LIVE Rasen-Klassiker Das war Wimbledon 2024

London · Nach zwei Wochen voller spannender Matches und einiger Überraschungen ist Wimbledon 2024 schon wieder Geschichte. Hier können Sie nochmal die wichtigsten Ereignisse rund um das Turnier nachlesen.

Wimbledon-Sieger - das sind die deutschen Gewinner in Wimbledon
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Wimbledon: Die deutschen Sieger

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Foto: AP/Ben Curtis

Alcaraz jubelt über EM-Titel und setzt sich keine Limits

Erst sein Wimbledon-Triumph, dann der EM-Titel der Fußballer: Carlos Alcaraz jubelte am späten Sonntagabend über einen perfekten Sporttag für Spanien. „Vamooooos“, schrieb der viermalige Grand-Slam-Sieger bei Instagram.

Alcaraz hatte vorgelegt und mit einem überlegenen 6:2, 6:2, 7:6 (7:4)-Sieg gegen Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic seinen zweiten Triumph auf dem „heiligen Rasen“ perfekt gemacht. In Bezug auf die Anzahl der Majorturniere, die er gewinnen will, setzte sich der 21-Jährige kein Grenzen.

„Ich weiß nicht, was mein Limit ist und will nicht darüber nachdenken“, sagte Alcaraz: „Ich will einfach nur den Moment genießen und weiter träumen. Mal sehen, ob es am Ende meiner Karriere 25, 30, 15 oder vier sein werden. Ich weiß es nicht.“

Alcaraz gehört zu den besten jungen Spielern seit Einführung des Profitennis 1968. Einzig Boris Becker und die schwedischen Ikonen Björn Borg und Mats Wilander hatten zuvor mit 21 Jahren auch vier Grand-Slam-Titel vorzuweisen.

Djokovic nimmt nach Finalniederlage Olympia in den Blick

Novak Djokovic hat unmittelbar nach seiner Finalniederlage in Wimbledon die Olympischen Spiele in Paris als nächstes Ziel ins Visier genommen. „Hoffentlich habe ich eine Chance, für mein Land um eine Medaille zu kämpfen“, sagte Djokovic nach dem 2:6, 2:6, 6:7 (4:7) gegen den Spanier Carlos Alcaraz am Sonntag in London.

Der 24-malige Grand-Slam-Champion hat bislang eine Bronzemedaille aus Peking 2008 vorzuweisen und die Sommerspiele als großes Ziel für sich ausgerufen. „Mal sehen, wie ich mich körperlich und mental fühlen werde“, sagte der 37-Jährige: „Hoffentlich werde ich das richtige Tennis finden. Ich werde mein bestes Niveau brauchen, um ins Finale zu kommen.“

Auch nach Wimbledon will der siebenmalige Turniersieger in der kommenden Saison aller Voraussicht nach zurückkehren. Er setze sich derzeit „keine Grenzen“, was seine weitere Karriere angehe. „Ich möchte weitermachen, solange ich das Gefühl habe, auf diesem hohen Niveau spielen zu können“, sagte Djokovic.

+++14. Juli+++

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Foto: dpa/Thibault Camus

Champion Alcaraz schaut EM-Finale auf Handy

Nach seinem Wimbledon-Triumph will Spaniens Tennisstar Carlos Alcaraz von London aus den Fußballern seines Heimatlandes im EM-Finale gegen England die Daumen drücken. Er werde beim Champions-Dinner „die erste Halbzeit auf jeden Fall am Handy anschauen“, sagte der 21-Jährige: „Die zweite Halbzeit werde ich dort im Fernsehen verfolgen. Das kann ich mir nicht entgehen lassen. Das wird ein wirklich großer Moment für die Spanier. Ich muss einfach dort bleiben. So wie sie mein Finale gesehen haben, muss ich mir ihr Finale ansehen und sie unterstützen.“

Alcaraz hatte am Sonntagnachmittag im Finale des Rasen-Klassikers den Serben Novak Djokovic glatt in drei Sätzen besiegt. Spaniens Fußball-Nationalmannschaft kämpft am selben Tag ab 21.00 Uhr (ARD und MagentaTV) im Berliner Olympiastadion gegen die Three Lions um den vierten EM-Titel des Landes.

„Ich hoffe, dass Sonntag ein denkwürdiger Tag für ganz Spanien wird. Wir werden dich von ganzem Herzen unterstützen und wie du immer sagst: Wir wissen beide, was es braucht, um zu gewinnen“, hatte Spaniens Kapitän Álvaro Morata am Samstag in einem von der UEFA geteilten Video gesagt. „Ich hoffe, wir sehen uns nächste Woche in Madrid und feiern zusammen.“

Auch Alcaraz hatte sich in einem UEFA-Video geäußert und dem spanischen Team eine Botschaft übermittelt. „Ihr spielt eine perfekte EM. Ich habe sie vom ersten Spiel bis zum Halbfinale verfolgt, mit euch gelitten und euch unterstützt“, sagte der nun viermalige Grand-Slam-Turniergewinner. „Ich hoffe, dass Sonntag ein spezieller Tag für jeden wird und ich bin sicher, er wird es für euch.“

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Foto: dpa/Loic Baratoux

Alcaraz dominiert und triumphiert in Wimbledon über Djokovic

Ein famos spielender Carlos Alcaraz ist erneut Wimbledon-Sieger. Im Finale gewinnt der Spanier überraschend glatt gegen Novak Djokovic. Und verhindert Tennis-Geschichte.

Achter Titel in London möglich – Djokovic will mit Federer gleichziehen

Novak Djokovic nimmt es als zusätzlichen Anreiz, mit einem Sieg im Wimbledon-Finale mit seinem zurückgetretenen langjährigen Schweizer Rivalen und Rekordhalter Roger Federer gleichziehen zu können. „Natürlich bin ich mir bewusst, dass Roger acht Wimbledonsiege hat“, sagte der siebenmalige Wimbledon-Champion aus Serbien: „Es geht um Geschichte. Außerdem ist es der 25. potenzielle Grand Slam. Natürlich ist das eine große Motivation, aber gleichzeitig ist es auch eine Menge Druck und Erwartungen.“

Zum Abschluss des zweiwöchigen Grand-Slam-Turniers in London kämpft Djokovic (37) am Sonntag (15 Uhr/Prime) gegen Carlos Alcaraz (21) im Herren-Finale um den Titel. Es ist die Neuauflage eines packenden Duells von 2023, das der junge Spanier im Vorjahr für sich entschieden hatte.

„Jedes Mal, wenn ich jetzt auf den Platz trete, auch wenn ich 37 bin und gegen einen 21-Jährigen spiele, erwarte ich immer noch, dass ich die meisten Matches gewinne“, meinte Djokovic, „und die Leute erwarten von mir, dass ich 99 Prozent der Spiele gewinne, die ich spiele.“

Mit dem 25. Grand-Slam-Titel könnte er auch die Rekordhalterin bei den Damen, die Australierin Margaret Court, hinter sich lassen. Nur gut fünf Wochen nach seinem Eingriff am Knie steht Djokovic im Endspiel. Es ist nach einer schwächeren Saison für den Weltranglisten-Zweiten das erste Finale in diesem Jahr.

+++13. Juli+++

Alcaraz gegen Djokovic – Finale elektrisiert Fans

Hoher Besuch aus dem Königshaus und Millionen elektrisierte Fans weltweit: Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic und Titelverteidiger Carlos Alcaraz duellieren sich am Sonntagnachmittag um den prestigeträchtigen Titel in Wimbledon.

Djokovic peilt seinen achten Triumph an und will damit zu Turnier-Rekordsieger Roger Federer aufschließen. Den 37-Jährigen erwartet ein hoch kompliziertes Match (15.00 Uhr/Prime Video) gegen den dreimaligen Majorsieger. „Die Art und Weise, wie er sich bewegt und in den letzten Jahren auf Rasen gespielt hat, war ehrlich gesagt fantastisch anzusehen“, sagte Djokovic, für den es die sechste Finalteilnahme in Folge im All England Club ist.

Alcaraz erwartet einen wild entschlossenen 24-maligen Grand-Slam-Sieger, der sich einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher sichern will. Aber der 21-Jährige Spanier zittert nicht vor der erneuten Herkulesaufgabe. „Ich weiß, wie es ist, gegen Djokovic zu spielen“, sagte Alcaraz: „Ich bin mir sicher, er weiß auch, was er für einen Sieg tun muss. Es wird wirklich interessant.“

Im vergangenen Jahr lieferten sich beide Kontrahenten ein enorm spannendes Duell über 4:42 Stunden, mehr als elf Millionen Zuschauer sahen allein in Großbritannien zeitweise zu. Die Revanche lässt sich nun auch die britische Prinzessin Kate nicht entgehen, dies teilte der Kensington Palast am Samstag mit. Medienberichten zufolge könnte sie am Ende auch die Trophäe überreichen.

Wimbledon-Siegerin Krejcikova: „Träume sehr oft von Novotna“

Mit persönlichen Einblicken hat die tschechische Tennisspielerin Barbora Krejcikova nach ihrem Wimbledon-Triumph von Träumen über ihre frühere Mentorin Jana Novotna berichtet. „Ich träume sehr oft von ihr“, sagte die 28-Jährige nach ihrem 6:2, 2:6, 6:4 im Finale von London gegen die italienische French-Open-Finalistin Jasmine Paolini: „Ich träume von ihr, und wir reden im Traum miteinander.“ 2017 starb Novotna mit nur 49 Jahren an Krebs.

Als sie 18 Jahre alt war, habe sie einen Brief an die frühere tschechische Wimbledon-Siegerin geschrieben und sie um Rat und Hilfe gebeten, erzählte Krejcikova. 2014 begann dann die Zusammenarbeit zwischen ihr und der Wimbledon-Siegerin von 1998.

„Ich glaube, sie wäre stolz. Ich glaube, sie wäre wirklich begeistert, dass ich auf der gleichen Tafel bin wie sie, denn Wimbledon war für sie etwas ganz Besonderes“, sagte Krejcikova mit Blick auf die Siegertafel von Wimbledon. Wegen der Gespräche mit Novotna habe Wimbledon für sie an Bedeutung gewonnen. Als Kind sei ihr Wunsch zunächst gewesen, die French Open zu gewinnen - was ihr 2021 gelang.

„Um ehrlich zu sein, haben sich die Dinge vielleicht ein wenig verändert, als ich Jana traf und sie mir all die Geschichten über Wimbledon erzählte, über den Rasen, wie schwierig es für sie war, den Titel zu gewinnen und wie emotional sie war, als sie es tatsächlich geschafft hatte“, sagte Krejcikova: „Ich glaube, seither sehe ich Wimbledon als das größte Turnier der Welt an.“

Ob die Realität dem entspricht, was sie gedacht habe? „Es ist großartig. Es fühlt sich so gut an“, antwortete die Wimbledon-Gewinnerin, lachte und riss bei der Pressekonferenz noch einmal die Arme nach oben.

+++13. Juli+++

Außenseiter Heliövaara/Patten jubeln über Wimbledon-Titel

Das ungesetzte finnisch-britische Doppel Harri Heliövaara und Henry Patten hat überraschend in Wimbledon gewonnen. Das Duo setzte sich in London gegen das australische Tennis-Duo Max Purcell und Jordan Thompson denkbar knapp mit 6:7 (7:9), 7:6 (10:8), 7:6 (11:9) durch. Der erst zweite gemeinsame Grand-Slam-Auftritt endete damit gleich mit dem Titel. Für beide ist es der erste Wimbledon-Titel. Heliövaara wurde erster finnischer Sieger im Herren-Doppel des Rasenklassikers.

Im Damen-Doppel feierten Katerina Siniakova und Taylor Townsend in ihrem ersten gemeinsamen Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier den Titel. Das tschechisch-amerikanische Duo siegte im Endspiel gegen Gabriela Dabrowski/Erin Routliffe aus Kanada und Neuseeland 7:6 (7:5), 7:6 (7:1).

Krejcikova triumphiert beim Klassiker in Wimbledon

Barbora Krejcikova hat mit großer Nervenstärke den Tennis-Klassiker von Wimbledon gewonnen. Die 28-Jährige setzte sich in einem umkämpften Endspiel der 137. All England Championships am Samstag 6:2, 2:6, 6:4 gegen die gleichaltrige Italienerin Jasmine Paolini durch und feierte ihren zweiten Grand-Slam-Triumph.

Krejcikova folgt als Siegerin an der Church Road auf ihre Landsfrau Marketa Vondrousova und streicht für ihren Coup vor 15.000 Zuschauern ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet 3,2 Millionen Euro ein. Auch ihre 2017 verstorbene Mentorin Jana Novotna (1998) sowie Petra Kvitova (2014/2011) hatten den Titel für ihr Land in Wimbledon gewonnen.

Paolini, die zuletzt in Paris ebenfalls im Endspiel stand und nun noch 1,7 Mio. Euro erhielt, ließ auch ihre zweite Chance auf ihren ersten Major-Triumph aus.

