NBA: Dennis Schröder hat große Ziele

Neuer NBA-Klub und Nationalmannschaft : Dennis Schröder hat große Ziele

Der deutsche NBA-Star Dennis Schröder steht vor großen Aufgaben. Er will sich bei seinem neuen Klub Oklahoma City Thunder beweisen und die Nationalmannschaft zur WM 2019 führen.

Langeweile ist nichts für Dennis Schröder. Nur im Fitnessstudio pumpen oder in einer einsamen Halle am Distanzwurf schrauben - das ist dem deutschen Basketballstar im spielfreien Sommer zu wenig. Also rockte der NBA-Profi bei der deutschen Meisterschaft im 3x3-Streetball die Hamburger Reeperbahn und ließ sich in Berlin von Superstar LeBron James inspirieren. Doch nun wird es für den 24-Jährigen langsam aber sicher wieder ernst.

Der Braunschweiger steht vor einem wegweisenden Jahr. In der NBA will er sich bei seinem neuen Klub Oklahoma City Thunder unter deutlich größerem Konkurrenzdruck beweisen. "Wir wollen auf jeden Fall oben mitmischen", sagte Schröder. Und auch das Nationalteam will er auf das nächste Level hieven. Erster Schritt auf dem Weg dorthin: Der traditionsreiche Supercup am Freitag und Samstag in Hamburg.

Der Spielmacher stieß am Dienstag zum Team, das sich die nötige Wettkampfhärte für die heiße Phase der Qualifikation für die WM 2019 in China erarbeiten will. Bundestrainer Henrik Rödl schaut ganz genau hin, wie Schröder und Co. gegen die Türkei am Freitag (20.00 Uhr) und am Samstag im Spiel um Platz drei (17.30) oder im Finale (20.00/alle Partien bei Telekom Sport) gegen Italien oder Tschechien auftreten.

Dass sich sein Schlüsselspieler Schröder nach wie vor öffentliche Kritik gefallen lassen muss, stört den Trainer. "Ich bin manchmal überrascht, dass Leute immer noch auf dem Image von 2015 herumtreten, zumal es damals schon nicht wirklich gerechtfertigt war und sehr aufgeblasen wurde. Aber jetzt ist das doch längst vorbei", sagte der Europameister von 1993 spox.com.

"Dennis ist ein ganz wichtiger Spieler von uns und immer da, wenn es möglich ist", stellte der 49-Jährige klar. Mit seiner oft als "Goldene Generation" oder auch "Generation Schröder" beschriebenen Gruppe hat er große Ziele. Trainer und Anführer teilen den Traum von einer Medaille für den Deutschen Basketball Bund (DBB) in den kommenden Jahren. Und die Aussichten scheinen durchaus vielversprechend.

Auch ohne den Einsatz etlicher Leistungsträger aus der NBA und EuroLeague erarbeitete sich die Nationalmannschaft in der ersten Gruppenphase der Quali die volle Ausbeute von zwölf Punkten, die in die zweite Phase mitgenommen werden. Diese beginnt mit Duellen in Estland (13. September/Tallinn) und gegen Israel (16. September/Leipzig).

Sollte sich die deutsche Mannschaft nach dem Verpassen der WM 2014 wieder für das Weltturnier qualifizieren, könnte Rödl womöglich eine komplette Starting Five mit NBA-Erfahrung aufbieten - das gab es bei einer deutschen Mannschaft noch nie.

In diesem Sommer erhielten in Moritz Wagner, Isaac Bonga (beide Los Angeles Lakers) und Isaiah Hartenstein (Houston Rockets) weitere Hoffnungsträger Verträge in der stärksten Liga der Welt. Sie stehen wie die zuletzt verletzten Daniel Theis (Boston Celtics) und Paul Zipser (vereinslos, zuletzt Chicago Bulls) in Hamburg nicht im Kader. Rödl kann aber auf Maximilian Kleber (Dallas Mavericks) setzen - und eben auf Schröder.

Und der will gleich zu Beginn der neuen Saison für erste Highlights sorgen.

(SID)
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