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NBA kündigt nach Streik am Samstag Wiederaufnahme des Spielbetriebs an

Nach großer Aussprache : NBA kündigt für Samstag Wiederaufnahme des Spielbetriebs an

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA wird nach dem Spielerstreik am Samstag ihre Play-offs fortsetzen. Dies teilten die NBA und die Spielergewerkschaft (NBPA) mit. Auch die Frauenliga WNBA und die Major League Soccer kündigten die Fortsetzung ihrer Saisons an.

"Wir hatten am Donnerstag ein offenes, leidenschaftliches und produktives Gespräch zwischen Spielern, Trainern und Klubbesitzern über die nächsten Schritte zur Vertiefung unserer gemeinsamen Bemühungen und Aktionen für soziale Gerechtigkeit und Rassengleichheit", hieß es in einer Pressemitteilung: "Alle Parteien kamen überein, die Playoff-Spiele am Samstag, den 29. August, wieder aufzunehmen."

Die Milwaukee Bucks hatten am Mittwoch ihr Play-off-Spiel gegen Orlando Magic boykottiert und damit im US-Sport eine Welle des Protests ausgelöst. Sie reagierten mit dem drastischen Schritt auf den Fall Jacob Blake. Der Schwarze war am vergangenen Wochenende von weißen Polizisten von hinten niedergeschossen worden. Den 29-Jährigen trafen offenbar sieben Kugeln im Rücken. Die Tat ereignete sich in Kenosha/Wisconsin, Milwaukee liegt im selben Bundesstaat.

Nach der NBA kündigten auch die Frauenliga WNBA und die Major League Soccer (MLS) die Fortsetzung ihrer Saisons an. "In den vergangenen zwei Tagen haben die WNBA und die Spielerinnen pausiert und sowohl als Individuen als auch als Kollektiv über die Ungleichheiten in unserer Gesellschaft nachgedacht", sagte WNBA-Chefin Cathy Engelbert: "Wir unterstützen die Spielerinnen vollkommen, wenn sie weiter ihre Stimmen erheben."

Die MLS teilte mit, man sei nach einer Zeit des Nachdenkens und nach Gesprächen mit verschiedenen Parteien zu der Entscheidung gekommen, die Spiele wieder aufzunehmen. Als erste Begegnung wurde die Partie von Montreal Impact gegen Toronto FC für den Freitagabend (Ortszeit) terminiert. Toronto setzte sich mit 1:0 (0:0) durch und führt die Tabelle in der Eastern Conference nach dem fünften Sieg im achten Spiel mit 18 Punkten an.

Beide Ligen hatten sich wie weitere Profiligen dem Protest der NBA gegen rassistische Polizeigewalt angeschlossen.

(ako/sid)