Paolini und Krejcikova hoffen auf den Titel

French-Open-Finalistin gegen einstige Paris-Siegerin, Nummer sieben der Welt aus Italien gegen die WTA-25. aus Tschechien: Am Samstagnachmittag duellieren sich Jasmine Paolini und Barbora Krejcikova um den Titel in Wimbledon. Für beide Spielerinnen ist es das erste Endspiel bei dem Rasenklassiker (15 Uhr/Prime Video).

„Ich habe das Gefühl, dass ich vielleicht nervös sein werde“, sagte Paolini: „Aber ich fühle mich auch entspannt.“ Es gehe für sie darum, besser als beim Halbfinalsieg gegen Donna Vekic aufzuschlagen und die Punkte zu kontrollieren. Die 28-Jährige könnte sich zur ersten italienischen Wimbledon-Siegerin krönen. Das French-Open-Finale hatte sie zuletzt gegen Iga Swiatek verloren.

Krejcikova könnte als dritte tschechische Spielerin in den vergangenen zehn Jahren triumphieren nach Petra Kvitova (2014) und Marketa Vondrousova, die im Vorjahr überraschend den großen Coup landete. „Wir werden beide kämpfen“, sagte die Paris-Gewinnerin von 2021, die nach ihrem bisher größten Erfolg auch schwierige Zeiten durchmachen musste.

„In dieser Saison war es sehr schwierig“, sagte Krejcikova, die Rückenprobleme und Krankheiten zurückwarfen. Sie habe sich nie vorstellen können, das Wimbledon-Finale zu erreichen. Doch nun hat sie eine große Chance auf den Titel.

Prinzessin Kate besucht Wimbledonfinale

Prinzessin Kate wird das Finale des Rasenklassikers in Wimbledon zwischen Titelverteidiger Carlos Alcaraz und Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic live am Centre Court verfolgen. Dies teilte der Kensington Palast am Samstag mit. Beim Endspiel am Sonntag (15.00 Uhr/Prime Video) wird die Ehefrau des britischen Thronfolgers, Prinz William, in der royalen Box Platz nehmen.

Kate ist Patronin des All England Lawn Tennis and Croquet Club, der das Tennisturnier in Wimbledon austrägt. Medienberichten zufolge wird sie zudem die Trophäe an den Sieger der 137. Wimbledon Championships überreichen. Alcaraz hatte im Vorjahr das Endspiel gegen Djokovic gewonnen - nach einer Spielzeit von 4:43 Stunden.

Daher erscheint es nicht realistisch, dass Kate von Prinz William begleitet wird. Der Thronfolger ist am Abend (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) beim Finale der Fußball-EM zwischen England und Spanien in Berlin zu Gast. William, der als Fan von Aston Villa gilt und zugleich Präsident des Fußballverbandes FA ist, hatte bereits mehrere EM-Spiele in Deutschland besucht.

+++12. Juli+++

Traum-Duell perfekt – Djokovic folgt Alcaraz ins Finale

Titelverteidiger Carlos Alcaraz und Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic kämpfen erneut im Wimbledon-Endspiel um den Titel. Djokovic gewann sein Halbfinale in London gegen den Italiener Lorenzo Musetti souverän 6:4, 7:6 (7:2), 6:4. Der 37 Jahre alte Serbe zog damit zum sechsten Mal in Serie ins Finale in London ein und machte die Neuauflage von 2023 perfekt.

Zuvor hatte sich Alcaraz mit 6:7 (1:7), 6:3, 6:4, 6:4 gegen den russischen Weltranglisten-Fünften Daniil Medwedew durchgesetzt. Vor einem Jahr triumphierte der Spanier in einem hochklassigen Duell in fünf Sätzen gegen Djokovic und entthronte den siebenmaligen Wimbledon-Champion.

In der Begegnung mit dem erstmaligen Grand-Slam-Halbfinalisten Musetti begann Djokovic glänzend und hatte über weite Strecken alles im Griff. Die Partie entwickelte sich zu einem unterhaltsamen Halbfinale, in dem der Topstar gegen den 15 Jahre jüngeren Italiener im zweiten Satz ein 1:3 wettmachen musste und den Tiebreak dann klar dominierte. Im dritten Satz sorgte Djokovic früh mit einem Break für die Vorentscheidung. Bei 5:3 ließ Djokovic noch Matchbälle aus, dann machte er seinen Sieg perfekt.

Djokovic kann jetzt seinen achten Wimbledon-Titel gewinnen und damit mit dem Schweizer Rekordchampion Roger Federer gleichziehen. Zudem würde er mit seinem 25. Grand-Slam-Erfolg zum alleinigen Rekordhalter bei den Damen und Herren aufsteigen. Bisher hat er wie die Australierin Margaret Court 24 Major-Siege.

Zum diesjährigen Turnier-Auftakt hatte hinter der Teilnahme von Djokovic noch ein Fragezeichen gestanden, weil er sich rund einen Monat zuvor bei den French Open am Knie verletzt hatte.

Alcaraz zieht zum zweiten Mal ins Finale ein

Titelverteidiger Carlos Alcaraz ist zum zweiten Mal nacheinander ins Wimbledon-Finale eingezogen. Der 21 Jahre alte Spanier gewann in London das Halbfinale gegen den russischen Weltranglisten-Fünften Daniil Medwedew nach Startschwierigkeiten mit 6:7 (1:7), 6:3, 6:4, 6:4. Damit kann sich Alcaraz am Sonntag zum zweiten Mal zum Wimbledon-Sieger krönen.

Sein Gegner wird im anschließenden zweiten Halbfinale zwischen dem serbischen Tennis-Topstar Novak Djokovic und dem Italiener Lorenzo Musetti ermittelt. Musetti steht zum ersten Mal im Semifinale eines der vier Grand-Slam-Turniere. 2023 hatte sich Alcaraz ebenfalls im Halbfinale gegen Medwedew behauptet und dann das Endspiel in fünf Sätzen gegen Djokovic gewonnen.

Paolini und Krejcikova bestreiten Premieren-Finale

Jasmine Paolini und Barbora Krejcikova spielen am Samstag (15 MESZ Uhr/Prime) um den Wimbledon-Titel. Für beide ist es das erste Finale bei dem Londoner Grand-Slam-Turnier auf Rasen. Die italienische Tennisspielerin Paolini bestritt vor erst gut einem Monat das Endspiel der French Open in Paris, war aber gegen die polnische Weltranglisten-Erste und Sandplatzspezialistin Iga Swiatek chancenlos.

Gegen Krejcikova strebt sie nun ihren ersten Grand-Slam-Titel an. Die Tschechin feierte 2021 den Titel bei den French Open. Krejcikova ist Doppelspezialistin und derzeit mit der Schwäbin Laura Siegemund auf der Tour unterwegs.

Musik als Ausgleich – Djokovic peilt Finale in Wimbledon an

Mit viel Rhythmus ins 13. Wimbledon-Finale: Novak Djokovic peilt im Duell mit seinem italienischen Kontrahenten Lorenzo Musetti am Freitag den vorletzten Schritt in Richtung seines erhofften 25. Grand-Slam-Triumphs an. Um im Erfolgsfall wohl wieder seinen Violinen-Jubel vorzuführen.

Die Geste, die Djokovic in London immer wieder aufführt, richtet sich an seine sechsjährige Tochter Tara, die seit einiger Zeit das Instrument spielen lernt. Djokovic berichtete der Vogue Adria, dass er während der Turniere immer wieder gemeinsam mit seinen Kindern musiziere. Sohn Stefan (9 Jahre) spiele Gitarre, er selbst auf dem Saxophon.

„An den freien Tagen, an denen ich keine Spiele habe, versuche ich zu trainieren, aber auch ein wenig vom Tennis abzuschalten und die Zeit mit meinen Liebsten zu genießen“, sagte Djokovic in Wimbledon. Sportlich spüre er weiter große Spannung, Druck und Stress.

Seine Partie am Freitag ist das zweite Halbfinale. Den Auftakt machen Titelverteidiger Carlos Alcaraz aus Spanien und der Russe Daniil Medwedew (14.30 Uhr/Prime Video).

Krejcikova vor Wimbledon-Finale: „Hätte ich mir nie erträumt“

Das Wimbledon-Finale ist das zweite Grand-Slam-Endspiel für Barbora Krejcikova: Seit ihrem Sieg bei den French Open vor drei Jahren hat sie ihr Spiel ihrer Meinung nach verändert. „Ich musste alles verbessern“, sagte die 28-Jährige beim Rasenturnier in London: „Ich denke, ich bin definitiv besser geworden auf schnelleren Belägen. Ich habe das Gefühl, dass ich mein Spiel entwickeln musste, weil alle anderen ihr Spiel auch weiterentwickeln.“ 2021 hatte sie in Roland Garros auf Sand im Endspiel gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa triumphiert.

Auch ihre Erfolge im Doppel führten dazu, dass sie jetzt die nächste Chance auf einen Titel bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere habe, meinte Krejcikova. „Ich denke, es hat mir definitiv geholfen, über die Jahre so viele Erfolge im Doppel und Mixed zu haben. Es hilft meinem Einzel eine Menge.“

Drei Grand-Slam-Titel gewann die Tschechin bereits im Mixed, dazu sieben im Doppel. In Wimbledon siegte sie 2022 und 2018 an der Seite von Katerina Siniakova. Inzwischen spielt Krejcikova gemeinsam mit der Schwäbin Laura Siegemund. In Wimbledon schieden die beiden am Abend vor Krejcikovas erfolgreichem Einzel-Halbfinale im Viertelfinale aus.

Im Kampf um den Finaleinzug besiegte die Tschechin die Wimbledonsiegerin von 2022, Jelena Rybakina. Siegemund hatte im Einzel gegen die Kasachin in der zweiten Runde verloren, aber eine achtbare Leistung gezeigt.

Im Endspiel am Samstag trifft Krejcikova, die frühere Nummer zwei der Welt, auf die italienische French-Open-Finalistin Jasmine Paolini. „Ich hätte mir nie erträumt, dass ich hier im Einzelfinale stehe“, sagte die Tschechin.

Djokovic-Gegner mit Tattoos: „Das Beste kommt erst noch“

Wimbledon-Überraschungshalbfinalist Lorenzo Musetti hat ein Tattoo, das gut zu seiner Tennis-Karriere passt. Es sei ein Motto, das er mit seinem Trainer vereinbart habe, erzählte der 22-Jährige: „Il meglio deve ancora venire“, heißt es auf Italienisch. „Das Beste kommt erst noch.“

Sollte der Spruch in Wimbledon noch zutreffen, würde er sein bisher bestes Grand-Slam-Resultat mit einem Coup gegen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic toppen. Der Weltranglisten-25. geht für sein Halbfinale gegen den siebenmaligen Wimbledon-Champion am Freitag als Zweites nach dem Duell des spanischen Titelverteidigers Carlos Alcaraz gegen den früheren US-Open-Sieger Daniil Medwedew aus Russland auf den Platz (2. Spiel nach 14.30 Uhr MESZ/Prime).

Musetti ist gegen den 37 Jahre alten Djokovic klarer Außenseiter. Bei den French Open in Paris wurde ihr Duell aber zu einer denkwürdigen Partie. Djokovic verhinderte erst im fünften Satz ein Drittrunden-Aus und machte seinen Sieg erst um 3:06 in der Nacht perfekt. Viereinhalb Stunden musste der 24-malige Grand-Slam-Turniergewinner für den 7:5, 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:0-Erfolg kämpfen.

In Wimbledon wäre ein solch spätes Matchende gar nicht möglich. Die Partien müssen wegen der Nachtruhe im Stadtteil spätestens um 23.00 Uhr beendet sein.

Der Spruch ist übrigens nicht Musettis einziges Tattoo. Er hat noch zwei weitere: Ein Anker stehe für seine Familie, die ihn immer unterstütze. Zudem hat er ein Tattoo mit einem Herzschlag und einem Tennisschläger in der Mitte.

+++11. Juli+++

Spätzünderin Paolini im Finale gegen Krejcikova

Nächste Titelchance für Spätzünderin Jasmine Paolini: Kurz nach ihrer Endspiel-Niederlage bei den French Open hat die Italienerin auch in Wimbledon das Finale erreicht. Die 28-Jährige trifft am Samstag überraschend auf Barbora Krejcikova aus Tschechien, die im zweiten Halbfinale gegen 2022-Titelträgerin Jelena Rybakina für eine Überraschung sorgte.

+++10. Juli++++

Siegemund und Herren-Doppel in London ausgeschieden

Für Tennisspielerin Laura Siegemund ist Wimbledon auch im Doppel vorbei. Nach ihrem Zweitrunden-Aus im Einzel schied die Schwäbin beim Rasenklassiker im Südwesten Londons an der Seite der tschechischen Einzel-Halbfinalistin Barbora Krejcikova im Viertelfinale aus. Mit 4:6, 7:6 (7:5), 4:6 verlor das Duo gegen Gabriela Dabrowski/Erin Routliffe aus Kanada und Neuseeland. Siegemund ist im Doppel die Nummer sieben der Welt, bei den French Open gewann sie den Mixed-Titel. Bei den Olympischen Spielen in Paris will Siegemund mit Angelique Kerber ein Doppel bilden.

