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NHL: Leon Draisaitl schießt die Edmondon Oilers in der Overtime zum Sieg

NHL : Draisaitl schießt Edmondon in der Overtime zum Sieg

Leon Draisaitl hat die Edmonton Oilers zum Sieg in der Nachspielzeit geschossen. Doch die NHL staunt über seinen Vorlagengeber Connor McDavid

Leon Draisaitl wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. Ein paar Sekunden genoss der deutsche Eishockeystar den Jubel mit den Fans über seinen Siegtreffer in der Nachspielzeit, dann aber drehte er ab, zeigte mit dem linken Arm auf Connor McDavid und umarmte seinen Kapitän. Draisaitl war beim 3:2 der Edmonton Oilers gegen die Boston Bruins zwar der offizielle Matchwinner, doch die NHL staunt vor allem über McDavid.

"Bei ihm muss man immer für den Puck bereit sein", sagte Draisaitl über seinen kongenialen Sturmpartner. McDavid hatte ihm den zweiten Saisontreffer auf unwiderstehliche Art aufgelegt. Eine halbe Minute war in der Overtime gespielt, da fing der 21-Jährige energisch den Puck auf Höhe der Mittellinie ab. Gekonnt umkurvte er einen Gegenspieler, uneigennützig passte er auf Draisaitl. Der deutsche Center hatte dann relativ leichtes Spiel.

McDavid hatte zuvor schon das 2:1 durch Ryan Nugent-Hopkins aufgelegt. Der kanadische Ausnahmestürmer ist damit an elf der bislang 13 Oilers-Treffer in dieser Saison beteiligt gewesen (4 Tore, 7 Assists). Elf Scorerpunkte oder mehr in den ersten fünf Spielen waren in der Geschichte der Franchise zuvor nur zwei Spielern geglückt: Legende Wayne Gretzky (7x) und Jari Kurri (1983).

McDavid untermauert auf eindrucksvolle Weise seine Ambitionen, zum dritten Mal nacheinander Topscorer der NHL zu werden. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte er sich die Art Ross Trophy mit 100 (2016/17) bzw. 108 Punkten (2017/18) gesichert. Mehr noch will er aber mit Edmonton endlich im Kampf um den Stanley Cup ein Wörtchen mitreden. Nach dem dritten Sieg in Folge sieht Draisaitl das Team in der Spur: "Siegerteams finden immer einen Weg. Wir haben das heute bewiesen."

Gegen Boston trumpften nicht nur Draisaitl und McDavid auf, als Matchwinner durfte sich auch Torhüter Cam Talbot mit 27 Paraden fühlen. "Er hat uns im Spiel gehalten", sagte Draisaitl über den diesmal sehr starken Goalie: "Wir wissen, was wir an ihm haben."

Und noch einer hatte allen Grund zum Jubel: Der 20-jährige Kailer Yamamoto erzielte im fünften Spiel sein erstes NHL-Tor - und was für ein schönes. Mit viel Raffinesse schoss der Amerikaner den Puck nach einem Konter unter die Latte. "Wörter können nicht beschreiben, wie ich mich fühle", sagte der überglückliche Tor-Debütant.

Draisaitl wusste, wie es seinem jungen Teamkollegen ging. "Wir wissen alle, wie aufregend das ist. Er hat es sich wirklich verdient", sagte der 22-Jährige. Draisaitl und vor allem McDavid haben sich inzwischen an das Gefühl gewöhnt. Genug davon bekommen aber auch sie nicht.

(sid/old)