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Super Bowl 2019 in Atlanta: Diese Werbespots laufen bei der Übertragung

Football-Spektakel : So politisch sind die Werbespots beim Super Bowl

Der Super Bowl ist das größte Sportspektakel der Welt, Millionen Zuschauer weltweit sehen das Spiel im Fernsehen. Für die Werbeindustrie ist es ein Festtag. Die Botschaften der Unternehmen greifen oft gesellschaftliche Themen auf.

Lange bevor der Super Bowl, das Finale der US-amerkanischen Football-Liga NFL, ausgespielt wird, spielen die Amerikaner verrückt: Der Super Bowl ist ein Sport-Spektakel, das Wochen im Voraus gefeiert wird. Jeder fragt sich: Wer tritt in diesem Jahr in der Halbzeit auf? Für Werbetreibende ist der „Super Bowl Sunday“ einer der wichtigsten Tage des Jahres.

Laut amerikanischer Fachmedien kosten 30 Sekunden Werbezeit während des Super Bowls bis zu fünf Millionen Dollar. Der übertragende Sender kann so viel verlangen, weil die Nachfrage enorm ist: Große Firmen wollen ihre Produkte dort platzieren, wo möglichst viele Menschen hinsehen. Wirtschaftliches Einmaleins eben.

Wie jedes Jahr sind schon einige Spots, die in der Halbzeit gezeigt werden sollen, bekannt. Viele der Filmchen sind politisch, wie diese Beispiele zeigen.

Frauenrechte

Die Tennisspielerin Serena Williams hat einen eigenen Spot. Es geht um die Gleichberechtigung von Frauen. Es sei an der Zeit, publik zu machen, dass Frauen dasselbe können wie Männer, lautet der Tenor des Spots. Das begreife die Gesellschaft langsam. Das Filmchen trägt den Hashtag: #InHerCourt. Williams trägt in dem Spot gut sichtbar die Kleidung ihres Ausrüsters Nike.

Rassismus

Das vielleicht amerikanischste aller Produkte fehlt beim Super Bowl nicht: Coca Cola wirbt mit einem Zeichentrick-Filmchen. Botschaft: Wir sind alle gleich. Der Spot ist höchst politisch: Die Gesellschaft der USA ist tief gespalten. Das zeigte sich zuletzt im Football: Afroamerikanische Spieler protestierten bei der Nationalhymne mit einem Kniefall gegen Rassismus, Ausgrenzung und Polizeigewalt. Gesicht der Bewegung ist Quarterback Colin Kaepernick, der gemeinsam mit Serena Williams Gesicht einer Nike-Werbekampagne ist.

Klimaschutz

Was aussieht wie ein Werbespot für Tiermittelnahrung wird bald zu einer Szene aus einem Western: Ein Hund sitzt mit flatternden Ohren auf der Ladefläche eines Pferdewagens, der durch die Prärie fährt. Budweiser wirbt so für sein Bier, das mit Hilfe von Windenergie gebraut wird. Auch diesem Spot wohnt, ob gewollt oder ungewollt, eine (innen-)politische Botschaft inne: US-Präsident Trump hat sich gegen den Klimaschutz gestellt - aus dem Pariser Klimaabkommen ist er ausgetreten.

(sef)