Auch bei den Herren sind in Wimbledon die beiden verbliebenen deutschen Paarungen im Viertelfinale ausgeschieden. Das deutsche Olympia-Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz verpasste mit dem 4:6, 6:7 (3:7) gegen die an eins gesetzten Marcel Granollers und Horacio Zeballos aus Spanien und Argentinien den erneuten Halbfinaleinzug. Im vergangenen Jahr hatten der Coburger Krawietz und der Frankfurter Pütz im Halbfinale des Grand-Slam-Turniers gegen Granollers und Zeballos den Kürzeren gezogen. Nächstes großes Ziel des Davis-Cup-Doppels sind nun die Olympischen Spiele in Paris, die am 26. Juli beginnen. Der Tennis-Wettbewerb geht am 27. Juli los.

Ausgeschieden ist auch das deutsche Überraschungsdoppel Constantin Frantzen und Hendrik Jebens. Das Duo aus Düsseldorf und Stuttgart musste sich 6:7 (1:7), 6:7 (1:7) gegen die an Position neun gesetzte Paarung Michael Venus und Neal Skupski aus Neuseeland und Großbritannien geschlagen geben. Überraschend hatten die beiden mit drei Siegen das Viertelfinale erreicht. In der ersten Runde war dem deutschen Duo der erste Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt gelungen.

Rybakina zieht im Eiltempo ins Halbfinale ein

Der kasachischen Tennisspielerin Jelena Rybakina fehlen noch zwei Siege zu ihrem zweiten Wimbledon-Triumph. Die Weltranglisten-Vierte aus Kasachstan dominierte bei ihrem souveränen 6:3, 6:2-Erfolg im Viertelfinale gegen die Ukrainerin Jelina Switolina und zog damit im Südwesten Londons erneut ins Halbfinale ein. Nach nur 61 Minuten stand ihr Erfolg fest.

Im Halbfinale wird Rybakina am Donnerstag auf Barbora Krejcikova treffen. Die Tschechin gewann das Duell zweier früherer French-Open-Siegerinnen 6:4, 7:6 (7:4) gegen Jelena Ostapenko aus Lettland.

2022 hatte Rybakina in Wimbledon den Titelgewinn und ihren bisher einzigen Grand-Slam-Erfolg gefeiert. Im diesjährigen Turnierverlauf konnte die Schwäbin Laura Siegemund als bisher Einzige einen Satz gegen sie gewinnen, musste sich aber geschlagen geben.

„Ich habe solch tolle Erinnerungen an 2022“, sagte die 25 Jahre alte Rybakina. Sie sei nicht gern die Favoritin, aber natürlich wolle sie ihren Weg in Wimbledon bis zum Ende gehen.

Im anderen Halbfinale spielen die italienische French-Open-Finalistin Jasmine Paolini und die Kroatin Donna Vekic um den Einzug in das Endspiel. Der Titel wird am Samstag vergeben.

Djokovic kampflos im Wimbledon-Halbfinale – de Minaur verletzt

Der serbische Tennisstar Novak Djokovic steht in Wimbledon kampflos im Halbfinale. Der 37 Jahre alte Rekord-Grand-Slam-Sieger muss zu seinem Viertelfinale gegen Alex de Minaur nicht antreten, weil der Australier wegen einer Hüftverletzung aus dem bedeutungsvollen Rasen-Grand-Slam-Turnier zurückzog.

„Das ist natürlich keine Ankündigung, die ich unbedingt machen wollte. Ich bin am Boden zerstört“, sagte der Weltranglisten-Neunte. Er habe die Verletzung am Ende des Achtelfinales gegen den Franzosen Arthur Fils erlitten, sagte der 25-Jährige wenige Stunden, bevor er gegen Djokovic hätte antreten sollen.

De Minaur berichtete, dass er voraussichtlich drei bis sechs Wochen ausfalle und mit einem weiteren Match eine deutlich längere Pause riskieren würde. Ein Start bei den Olympischen Spielen in Paris, die Ende Juli beginnen, ist für de Minaur damit sehr unwahrscheinlich.

Djokovic erreicht damit sein 13. Wimbledon-Halbfinale und egalisiert damit eine Bestmarke des Schweizers Roger Federer. Mit einem weiteren und dann achten Triumph beim Rasenklassiker im Südwesten Londons könnte der Serbe auch bei der Anzahl der Wimbledon-Turniersiege mit Federer gleichziehen.

Im Halbfinale am Freitag wartet auf Djokovic der Sieger des Viertelfinales zwischen dem US-Amerikaner Taylor Fritz und dem Italiener Lorenzo Musetti. Im anderen Halbfinale stehen sich der spanische Titelverteidiger Carlos Alcaraz und der frühere US-Open-Gewinner Daniil Medwedew aus Rußland gegenüber.

Um Djokovic hatten sich zum Auftakt des Turniers Zweifel gerankt. Erst vor einem Monat hatte sich der Gewinner von 24 Grand-Slam-Turnieren am Knie operieren lassen, nachdem er sich bei den French Open verletzt hatte. Nun fehlen ihm noch zwei Siege vom 25. Grand-Slam-Titel.

Entwarnung bei Alexander Zverev nach Knieverletzung

Alexander Zverev hatte Glück im Unglück. Seine Knieverletzung ist nicht so schlimm wie befürchtet. Damit kann er wohl auch in Hamburg und bei Olympia an den Start gehen.

+++9. Juli+++

Sinner scheitert an Medwedew

Gewankt, gekämpft - und doch gefallen: Jannik Sinner hat das Halbfinale beim Rasen-Klassiker in Wimbledon überraschend verpasst. Der 22 Jahre alte Weltranglistenerste aus Südtirol stieß bei der 7:6 (9:7), 4:6, 6:7 (4:7), 6:2, 3:6-Niederlage im Viertelfinalduell mit dem Russen Daniil Medwedew an seine Grenzen.

Statt Sinner fordert nun Medwedew Titelverteidiger Carlos Alcaraz heraus, der mit einem 5:7, 6:4, 6:2, 6:2-Erfolg gegen den US-Amerikaner Tommy Paul seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Schon im Vorjahr trafen beide im Halbfinale aufeinander, Alcaraz gewann in drei Sätzen.

Für Sinner ist nach einer vier Stunden andauernden Partie das Rennen um seinen zweiten Grand-Slam-Titel vorerst beendet. „Ich konnte phasenweise spüren, dass es ihm nicht so gut ging. Ich bin glücklich, dass es mir gelungen ist, mein Niveau hochzuhalten“, sagte Medwedew: „Ich werde mir jetzt etwas anschauen, wer mein Gegner wird.“

Es wurde Alcaraz, der von Paul zunächst spürbar gekitzelt wurde, aber im Stile eines Champions zurückkam. „Ich glaube immer daran, dass ich einen Weg zurück finde“, sagte Alcaraz: „Gegen Daniil hoffe ich auf das gleiche Resultat wie im Vorjahr, er ist aber auch in einer richtig guten Form.“

Sinner, der phasenweise nicht im Vollbesitz seiner Kräfte schien, hatte im Januar im Finale der Australian Open Medwedew bezwungen. Insgesamt hatte er gegen den Weltranglistenfünften zuletzt gar eine 5:0-Serie hingelegt. Diesmal triumphierte aber Medwedew, der 2021 im Finale der US Open seine bisherige Sternstunde erlebte. Für den Moskauer ist es nun bereits das neunte Grand-Slam-Halbfinale, er peilt sein siebtes Finale an.

Alcaraz kämpft mit 21 Jahren bereits um seinen vierten Grand-Slam-Titel. Er ist in der langen Geschichte von Wimbledon erst der dritte Spanier, der mehrmals das Halbfinale erreichte. Vor ihm gelang dies Rafael Nadal acht Mal und Manuel Santana zwei Mal. Der Athlet aus Murcia will nun mehr - seinen zweiten Coup im All England Club.

Paolini und Vekic bestreiten Wimbledon-Halbfinale

French-Open-Finalistin Jasmine Paolini und Außenseiterin Donna Vekic spielen im Wimbledon-Halbfinale am Donnerstag gegeneinander um das Erreichen des Endspiels. Paolini siegte im Viertelfinale deutlich 6:2, 6:1 gegen Emma Navarro aus den USA und zog damit als erste italienische Tennisspielerin in ein Halbfinale des Rasenklassikers ein. Mit einer starken Vorstellung unterstrich die 28-Jährige ihre derzeit starke Form.

Die ungesetzte Vekic stoppte im Südwesten Londons den Erfolgslauf der Neuseeländerin Lulu Sun und erreichte erstmals ein Grand-Slam-Halbfinale. Das Außenseiter-Viertelfinale entschied die ebenfalls 28-Jährige nach verlorenem ersten Satz mit 5:7, 6:4, 6:1 für sich.

„Sie hat unglaublich gespielt. Sie hat mich an meine Grenzen gebracht“, sagte Vekic, der bei der Nachfrage zu ihren Verletzungen in den vergangenen Jahren im Siegerinterview die Tränen kamen. Als erst zweite kroatische Wimbledon-Halbfinalistin nach Mirjana Lucic vor 25 Jahren spielt Vekic um den Finaleinzug. Im Vorfeld von Wimbledon hatte sie das Endspiel in Bad Homburg erreicht.

Außenseiterin Sun hatte zuvor beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison für Furore gesorgt und stand als erste Qualifikantin seit 14 Jahren in der Runde der besten Acht. Schon zuvor schrieb Sun neuseeländische Tennis-Geschichte, weil sie als Erste ihres Landes in der Open Ära seit 1968 die Runde der besten 16 in Wimbledon erreichte.

Regen zwingt Veranstalter zu verändertem Finalplan

Der immer wieder einsetzende Regen in London hat die Wimbledon-Organisatoren veranlasst, das Endspiel im Mixed-Wettbewerb um drei Tage nach hinten zu verschieben. Statt am Donnerstag soll der Mixed-Titel jetzt erst am Sonntag vergeben werden, teilten die Organisatoren mit. Am vergangenen Freitag hatte die Konkurrenz begonnen, bis zum Dienstag waren nicht einmal alle 16 Erstrundenpartien gespielt.

Kevin Krawietz ist mit seiner russischen Mixed-Partnerin Alexandra Panowa in der zweiten Runde dabei. Das Tennis-Duo hatte zum Auftakt bereits die Hoffnungen von Laura Siegemund mit dem US-Amerikaner Austin Krajicek beendet.

Auch am Dienstag brachte der Regen den Spielplan in Wimbledon wieder durcheinander, weil auf den nicht-überdachten Außenplätzen nicht wie geplant gespielt werden konnte.

„Guuuuuute Nacht“ – Djokovic sorgt mit kurioser Kritik für Aufsehen

Nach seinem Viertelfinaleinzug in Wimbledon hat der serbische Tennis-Star Novak Djokovic mit einer kuriosen Kritik am Publikum für Aufmerksamkeit gesorgt. „All den Fans, die Respekt hatten und den ganzen Abend hier geblieben sind, danke ich von ganzem Herzen“, sagte der 37-Jährige: „All denen, die entschieden haben, den Spieler nicht zu respektieren, in diesem Fall mich, wünsche ich eine guuuuuute Nacht. Guuuute Nacht. Guuuute Nacht. Sehr guute Nacht“.

Auf den Hinweis des Interviewers auf dem Centre Court des Rasen-Grand-Slam-Turniers, dass das Publikum seinen Gegner Holger Rune mit langgezogenen Rufen habe unterstützen wollen, antwortete der siebenmalige Wimbledonchampion: „Das respektiere ich nicht. Ich weiß, dass sie Rune angefeuert haben, aber das ist auch eine Entschuldigung zu buhen. Ich bin seit 20 Jahren auf der Tour. Glaube mir, ich kenne alle die Tricks. Ich weiß, wie es läuft.“

Djokovic hat 24-Grand-Slam-Titel gewonnen, darunter sind sieben Wimbledon-Triumphe. Mit dem Sieg in drei Sätzen gegen den Dänen Holger Rune zog der frühere Weltranglistenerste ins Viertelfinale ein und trifft auf den Australier Alex de Minaur.

Für Sinner und Alcaraz beginnen die Viertelfinalspiele

In Wimbledon werden am Dienstag die ersten Halbfinalisten ermittelt. Der Weltranglistenerste Jannik Sinner trifft in seinem Viertelfinale im ersten Match auf dem Centre Court (14.30 Uhr deutscher Zeit/Prime) auf den russischen Weltklasse-Tennisspieler Daniil Medwedew. Es ist die Neuauflage des Endspiels der Australian Open, das Sinner zu Saisonbeginn für sich entschied.

