Wintersport-Saison 2019/20: Das bringt der Wintersport am Freitag

Wintersport-Telegramm 2019/20 : Das bringt der Wintersport am Freitag

Die ersten Wintersportler sind in die Saison 2019/20 gestartet. In unserem Wintersport-Telegramm halten wir Sie über die Wintersport-Saison auf dem Laufenden.

SKI ALPIN

Weltcup in Beaver Creek (USA)

Super-G, Herren 18.45 Uhr/MEZ (sportschau.de/Eurosportplayer)

Weltcup in Lake Louise(Kanada)

Abfahrt, Damen, 20.30 Uhr/MEZ (sportschau.de/Eurosportplayer)

Die deutschen Ski-Teams starten in das zweite Nordamerika-Wochenende. Nach seinem Sensationssieg in der Abfahrt von Lake Louise will Thomas Dreßen auch in Beaver Creek überzeugen, zunächst steht dort der Super-G an. Dreßen tritt erstmals wieder auf der Strecke an, wo er sich im Vorjahr schwer am Knie verletzt hatte. Die Frauen sind in Lake Louise dran und wollen wie Dreßen überraschen. Neben Viktoria Rebensburg liegt der Fokus in der Abfahrt auf Kira Weidle, die vor zwölf Monaten als Dritte erstmals auf das Podest gefahren war.

EISSCHNELLLAUF

Weltcup in Nur-Sultan(Kasachstan), ab 10.00 Uhr

Für die 47 Jahre alte Claudia Pechstein ist die dritte Weltcup-Station die wichtigste, weil in Nur-Sultan (früher Astana) zum einzigen Mal in dieser Serie die 5000 Meter gelaufen werden. Einen Sprung nach vorn wollen die Sprinter nach unzureichenden Ergebnissen dieses Winters hinlegen. „Jetzt muss geliefert werden“, sagte der deutsche Meister Joel Dufter, der im Gegensatz zu Nico Ihle in der A-Gruppe über 500 Meter antreten darf.

+++++6. Dezember 2019+++++

Durchwachsener Saisonstart für deutsche Skicrosser

Die deutschen Skicrosser haben einen durchwachsenen Start in die neue Weltcup-Saison gehabt. Einzig der 23 Jahre alte Florian Wilmsmann vom TSV Hartpenning schaffte am Freitag im französischen Val Thorens zum sechsten Mal in seiner Karriere den Einzug ins Halbfinale. Im kleinen Finale erarbeitete er sich Rang sieben. Ferdinand Dorsch war im Viertelfinale gestürzt, Daniel Bohnacker und Tobias Müller schieden bereits im Achtelfinale aus. Für die beiden einzigen deutschen Damen in der K.o.-Runde, Heidi Zacher und Daniela Maier, war ebenfalls bereits in der ersten Runde Schluss. Schon am Samstag steht der zweite Weltcup in Val Thorens an.

+++++3. Dezember 2019+++++

Dopingprozess gegen Johannes Dürr und Dominik Baldauf im Januar

Nach den Doping-Ermittlungen bei der Nordischen Ski-WM müssen sich in Innsbruck im Januar weitere österreichische Sportler vor Gericht verantworten. Wie das Landgericht Innsbruck der österreichischen Nachrichtenagentur APA mitteilte, beginnt etwa der Prozess gegen den geständigen Dopingsünder Johannes Dürr am 27. Januar. Dem ehemaligen Langläufer, der die Ermittlungen mit seinen Aussagen in einem Interview mit der ARD ins Rollen brachte, wird schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Zudem soll er zum Doping anderer Sportler beigetragen und diese an den Erfurter Mediziner Mark S. vermittelt haben. S. sitzt in München in Untersuchungshaft.

Bereits am 14. Januar beginnt der Prozess gegen Ex-Langläufer Dominik Baldauf wegen gewerbsmäßigem schweren Betrugs. Auch Baldauf soll sich geständig gezeigt haben. Einen Tag später wird der Fall von Radsportler Georg Preidler verhandelt. Auch hier lautet der Vorwurf gewerbsmäßiger schwerer Betrug. Der 29-Jährige hatte sich im März selbst angezeigt. Der Prozess gegen Rad-Prof Stefan Denifl wurde von Dezember 2018 auf den 3. Februar 2019 verlegt.

Während der Nordischen Ski-WM in Innsbruck und Seefeld hatten österreichische und deutsche Behörden Ende Februar Razzien durchgeführt, unter anderem auch bei einem deutschen Sportarzt in Erfurt. Mitte März hatte die zuständige Staatsanwaltschaft München die Zahl von mindestens 21 Sportler aus acht Nationen genannt, die Kunden bei S. gewesen sein sollen.

