1. Sport
  2. US-Sport
  3. NBA

NBA: Nationalspieler Dennis Schröder vor Wechsel zu Los Angeles Lakers

Laut ESPN : Nationalspieler Schröder vor Wechsel zu Los Angeles Lakers

Dennis Schröder steht offenbar vor einem Wechsel zu den Los Angeles Lakers. Ein Transfer zum amtierenden NBA-Meister wäre der folgerichtige Schritt in seiner zuletzt starken Entwicklung.

Dennis Schröders Blockbuster-Transfer zu NBA-Meister Los Angeles Lakers schlug im hektischen US-Medienzirkus schon Wellen, als noch gar nichts offiziell verkündet war. Deutschlands Basketball-Star in Hollywood? An der Seite von Superstar LeBron James? Bei diesem Gedanken frohlockte auch Lakers-Ikone Earvin "Magic" Johnson. "Dieser Wechsel bringt uns in Position für die Titelverteidigung", verkündete er via Twitter. Laut übereinstimmenden Medienberichten steht der Deal unmittelbar bevor.

Für Schröder, dem früh das schwere Erbe von Dirk Nowitzki auferlegt wurde, könnte es der perfekte Schritt sein - auch wenn er sich zuletzt gegen einen Wechsel und für einen Verbleib bei den Oklahoma City Thunder positioniert hatte. "Ja, ich habe Angebote bekommen. Aber ich wollte nie zu den Lakers, zu den Clippers, oder zu den ganzen Namen, die meinen Agenten angerufen haben", sagte Schröder im MagentaSport-Podcast "Abteilung Basketball" kürzlich.

Nun könnte aber alles anders kommen, weil die Klubs in den USA nur selten auf die Zusage des Spielers angewiesen sind, um Transfers auszuhandeln. So sollen Lakers-Profi Danny Green und der 28. Pick im NBA-Draft am Mittwoch für Schröder nach Oklahoma gehen. Der 27 Jahre alte Braunschweiger selbst, der seit 2018 für OKC spielte, würde sich mit den Gang nach Kalifornien aber schon arrangieren. Wie zu hören ist, übernehmen die Lakers seinen OKC-Vertrag, der noch bis 2021 läuft und ihm rund 15 Millionen US-Dollar einbringt.

Sollte Schröder den Lakers zur Titelverteidigung, der rekordträchtigen 18. Meisterschaft verhelfen, könnte die glamouröse Franchise noch etwas drauflegen. Für Schröders Karriere wäre das der logische Verlauf. In der vergangenen Saison legte er für OKC im Schnitt 18,9 Punkte, 3,6 Rebounds und 4,0 Assists auf und wurde Zweiter bei der Wahl zum wertvollsten Ersatzspieler. Immer wieder glänzte der Point Guard und doch war in der ersten Play-off-Runde Schluss. Der Angriff auf den Titel, mit dem er in Nowitzkis Fußstapfen (2011 Meister mit den Dallas Mavericks) treten würde, dürfte sich auch in Zukunft mit den Thunder wesentlich schwerer gestalten lassen als mit den Lakers.

In LA winkt Schröder zudem ein Platz in der Starting Five, denn die bisherigen Spielmacher Rajon Rondo und Avery Bradley könnten Los Angeles verlassen. Mit seinen Qualitäten im Spielaufbau und seinem Drang zum Korb bietet der Deutsche mindestens gleichwertigen Ersatz für beide und hält den Ausnahmeathleten James und Anthony Davis den Rücken frei.

So viel Feuerkraft stimmte Vereinsidol Johnson in Coronazeiten durchaus wehmütig. "Das einzige Problem daran, LeBron, AD und jetzt Dennis Schröder zu haben, ist die Tatsache, dass wir in der nächsten Saison nicht zu den Heimspielen ins Staples Center gehen können werden", schrieb "Magic".

(eh/sid)