Auf Court 1 kämpft der spanische Titelverteidiger Carlos Alcaraz gegen den US-Amerikaner Tommy Paul (2. Spiel nach 14 Uhr deutscher Zeit). Bei den Damen will die neuseeländische Qualifikantin Lulu Sun gegen die Kroatin Donna Vekic mit dem Erreichen des Halbfinals ihren überraschenden Erfolgslauf fortsetzen. Zudem spielt die Italienerin Jasmine Paolini in einem Viertelfinale gegen Emma Navarro aus den USA.

Von den deutschen Teilnehmern ist im Einzel keiner mehr dabei. Alexander Zverev schied im Achtelfinale am Montag aus.

Zverev nimmt zweites Olympia-Gold ins Visier

Alexander Zverev hat nach dem frustrierenden Aus in Wimbledon direkt das nächste große Ziel ins Visier genommen. Bis zu den Olympischen Spielen will der Goldmedaillengewinner von Tokio wieder fit sein - und erneut nach ganz oben aufs Treppchen.

„Ja, Paris möchte ich gewinnen. Das ist mein Plan“, sagte Zverev nach der 6:4, 7:6 (7:4), 4:6, 6:7 (3:7), 3:6-Niederlage im Achtelfinale des Rasenevents gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz. Und fügte mit einem Schmunzeln an: „Und die Flagge tragen.“

Zverev, der deutlich angeschlagen mit einem Knochenmarksödem und Kapselzerrung im Knie angetreten war, verpasste erneut das Viertelfinale in London. Drei Wochen seien „mehr als genug Zeit“, um die Verletzung auszukurieren, sagte Zverev. Sein Start beim Vorbereitungsturnier in seiner Heimatstadt Hamburg (15. bis 21.) ist dagegen gefährdet.

Sein Aus in Wimbledon nahm Zverev gefasst, aber schwer enttäuscht auf. „Es ist bitter für mich. Ich tue immer noch alles dafür, dass ich bei Grand Slams erfolgreich sein werde“, sagte Zverev: „Vielleicht werde ich irgendwann ein bisschen mehr Glück haben.“

Djokovic bringt sich mit Sieg in Stellung

Novak Djokovic hat das Duell zweier früherer Schützlinge von Boris Becker in Wimbledon für sich entschieden. Der Grand-Slam-Rekordchampion aus Serbien ließ dem hochambitionierten Dänen Holger Rune beim 6:3, 6:4, 6:2-Erfolg keine Chance und zog zum insgesamt 60. Mal bei einem Major ins Viertelfinale ein.

„Ich bin sehr zufrieden, aber ich glaube, dass er auch nicht auf seinem höchsten Level gespielt hat“, sagte Djokovic: „Es war eine sehr solide Leistung.“

24 Grand-Slam-Titel hat der 37-Jährige in seiner einzigartigen Karriere schon gewonnen - und bringt sich bei dem Rasenevent immer mehr in Stellung. Mit seinem achten Titel in Wimbledon würde Djokovic mit Rekordsieger Roger Federer aus der Schweiz gleichziehen.

Djokovics nächster Gegner ist der Australier Alex de Minaur, der auch in London seine starke Saison bestätigt. Der 25-Jährige aus Sydney schaffte mit einem 6:2, 6:4, 4:6, 6:3-Erfolg gegen den 20-jährigen Franzosen Arthur Fils erstmals den Sprung ins Viertelfinale von Wimbledon. Weiter ging es für de Minaur noch nie bei einem Majorevent.

Zverev spielte mit Schmerzmitteln - Für Olympia bereit

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat sein Wimbledon-Aus auch mit seiner Knieverletzung begründet, will bis zu den Olympischen Spielen aber wieder voll da sein. „Paris will ich gewinnen“, sagte er. Er habe „ein Knochenödem und eine Zerrung in der Kapsel“, sagte der Weltranglisten-Vierte nach der Achtelfinal-Niederlage gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz bei dem Grand-Slam-Turnier in London.

„Mein Knie ist relativ geschwollen. Aber es ist nichts, das außergewöhnlich schlimm ist oder weswegen ich länger ausfalle“, erklärte Zverev. „Es ist eine Sache von vielleicht ein, zwei Wochen.“ Sein Olympia-Start scheint damit nicht in Gefahr. Die Olympischen Spiele in Frankreich beginnen am 26. Juli.

Mit bandagiertem Knie verlor der French-Open-Finalist trotz einer 2:0-Satzführung gegen Fritz mit 6:4, 7:6 (7:4), 4:6, 6:7 (3:7), 3:6 und schied damit aus. Am Samstag war Zverev in der dritten Runde gegen den Briten Cameron Norrie weggerutscht und hatte anschließend von Knieschmerzen berichtet. Gegen Fritz trug der 27-Jährige eine Bandage am linken Knie. Er habe mit Schmerzmitteln gespielt, sagte er.

Frantzen/Jebens sorgen in Wimbledon für Aufsehen

Constantin Frantzen und Hendrik Jebens stehen zum ersten Mal in ihrer Karriere im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Das Tennisduo aus Düsseldorf und Stuttgart setzte sich im Achtelfinale von Wimbledon mit starken Nerven 7:6 (7:5), 7:6 (7:3) gegen das britisch-niederländische Team Lloyd Glasspool/Jean-Julien Rojer durch.

Frantzen/Jebens hatten beim Wimbledon-Auftakt in diesem Jahr ihren ersten Sieg überhaupt auf Majorlevel gefeiert und sorgten mit ihrem Zweitrundenerfolg gegen die an Position zwei gesetzten Rohan Bopanna/Matthew Ebden (Indien/Australien) dann für Aufsehen. Nächster Gegner für den 26 Jahre alten Frantzen und den 28-jährigen Jebens sind Neil Skupski/Michael Venus (Großbritannien/Australien).

Auch noch im Turnier ist das deutsche Olympia-Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz (Coburg/Frankfurt am Main). Andreas Mies (Köln), der 2019 und 2020 an der Seite von Krawietz bei den French Open triumphierte, schied mit Jon Patrick-Smith (Australien) aus.

De Minaur im Viertelfinale

Der Australier Alex de Minaur setzt in einer starken Saison auch in Wimbledon zum Höhenflug an. Der 25-Jährige aus Sydney schaffte mit einem 6:2, 6:4, 4:6, 6:3-Erfolg gegen den 20-jährigen Franzosen Arthur Fils erstmals in London den Sprung ins Viertelfinale. Weiter ging es für de Minaur noch nie bei einem Majorevent.

Seinen Gegner für das Duell um das Halbfinale ermitteln in einer mit Spannung erwarteten Partie der serbische Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic und der Däne Holger Rune. Das Aufeinandertreffen der beiden Ex-Schützlinge von Boris Becker steigt am Abend bei dem Rasen-Klassiker.

De Minaur hatte zuletzt auch in Paris das Viertelfinale erreicht, hatte sich dann aber Alexander Zverev geschlagen geben müssen.

Rybakina zieht nach Aufgabe ins Wimbledon-Viertelfinale ein

Die frühere Turniersiegerin Jelena Rybakina kann sich nach dem Viertelfinaleinzug weiter Chancen auf ihren zweiten Wimbledon-Titel ausrechnen. Die Weltranglisten-Vierte aus Kasachstan profitierte im Achtelfinale des Rasen-Grand-Slam-Turniers in London von der Aufgabe ihrer Gegnerin Anna Kalinskaja. Die Russin spielte beim Stande von 6:3, 3:0 für Rybakina nicht mehr weiter.

Kalinskaja, Freundin des italienischen Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner, erwischte zwar den besseren Start und führte mit 3:1, dann kippte aber die Partie zugunsten der favorisierten Rybakina. Bei 3:4 ließ sich die Weltranglisten-18. Kalinskaja am rechten Schlagarm behandeln, sie gewann aber kein Spiel mehr.

Nach einigen Überraschungen im Damen-Tableau sind Rybakina und die italienische French-Open-Finalistin Jasmine Paolini die einzigen beiden verbliebenen Spielerinnen der Top Ten. Die Polin Iga Swiatek und, Coco Gauff aus den USA als Nummer eins und zwei der Welt sind ebenso nicht mehr dabei wie die Belarussin Aryna Sabalenka, die kurz vor der ersten Runde wegen einer Schulterverletzung zurückzog. Rybakina hatte 2022 in Wimbledon den Titel gewonnen.

+++7. Juli+++

Alcaraz und Sinner im Viertelfinale

Spielfreudig und mit schnellen Beinen: Carlos Alcaraz hat bei seinem Viertelfinaleinzug in Wimbledon das Publikum auf dem Centre Court mitgerissen - geriet dann aber noch einmal phasenweise in Gefahr. Der 21 Jahre alte Titelverteidiger war im knapp drei Stunden andauernden Duell mit dem angriffslustigen Franzosen Ugo Humbert der komplettere Profi und setzte sich 6:3, 6:4, 1:6, 7:5 durch. Auch der italienische Weltranglistenerste Jannik Sinner kam mit einem 6:2, 6:4, 7:6 (11:9) gegen den US-Amerikaner Ben Shelton weiter.

„Es hat sich großartig angefühlt, hier heute zu spielen. Es war ein Match auf hohem Niveau“, sagte Alcaraz: „Jetzt werde ich mich ausruhen und ein bisschen zuhause chillen.“ Das gilt auch für Sinner, der im Vorjahr im Halbfinale an Novak Djokovic gescheitert war.

Ein Spannungsabfall im dritten Satz kostete Alcaraz einen noch schnelleren Erfolg, Humbert spielte dann aber auch groß auf und witterte seine Chance auf eine Überraschung. Dennoch bleibt der dreimalige Grand-Slam-Sieger im Rennen um den begehrten Pokal und die Prämie von knapp 3,2 Millionen Euro. Alcaraz hatte zuletzt bei den French Open mit einem Finalsieg gegen Alexander Zverev den Titel gewonnen.

Sein nächster Gegner ist Tommy Paul (USA). Danach könnte im Halbfinale ein Kracher gegen Sinner folgen, der zunächst auf den Russen Daniil Medwedew trifft.

Sun als erste Neuseeländerin im Wimbledon-Viertelfinale

Die für Neuseeland antretende Qualifikantin Lulu Sun schreibt ihre märchenhafte Geschichte in Wimbledon weiter. Die 23-Jährige besiegte beim Grand-Slam-Tennisturnier in London die britische frühere US-Open-Gewinnerin Emma Raducanu 6:2, 5:7, 6:2 und steht damit im Viertelfinale. Damit toppte sie noch einmal das beste Wimbledon-Ergebnis einer Neuseeländerin, nachdem sie zuvor als Erste das Achtelfinale erreicht hatte.

Gleich zu Beginn des Interviews auf dem Centre Court wurde Sun emotional und fing an zu weinen. „Es war ein großartiges Match“, sagte sie: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach super-glücklich hier auf dem Platz spielen dürfen. Es ist eine solch tolle Erfahrung für mich.“ Sie habe sich von erfolgreichen Profis wie Roger Federer, Steffi Graf und Martina Navratilova inspirieren lassen.

Über die Qualifikation erreichte die Weltranglisten-123. zum ersten Mal das Wimbledon-Hauptfeld und schaffte nun den siebten Sieg in Serie. Sun wechselte ihre Nationalität, für die sie auf der Tennis-Tour antritt. Bei den Australian Open trat sie noch unter Schweizer Flagge an. Ihre nächste Wimbledon-Gegnerin ist jetzt die Spanierin Paula Badosa.

Sun beendete mit ihrem Sieg den Erfolgslauf von Raducanu. Die 21 Jahre alte Britin hatte 2021 sensationell als Qualifikantin die US Open gewonnen. Nach einer Formkrise und Verletzungen war sie in Wimbledon so erfolgreich bei einem Grand-Slam-Turnier wie seit dem Coup von New York nicht mehr.

Ursprünglich sollte sie zum Abschied des zweimaligen Wimbledon-Champions Andy Murray mit dem Schotten im Mixed antreten. Sie zog aber wegen Handgelenkproblemen zurück.

Djokovic im Wimbledon-Achtelfinale - EM-Jubel im Match

Der serbische Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic wahrt in Wimbledon seine Titelchance. Der 37 Jahre alte Tennisstar zog unter dem nach dem ersten Satz geschlossenen Hallendach auf dem Centre Court mit einem 4:6, 6:3, 6:4, 7:6 (7:3)-Erfolg gegen den Australier Alexei Popyrin ins Achtelfinale ein. Schon in der Runde zuvor hatte Djokovic gegen den Briten Jacob Fearnley einen Satz abgegeben.

Im zweiten Satz der Drittrunden-Begegnung brandete lautstarker Jubel auf dem Centre Court auf, als England bei der Fußball-EM im Elfmeterschießen gegen die Schweiz den Einzug ins Halbfinale schaffte. Popyrin und Djokovic mussten beim Aufschlag des Australiers kurz warten, nahmen es aber gelassen. Der frühere langjährige Weltranglisten-Erste Djokovic imitierte schmunzelnd eine Schussbewegung.

