US-Sport kompakt Wagner-Brüder vergeben Play-off-Matchball in der NBA

Düsseldorf · Während die meisten Europäer schlafen, geht es in den nordamerikanischen Profiligen hoch her. Was in der Nacht beim American Football, Basketball, Baseball und Eishockey passiert ist.

  Moritz Wagner von den Orlando Magic reagiert während der zweiten Halbzeit auf einen Treffer. Die 76ers gewannen jedoch am Ende mit 125:113.

Moritz Wagner von den Orlando Magic reagiert während der zweiten Halbzeit auf einen Treffer. Die 76ers gewannen jedoch am Ende mit 125:113.

Foto: dpa/Chris Szagola

Die Basketball-Weltmeister Franz und Moritz Wagner müssen im Kampf um die direkte Play-off-Teilnahme in der NBA weiter zittern. Bei der Rückkehr des zuletzt am Knöchel verletzten Franz Wagner vergab Orlando Magic beim 113:125 im wichtigen direkten Duell beim Konkurrenten Philadelphia 76ers einen Matchball, im letzten Spiel der Regular Season am Sonntag gegen die Milwaukee Bucks droht der Absturz auf die Play-in-Plätze.

„Es ist nur ein Sieg, dann ist alles ist gut. Wir müssen uns auf das letzte Spiel fokussieren und gewinnen“, sagte Franz Wagner, der in den vergangenen Spielen verletzt gefehlt hatte, und bei seinem Comeback 24 Punkte, sechs Rebounds und drei Assists lieferte. Nach seiner Verletzung habe er sich „gut gefühlt. Ich bin froh, zurück zu sein“.

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Foto: AP/Ashley Landis

Sein Bruder Moritz kam auf 17 Zähler. Dennoch kassierte die Mannschaft aus Florida im Endspurt die dritte Niederlage in Folge. Bei den 76ers stach Topstar Joel Embiid mit 32 Punkten heraus.

Noch liegt Orlando mit 46 Siegen und 35 Niederlagen auf Rang fünf im Osten. Im Dreikampf um die letzten beiden direkten Play-off-Plätze weist Philadelphia nach dem Erfolg aber die gleiche Bilanz auf, auch die Indiana Pacers stehen bei 46 Erfolgen. Mit einem Sieg kann Orlando die Play-offs aus eigener Kraft erreichen.

Bereits qualifiziert sind dagegen Daniel Theis, Maximilian Kleber und Isaiah Hartenstein. Theis kam beim 109:110 seiner Los Angeles Clippers gegen die Utah Jazz auf 14 Punkte und sieben Rebounds, Kleber beim 89:107 der Dallas Mavericks gegen die Detroit Pistons auf sechs Zähler.

Die New York Knicks setzten sich in Abwesenheit von Hartenstein mit 111:107 gegen die Brooklyn Nets durch. Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder fehlte den Nets aufgrund von Problemen mit der Achillessehne.

Oilers sichern trotz Niederlage Heimvorteil in NHL-Play-offs

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Foto: AP/Kathy Willens

Die Edmonton Oilers um den deutschen Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl haben in der ersten Runde der NHL-Play-offs einen Heimvorteil. Die Oilers unterlagen am Freitag (Ortszeit) den Arizona Coyotes zwar mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung, holten dabei aber den einen noch nötigen Punkt, um mindestens Platz zwei der Pacific Division zu sichern.

Bei einem Spiel weniger als der Divisions-Erste Vancouver Canucks ist sogar noch Platz eins möglich. Am Samstag spielen die Oilers im direkten Duell gegen die Canucks. Dabei hoffen sie auf die Rückkehr von Kapitän Connor McDavid, der gegen Arizona das zweite Spiel in Serie aussetzen musste. Der Starspieler steht bei 99 Vorlagen und könnte als vierter Spieler der NHL-Geschichte die Marke von 100 Assists in einer regulären Saison erreichen.

Gegen die Coyotes fehlte McDavid vor allem auch seinem kongenialen Sturmpartner Draisaitl. Der Deutsche blieb ohne Torbeteiligung und hatte nur zwei Torschüsse.

Derweil hat Titelverteidiger Vegas Golden Knights als achtes und letztes Team der Western Conference die Play-offs erreicht. Die Golden Knights gewannen 7:2 gegen die Minnesota Wild und profitierten zudem von einer 2:5-Niederlage der St. Louis Blues gegen die Carolina Hurricanes.

In der Eastern Conference kämpfen noch fünf Teams um die letzten beiden vakanten Play-off-Plätze, darunter die Detroit Red Wings mit Moritz Seider. Die anderen fünf Deutschen in der NHL haben die Play-offs mit ihren Teams bereits verpasst.

Eishockey: Arizona Coyotes vor Umzug nach Utah

Salt Lake City statt Tempe? Die Arizona Coyotes aus der Eishockey-Profiliga NHL stehen offenbar vor einem Umzug nach Utah. Nach ESPN-Angaben wurden die Spieler am Freitag darüber informiert, dass ein Umzug der Franchise bevorsteht. Zuvor hatte PHNX Sports über entsprechende Pläne berichtet.

Bill Armstrong, General Manager der Coyotes, soll den Profis vor dem Spiel gegen die Edmonton Oilers (3:2) die Entscheidung mitgeteilt haben. Der Klub soll an Ryan und Ashley Smith, Besitzer des NBA-Basketballteams Utah Jazz, verkauft werden. Es ist angeblich geplant, dass das Team schon ab der kommenden Saison in Salt Lake City spielt. Eine Mitteilung wird kommende Woche nach dem Ende der Hauptrunde erwartet.

Coyotes-Besitzer Alex Meruelo hatte zuletzt bekannt gegeben, dass er ein Grundstück für den Bau einer neuen Arena im Großraum Phoenix erwerben wolle. Offenbar wünscht sich die NHL aber eine andere Lösung. Die Coyotes spielen derzeit in der Mullett Arena auf dem Campus der Arizona State University. Die Stadt Glendale hatte den Vertrag mit den Coyotes zur Nutzung der Gila River Arena zum Ende der Saison 2021/22 gekündigt.

(RP/SID/dpa)
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