US-Sport kompakt Pacers beenden NBA-Saison der Knicks – Titelverteidiger Denver scheitert

Düsseldorf · Während die meisten Europäer schlafen, geht es in den nordamerikanischen Profiligen hoch her. Was in der Nacht beim American Football, Basketball, Baseball und Eishockey passiert ist.

 Die New York Knicks-Guards Josh Hart (3) und Jalen Brunson sehen zu, wie Indiana Pacers-Center Myles Turner (33) während der ersten Hälfte von Spiel 7 in der zweiten Runde der NBA-Basketball-Playoff-Serie gegen die Indiana Pacers wirft.

Die New York Knicks-Guards Josh Hart (3) und Jalen Brunson sehen zu, wie Indiana Pacers-Center Myles Turner (33) während der ersten Hälfte von Spiel 7 in der zweiten Runde der NBA-Basketball-Playoff-Serie gegen die Indiana Pacers wirft.

Foto: dpa/Julia Nikhinson

Pacers beenden NBA-Saison der Knicks: Conference Finals gegen Celtics

Die Indiana Pacers haben die NBA-Saison der New York Knicks um den deutschen Basketball-Profi Isaiah Hartenstein beendet und stehen in den Finals der Eastern Conference. Die Pacers gewannen Spiel sieben der umkämpften Serie am Sonntag in New York 130:109 und sind erstmals seit zehn Jahren wieder in den Eastern-Conference-Finals. Dort treffen sie schon in der Nacht zu Mittwoch in Spiel eins in Boston auf die Celtics.

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Die personell dezimierten Knicks kassierten schon im ersten Viertel 39 Punkte - so viele hatte es nach Angaben von US-Medien in einem Spiel sieben der Playoffs seit 1997 nicht gegeben. Im Schlussviertel musste die Mannschaft dann auch noch auf Jalen Brunson verzichten, bei dem ein Bruch in der linken Hand diagnostiziert wurde. Er hatte bis dahin 17 Punkte erzielt und nicht an seine Topleistungen zuletzt anknüpfen können.

Hartenstein war die lange Saison ebenfalls anzumerken. Nach teilweise überragenden Leistungen zeigte er sein wohl schlechtestes Playoff-Spiel der Saison, blieb ohne Punkte und war am Ende an unnötigen Ballverlusten seiner Mannschaft beteiligt. Die 39 Punkte seines Teamkollegen Donte DiVincenzo waren am Ende klar zu wenig.

Für die durchgehend starken Pacers überzeugte insbesondere Tyrese Haliburton mit 26 Punkten. Die von Dirk Nowitzkis ehemaligem Coach Rick Carlisle trainierte Mannschaft war aggressiv und traf bis weit ins Schlussviertel hinein mit einer sensationellen Quote von mehr als 70 Prozent aller Würfe. Auch die 67,1 Prozent am Ende waren ein Rekord in den Playoffs. Der Sieg in Spiel sieben war der erste Auswärtssieg für Indiana in der Serie gegen die Knicks, die am Freitag bereits eine Chance auf den notwendigen vierten Sieg vergeben hatten.

Titelverteidiger Nuggets gibt 20 Punkte Vorsprung aus der Hand

Selbst 20 Punkte Vorsprung haben Titelverteidiger Denver Nuggets nicht zum Einzug in die nächste Runde der NBA-Playoffs gereicht. Gegen die Minnesota Timberwolves unterlag der Meister der vergangenen Saison am Sonntag (Ortszeit) 90:98 und verpasste den Einzug in die Finals der Western Conference. Noch im dritten Viertel hatte das Team um Nikola Jokic 58:38 vorn gelegen, doch dann verlor Denver die Kontrolle über das Heimspiel und hatte in den Schlussminuten keine echte Chance mehr auf den Sieg. Für den zum MVP der Hauptrunde gewählten Serben ist die Saison nun vorbei, die Timberwolves treffen in den Finals der Western Conference auf die Dallas Mavericks. Die Serie beginnt in der deutschen Nacht zu Donnerstag.

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„Der Einsatz war da. Unsere Offensive hat nur nicht funktioniert in der ersten Halbzeit. Wir haben alles dann etwas vereinfacht“, sagte Timberwolves-Trainer Chris Finch. „Wir haben nicht sonderlich gut geworfen, aber selbst als wir hinten lagen, war unsere Abwehr immer da. Und dann im dritten Viertel sind wir einfach heiß gelaufen.“ Im dritten Viertel hatten die Gäste einen 28:9-Lauf. Zur Halbzeit hatte das Team noch mit 15 Punkten hinten gelegen, ein größeres Comeback in einem siebten Spiel gab es in den NBA-Playoffs nach Angaben von US-Medien noch nie.

Jokic kam auf 34 Punkte, Jamal Murray verbuchte 35 Zähler, dennoch wirkten die Nuggets am Ende der Partie hilflos und konnten sich in den entscheidenden Szenen nicht mehr durchsetzen. Aufseiten der Timberwolves hatte Jungstar Anthony Edwards mit lediglich 16 Punkten nicht seinen besten Abend, bekam durch seine Teamkollegen aber ausreichend Unterstützung. Jaden McDaniels und Karl-Anthony Towns verbuchten jeweils 23 Punkte. Insbesondere in der Defensive waren die Timberwolves im Schlussviertel zu gut für den Titelverteidiger. Jokic spielte 47 von 48 Minuten und war erkennbar platt.

(RP/SID/dpa)
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