Erst vor rund einem Monat hatte sich Djokovic bei den French Open am Meniskus des rechten Knies verletzt und operieren lassen. Der siebenmalige Wimbledonsieger spielt weiter mit einer Knie-Bandage, strebt aber seinen achten Wimbledon-Titel an.

Auch am Samstag mischte der Regen den geplanten Ablauf in Wimbledon auf und sorgte für Spiel-Verlegungen. Nur auf den beiden größten Courts mit ausfahrbaren Dächern konnte durchgehend gespielt werden.

Struff verpasst Überraschung gegen Medvedev

Jan-Lennard Struff hat seinen erstmaligen Achtelfinaleinzug in Wimbledon verpasst. Der 34 Jahre alte Warsteiner unterlag in der dritten Runde des Tennis-Klassikers dem Vorjahres-Halbfinalisten Daniil Medvedev aus Russland mit 1:6, 3:6, 6:4, 6:7 (3:7). Die Partie hatte am Freitag begonnen und konnte wegen Regens erst am Samstag beendet werden.

Struff, der bereits 2018 und 2019 in der dritten Runde gestanden hatte, war mit zwei überzeugenden Siegen gegen den Ungarn Fabian Marozsan und den Chinesen Zhang Zhizhen in das Turnier gestartet und hatte sich auch gegen Medvedev trotz einer 1:5-Bilanz etwas ausgerechnet. In Halle/Westfalen war es ihm schon einmal gelungen, den Favoriten auf Rasen zu besiegen.

Auf dem No. 2 Court in London beging er zunächst zu viele vermeidbare Fehler. Struff kämpfte sich dann in die Partie hinein und konnte bei der Fortsetzung am Samstag im vierten Satz auf Augenhöhe mit Medvedev spielen. Doch der Weltranglistenfünfte bewies in der entscheidenden Phase starke Nerven.

Achtelfinalist Zverev über sein Knie: „Habe Schmerzen“

Tennisprofi Alexander Zverev wird nach seinem Sturz in Wimbledon sein Knie genauer untersuchen lassen. „Ich habe gerade Schmerzen“, sagte der French-Open-Finalist nach seinem Achtelfinaleinzug beim Rasenklassiker in London und dem 6:4, 6:4, 7:6 (17:15) gegen den Briten Cameron Norrie. „Ich werde es checken lassen. Ich werde sehen, was das MRT sagt“, erklärte Zverev.

Der Hamburger hatte auf dem Centre Court zu Beginn des zweiten Satzes sein linkes Knie überdehnt, konnte nach dem Schreckmoment aber weiterspielen. Der 27-Jährige erklärte: „Ich glaube nicht, dass es so unfassbar ernst sein kann, sonst hätte ich auch nicht so weiter gespielt, wie ich gespielt habe.“

Überraschung in Wimbledon: Swiatek ausgeschieden

Die Weltranglistenerste Iga Swiatek ist in Wimbledon in der dritten Runde überraschend ausgeschieden. Die fünfmalige Grand-Slam-Turniersiegerin musste sich beim bedeutendsten Rasen-Tennisturnier der Welt in London unerwartet der Kasachin Julia Putinzewa 6:3, 1:6, 2:6 geschlagen geben.

Putinzewa steht damit überraschend im Achtelfinale des dritten Grand-Slam-Turniers der Saison. In der ersten Runde hatte sie Angelique Kerber die erstmalige Rückkehr als Mutter nach Wimbledon verdorben.

Wimbledon-Karriere von Andy Murray ohne Mixed beendet

Die Wimbledon-Karriere von Andy Murray ist offenbar beendet. Der 37-Jährige wird zu seinem geplanten Mixed-Auftritt am Samstagabend nicht antreten, weil seine Partnerin Emma Raducanu aus Verletzungsgründen zurückzog. Das gaben die Veranstalter des Rasenklassikers in London bekannt. Raducanu habe eine Verletzung am rechten Handgelenk.

„Eine unglaubliche Wimbledon-Karriere geht zu Ende“, teilte Prinzessin Kate, Schirmherrin von Wimbledon, per X mit: „Du solltest sehr stolz auf dich sein“. Der zweimalige Wimbledon-Champion Murray plant, seine Karriere nach den Olympischen Spielen in Paris zu beenden.

Zverev erreicht Achtelfinale nach Schreckmoment

Alexander Zverev steht zum dritten Mal in seiner Karriere im Achtelfinale von Wimbledon: Der Olympiasieger aus Hamburg setzte sich am Samstag im Drittrundenduell gegen den britischen Hoffnungsträger Cameron Norrie mit 6:4, 6:4, 7:6 (17:15) durch und überstand dabei auch einen Schreckmoment.

Federer hält Zverev-Triumph in Wimbledon für möglich

Wimbledon-Rekordsieger Roger Federer hält einen Triumph von Alexander Zverev in Wimbledon für möglich. „Wichtig ist für ihn einfach, im Kopf, mental, an sich zu glauben“, sagte der Schweizer im Interview bei Prime Video. Er wisse, dass Zverev auf Rasen gut spielen kann. 2016 besiegte Zverev den „Maestro“ im Halbfinale von Halle/Westfalen auf dem Belag.

Zunächst einmal sei es für den Olympiasieger aus Hamburg „einfach wichtig, wie eigentlich für alle Topspieler, dass er diese erste Woche übersteht“, sagte Federer. Der Rasen sei in der ersten Woche „gefährlich für alle“.

Zverev hat seine ersten beiden Aufgaben souverän gelöst und spielt nun am Samstag gegen den Briten Cameron Norrie um den Einzug ins Achtelfinale. Weiter kam er in Wimbledon noch nie. Federer, der seine große Karriere beendet hat, konnte den Titel achtmal gewinnen

+++5. Juli+++

Wegen Dauerregen – Struff-Match wird erst Samstag beendet

Jan-Lennard Struff wartete vergebens: Das Drittrundenmatch des 34 Jahre alten Warsteiners in Wimbledon gegen den Russen Daniil Medvedev ist beim Stand von 1:6, 3:6, 6:4, 1:1 auf den Samstag verschoben worden. Anhaltender Niederschlag machte ein Weiterspielen unmöglich. Sein Match soll nun als zweite Partie des Tages auf dem No.2 Court an der Church Road fortgesetzt werden, Spielbeginn ist 12 Uhr.

Auch Alexander Zverev kämpft am Samstag um den Einzug ins Achtelfinale. Der Weltranglistenvierte, der mit zwei glatten Siegen bislang durchweg überzeugte, trifft auf den Briten Cameron Norrie. Die Partie startet um 14:30 Uhr (Prime Video) auf dem Centre Court.

Struff kam gegen den Vorjahres-Halbfinalisten Medvedev zunächst kaum zurecht, steigerte sich aber immer mehr. Nach dem Gewinn des dritten Satzes witterte die deutsche Nummer zwei Morgenluft. Doch es wird eine schwere Aufgabe, Medvedev noch zu schlagen.

Raducanu weckt Hoffnungen bei den Briten

Emma Raducanu weckt immer größere Hoffnungen bei den Briten: Die 21 Jahre alte Engländerin steht nach einem überzeugenden 6:2, 6:3-Erfolg gegen Maria Sakkari aus Griechenland im Achtelfinale von Wimbledon. „Heute habe ich es so sehr genossen, hier zu spielen“, sagte Raducanu: „Ich bin stolz darauf, wie fokussiert ich war.“

Nach ihrem Triumph 2021 bei den US Open hatte Raducanu die großen Hoffnungen in sie nicht erfüllen können. Nun scheint sie die andauernden Verletzungsprobleme überwunden zu haben und angreifen zu können.

Lulu Sun steht als erste Neuseeländerin im Achtelfinale

Die für Neuseeland antretende Tennisspielerin Lulu Sun setzt ihren überraschenden Erfolgslauf in Wimbledon fort. Als Qualifikantin und erste Neuseeländerin schaffte die 23-Jährige mit zwei gewonnenen Tiebreaks gegen die Chinesin Zhu Lin den Einzug ins Achtelfinale. Sun wechselte ihre Nationalität, für die sie auf der Tennis-Tour antritt. Bei den Australian Open trat sie noch unter Schweizer Flagge an.

Zum ersten Mal erreichte die Weltranglisten-123. das Wimbledon-Hauptfeld. Den siebten Sieg in Serie strebt Sun im Achtelfinale gegen die Griechin Maria Sakkari oder die frühere britische US-Open-Siegerin Emma Raducanu an.

Gauff erst nervös, dann überlegen

US-Open-Siegerin Coco Gauff macht auch auf dem Rasen von Wimbledon von sich reden: Die 20 Jahre alte US-Amerikanerin ist leicht und locker ins Achtelfinale eingezogen. Gauff ließ der Lokalmatadorin Sonay Kartal beim 6:4, 6:0-Erfolg am Freitag keine Chance.

„Es ist das erste Mal, dass ich hier gegen eine britische Spielerin angetreten bin, deshalb war ich etwas nervös. Ich wusste, dass ihr für sie seid, was verständlich ist“, sagte Gauff in Richtung des Publikums. Letztlich legte sie ihre anfängliche Aufregung aber ab und setzte sich klar durch.

Gauff zählt in London neben der Weltranglistenersten Iga Swiatek (Polen) und 2022-Siegerin Jelena Rybakina (Kasachstan) zum engeren Kreis der Titelfavoritinnen.

Titelverteidiger Alcaraz zittert sich in die nächste Runde

Vorjahreschampion Carlos Alcaraz hat eine herbe Enttäuschung in Wimbledon noch abgewendet. Der spanische Tennisstar rang beim Rasenturnier in London den US-Amerikaner Frances Tiafoe in fünf Sätzen 5:7, 6:2, 4:6, 7:6 (7:2), 6:2 nieder und vermied damit ein Aus in der dritten Runde.

Auf dem Centre Court zeigte Alcaraz bei geschlossenem Hallendach phasenweise eine enttäuschende Vorstellung und musste zweimal einen Satzrückstand wettmachen. Nach 3:50 Stunden setzte sich der 21-Jährige dennoch durch und steht damit im Achtelfinale.

Somit bleibt sein zweiter Triumph in Wimbledon weiter möglich. Vor einem Jahr hatte Alcaraz mit dem Finalerfolg über den serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic imponiert.

Zum Wiedersehen mit Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev könnte es beim berühmtesten Rasenturnier der Welt erst im Endspiel kommen. Vor knapp vier Wochen hatten sich die beiden im Finale der French Open gegenübergestanden. Zverev verpasste bei der Niederlage in fünf Sätzen seinen ersehnten ersten Grand-Slam-Titel.

Murray wird emotional verabschiedet: „Eine großartige Zeit“

Tränen bei den Eltern auf der Tribüne, große Emotionen bei Andy Murray auf dem „heiligen Rasen“: Der britische Tennis-Star ist in Wimbledon für seine hocherfolgreiche Karriere gewürdigt worden. Der dreimalige Grand-Slam-Sieger und zweimalige Olympiasieger spielt das letzte Mal bei seinem Lieblingsturnier - für eine Teilnahme im Einzel hat es verletzungsbedingt nicht mehr gereicht.

„Es war eine großartige Zeit auf der Tour. Ich würde gerne weiterspielen, aber es geht nicht“, sagte Murray: „Ich würde am liebsten immer weiterspielen“. 2019 war dem Kämpfer eine Teilprothese in der Hüfte eingesetzt worden, weitere Blessuren warfen ihn immer wieder zurück. „Alle Verletzungen waren wirklich hart“, sagte er.

Teile seiner Laufbahn habe er als stressig empfunden, fügte Murray hinzu, dessen große Momente auf den Leinwänden des Centre Courts abgespielt wurden. Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Serena Williams priesen den 37 Jahre alten Schotten als großen Athleten.

Murray berichtete, sein zweiter Triumph in Wimbledon 2016 sei sein „liebster Titel“ gewesen: „Ich kann mich an nicht mehr viel von der Feier erinnern. Und leider habe ich mich auf dem Weg nach Hause in das Taxi übergeben.“ Er freue sich darauf, künftig mehr Zeit für seine Frau und seine vier Kinder zu haben.

In Wimbledon konnte er nach einer Rücken-OP nicht mehr im Einzel antreten. Und im Doppel mit seinem Bruder Jamie ist bereits nach dem ersten Match Schluss. Die Murrays verloren trotz aller Unterstützung der rund 15.000 Zuschauer mit 6:7 (6:8), 4:6 gegen die Australier Rinky Hijikata/John Peers.

„Es war körperlich heute nicht einfach. Aber ich bin froh, dass es geklappt hat“, sagte Murray, der auch noch bei den Olympischen Spielen starten könnte. An der Church Road bleibt ihm nur noch das Mixed mit Emma Raducanu. Auch die US-Open-Siegerin von 2021 genießt in Wimbledon große Sympathien der Anhänger - Murray wird ein weiteres Mal kräftig gefeiert werden.

