1. Sport
  2. US-Sport
  3. NFL

US-Sport kompakt in NFL, NBA, NHL: NFL fordert lange Sperre für Quarterback Watson​

US-Sport kompakt : NFL fordert lange Sperre für Quarterback Watson

Während die meisten Europäer schlafen, geht es in den nordamerikanischen Profiligen hoch her. Was in der Nacht beim American Football, Basketball und Eishockey passiert ist.

Football: NFL fordert lange Sperre für Quarterback Watson

Die NFL fordert wegen der Vorwürfe von sexuellem Missbrauch eine Sperre von mindestens einer Saison für Quarterback Deshaun Watson. Das machte die National Football League nach Informationen der Nachrichtenagentur AP bei einer sich über drei Tage erstreckenden Anhörung vor einer ehemaligen Bezirksrichterin klar. Die Verteidiger des 26-Jährigen argumentierten demnach dagegen und wollen, dass er in der kommenden Saison für sein neues Team auflaufen darf. Einen Termin für die Entscheidung gab es nach dem Ende der Anhörung am Donnerstag (Ortszeit) zunächst nicht. Die Cleveland Browns hoffen darauf vor dem Trainingsstart Ende Juli.

Das Football-Team aus dem US-Bundesstaat Ohio hatte Watson, der bestreitet etwas Falsches getan zu haben, trotz der der möglichen Suspendierung verpflichtet und im März mit einem 230 Millionen US-Dollar schweren Fünfjahresvertrag ausgestattet.

24 Frauen hatten Watson wegen sexuellem Missbrauch zivilrechtlich verklagt. Strafrechtlich ist die Sache bereits erledigt, zwei Geschworenengerichte in Texas verzichteten auf eine Anklage. Watson spielte zuletzt für die Houston Texans, kam wegen der Vorwürfe in der vergangenen Saison aber nicht zum Einsatz. Mit 20 der 24 Frauen hat er sich in der Zwischenzeit auf einen Vergleich geeinigt.

Die NFL kann Spieler allerdings auch dann sperren, wenn sie keine Strafen durch die Justiz bekommen, aber gegen die Verhaltensregeln der Liga verstoßen haben. Das ist in der Vergangenheit bereits mehrfach geschehen. Bislang war NFL-Boss Roger Goodell hier der Entscheider, nach einem neuen System ist nun erstmals eine von der Liga und der Spielergewerkschaft benannte Richterin zuständig. Sollten die NFL oder Watsons Vertreter deren Entscheidung allerdings anfechten, liegt die Zuständigkeit doch wieder bei Goodell.

Basketball: NBA-Superstar Kevin Durant will Brooklyn Nets verlassen

NBA-Superstar Kevin Durant will die Brooklyn Nets laut US-Medien verlassen. ESPN und „The Athletic“ berichteten am Donnerstag wenige Stunden vor dem Öffnen des Transferfensters als erste unter Berufung auf anonyme Quellen, dass einer der besten Basketballer der Geschichte diesen Wunsch bei den Nets hinterlegt habe. Sollte es zu einem Tauschgeschäft mit einem anderen Team kommen, wird das wohl eines der größten der vergangenen Jahre.

  • Die ersten beiden Spiele in der
    „NFL kann uns nicht nochmal zumachen“ : Zweiter Anlauf für Rhein Fire – Zurück um zu bleiben
  • Jason Aguemon (Rhein Fire, mit der
    13:17 in Duisburg : Rhein Fire unterliegt im Spitzenspiel der ELF
  • Jim Tomsula ist erster Cheftrainer von
    American Football : Ein ehemaliger Holzfäller coacht Rhein Fire

Der 33-Jährige hat bislang zwei Meisterschaften in der NBA gewonnen und drei Mal Gold bei den Olympischen Spielen geholt. Als einziger derzeit aktiver Spieler der NBA neben LeBron James kommt Durant auf einen Schnitt von mehr als 27 Zählern je Partie.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP hat Durants Vertrag noch vier Jahre Restlaufzeit und garantiert ihm in dieser Zeit fast 200 Millionen US-Dollar. Interessierte Mannschaften müssten den Nets daher wohl ein enormes Paket an anderen Spielern und Rechten für zukünftige Drafts schnüren. Laut ESPN soll Durant die Phoenix Suns und die Miami Heat als zukünftige Station favorisieren. Für die Nets dagegen geht es um das bestmögliche Geschäft.

Ab Mitternacht deutscher Zeit dürfen die Teams in der NBA offiziell vertragslose Spieler verpflichten. In diesem Zusammenhang kommt es oft auch zu Tauschgeschäften der Mannschaften untereinander, die sich an Gehaltsobergrenzen halten müssen.

Sollte Durant seine Meinung nicht doch noch ändern, haben sich alle Hoffnungen der Nets auf einen Titel in absehbarer Zeit wohl zerschlagen. Noch vor einem Jahr gab es in Durant, Kyrie Irving und James Harden gleich drei Superstars im Kader und das Team war Favorit auf die Meisterschaft. Harden wurde im Laufe der Saison zu den Philadelphia 76ers abgegeben, Irving verpasste viele Spiele wegen seiner Weigerung, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Basketball: 264 Millionen US-Dollar - Rekordvertrag für NBA-Superstar Jokic

Der serbische Basketball-Superstar Nikola Jokic wird seinen Vertrag bei den Denver Nuggets für eine Rekordsumme um fünf Jahre verlängern. Der zwei Mal nacheinander zum wertvollsten NBA-Spieler gewählte 27-Jährige kassiert laut übereinstimmenden Medienberichten rund 264 Millionen US-Dollar für den Mega-Deal - es ist der größte Vertrag in der NBA-Geschichte.

Ebenfalls einen Supermax-Vertrag soll Devin Booker bei den Phoenix Suns erhalten, auch hier zog der Klub die so genannte „Designated Veteran Player Extension“. Für den neuen Vier-Jahres-Kontrakt legen die Suns Berichten zufolge 215 Millionen US-Dollar auf den Tisch. Bradley Beal erhielt zum Auftakt der Free Agency einen Vertrag bei den Washington Wizards über fünf Jahre, der mit 251 Millionen US-Dollar dotiert ist.

Der deutsche Nationalspieler Isaiah Hartenstein wird unterdessen wohl das Team wechseln. Von den Los Angeles Clippers zieht es ihn zu den New York Knicks, dort soll Hartenstein für zwei Jahre rund 16,3 Millionen Dollar kassieren. Ebenfalls zu den Knicks wechselt wohl Jalen Brunson. Der Superstar der Dallas Mavericks soll für seinen Vier-Jahres-Deal 104 Millionen US-Dollar erhalten.

Eishockey: Seiders Detroit Red Wings verpflichten neuen Cheftrainer

Eishockey-Nationalspieler Moritz Seider hat in der NHL einen neuen Trainer. Die Detroit Red Wings gaben am Donnerstag die Verpflichtung von Derek Lalonde als Nachfolger von Jeff Blashill bekannt. Lalonde war zuletzt Assistenztrainer bei den Tampa Bay Lightning und hatte seinen Anteil an den zwei Meisterschaften und drei Stanley-Cup-Teilnahmen in den vergangenen drei Jahren. Seider war vor kurzem als bester Neuling der NHL ausgezeichnet worden und gilt für die Red Wings als großer Hoffnungsträger für die kommenden Jahre.

(RP/SID/dpa)