. Die Titelkämpfe im Allgäu sind für Trainer Schlickenrieder das Ziel einer langfristigen Entwicklung.

+++++19. Januar 2020+++++

Katharina Hennig läuft vom 22. auf den elften Platz vor

Skilangläuferin Katharina Hennig hat im tschechischen Nove Mesto ihre derzeitige Topform unterstrichen. Die Oberwiesenthalerin erzielte im Verfolgungsrennen über 10 km im klassischen Stil die fünftbeste Rennzeit. Damit lief die 23-Jährige noch vom 22. auf den elften Platz vor.

Am Tag zuvor war Hennig beim Freistil-Intervallstart über 10 km bei weichem Schnee nicht zurechtgekommen und hatte eine bessere Ausgangsposition vergeben. Bei der Tour de Ski war Hennig zuletzt ebenfalls über 10 km Klassik als Dritte erstmals aufs Podium gelaufen.

Beide Rennen in Nove Mesto gewann überlegen Norwegens Topstar Therese Johaug, deren Bilanz in den elf Distanzwettbewerben der Saison nun bei neun Siegen, einem zweiten und einem vierten Platz liegt.

Die Intervall-Rennen am Samstag hatten einen kuriosen Verlauf genommen. Wegen mangelnden Schnees hatten die Organisatoren kurzfristig zunächst eine 1,25-km-Runde und dann eine über 3,75 km laufen lassen. Das verwirrte zahlreiche Starter derart, dass sie falsch abbogen. Disqualifiziert wurden Norwegens Weltmeister Emil Iversen und DSV-Läufer Thomas Wick, bei den Frauen kamen unter anderem Schwedens Olympiasiegerin Charlotte Kalla sowie die Deutschen Victoria Carl und Antonia Fräbel mit Verwarnungen davon.

+++++18. Januar 2020++++

Rekordweltmeister Friedrich gewinnt Zweierbob-Weltcup in Innsbruck

Mit dem dritten Sieg im vierten Zweierbob-Rennen hat Doppel-Olympiasieger und Weltmeister Francesco Friedrich seine Führung im Gesamtweltcup ausgebaut. Der 29-jährige Pirnaer gewann am Samstag in Innsbruck-Igls mit Anschieber Thorsten Margis aus Halle souverän mit 0,74 Sekunden Vorsprung auf den Briten Briten Brad Hall. Friedrichs Vereinskollege Richard Oelsner vom BSC Sachsen-Oberbärenburg kam mit Tobias Schneider vom BC Bad Feilnbach auf Rang drei und unterstrich mit dem ersten Weltcup-Podiumsplatz seiner Karriere seine Ambitionen im Kampf um das Zweierbob-Ticket für die Heim-WM ab 20. Februar in Altenberg. Er musste sich um eine Hundertstelsekunde Hall geschlagen geben. Nico Walther aus Oberbärenburg, der kurzfristig Anschieber Malte Schwenzfeier für Paul Krenz tauschte, kam auf Platz vier.

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Skicross: Daniel Bohnacker holt Rang drei in Nakiska

Den deutschen Skicrossern ist beim Weltcup im kanadischen Nakiska der nächste Podestplatz gelungen. Daniel Bohnacker (Gerhausen) landete auf dem dritten Rang, Florian Wilmsmann (Hartpenning) als Vierter und Tobias Müller als Achter rundeten bei den Männern das gute deutsche Ergebnis beim Triumph des Kanadiers Reece Howden ab.

Für Bohnacker war es der erste Sprung aufs Podest seit fast zwei Jahren, als er im Februar 2017 in Sunny Valley ebenfalls Dritter wurde. Bei den Frauen verpasste Daniela Maier (Urach) den Sprung ins große Finale und belegte den achten Rang, den Sieg sicherte sich die Ex-Weltmeisterin Sandra Näslund (Schweden).

+++++18. Januar 2020+++++

Drittes Gold bei den Jugendspielen - deutsche Rodler dominieren

Die deutschen Nachwuchsrodler dominieren bei den Olympischen Jugendspielen in der Schweiz weiter die Wettbewerbe und haben bereits die dritte Goldmedaille sicher. Am Samstag setzten sich Jessica Degenhardt und Vanessa Schneider (Altenberg/Sonneberg) im Doppelsitzer durch, dazu holte Tim Grancagnolo (Chemnitz) Bronze im Einsitzer. In der Nordischen Kombination gewann zudem Jenny Nowak (Klingenthal) die Bronzemedaille.

"Es ist echt verrückt. Gerade realisieren wir das noch nicht, dass wir Geschichte geschrieben haben", sagte Degenhardt. Auch Grancagnolo war begeistert: "Das ist unbeschreiblich."

Degenhardt/Schneider hatten nach den zwei Läufen in der Natureisbahn von St. Moritz 1,266 Sekunden Vorsprung auf Caitlin Nash/Natalie Corless (Kanada). Grancagnolo lag 0,791 Sekunden hinter Sieger Gints Berzins (Lettland), Pascal Kunze (Zwickau/+0,916) wurde Vierter.

Am Freitag hatten Moritz Jäger/Valentin Steudte (Zella-Mehlis/Suhl) im Doppelsitzer triumphiert, Merle Fräbel (Suhl) gewann im Einzel Gold vor Degenhardt.

+++++18. Januar 2020+++++

Andre Höflich in Laax auf Platz zwölf