Zverev/Siegemund bei Olympia im Mixed

Einzel-Olympiasieger Alexander Zverev und Doppel-Spezialistin Laura Siegemund werden beim olympischen Tennis-Wettbewerb in Paris die deutsche Mixed-Paarung bilden. Das bestätigte der Deutsche Tennis Bund am Donnerstag. Siegemund und Zverev hatten das deutsche Tennis-Team Anfang des Jahres in Australien mit starken Leistungen im Mixed zum Sieg im United Cup geführt. Siegemund hatte sich zuletzt in Wimbledon unzufrieden darüber geäußert, dass die Aufstellung noch nicht geklärt sei. Auch die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Angelique Kerber hatte Interesse gehabt, Mixed mit Zverev zu spielen.

+++4. Juli+++

Zverev in drei Sätzen in Runde drei

French-Open-Finalist Alexander Zverev ist in Wimbledon problemlos in die dritte Runde eingezogen. Der Weltranglisten-Vierte gewann am Donnerstag gegen den US-Amerikaner Marcos Giron klar mit 6:2, 6:1, 6:4 und spielt damit als zweiter deutscher Tennisprofi nach Jan-Lennard Struff um den Einzug ins Achtelfinale. Am Samstag trifft Zverev beim Rasenklassiker in London auf den Briten Cameron Norrie, gegen den er alle bisherigen fünf Vergleiche für sich entschieden hat.

Alle Frauen raus: Niemeier und Siegemund verlieren in Wimbledon

Jule Niemeier und Laura Siegemund sind in der zweiten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Die Dortmunderin Niemeier unterlag der Vorjahres-Halbfinalistin Elina Switolina aus der Ukraine 3:6, 4:6. Die Schwäbin Siegemund musste sich im Anschluss Jelena Rybakina, Titelträgerin von 2022 aus Kasachstan, 3:6, 6:3, 3:6 beugen.

Damit schaffte es keine deutsche Spielerin in die dritte Runde des Klassikers. Angelique Kerber, Eva Lys und Tamara Korpatsch waren in der ersten Runde gescheitert.

Niemeier hatte mit einem klaren Zweisatzsieg gegen die gefährliche Schweizerin Viktorija Golubic einen glänzenden Start erwischt, wusste aber, dass es gegen Switolina noch einmal deutlich schwerer werden würde. Die WTA-90., die vor zwei Jahren bis ins Viertelfinale vorgestoßen war, leistete sich letztlich zu viele vermeidbare Fehler.

Siegemund hielt von Beginn an mir der klaren Favoritin Rybakina mit. Die Weltranglistenvierte konnte in den entscheidenden Phasen aber noch zulegen und zog das Match trotz großer Gegenwehr auf ihre Seite.

Altmaier verpasst dritte Runde von Wimbledon

Tennisprofi Daniel Altmaier hat den Sprung in die dritte Runde von Wimbledon verpasst. Der 25-Jährige aus Kempen unterlag bei windigen Bedingungen Denis Shapovalov mit 6:7 (3:7), 3:6, 6:1, 7:6 (7:3), 4:6. Altmaier brachte den früheren Weltranglisten-10. aus Kanada in Bedrängnis, am Ende fehlte aber ein Quäntchen zum Sieg.

Der Kempener hatte am Montag erstmals eine Partie bei dem Grand-Slam-Event auf Rasen gewonnen. Gegen Shapovalov agierte Altmaier zunächst zu defensiv, stellte dann aber seine Taktik um - so wurde es ein umkämpftes Duell. Letztlich reichte es nicht, um Jan-Lennard Struff zu folgen, der am Mittwoch seine Zweitrundenpartie gegen den Chinesen Zhang Zhizhen gewonnen hatte.

Djokovic wackelt erstmals

Novak Djokovic spielte ungewohnt verhalten und wirkte nicht unantastbar - dennoch hat der 37 Jahre alte Grand-Slam-Rekordsieger in Wimbledon die dritte Runde erreicht. Der serbische Topstar setzte sich mit einem mühsamen 6:3, 6:4, 5:7, 7:5-Sieg gegen den britischen Wildcard-Spieler Jacob Fearnley durch. Djokovic trifft nun auf Tomas Martin Etcheverry aus Argentinien oder den Australier Alexei Popyrin.

„Er hat mich bei schwierigen, windigen Bedingungen arbeiten lassen. Vielleicht hätte das Match einen fünften Satz verdient gehabt, ich bin sehr froh, dass es dazu nicht kam“, sagte Djokovic: „Ich habe mich im dritten und vierten Satz nicht wirklich wohl gefühlt in meiner Haut. Am Ende ist es ein Sieg, den ich mitnehme.“

Hinter dem Leistungsvermögen des siebenmaligen Wimbledon-Champions hatte lange ein großes Fragezeichen gestanden. Djokovic war Anfang Juni nach seinem verletzungsbedingten Rückzug bei den French Open am Knie operiert worden, meldete sich aber rechtzeitig fit. Der frühere Weltranglistenerste hat ein großes Ziel vor Augen: Mit seinem achten Titel könnte er bei dem Klassiker mit Rekordsieger Roger Federer aus der Schweiz gleichziehen.

Gegen Fearnley, Weltranglisten-277., lief zunächst alles nach Plan für den Favoriten. Doch mit zunehmender Spieldauer hatte Djokovic immer mehr zu kämpfen. Der britische Außenseiter witterte seine Chance und griff mutig an - doch Djokovic behielt die Oberhand.

+++3. Juli+++

Struff beißt sich gegen Zhang durch

Jan-Lennard Struff steht zum dritten Mal in seiner Karriere in der dritten Runde von Wimbledon. Der 34-Jährige aus Warstein setzte sich am Mittwoch in einem engen Match mit 5:7, 6:3, 7:6 (7:1), 7:6 (10:8) gegen den Chinesen Zhang Zhizhen durch. Nächster Gegner der deutschen Nummer zwei ist Vorjahres-Halbfinalist Daniil Medvedev aus Russland. Das Match von Daniel Altmaier (Kempen) gegen den Kanadier Denis Shapovalov wurde auf Donnerstag verschoben.

Struff bewies gegen seinen an Position 32 gesetzten Kontrahenten Nehmerqualitäten und schaffte nach Satzrückstand ein starkes Comeback. Altmaier und Olympiasieger Alexander Zverev haben die Chance, Struff mit ihrem jeweils zweiten Sieg zu folgen.

Das zuvor einzige Match gegen Zhang hatte Struff 2023 in Stuttgart klar für sich entschieden, in Wimbledon wurde es das erwartet enge Duell. Beide Profis setzten auf ihr starkes Service und viel Power von der Grundlinie. Struff stellte sich immer besser auf Zhang ein und setzte sich verdient durch.

Alcaraz souverän in dritte Runde

Titelverteidiger Carlos Alcaraz hat auch sein zweites Duell in Wimbledon souverän für sich entschieden. Der 21 Jahre alte Spanier setzte sich am Mittwoch 7:6, (7:5), 6:2, 6:2 gegen den Australier Aleksandar Vukic durch. Alcaraz, der nur im ersten Satz wirklich gefordert wurde, trifft nun auf den US-Amerikaner Frances Tiafoe.

Das Aufeinandertreffen mit Vukic hatte eine Vorgeschichte. Das zuvor einzige Duell der beiden Spieler hatte Vukic 2020 gewonnen - damals noch unter komplett anderen Vorzeichen. Alcaraz verlor damals in der Qualifikation der French Open als 17-Jähriger und Nummer 193 der Weltrangliste. Mittlerweile ist er zum Topstar im internationalen Sport aufgestiegen - und bewies seine Klasse erneut.

Raducanu verzückt die britischen Fans

Die britische Hoffnungsträgerin Emma Raducanu verzückt die heimischen Fans in Wimbledon. Die 21-Jährige ist nach einer eindrucksvollen Vorstellung in die dritte Runde des Rasenturniers eingezogen. Raducanu, US-Open-Siegerin von 2021, ließ die Belgierin Elise Mertens mit 6:1, 6:2 abblitzen.

„Ich habe heute ziemlich gutes Tennis gespielt und bin überglücklich“, sagte Raducanu: "Für mich ist das Wichtigste, in meiner Zone, in meiner kleinen Welt zu bleiben.

Nach ihrem Titel in New York vor drei Jahren hatte Raducanu die hohen Erwartungen der vielen Tennisfans in England kaum erfüllen können. Immer wieder machten der 135. der Weltrangliste auch Verletzungen unter anderem an den Handgelenken zu schaffen. Nun scheint ihre Form deutlich verbessert.

Vorbei ist das Turnier dagegen für Naomi Osaka. Die viermalige Grand-Slam-Siegerin aus Japan unterlag der formstarken US-Amerikanerin Emma Navarro mit 4:6, 1:6

Niemeier überzeugt zum Auftakt

Jule Niemeier hat ihren ersten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr gefeiert. Die Dortmunderin setzte sich im Erstrundenduell in Wimbledon mit 6:2, 6:1 gegen die Schweizerin Viktorija Golubic durch und bestätigte mit einer überzeugenden Leistung ihren Aufwärtstrend.

Murray spielt mit Raducanu im Mixed-Doppel

Andy Murray geht bei seinem Abschied von Wimbledon auch im Mixed an den Start – und das mit einer prominenten Partnerin: Der 37 Jahre alte Schotte spielt den Wettbewerb mit der englischen Hoffnungsträgerin Emma Raducanu. Das mit einer Wildcard ausgestattete Team dürfte an der Church Road große Unterstützung von den britischen Fans erhalten.

Murray hatte als zweimaliger Turniersieger und Olympiasieger aus Verletzungsgründen nach einer Rücken-OP schweren Herzens seine Teilnahme am Einzel absagen müssen. Ihm bleiben das Doppel mit Bruder Jamie und das Mixed mit Raducanu. Auch die US-Open-Siegerin von 2021 genießt in Wimbledon große Sympathien der Anhänger. Der Doppelwettbewerb startet am Mittwoch, Mixed am Freitag.

Regen in Wimbledon: Niemeier muss lange warten

Grauer Himmel und immer wieder Regen: Auch am Mittwoch sorgte Niederschlag für Verzögerungen im Spielplan des Rasenklassikers von Wimbledon. Die einstige Viertelfinalistin Jule Niemeier musste zunächst weiter auf ihren ersten Aufschlag warten. Die Erstrundenpartie der Dortmunderin gegen Viktorija Golubic aus der Schweiz war schon von Dienstag auf Mittwoch verlegt worden.

Über Dächer verfügen auf dem Gelände an der Church Road nur der Center Court und der No. 1 Court. Im Verlauf der Woche sehen die Prognosen weiteren Regen vor.

Kerber vermeidet Aussagen zu Zukunft

Angelique Kerber hat nach ihrem schwer frustrierenden Erstrundenaus in Wimbledon Aussagen zu ihrer Zukunft vermieden. „Weiß ich nicht, mit den Gedanken bin ich nicht hergekommen“, sagte die 36-Jährige auf die Frage, ob es ihr letzter Auftritt als Profi beim Grand-Slam-Turnier war, das sie 2018 gewinnen konnte.

Kerber hatte am Dienstag mit 5:7, 3:6 gegen die kasachische Weltranglisten-35. Julija Putinzewa verloren und muss damit die nächste schwere Enttäuschung verdauen. „Aber trotzdem ist Wimbledon mein Wimbledon“, sagte die frühere Weltranglistenerste. Die schönen Momente habe sie immer in ihrem Kopf und das werde auch so bleiben.

Nächstes großes Ziel von Kerber sind nun die Olympischen Spiele in Paris. „Wir werden uns jetzt wie immer nach dem Turnier hinsetzen“, sagte die Linkshänderin. Dann werde sie versuchen, sich optimal auf das Sandplatzturnier vorzubereiten.

Wimbledon-Erdbeeren „perfekt“ trotz feuchten Frühlings

Knackig, süß und in mundgerechter Größe - die Erwartungen an die Erdbeeren in Wimbledon sind ebenso groß wie die Nachfrage. Jedes Jahr werden während des zweiwöchigen Rasen-Turniers in London mehr als 38,4 Tonnen, das entspricht 1,92 Millionen Erdbeeren, gepflückt und verzehrt.

Umso bedeutender ist die zufriedene Analyse der Organisatoren, dass trotz eines feuchten britischen Frühlings die Qualität auch in diesem Jahr wieder exzellent sei. „Ich bin keine Erdbeerzüchterin, aber dieses Jahr sind sie perfekt für Wimbledon“, sagte Michelle Dite, Operation Director des Turniers.

Ein Team von Pflückern in Kent, knapp 50 Kilometer von Wimbledon entfernt, beginnt jeden Tag im Morgengrauen mit der Ernte, bevor die Früchte zum All England Club transportiert werden. Der Preis für eine Schale liegt seit 2010 stabil bei 2,50 britischen Pfund, was 2,95 Euro entspricht.

+++2. Juli+++

Kerber scheidet in Wimbledon in Runde eins aus

Die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Angelique Kerber ist gleich in der ersten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Bei ihrem Comeback beim Rasenklassiker nach der Babypause verlor die 36-Jährige gegen die Kasachin Julia Putinzewa 5:7, 3:6 und musste die nächste Grand-Slam-Enttäuschung hinnehmen.

