Wimbledon: Jan-Lennard Struff gegen Roger Federer ohne Chance - Alexander Zverev und Julia Görges weiter

Deutsche in Wimbledon : Struff ohne Chance gegen Federer - Zverev und Görges weiter

Tennisprofi Jan-Lennard Struff hat eine Wimbledon-Überraschung gegen Roger Federer klar verpasst. Julia Görges und Alexander Zverev haben sich dagegen eine Runde weitergekämpft.

Jan-Lennard Struff (Warstein) hat beim Rasen-Klassiker in Wimbledon in seinem Drittrundenduell mit Superstar Roger Federer eine klare Niederlage kassiert. Der 28-Jährige unterlag dem achtmaligen Champion und Titelverteidiger am Freitagabend mit 3:6, 5:7, 2:6. Insgesamt dauerte die Partie auf dem Centre Court der Anlage an der Londoner Church Road 94 Minuten.

"Ich habe gut gespielt und nicht viel zugelassen", sagte Federer nach dem Match: "Am Ende war ich froh, dass ich ein bisschen Kräfte sparen konnte und es schnell zu Ende gebracht habe. Ich unterschätze niemanden, das hält mich hier auf Kurs." Federers nächster Gegner ist nun der Franzose Adrian Mannarino (Nr. 22).

Struff verpasste durch die Niederlage den ersten Einzug ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Unterm Strich verbuchte er aber dennoch das beste Major-Ergebnis seiner Karriere. Bei seiner 20. Hauptfeld-Teilnahme bei einem der vier wichtigsten Turniere des Tennis-Jahres hatte er nach 14 Erstrunden- und fünf Zweitrundenpleiten erstmals die dritte Runde erreicht.

Zverev gelingt Comeback-Sieg

Zverev gewann sein am Freitag beim Stand von 1:2 nach Sätzen fortgesetztes Zweitrundenduell mit dem US-Amerikaner Taylor Fritz 6:4, 5:7, 6:7 (0:7), 6:1, 6:2 und steht damit zum dritten Mal in Folge in Runde drei des Grand-Slam-Highlights in London.

"Das war kein gutes Gefühl, mit einem 1:2-Rückstand ins Bett zu gehen. Aber heute habe ich besser gespielt und meine Chancen bekommen. Die Sätze heute waren schon sehr gut", sagte Zverev nach dem erfolgreichen Abschluss, "ich bin glücklich, weiter im Turnier zu sein."

Für seinen Sieg im Nachsitzen gegen den nur ein Jahr jüngeren Fritz benötigte Zverev am Ende 3:12 Stunden. Zum Auftakt am Montag hatte er den australischen Weltranglisten-752. James Duckworth noch glatt in drei Sätzen bezwungen. Nächster Gegner des gebürtigen Hamburgers ist nun der Lette Ernests Gulbis.

Zverev präsentierte sich gegen Fritz bei der Fortsetzung am Freitag wesentlich aktiver als zuvor und wirkte vom ersten Ballwechsel an wild entschlossen. In nur 21 Minuten gewann er den vierten Satz, erlaubte Fritz dabei überhaupt nur neun Punktgewinne. Im Entscheidungssatz glückte ihm ein frühes Break, danach geriet er nicht mehr in Gefahr.

In Bedrängnis war Zverev am Vortag geraten. Nachdem gutem Beginn hatte ihm zunächst ein frühes Break zum Gewinn des ersten Satzes genügt. Danach jedoch fand der couragierte Außenseiter Fritz immer besser in die Partie und ging nach einem furiosen Auftritt im Tiebreak des dritten Satzes in Führung. Anschließend wurde die Partie aufgrund der einsetzenden Dunkelheit abgebrochen.

Kohlschreiber ausgeschieden

Vor Zverevs Erfolg war am Freitag die deutsche Nummer zwei Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 25) in Runde drei ausgeschieden. Der 34-Jährige verlor gegen Kevin Anderson (Südafrika/Nr. 8) klar mit 3:6, 5:7, 5:7. Jan-Lennard Struff (Warstein) trifft am Abend in seinem Drittrundenmatch auf Titelverteidiger Roger Federer (Schweiz). Für die fünf weiteren deutschen Starter war das Turnier bereits vorher beendet gewesen.

Görges im Achtelfinale

Zum ersten Mal hat Tennisspielerin Julia Görges in Wimbledon den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Die Bad Oldesloerin gewann am Freitag ihr umkämpftes Drittrunden-Match gegen die Tschechin Barbora Strycova 7:6 (7:3), 3:6, 10:8. Nach 2:56 Stunden machte die 29-Jährige ihren Erfolg perfekt und zog als erste Deutsche in die Runde der besten 16 ein. Am Montag spielt Görges gegen Donna Vekic aus Kroatien um einen Platz im Viertelfinale.

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(lt/sid)
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