Walter Schneeloch kandidiert nicht mehr als Präsident des Landessportbundes NRW

Wahlen im Januar : Schneeloch gibt Führung des Landessportbunds ab

Der Landessportbund NRW steht vor einer Zäsur. Am 25. Januar stehen die Wahlen des neuen Präsidiums an. Dann muss der Sportbund einen neuen Präsidenten wählen. Walter Schneeloch zieht sich aus dem Amt zurück.

Gleich zu Jahresbeginn kommt viel Arbeit auf den Landessportbund (LSB) NRW zu. Am 25. Januar 2020 wird in Recklinghausen turnusmäßig das neue Präsidium des Sportbundes gewählt. Und die Wahl wird diesmal sportpolitisch besonders interessant. Wie unsere Redaktion erfuhr, tritt der derzeitige Präsident Walter Schneeloch nicht mehr zur Wahl an. „Er hat vor Weihnachten die Organisationen des Landessportbundes darüber informiert, dass er nicht zur Wahl antritt“, sagt Frank-Michael Rall, Pressesprecher des LSB NRW.

Walter Schneeloch ist seit 2005 Präsident des LSB NRW. In den Jahren 2006 bis 2018 war er zudem Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und dort für den Bereich Breitensport und Sportentwicklung zuständig. Eine neuerliche Amtszeit beim LSB wäre die vierte des 72-Jährigen gewesen.

Über die genauen Gründe für den Rückzug von Schneeloch konnte der LSB noch nichts sagen. Aufgrund der Feiertage und Ferien habe man noch nicht mit Schneeloch sprechen können. Er war zunächst auch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. „Mit Blick auf die Themen und Herausforderungen der nächsten vier Jahre kann es sinnvoll sein, eine Zäsur zu machen“, sagt Rall.

Wer sich nun zur Wahl als LSB-Präsident aufstellen lasse, sei ebenfalls noch nicht klar. Man werde sich schnell zusammensetzen, um die nächsten Schritte zu besprechen, sagt Rall. Die Verbände und Unterorganisationen hätten seit Weihnachten nun bereits Zeit gehabt, über mögliche Nachfolger nachzudenken.

Schneeloch wurde in Bensberg geboren und arbeitete später als Lehrer. Er was Fachleiter für Sport am Lehrerseminar in Bergisch Gladbach. 1978 wurde er Schulleiter in Leichlingen. Sportlich schlug sein Herz vor allem für die Leichtathletik und den Fußball, wo er auch als Trainer tätig war. Seit 1992 bekleidete er verschiedene Ämter als Sportfunktionär. Unter anderem war er von 1992 bis 2005 im Präsidium des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes. Im Landessportbund ist er seit den 1990er Jahren aktiv.