Rodeln: Natalie Geisenberger gewinnt zum siebten Mal in Folge den Gesamtweltcup

„Das ist schon ziemlich geil“ : Geisenberger gewinnt zum siebten Mal in Folge den Gesamtweltcup

Natalie Geisenberger hat zum siebten Mal in Serie die Kristallkugel der Gesamtweltcupsiegerin gewonnen. Beim letzten klassischen Weltcup-Rennen ihrer Dauerrivalin Tatjana Hüfner raste die 31-Jährige in Sotschi zum Sieg.

Die Olympiasiegerin stieg mit einem breiten Grinsen von ihrem Schlitten und zeigte mit beiden Händen die magische Zahl "7" in die Kamera. "Das ist schon ziemlich geil. Dass es in dieser Saison alles so aufgegangen ist, macht mich stolz und glücklich", sagte Geisenberger. Hüfner belegte beim Saisonfinale in der Olympiabahn von 2014 den siebten Rang. "Da kann ich wirklich stolz drauf sein. Ich habe viel mitgemacht und bin auch durch ein paar Täler gegangen", sagte die 35-Jährige in der ARD.

Beim abschließenden Sprint am Sonntag (11.35 Uhr) wird Hüfner, die in ihrer Karriere unter anderem einen kompletten olympischen Medaillensatz sowie fünf WM-Titel gewann, endgültig von der internationalen Bühne abtreten. Im Rennen am Samstag wäre sie im ersten Lauf beinahe gestürzt, brachte im zweiten Lauf aber einer saubere Fahrt herunter.

"Nervös war ich nicht. Im Training kam ich nur nicht gut zurecht, ich musste mir die Bahn im Wettkampf richtig erarbeiten", sagte Hüfner. Sie war mit einem Helm mit der Aufschrift "Am Ende steht immer ein Anfang" an den Start gegangen. "Ich fühle eher Dankbarkeit als Demut", sagte sie.

Geisenberger lag am Ende rund eine halbe Sekunde vor der Berufssoldatin. Die Olympia-Zweite Dajana Eitberger landete als Dritte zum vierten Mal in diesem Winter auf dem Podium, Lokalmatadorin Viktoria Demtschenko wurde Zweite. Vizeweltmeisterin Julia Taubitz fuhr auf Platz fünf.

Bei den Männern ist der Sieg im Gesamtweltcup noch völlig offen. Vor dem am Sonntag ausgefahrenen Einsitzer-Rennen (7.40 Uhr MEZ) sowie dem Sprint (12.20 Uhr) liegt der Olympia-Dritte Johannes Ludwig mit 598 Punkten vor dem Russen Semen Pawlitschenko (588) und Weltmeister Felix Loch (583). 200 Punkte sind in beiden Rennen noch zu vergeben.

Für Toni Eggert/Sascha Benecken war der insgesamt vierte Triumph im Gesamtklassement reine Formsache. Während die Dauerrivalen Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) auf dem enttäuschenden siebten Rang landeten, belegten die Weltmeister hinter den russischen Siegern Alexander Denisew/Wladislaw Antonow Platz zwei.

"Jetzt haben wir es geschafft, aber mit dem Rennen sind wir überhaupt nicht zufrieden. Im ersten Lauf hatten wir Probleme am Start, die Zeit im zweiten Durchgang kann ich mir noch nicht richtig erklären", sagte Benecken in der ARD. Alle Piloten des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) nutzten die Rennen in Sotschi auch als Test. Im nächsten Jahr findet in Sotschi die WM statt.

(ako/sid)
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