Saisonstart in der NFL Bucs und Brady gewinnen Auftakt - Mahomes überragt für Chiefs

Dallas · Tom Brady und die Tampa Bay Buccaneers starten mit einem Sieg in die neue NFL-Saison. Die Dallas Cowboys müssen sich neben der Niederlage derweil auch Gedanken um ihre Quarterback-Situation machen. Einen Kantersieg feiern die Kansas City Chiefs.

 Tom Brady (Nr. 12) im Spiel gegen die Dallas Cowboys.

Tom Brady (Nr. 12) im Spiel gegen die Dallas Cowboys.

Foto: AP/Ron Jenkins

Die Tampa Bay Buccaneers um Superstar Tom Brady haben ihr Auftaktspiel in der NFL gegen die Dallas Cowboys gewonnen und ihre Ansprüche in dieser Saison untermauert. Der erfolgreichste Profi der NFL-Geschichte warf beim 19:3 am Sonntagabend (Ortszeit) einen Touchdown-Pass sowie für insgesamt 212 Yards. Bemerkenswert war ein weiter 48-Yards-Pass auf Neuzugang Julio Jones - so weit hatte der 45-Jährige seit seinem Wechsel zu den Buccaneers vor zwei Jahren noch nicht geworfen. Der siebenfache Super-Bowl-Champion Brady hatte seine Karriere nach der vergangenen Saison zunächst beendet, nach nur 40 Tagen aber bereits wieder sein Comeback verkündet.

„Jedes Mal, wenn du aufs Spielfeld trittst, gibt es etwas zu beweisen. Es ist ein brutales Spiel, darauf muss man vorbereitet sein“, sagte Brady dem TV-Sender NBC. Es gebe nicht viele Orte, an denen er einfach nur einer von vielen sein könne. „In der Kabine bin ich definitiv nur einer der Jungs“, sagte er.

Den einzigen Touchdown-Pass fing Mike Evans spektakulär mit einer Hand, die meisten Zähler in der Partie aber hatte Kicker Ryan Succop, der vier Field Goals für insgesamt zwölf Punkte verwandelte und dazu einen Extrapunkt erzielte. Die Cowboys müssen sich neben der Niederlage auch Gedanken um ihre Quarterback-Situation machen. Dak Prescott verletzte sich, muss operiert werden und fällt nach Angaben von Team-Besitzer Jerry Jones wochenlang aus.

„Es ist sehr enttäuschend“, sagte Prescott, „aber Verletzungen passieren. Ich kann einige Zeit nicht für mein Team da sein, das tut mehr weh als alles andere.“ Weniger als sechs Punkte im ersten Saisonspiel gelangen den Cowboys zuletzt 1989 bei einem 0:28 gegen die New Orleans Saints.

Zuvor dominierten die Kansas City Chiefs angeführt von einem bärenstarken Patrick Mahomes die Arizona Cardinals und holten ein 44:21. Trotz des Abgangs wichtiger Mitspieler aus der vergangenen Saison wie Passempfänger Tyreek Hill zu den Miami Dolphins lieferte Mahomes fünf Touchdowns ab und warf 30 Pässe über insgesamt 360 Yards. Hill gewann mit dem Dolphins zwar 20:7 gegen die New England Patriots und fing acht Pässe, blieb aber ohne eigene Punkte.

Wie in der vergangenen Saison hatten die Green Bay Packers einen schweren Start und kassierten ein 7:23 gegen den Divisions-Rivalen Minnesota Vikings. Ohne den zu den Las Vegas Raiders abgewanderten Passempfänger Davante Adams fehlten Quarterback-Star Aaron Rodgers sichere Anspielstationen im Angriff und mehr als ein Touchdown-Pass sprang nicht heraus.

Equanimeous St. Brown gelang unterdessen bei den Chicago Bears ein Traumeinstand. Der Deutsch-Amerikaner sorgte am ersten Spieltag der US-Profiliga NFL beim 19:10-Sieg gegen die San Francisco 49ers für einen Touchdown. Der Wide Receiver war zur neuen Saison von den Green Bay Packers zu den Bears gewechselt.

Auch St. Browns jüngerer Bruder Amon-Ra schaffte beim Auftakt einen Touchdown, verlor mit den Detroit Lions aber 35:38 gegen die Philadelphia Eagles. Während „EQ“ erst zum zweiten Mal in seiner Karriere sechs Punkte in der Endzone klarmachte, war es für Amon-Ra bereits Touchdown Nummer sieben.

Der Passfänger spielt erst seine zweite Saison und hat nun saisonübergreifend in fünf aufeinanderfolgenden Spielen in der Endzone gepunktet. Es ist die drittlängste Serie der Klubgeschichte.

Jakob Johnson kassierte bei seinem Debüt für die Las Vegas Raiders eine Niederlage. Der Fullback aus Stuttgart, von den New England Patriots gekommen, verlor mit seinem neuen Team 19:24 bei den Los Angeles Chargers.

(dpa/old)