Der Ex-Langläufer Max Hauke, der bei der Razzia in Seefeld auf frischer Tat bei der Rückführung von Blut erwischt wurde, erhielt im Oktober eine fünfmonatige Bewährungsstrafe. Der Österreicher hatte vor Gericht gesagt, dass er seit 2016 einem deutschen Sportmediziner 10.000 Euro pro Saison für die Behandlung mit Eigenblut bezahlt habe.

+++++3. Dezember 2019+++++

Claudia Pechsteins früherer Trainer Peter Mueller ist nicht mehr Trainer der Finnen

Peter Mueller, der frühere Coach von Claudia Pechstein, ist nicht länger Auswahltrainer der finnischen Eisschnellläufer. Mehrere Sportler hätten sich geweigert, unter der Regentschaft des US-Olympiasiegers von 1976 zusammenzuarbeiten, berichtet die finnische Zeitung „Ilta-Sanomat“ (Dienstag).

Nach der Beendigung des Engagements bei der fünfmaligen Olympiasiegerin aus Berlin nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hatte Mueller im März 2018 die finnische Auswahl übernommen. Vor Pechstein hatte Mueller auch die Weltklasse-Eisschnellläufer Shani Davis (USA) und Marianne Timmer (Niederlande) gecoacht.

Der Verwaltungsrat des finnischen Verbandes beschloss nun, die Zusammenarbeit mit Mueller sofort einzustellen. Sein Gehalt werde bis Ende März gezahlt. „Er wurde nicht aus seinem befristeten Arbeitsvertrag entlassen, aber es besteht keine Verpflichtung mehr, in Finnland zu arbeiten“, sagte Bundesgeschäftsführer Vesa Rosendahl der Zeitung.

+++++1. Dezember 2019+++++

Rodlerin Julia Taubitz gewinnt - Felix Loch enttäuscht

Julia Taubitz machte mit einer hippen Sonnenbrille auf der Nase eifrig Faxen bei der Siegerehrung, Felix Loch hingegen hatte bei der Kür der Besten nichts zu suchen. Während Vizeweltmeisterin Taubitz mit ihrem ersten Saisonsieg die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison des jungen Frauen-Teams nährte, rodeln die deutschen Männer nach dem zweiten Weltcuprennen im Einsitzer weit den eigenen Ansprüchen hinterher. Selbst ein Top-Ten-Resultat war lange Zeit in Gefahr.

"Im ersten Lauf war ich viel zu weit weg, da war es viel zu schlecht. Im zweiten Lauf war es eine Steigerung", sagte Loch, der seinen eigenen Ansprüchen mit Rang zwölf erneut hinterhergefahren war, am ARD-Mikrofon. Beim nächsten Weltcup im kanadischen Whistler (13./14. Dezember) erhofft sich der 30-Jährige eine bessere Leistung: "Da wollen wir zeigen, was wir schon in der Vorbereitung geleistet haben."

Bundestrainer Norbert Loch bemängelte auf der Olympiabahn von Lake Placid in der ARD den "fehlenden Speed" der deutschen Männer, die in diesem Winter weiter auf eine Podestplatzierung warten. Schon beim Saisonauftakt in der Vorwoche war der sechsmalige Weltmeister Loch als Sechster hinter den Erwartungen geblieben. In den USA war Max Langenhan als Neunter der beste deutsche Starter, der Vorjahreszweite Johannes Ludwig belegte nur den 14. Rang.

Für positive Schlagzeilen im Einsitzer sorgte hingegen Taubitz. Bei Temperaturen von zehn Grad minus raste die 23-Jährige am Samstag in Bahnrekord zu ihrem insgesamt dritten Weltcupsieg und übernahm die Führung im Gesamtweltcup. "Richtig geil, ich bin zufrieden. Die Bahn hier gefällt mir immer mehr", sagte die Oberwiesenthalerin. Schon nach dem ersten Durchgang lag sie in Führung, die sie mit der Fabelzeit von 43,658 Sekunden sogar noch ausbaute. Im Sprintrennen am Sonntag untermauerte die deutsche Hoffnungsträgerin dann nochmals ihre starke Form - dort fuhr Taubitz der Konkurrenz erneut davon und feierte den Sieg.

Auch ohne die schwangere Olympiasiegerin Natalie Geisenberger behaupteten die deutschen Frauen somit ihre Position an der Weltspitze. Jessica Tiebel, beim Saisonstart in Innsbruck-Igls noch gleichauf mit Taubitz Dritte, landete indes diesmal nur auf dem zehnten Rang.

Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt schlugen derweil im ewigen Duell der deutschen Doppelsitzer zunächst zurück. Das Duo aus Bayern setzte sich vor den Weltmeistern Toni Eggert/Sascha Benecken durch, der Vorsprung nach zwei Läufen betrug 0,184 Sekunden. Durch Platz zwei im Sprint schoben sich Eggert/Benecken mit 270 Punkten aber an den beiden deutschen Konkurrenten vorbei an die Spitze des Gesamtklassements, Wendl/Arlt folgen mit 255 Zählern.

+++++1. Dezember 2019+++++

Therese Johaug feiert Start-Ziel-Sieg - Victoria Carl auf Rang 15

Norwegens Langlauf-Stars haben ihre Ausnahmestellung zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes in Ruka eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Einen Tag nach ihrem Sieg in der klassischen Technik gewann Therese Johaug auch das Verfolgungsrennen in Finnland am Sonntag. Bei den Männern siegte ihr norwegischer Landsmann Johannes Kläbo. Victoria Carl aus Zella-Mehlis sorgte als 15. über zehn Kilometer in der freien Technik in 28:20,0 Minuten für das beste deutsche Ergebnis. Katherina Hennig (Oberwiesenthal) als 27. und Pia Fink (Bremelau) als 30. kamen ebenfalls noch unter die ersten 30 Sportlerinnen.

Die 31 Jahre alte Johaug feierte einen Start-Ziel-Sieg und setzte sich in 25:48,0 Minuten souverän vor ihren Landsfrauen Heidi Weng und Astrid Uhrenholdt Jacobsen durch. Kläbo verwies Landsmann Emil Iversen und Vortagessieger Iivo Niskanen aus Finnland in 35:29,7 Minuten auf die Plätze zwei und drei. Der beste Deutsche bei den Männern war Lucas Bögl auf dem 27. Rang. Damit machte der 29-Jährige aus Gaißach fünf Plätze im Vergleich zum Vortag gut.

+++++30. November 2019+++++

Wendl/Artl gewinnen Rodel-Weltcup in Lake Placid

Die Rodel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) haben im ewigen Duell der deutschen Doppelsitzer zurückgeschlagen und den zweiten Weltcup der neuen Saison gewonnen. Das Duo aus Bayern setzte sich am Samstag auf der US-Bahn in Lake Placid vor den Weltmeistern Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) durch, der Vorsprung nach zwei Läufen betrug 0,184 Sekunden.

Robin Geueke/David Gamm aus Winterberg verpassten das Podest nur knapp, als Vierte ordneten sie sich hinter den Österreichern Thomas Steu/Lorenz Koller ein. Den Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in Igls hatten Eggert/Benecken noch mit 0,009 Sekunden Vorsprung auf Wendl/Arlt gewonnen.

+++++30. November 2019+++++

Zwei deutsche Langläuferinnen unter den ersten 20 — Johaug und Niskanen siegen

Die deutschen Langläuferinnen und Langläufer haben beim Weltcup in Ruka erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen können. Victoria Carl aus Zella-Mehlis belegte als Beste aus dem Team von Bundestrainer Peter Schlickenrieder am Samstag in Finnland über zehn Kilometer in 28:11,8 Minuten den 18. Platz, Katharina Hennig aus Oberwiesenthal landete einen Rang dahinter. Bei den Männern war Sebastian Eisenlauer als 25. (37:08.5) der schnellste Deutsche im 15-Kilometer-Rennen in der klassischen Technik. Am zweiten Tag des Weltcup-Winters präsentierte sich Norwegen erneut stark, zudem feierte ein Finne einen Heimsieg.

Bei den Frauen sicherte sich Dreifach-Weltmeisterin Therese Johaug (Norwegen) in 26:47,5 Minuten den Sieg vor Lokalmatadorin Krista Parmakoski (27:17,6) und Natalja Neprjajewa aus Russland (27:31,9). Der Finne Iivo Niskanen war in 35:17,0 Minuten über 15 Kilometer der beste Mann und ließ sich nach seinem Zieleinlauf von den Fans feiern. Zweiter wurde der dreifache Olympiasieger Johannes Kläbo (35:30,0), der am Freitag gewonnen hatte, vor seinem norwegischen Landsmann Emil Iversen (35:31,9).

