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Wimbledon 2021: Finale, Spielplan, Live-Stream, Preisgeld, TV-Übertragung

Termine, deutsche Spieler, TV-Übertragung, Live-Stream : Das müssen Sie über Wimbledon 2021 wissen

Zum 134. Mal spielen die Tennis-Profis ab dem 28. Juni auf dem berühmten Rasen von Wimbledon um den Titel. Wer sind die deutschen Teilnehmer? Wer die Favoriten und wie läuft das Turnier ab? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Seit 144 Jahren wird auf dem perfekt gepflegten Rasen an der Church Road Tennis gespielt. Nur während dem 1. und 2. Weltkrieg flogen hier keine Bälle über das Netz. Eine Absage des Wimbledon-Turniers war ansonsten undenkbar. Dann aber kam die Corona-Pandemie und Millionen Tennisfans mussten 2020 auf das Sportevent im Südosten Londons verzichten.

Nach der zweijährigen Zwangspause ist es nun soweit: Die 134. Auflage der Wimbledon oder Lawn Tennis Championchips steht vor der Tür. Manches hat sich wegen des Virus geändert, aber auf das Wichtigste können sich die Fans auch dieses Jahr verlassen: Hochklassige Partien der Tennis-Weltelite.

Wann und wo findet Wimbledon 2021 statt?

Das Turnier beginnt am 28. Juni um 11 Uhr auf den Außenplätzen des All England Lawn Tennis and Croquet Club. Ab 13 Uhr finden dann auch die ersten Spiele auf dem Center Court und dem „No. 1 Court“ statt. Es starten die Damen- und Herreneinzel.

 Aufgrund der Pandemielage sollen in beiden großen Stadien zu Beginn des Turniers nur 50 Prozent der Sitzplätze zur Verfügung stehen. Auf den 18 Außenplätze werden dagegen bereits 75 Prozent  der Zuschauerkapazitäten verfügbar sein. Beim Achtel- und Viertelfinale sind für die beiden Stadien zusätzliche Kapazitäten freigegeben und bei den Halbfinals und Endspielen soll auf einem mit 15.000 Besuchern voll gefüllten Centre Court gespielt werden.

Neben den Damen- und Herreneinzel werden auf den Rasenplätzen drei Doppelkonkurrenzen (Damendoppel, Herrendoppel, Mixed-Doppel) ausgetragen. Zudem treten Sportlerinnen und Sportler gegeneinander an, die noch minderjährig sind, und es gibt ein Turnier für Rollstuhlfahrer. Nach zwei Wochen, am Sonntag, 11. Juli, endet die prestigeträchtige Veranstaltung.

Wie hoch ist das Preisgeld bei Wimbledon 2021?

Dieses Jahr werden umgerechnet 40,8 Millionen Euro an die Teilnehmer ausgeschüttet – das sind 5,2 Prozent weniger, als 2019. Für einen Einzeltitel bekommt der jeweilige Sieger fast zwei Millionen Euro. Vor zwei Jahren waren es rund 2,6 Millionen Euro. Bei der Siegerehrung wird entweder der „Challenge Cup“ (Trophäe des Herreneinzel) oder die „Rosewate-Dish“ (Trophäe der Dameneinzel) überreicht.

Wer sind die Favoriten?

Novak Djokovic ist der unangefochtene Favorit: Er hat das Wimbledon-Turnier 2019 für sich entschieden, steht an der Spitze der Weltrangliste und hat die diesjährigen French Open gewonnen. Es war der 19. Grand-Slam-Titel des Serben. Stefanos Tsitsipas schaffte es bei den French Open bis ins Finale, wo er Djokovic unterlag. Der 22-Jährige geht also mit einigem Selbstvertrauen in das Turnier. Rekord Wimbledonchampion Roger Federer greift mit 39 Jahren ebenfalls noch einmal nach dem Sieg. Acht Wimbledon-Titel konnte der Schweizer bereits sammeln. Um in London fit zu sein, hat Federer sich sogar freiwillig früher von den French Open verabschiedet. In Topform ist er aktuell scheinbar nicht. Federer unterlag beim Turnier in Halle bereits in der zweiten Runde dem 20-jährigen Kanadier Félix Auger-Aliassime. Trotz der missglückten Generalprobe sollte man den erfahrenen Spieler jedoch nicht zu früh abschreiben. 

