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Mönchengladbach: Traoré und Hrgota - Vorbereiter und Torjäger

Mönchengladbach : Traoré und Hrgota - Vorbereiter und Torjäger

Borussia Mönchengladbach gelingt mit dem 5:0 gegen Limassol der erste Sieg in der Gruppenphase der Europa League.

Zur Halbzeit der Europa-League-Gruppenphase hat Borussia Mönchengladbach einen wichtigen Schritt in Richtung Qualifikation zur K.o.-Phase im kommenden Jahr gemacht. Die Gladbacher besiegten Apollon Limassol mit 5:0 (1:0) und kletterten in ihrer Gruppe an den Gästen vorbei auf den zweiten Platz. Lucien Favre Team rundete darüber hinaus eine aus deutscher Sicht historische Europapokal-Woche ab: alle sechs Bundesligisten gewannen ihre Spiele in Champions League und Europa League. Zudem geht die Borussia mit nun 14 Pflichtspielen in dieser Saison ohne Niederlage selbstbewusst ins Top-Spiel gegen Bayern München am Sonntag.

Borussias Verantwortliche hatten unter der Woche alle Hände voll zu tun, Umfeld und Öffentlichkeit daran zu erinnern, dass es vor dem Duell mit dem Rekordmeister aus München eben noch dieses Europacup-Spiel am Donnerstag gegen die Mannschaft aus Zypern gebe und dass man dieses nicht mal eben im Vorbeigehen gewinnen werde. Diese Ansicht bestätigten die Spieler dann auch vom Anpfiff weg.

Zwar brachte der erstmals seit gut einem Monat mal wieder in die Startelf hinein rotierte und an allen gefährlichen Situationen beteiligte Ibrahima Traoré die Fohlen bereits nach elf Minuten nach einem kapitalen Bock der Zyprer mit 1:0 in Führung, doch die Gastgeber agierten im Passspiel ungewohnt ungenau und vergaßen zudem, mit einem zweiten Treffer für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Möglichkeiten dazu waren da: Max Kruse scheiterte mit einem Kopfball aus kürzester Distanz an Limassols Torhüter, und kurz vor der Pause brachte der Belgier Thorgan Hazard einen Nachschuss nicht im leeren Tor unter.

Dass die Partie zumindest vom Ergebnis her länger spannend blieb, als den Borussen lieb sein konnte, lag auch daran, dass sie die gewohnte Selbstverständlichkeit im Kombinationsspiel zuweilen vermissen ließen und mit seltenen gewordenen technischen Fehlern manchen Angriff im Keim erstickten.

Christoph Kramer wäre einer gewesen, der für Besserung hätte sorgen können, doch Favre schonte ihn für das Bayern-Spiel. Der Weltmeister war mit einer Grippe vom Nationalteam zurückgekehrt und hatte tagelang flachgelegen. Es passte dann auch irgendwie, dass in Branimir Hrgota einer das 2:0 schoss, der viele Bälle springen ließ und verlor. Der Schwede stand nach einem weiteren Schuss von Traoré richtig und drückte den Ball im Nachschuss im Schneckentempo über die Torlinie. Traoré erhöhte nach Vorarbeit von Hrgota auf 3:0, der für den Schweden eingewechselte Patrick Herrmann traf zum 4:0, Angelis Charalambous fälschte einen Hazard-Schuss zum 5:0 ins eigene Tor ab.

Die Bayern können kommen. Und der Rest der Liga wird gespannt zugucken, ob diese starken Borussen Deutschlands Übermannschaft Paroli bieten können.

(RP)