„Für's erste Rennen der Saison bin ich sehr zufrieden“, sagte Hennig und kommentierte die Minusgrade in der finnischen Winterlandschaft so: „Es war schon sehr kalt heute. Ich hatte eher Eisklumpen als Hände.“ Schlickenrieder war ebenfalls nicht unglücklich: „Ich würde sagen, das passt. Mit Zwei unter den Top 20 können wir zufrieden sein.“

+++++29. November 2019+++++

Norweger dominieren Weltcup-Auftakt im Skilanglauf

Die norwegischen Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo und Maiken Caspersen Falla haben Norwegens Skilangläufern beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo einen Doppelsieg beschert. Im Klassiksprint der Männer siegte Weltcup-Titelverteidiger und Pyeongchang-Goldmedaillist Kläbo hochüberlegen mit über vier Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Paal Golberg. Bei den Frauen lag Sotschi-Olympiasiegerin Falla vor Schwedens Jungstar Jonna Sundling.

Als einzige Deutsche überstanden im Ruka-Wintersportzentrum Laura Gimmler (Oberstdorf) und Katharina Hennig (Oberwiesenthal) die Qualifikation, scheiterten aber jeweils im Viertelfinale der besten 30.

+++++24. November 2019+++++

Pechstein verweigert weiter Start im Team — DOSB-Präsident spricht Machtwort

In Polen stand kein deutsches Damen-Team beim Weltcup der Eisschnellläufer am Start. Hintergrund ist der Knatsch zwischen dem Bundestrainer und Claudia Pechstein. Jetzt schaltet sich Alfons Hörmann ein und sieht einen „besorgniserregenden Zustand“.

Claudia Pechstein verweigert sich weiter einem Start im deutschen Eisschnelllauf-Trio, DOSB-Präsident Alfons Hörmann spricht ein Machtwort: Im Streit zwischen der fünfmaligen Olympiasiegerin und der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft fordert der deutsche Sportchef nun Gespräche aller Beteiligten.

Der Verband sei in einem „insgesamt besorgniserregenden Zustand“, sagte Hörmann im Interview des ZDF. „Es müssen jegliche Egoismen in den Hintergrund treten und es muss auch die Bereitschaft da sein, jeden Stein einmal umzudrehen“, fügte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes hinzu. „Nur dann, wenn man in eine schonungslose Analyse einsteigt“, werde es gelingen, „Schritt für Schritt in eine bessere Zukunft zu kommen“, sagte Hörmann.

Ausgangspunkt des Streits war die Aussage des Bundestrainers Erik Bouwman, dass er „null Bock“ darauf habe, die 47 Jahre alte Pechstein im deutschen Team zu betreuen. Pechstein trainiert seitdem mit der polnischen Auswahl an. Wiederholt forderte sie eine Entschuldigung von Bouwman.

Konsequenz aus dem Knatsch: In Polen stand kein deutsches Team-Trio am Start. „Wenn er keinen Bock auf mich hat, habe ich natürlich auch keinen Bock auf ihn. Unter diesen Bedingungen werde ich definitiv nicht ins Team zurückkehren“, stellte Pechstein klar. Sportdirektor Matthias Kulik kündigte Gespräche an, er könne verstehen, dass sich Pechstein „persönlich angegriffen“ gefühlt habe, als man ihren Lebensgefährten Matthias Große aus dem Betreuerstab verbannt habe.

Pechstein hatte in Polen das 3000-Meter-Rennen der B-Gruppe gewonnen und den Sprung in die Top 12 beim Weltcup in zwei Wochen im kasachischen Nur-Sultan auf ihrer Spezialstrecke über 5000 Meter geschafft. Top-10-Resultate konnten zwei Erfurter verbuchen: Patrick Beckert lief über 5000 Meter auf Platz zehn, Felix Maly kam auf Rang neun im Massenstartrennen. Enttäuschungen gab es für die Eissprinter: Nico Ihle und Joel Dufter verpassten über 500 Meter in der B-Gruppe auf den Plätzen sieben und zehn die Rückkehr in die A-Kategorie, und auch im Teamsprint sprang nur Rang zehn heraus.

+++++24. November 2019+++++

Pechstein als Sechste im Massenstart mit bester Saison-Platzierung

Claudia Pechstein hat zum Abschluss der Weltcuprennen in Tomaszow Mazowiecki mit einem sechsten Platz im Massenstartrennen das bisher beste Saison-Resultat der deutschen Eisschnellläufer erkämpft. Beim Sieg der Niederländerin Irene Schouten reichten der 47 Jahre alten Berlinerin dafür fünf Punkte bei Zwischensprints.

+++++24. November 2019+++++

Rodel-Weltmeister Loch nur Sechster zum Auftakt in Igls