Dopingkampf in Italien Staatssache: "Wer dopt, wandert ins Gefängnis"

Rom (dpa). Der italienische Staat hat den Dopingsündern mit dem härtesten Anti-Doping-Gesetz der Welt den Krieg erklärt. "Wer dopt, wandert ins Gefängnis", titelte die "La Repubblica" am Freitag. Und das bis zu sechs Jahre lang. Die zuständige Senatskommission stimmte am späten Donnerstagabend in Rom dem vom Abgeordnetenhaus bereits im Juli verabschiedeten Gesetzentwurf einstimmig zu. Wer dopt oder gedopt ist, wird in Italien als Krimineller verfolgt, sobald das Dopinggesetz in 14 Tagen im Gesetzblatt veröffentlicht wird. Dopingbekämpfung ist dann Staatssache. Das Nationale Olympische Komitee (CONI) ist entmachtet. Das Gesundheitsministerium hat die Dopingkontrollen komplett an sich gerissen. "Jetzt gehören wir zur Avangarde in Sachen Dopingbekämpfung", sagte Sportministerin Giovanna Melandri.

(RPO Archiv)
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