Kerber erwischte einen Fehlstart und lag 0:3 hinten, ehe sie sich in die Partie biss. Insgesamt war der Kielerin aber das mangelnde Selbstvertrauen anzumerken. Nach 78 Minuten war ihr Wimbledon-Auftritt damit schon wieder Geschichte.

Kerber ist damit seit ihrem Comeback um den Jahreswechsel noch ohne Sieg auf den größten Tennis-Bühnen. Bei ihrem dritten Grand-Slam-Start war zum dritten Mal nach der Auftaktpartie Schluss. Auch bei den Australian Open und den French Open kam das Aus in der Auftaktpartie. In Wimbledon hatte sie auf die Wende ihres bisher verkorksten Grand-Slam-Jahres gehofft.

Keine Probleme beim Start: Djokovics Knie hält

Das Knie hält, die Schläge sitzen: Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic hat zum Auftakt in Wimbledon nichts anbrennen lassen. Der 37 Jahre alte Serbe setzte sich am Dienstag mit 6:1, 6:2, 6:2 gegen den tschechischen Qualifikanten Vit Kopriva durch.

„Ich bin sehr glücklich, wie ich mich heute auf dem Platz gefühlt habe“, sagte Djokovic: „Ich habe versucht, nicht zu viel an das Knie zu denken. Wahrscheinlich hätte ich es für kein anderes Turnier als Wimbledon riskiert.“

Hinter dem Start des siebenmaligen Turnierchampions hatte lange ein großes Fragezeichen gestanden. Nach seinem Ausstieg Anfang Juni in Paris vor dem Viertelfinale der French Open und der folgenden Knie-OP schien eine Teilnahme zunächst keine Option mehr. Doch Djokovic überraschte einmal mehr. Mit einer grauen Bandage am rechten Knie setzte er sich klar gegen Kopriva durch.

Maria kassiert nächste Erstrunden-Niederlage in Wimbledon

Zwei Jahre nach ihrem Halbfinaleinzug ist Tennisspielerin Tatjana Maria beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon zum zweiten Mal nacheinander in der ersten Runde ausgeschieden. Die 36-Jährige verlor am Dienstag gegen die Britin Katie Boulter ein umkämpftes Match 6:7 (6:8), 5:7. Damit schied Maria als dritte deutsche Teilnehmerin bei den Damen nach Eva Lys und Tamara Korpatsch zum Auftakt aus. Nur Laura Siegemund schaffte den Einzug in Runde zwei. Nach ihrem sensationellen Einzug ins Halbfinale von 2022 wartet die Schwäbin Maria damit noch auf einen Sieg bei dem Rasenklassiker.

Die Dortmunderin Jule Niemeier, Wimbledon-Viertelfinalistin von 2022, muss auf ihren ersten Einsatz noch warten. Nach den Regenunterbrechungen wurde ihr Match gegen die Schweizerin Viktorija Golubic verschoben und wird voraussichtlich am Mittwoch ausgetragen.

Titelverteidigerin Vondrousova in Wimbledon schon raus

Für Titelverteidigerin Marketa Vondrousova ist die diesjährige Wimbledon-Auflage schon nach der ersten Runde beendet. Die tschechische Tennisspielerin musste sich am Dienstag überraschend der spanischen Außenseiterin Jessica Bouzas Maneiro 4:6, 2:6 geschlagen geben und schied als erste Wimbledon-Titelverteidigerin seit 1994 gleich zum Auftakt aus. Damals war das deutsche Tennis-Idol Steffi Graf als Weltranglistenerste überraschend an Lori McNeil (USA) gescheitert.

In der Wimbledon-Vorbereitung hatte Vondrousova beim Turnier in Berlin aufgegeben, nachdem sie sich zuvor an der Hüfte verletzt hatte. Unter Tränen verließ die Linkshänderin in Berlin den Platz. Ihre geplante Teilnahme in Bad Homburg sagte die Weltranglisten-Sechste anschließend ab.

Mit ihrem Ausscheiden ist für eine weitere Mitfavoritin Wimbledon vorbei. Zuvor hatte bereits die belarussische Australian-Open-Gewinnerin Aryna Sabalenka ihre Titel-Hoffnung aufgeben müssen. Sie sagte wegen einer Schulterverletzung ihren Start kurzfristig ab.

Zverev zieht ungefährdet in Runde zwei ein

Regen verzögert in Wimbledon das Spielgeschehen auf den Außenplätzen. Alexander Zverev ist davon nicht betroffen. Auch eine deutsche Tennisspielerin ist weiter.

Siegemund sicher in Runde zwei

Schreckmoment überstanden und nach Regenpause den Fokus gewahrt: Laura Siegemund hat in Wimbledon die zweite Runde erreicht. Die 36 Jahre alte Schwäbin setzte sich am Dienstag beim Rasenklassiker mit 6:4, 6:1 gegen die Ukrainerin Kateryna Baindl durch. Die Partie war zeitweise wegen Regens unterbrochen. Zuvor rutschte Siegemund im ersten Satz auf dem zunehmend nassen Untergrund bei einem Volley aus und fiel hin, konnte aber unbeeinträchtigt weitermachen.

Nach den Niederlagen von Eva Lys und Tamara Korpatsch am Auftakttag übersprang Siegemund als erste deutsche Spielerin in diesem Jahr ihre erste Hürde. Nun könnte eine schwierige Aufgabe folgen. Sie trifft auf Jelena Rybakina, die Turniersiegerin von 2022, oder auf die Rumänin Elena Ruse. Auch Angelique Kerber, Turniersiegerin von 2018, die frühere Halbfinalistin Tatjana Maria und Jule Niemeier sind am Dienstag noch gefordert.

Murray muss Wimbledon-Einzel absagen

Andy Murrays Traum hat sich nicht erfüllt: Der zweimalige Turniersieger aus Schottland hat seine Teilnahme am Einzel-Wettbewerb des Rasenklassikers von Wimbledon in letzter Minute absagen müssen. Die Nachwirkungen seiner OP am Rücken lassen einen Start des 37-Jährigen nicht zu. Im Doppel will Murray aber an der Seite seines Bruders Jamie aufschlagen.

„Leider hat Andy, obwohl er seit seiner Operation vor etwas mehr als einer Woche unglaublich hart an seiner Genesung gearbeitet hat, die sehr schwierige Entscheidung getroffen, in diesem Jahr kein Einzel zu spielen“, heißt es in einem Statement von Murrays Management.

Statt des zweimaligen Olympiasiegers und Publikumslieblings absolviert nun der Belgier David Goffin das Erstrundenduell mit dem Tschechen Tomas Machac. Murray hatte zuletzt seine große Sehnsucht nach einem letzten Auftritt bei dem Rasen-Event vor seinem Karriereende zum Ausdruck gebracht: „Es ist kompliziert und wird dadurch noch komplizierter, dass ich noch einmal in Wimbledon spielen möchte.“

Bei Murray war eine Zyste entfernt worden und er hatte am Wochenende eingeräumt, nach der OP „noch nicht wieder 100 Prozent Gefühl und Empfindung in meinem Bein“ zu haben. Dennoch arbeitete er unverdrossen an einem schnellen Comeback und betonte die täglichen Fortschritte. Die Zeit reichte aber nicht.

Murray hat sich über die Jahre einen Ruf als außergewöhnlicher Kämpfer erarbeitet. Der dreimalige Grand-Slam-Sieger spielt seit Jahren mit künstlicher Hüfte, hatte 2019 schon seinen Rücktritt angekündigt und spielte dennoch immer weiter. In Wimbledon wird er sich nun im Doppel gebührend von seinen Fans verabschieden.

Regen in Wimbledon sorgt für Unterbrechungen

Regencapes statt T-Shirts: Einsetzender Niederschlag hat beim Tennis-Klassiker in Wimbledon am Dienstag für Spielunterbrechungen gesorgt. Kurz nach 13 Uhr MESZ wurden die Rasenplätze mit Planen abgedeckt, die Spieler zogen sich vorerst zurück. Über Dächer verfügen auf dem Gelände an der Church Road nur der Center Court und der No. 1 Court.

Betroffen war von der Unterbrechung auch Laura Siegemund. Die Schwäbin war in ihrem Match gegen die Ukrainerin Kateryna Baindl im ersten Satz auf zunehmend rutschigen Untergrund zuvor ausgerutscht und gefallen. Siegemund beschwerte sich bei der Schiedsrichterin, dass diese die Partie nicht zuvor unterbrochen hatte. Bis zur Regenpause konnte sie dann aber unbeeinträchtigt weiterspielen.

Stundenlang anstehen für ein Tennisspiel

Warteschlangen gibt es viele und überall. Doch diese Schlange nennen die Engländer sogar „The Queue“, also DIE Schlange. Fans reihen sich hier auf, um Tickets für ein weltberühmtes Tennisturnier zu bekommen: Wimbledon in der englischen Stadt London.

Bilder vom Dienstag zeigen Menschen, die wohl seit Stunden warten. Viele haben sich in Decken gehüllt, um sich vor dem Wetter zu schützen.

Wimbledon ist eines der wenigen großen Sportereignisse, für die man am selben Tag noch Tickets kaufen kann. Die Warteschlange dafür ist für manche schon an sich ein Ereignis. Es gibt Menschen, die sich 24 Stunden lang um die Leute in der Warteschlange kümmern.

Wer ansteht, muss einige Regeln beachten. Die Zeit mit Grillen zu überbrücken, ist zum Beispiel nicht erlaubt. Wer für einen guten Platz in der Schlange zelten will, darf höchstens ein Zwei-Personen-Zelt aufbauen.

Hanfmann über Sinner: „Macht alles gut“

Yannick Hanfmann war mit sich und seiner Leistung im Reinen. „Ich finde, ich habe ein gutes Match gemacht. Wenn ich jetzt morgen wieder gegen ihn spielen würde, würde ich vielleicht ein bisschen mehr Serve-and-Volley spielen“, sagte der Karlsruher nach seiner Viersatzniederlage beim Tennis-Klassiker in Wimbledon gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner: „Um ihn da noch mal vom Returnrhythmus ein bisschen zu ärgern.“

Nach einem mutigen Auftritt bei der 3:6, 4:6, 6:3, 3:6-Niederlage erkannte Hanfmann vor allem aber auch die Klasse des Südtirolers an. „Ich finde, er macht alles gut und das zeichnet natürlich einen sehr guten Spieler aus“, sagte der 32-Jährige: „Aufschlag, Return, Vorhand, Rückhand und die Bewegung sind so gut, dass es schwierig ist, die Strategie für ihn zu finden.“

Während das Turnier für Hanfmann vorbei ist, kommt auf den Australian-Open-Sieger Sinner nun ein spannendes Zweitrundenduell gegen Landsmann Matteo Berrettini zu, der 2021 bereits einmal das Finale des Turniers erreichte.

Struff mag Wimbledon-Flair: „Man spürt, dass es heilig ist“

Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff schwärmt in Wimbledon von der besonderen Atmosphäre. „Man spürt irgendwie ein bisschen, dass es heilig ist“, erklärte der Tennisprofi aus dem Sauerland. „Es ist einfach wunderschön, hier zu sein“, sagte Struff. „Nach mehreren Jahren schätzt man es immer wieder, weil es einfach so schön hier ist, ein bestimmter Flair hier mitschwingt. Der Centre Court sieht so schön aus mit den Pflanzen. Es ist einfach besonders, hier zu sein.“

Der 34-Jährige kann Wimbledon nach seinem Viersatz-Erfolg über den Ungarn Fabian Marozsan und dem Einzug in die zweite Runde weiter genießen. Seit mehreren Jahren wohne er während des Turniers in der Nähe der Anlage bei einer Familie und fühle sich dort sehr wohl, erzählte er.

Während Struff den Rasenklassiker seit Jahren kennt, machte die Hamburgerin Eva Lys ihre erste Wimbledon-Erfahrung. „Es war natürlich ein unglaubliches Erlebnis“, sagte die 22-Jährige nach ihrer Niederlage in zwei Sätzen gegen die Französin Clara Burel, „aber ich glaube, man hat gesehen, dass ich heute nicht wirklich meine beste Leistung auf dem Platz zeigen konnte.“ Sie sei von dem Ganzen überrumpelt gewesen.

Die Qualifikation hatte sie in Roehampton gemeistert. Sie habe dann erst einmal die Wimbledon-Anlage inspizieren müssen. „Die ist für mich immer noch riesig und verwirrend“, sagte Lys: „Ich wollte relativ cool bleiben in der ersten Runde. Das hat leider gar nicht geklappt.“

„Gleichzeitig fehlt einem die Erfahrung dann von einem Roehampton, wo dir Maximum 15, 20 Leute zugeschaut haben, zu einem vollen Publikum, wo man gar nicht durch die Menschenmenge zum Platz gehen kann“, erklärte sie. Diese Erfahrung wird ihr vielleicht im nächsten Jahr helfen.

