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Saisonstart der Eisschnellläufer: Friesinger kritisiert neue Anzüge

Saisonstart der Eisschnellläufer : Friesinger kritisiert neue Anzüge

Berlin (RPO). Vor Start in die neue Eisschnelllauf-Saison kämpfen die deutschen Athletinnen gegen ein großes Problem: Die neuen Anzüge bereiten Anni Friesinger und Co. Sorgen.

"Mein neuer Anzug? Wenn ich mal ehrlich sein darf: Den habe ich bekommen, als ich frisch operiert war. Da hatte ich überhaupt keine Oberschenkel. Und selbst damals war er schon zu eng. Ich bekomme jedes Jahr acht Anzüge, von denen erstmal keiner passt", sagte Anni Friesinger der "Welt". Die Olympiasiegerin ist am Wochenende in Berlin wegen der Nachwirkungen einer Knie-Operation noch zum Zuschauen verdammt.

Auch Claudia Pechstein fühlt sich in ihrer neuen Haut nicht wohl. "Ich würde am liebsten mit dem Anzug von 2002 laufen. Aus Japan ist extra eine Schneiderin angereist. Aber was will sie machen, wenn der Anzug ohnehin zu eng ist", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin, die sich für den Weltcup in ihrer Heimatstadt viel vorgenommen hat. Die WM-Dritte Daniela Anschütz-Thoms hatte sich ebenfalls über die neue Rennbekleidung beschwert: "Optimal ist da was anderes."

Friesinger, die erst am 21. Dezember bei einem Qualifikationswettkampf in Berlin auf die Eisbahn zurückkehrt, schimpfte: "Ich will halt Topmaterial haben. Bisher fand ich den neuen Anzug nur sehr, sehr schlecht. Erst muss die Passform stimmen, und dann kann man die nächsten Schritte machen. Aber wenn schon die Passform so ist, dass die Ohren aus der flatternden Kapuze raushängen, das geht nicht. Da bin ich wirklich pingelig."

Auch die neuen Farben der Anzüge in Rot und Schwarz missfallen der 31-Jährigen. "Ich habe gar nicht verstanden, wieso wir nicht mehr in unseren blauen Anzügen laufen. Rote Anzüge haben doch so viele andere Nationen", sagte Friesinger.

(sid)