+++1. Juli+++

Hanfmann scheidet gegen Sinner aus

Tennisprofi Yannick Hanfmann hat den erhofften Wimbledon-Coup gegen den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner verpasst. Trotz einer couragierten Leistung musste sich der Karlsruher am Montag beim Rasenklassiker in London geschlagen nehmen, entschied beim 3:6, 4:6, 6:3, 3:6 aber einen Satz für sich.

Hanfmann spielte gut und mutig, das reichte aber gegen den Australian-Open-Champion und Wimbledon-Mitfavoriten in den ersten beiden Sätzen nicht. Jeweils einmal musste der 32-Jährige in den ersten beiden Durchgängen seinen Aufschlag abgeben - und lag damit 0:2 in Sätzen zurück.

Als ihm zu Beginn des dritten Abschnitts selbst erstmals ein Break gelang, brandete auf dem zweitgrößten Court aufmunternder Applaus für den Außenseiter auf. Das Publikum hatte noch mehr Lust, weiter Tennis zu schauen. Hanfmann ging sogar mit 4:0 in Führung und ihm gelangen einige begeisternde Punktgewinne. Kurios: Im Fallen gelang dem Deutschen mit einem Volley der Punkt zum 5:2. Wenig später holte er sich tatsächlich den dritten Satz.

Dann kam es zu einer Pause, weil das Dach geschlossen wurde. Anschließend entwickelte sich der vierte Durchgang früh zu Gunsten des Favoriten. Sinner trifft jetzt in einem reizvollen und schwierigen Zweitrunden-Duell auf seinen italienischen Landsmann Matteo Berrettini, der 2021 im Wimbledon-Finale stand.

Hanfmann schied als vierter von sechs deutschen Tennisprofis aus, die am ersten Tag des Rasenklassikers im Einsatz waren. Auch Maximilian Marterer und Tamarara Korpatsch mussten sich verabschieden.

Der Nürnberger Marterer blieb gegen den spanischen Routinier Roberto Bautista Agut ohne Satzgewinn und verlor deutlich mit 3:6, 1:6, 4:6. Die Hamburgerin Korpatsch unterlag überraschend klar 2:6, 1:6 gegen die britische Wildcard-Inhaberin Yuriko Lily Miyazaki. Zuvor war auch Qualifikantin Eva Lys bei ihrem Wimbledon-Debüt ausgeschieden. Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier gelangen dagegen Erstrundensiege.

Altmaier nach Schreckmoment in Wimbledon weiter - Lys raus

Trotz eines Schreckmoments ist Daniel Altmaier seinem Tennis-Kollegen Jan-Lennard Struff in Wimbledon in die zweite Runde gefolgt. In einem Fünf-Satz-Match rang der Kempener zum Auftakt des Rassenklassikers den britischen Außenseiter Arthur Fery 4:6, 7:6 (8:6), 1:6, 6:3, 6:1 nieder. Damit konnte Altmaier nach einem Auf und Ab am Ende doch noch die günstige Auslosung für seinen erstmaligen Zweitrunden-Einzug in Wimbledon nutzen. Fery belegt in der Weltrangliste nur Platz 247 und kam dank einer Wildcard ins Hauptfeld. Altmaiers nächster Gegner ist nun der Kanadier Denis Shapovalov.

Im ersten Satz war Altmaier beim Stand von 3:4 weggerutscht und blieb zunächst auf dem Rasen liegen, bis medizinische Hilfe kam. Nach einer Behandlungspause konnte die Nummer 80 der Welt aber weiterspielen. Auch zu Beginn des vierten Satzes ließ sich Altmaier noch einmal behandeln.

Vor Altmaier war bereits Struff erfolgreich in das dritte Grand-Slam-Turnier der Saison gestartet. Der Sauerländer setzte sich gegen den Ungarn Fabian Marozsan 6:4, 6:7 (4:7), 6:2, 6:3 durch. Struff bekommt es nun mit dem Chinesen Zhang Zhizhen zu tun.

Das Aus kam dagegen für Qualifikantin Eva Lys, die bei ihrem Hauptfeld-Debüt in Wimbledon den Sprung in die zweite Runde verpasste. Die 22-Jährige aus Hamburg schied mit dem 2:6, 4:6 gegen die Französin Clara Burel aus und verabschiedete sich nach nur 61 Minuten. Dank zuvor drei gewonnener Runden in der Qualifikation nahm die Weltranglisten-129. Lys zum ersten Mal am Rasenklassiker in London teil.

Osaka siegt und beschenkt Tochter Shai

Erfolgreiche Rückkehr für Naomi Osaka: Die viermalige Grand-Slam-Siegerin aus Japan hat bei ihrem ersten Auftritt in Wimbledon seit 2019 einen Auftakterfolg bejubelt. Die 26-Jährige, die nach ihrer Babypause im Frühjahr ihr Comeback feierte, kämpfte sich gegen Diane Parry aus Frankreich mit 6:1, 1:6, 6:4 durch.

„Es fühlt sich wie ein Traum an“, sagte Osaka, die mit dem Sieg auch ihrer kleinen Tochter Shai eine Freude bereitete: „Sie wird am Dienstag ein Jahr alt, es wird ein sehr aufregender Tag.“

Im bisherigen Verlauf ihrer erfolgreichen Karriere war Osaka mit dem Rasenturnier nicht warm geworden. Sie steht nun bei fünf Matchsiegen in Wimbledon. Ihre größten Erfolge feierte Osaka in New York (2018, 2020) und Melbourne (2019, 2021). Zuletzt hatte sie schon mit einem starken Auftritt bei den French Open gegen die spätere Turniersiegerin Iga Swiatek aus Polen angedeutet, dass mit ihr wieder zu rechnen ist.

Alcaraz muss sich gegen Qualifikanten strecken

Erst geschwitzt, dann geliefert: Carlos Alcaraz hat zum Auftakt seiner Titelverteidigung beim Rasenklassiker in Wimbledon ein ordentliches Stück Arbeit erledigt. Der 21-Jährige kämpfte den mutigen Qualifikanten Mark Lajal aus Estland in 2:22 Stunden mit 7:6 (7:3), 7:5, 6:2 nieder.

„Er hat mich etwas überrascht, ich bin froh, dass ich meinen ersten Sieg auf dem Center Court in diesem Jahr geschafft habe“, sagte Alcaraz: „Ich bin immer noch nervös, wenn ich hier spiele.“

Drei Wochen nach seinem Finalsieg bei den French Open gegen Alexander Zverev fehlte Alcaraz vor den Augen von Fußball-Ikone David Beckham phasenweise noch die Leichtigkeit, die ihn im vergangenen Jahr zum Titel an der Church Road getragen hatte. Sollte er sich steigern und erneut den ganz großen Coup landen, wäre er erst der vierte männliche Profi in der Open Era, der vier Grand-Slam-Titel im Alter von 21 Jahren oder jünger gewonnen hat.

Auch Vorjahres-Halbfinalist Daniil Medvedev aus Russland bestand seine erste Prüfung. Der 28-Jährige setzte sich mit 6:3, 6:4, 6:2 gegen den US-Amerikaner Aleksandar Kovacevic durch.

Zverev und Kerber in Erstrundenpartien gefordert

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev und die frühere Turniersiegerin Angelique Kerber bestreiten am Dienstag ihre Erstrunden-Matches in Wimbledon. Rund drei Wochen nach seiner Final-Niederlage bei den French Open steigt Zverev auf dem zweitgrößten Court gegen spanischen Außenseiter Roberto Carballés Baena ins Spielgeschehen ein (2. Match nach 14 Uhr MESZ/Prime). Kerber bekommt es bei ihrem ersten Wimbledon-Auftritt nach der Babypause mit der Kasachin Julia Putinzewa zu tun (3. Spiel nach 12 Uhr). Zudem versuchen Tatjana Maria, Laura Siegemund und Jule Niemeier den Sprung in die zweite Runde des Rasenklassikers zu schaffen.

Struff mit erfolgreichem Wimbledon-Auftakt

Brachiales Service, starke Körpersprache und stabile Nerven: Jan-Lennard Struff hat einen erfolgreichen Start beim Rasenklassiker in Wimbledon hingelegt. Die deutsche Nummer zwei aus Warstein setzte sich am Montag zum Auftakt mit 6:4, 6:7 (4:7), 6:2, 6:3 gegen den Ungarn Fabian Marozsan durch.

„Ich bin sehr happy mit der Art und Weise, wie ich es gespielt habe und dass ich gewonnen habe“, sagte Struff: „Es ist wunderschön hier zu sein. Man schätzt es auch nach mehreren Jahren noch immer, weil es so schön hier ist.“

Struff (34) kämpfte sich nach einem schwierigen Start schnell in das Match hinein und war gegen Weltranglisten-43. der offensivere Spieler. Den ärgerlichen Satzverlust steckte der München-Sieger schnell weg und brachte den Erfolg sicher unter Dach und Fach. Struff trifft nun in der zweiten Runde auf Zhang Zhizhen (China/Nr. 32): „Das ist ein sehr gefährlicher und guter Spieler.“

Struffs bisher bestes Abschneiden auf dem „heiligen Rasen“ war das Erreichen der dritten Runde 2018 und 2019, in diesem Jahr soll es nach Möglichkeit weitergehen. Insgesamt sind fünf deutsche Männer im Hauptfeld am Start, Dominik Koepfer hatte seine Teilnahme verletzungsbedingt kurzfristig absagen müssen.

Weltklassespielerin Sabalenka muss für Wimbledon absagen

Mitfavoritin Aryna Sabalenka muss ihre Hoffnung auf ihren ersten Wimbledon-Titel schon vor ihrem Einstieg ins Turnier aufgeben. Die belarussische Nummer drei der Tennis-Welt zog ihre Teilnahme am Rasenklassiker in London am Montag wegen Schulterproblemen zurück, wie die Veranstalter bekanntgaben. Sabalenkas Erstrundenmatch gegen Emina Bektas aus den USA war für Montag auf dem zweitgrößten Court angesetzt.

Die Australian-Open-Siegerin hatte ihren Start wegen der Verletzung schon vor Turnierbeginn in Zweifel gezogen. Die russische Tennisspielerin Erika Andrejewa, die eigentlich in der Qualifikation ausgeschieden war, wird nach der Absage ihren Platz im Hauptfeld des dritten Grand-Slam-Turniers übernehmen.

Koepfer muss verletzt für Wimbledon absagen

Tennisprofi Dominik Koepfer muss verletzungsbedingt auf seinen Start in Wimbledon verzichten. Der 30 Jahre alte Schwarzwälder zog aufgrund einer Verletzung am linken Knöchel zurück, teilten die Organisatoren am Sonntag mit. Der Davis-Cup-Spieler sollte am Montag beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison gegen den Italiener Fabio Fognini antreten. Seinen Platz im Hauptfeld bekommt nun der Franzose Luca van Assche.

Koepfer war mit dem Fuß umgeknickt und hatte zuletzt deswegen auch beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne absagen müssen. Er versuche alles, um in Wimbledon spielen zu können, hatte Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann zuvor gesagt. Nach der Absage von Koepfer sind noch fünf deutsche Herren im Einzel-Hauptfeld vertreten.

Der Linkshänder zählt auch zum deutschen Olympia-Team. Der olympische Tennis-Wettbewerb bei den Sommerspielen in Paris beginnt am 27. Juli.

Kerber vor Wimbledon: „Habe nichts zu verlieren“

Angelique Kerber geht ihre Wimbledon-Teilnahme trotz der jüngsten Rückschläge zuversichtlich an. „Ich versuche, es positiver zu sehen, ich habe nichts zu verlieren. Ich bin jetzt hier. Ich werde es genießen. Ich werde so gut sein, wie ich kann“, sagte die Turniersiegerin von 2018, die per Wildcard in London startet, am Samstag.

Dabei empfindet die frühere Weltranglistenerste die Rückkehr an die Church Road als spezielle Motivation. „Nach so vielen Jahren und natürlich dem Titelgewinn - ich habe so viele tolle Erinnerungen. Es ist immer ein besonderes Gefühl, wenn ich nach Wimbledon zurückkomme“, sagte Kerber, die am Dienstag ihr Auftaktmatch gegen Julija Putinzewa aus Kasachstan bestreitet.

Bei den Rasenturnieren in Bad Homburg und in Berlin war Kerber zuletzt jeweils in der ersten Runde ausgeschieden. „Das lief natürlich nicht so gut wie erhofft, ich hätte gerne schon mehr Matches auf Rasen gespielt“, meinte die 36-Jährige. „Ich muss das jetzt vergessen und mich so gut wie möglich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren.“ Denn nur über Erfolgserlebnisse, ergänzte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin, könne sie Selbstvertrauen tanken.

Alexander Zverev geht Wimbledon selbstbewusst an. Seine Herangehensweise an den Tennis-Rasenklassiker hat sich in diesem Jahr verändert.

(RP/dpa/SID)