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In Paris überzeugten sowohl Barbora Krejčíková, als auch Anastassija Pawljutschenkowa und trafen im Finale aufeinander. Am Ende entschied Krejčíková das Duell für sich. Ashleigh Barty, die Platz eins der Weltrangliste belegt, schied dagegen beim Grand-Slam-Turnier auf französischem Boden in der zweiten Runde aus. Insgesamt ist es schwierig vorauszusagen, welche Spielerin am Ende das Turnier für sich entscheiden kann. Spannend wird es auf jeden Fall.

Wer sind die deutschen Hoffnungen?

Bei den deutschen Herren wird von Alexander Zverev einiges erwartet. Er konnte 2021 die ATP Masters in Madrid und das Turnier in Acapulco für sich entscheiden, bei den French Open erreichte Zverev das Halbfinale, in Rom schied er im Viertelfinale aus. 2019 scheiterte der 24-Jährige in Wimbledon in der ersten Runde. Auf Rasen war er bisher kaum erfolgreich, das könnte sich jedoch dieses Jahr ändern. Er könnte erst im Finale auf Djokovic treffen.

Jan-Lennard Struff erreichte in Paris das Achtelfinale und musste sich in Parma im Viertelfinale Tommy Paul geschlagen geben. 2019 schied er in Wimbledon in der dritten Runde aus. Ob der 31-Jährige dieses Jahr mehr erreicht, bleibt abzuwarten. Er ist auf jeden Fall gut in Form. Oskar Otte hat sich über das Qualifikationsturnier einen Platz im Hauptfeld erspielt. Bei der ersten Runde der French Open zeigte der Kölner sein Potential: Erst nach fünf Sätzen konnte Zverev ihn schlagen.

Angelique Kerber ist, zumindest wenn es nach ihrer Leistung bei den letzten Turnieren geht, keine Favoritin auf den Titel. Den Anspruch äußert sie auch selbst nicht. In Halle scheiterte sie bereits im Achtelfinale, bei den French Open kam sie nicht über die erste Runde hinaus. Das Kerber durchaus in der Lage ist, das Rasenturnier zu dominieren, bewies sie 2018. Damals gewann Kerber die begehrte Trophäe. Dieses Jahr könnte sie bereits in der dritten Runde auf Serena Williams treffen.

Auch Laura Siegemund konnte bei den jüngsten Turnieren wenig überzeugen. Sie scheiterte in Paris ebenfalls in der ersten Runde. Verletzungen machen es der 33-Jährigen immer wieder schwer, ihr volles Potential abzurufen.

Diese Favoriten fehlen:

Simona Halep, die Wimbledon-Siegerin von 2019, wird aufgrund einer Wadenverletzung dieses Jahr nicht teilnehmen können. Auch Mitfavorit Rafael Nadal hat aus gesundheitlichen Gründen seine Teilnahme an dem Turnier und auch den Olympischen Spielen abgesagt. US-Open-Gewinner Dominic Thiem ist aufgrund einer Verletzung am rechten Handgelenk ebenfalls nicht in der Lage, in London auf dem Rasen zu stehen. Milos Raonic, der Weltranglisten 18., musste auch absagen.

Die deutschen Teilnehmer in der Übersicht:

Herren:

  • Alexander Zverev
  • Philipp Kohlschreiber
  • Jan-Lennard Struff
  • Dominik Koepfer
  • Yannick Hanfmann
  • Daniel Masur
  • Oskar Otte

Damen:

  • Angelique Kerber
  • Laura Siegemund
  • Andrea Petkovic
  • Mona Barthel

Die Erstrundenmatches mit deutscher Beteiligung:

Männer

Alexander Zverev (Hamburg/4) - Tallon Griekspoor (Niederlande) 6:3, 6:4, 6:1

Daniil Medwedew (Russland/2) - Jan-Lennard Struff (Warstein) 6:4, 6:1, 4:6, 7:6 (7:3)

Denis Shapovalov (Kanada/10) - Philipp Kohlschreiber (Augsburg) 6:4, 4:6, 6:3, 5:7, 6:4

Dominik Koepfer (Furtwangen) - Reilly Opelka (USA/Nr. 27) 4:6, 6:7 (3:7), 2:6

Yannik Hanfmann (Karlsruhe) - Jiry Vesely (Tschechien) 1:6, 5:7, 6:7 (5:7)

Kwon Soon Woo (Südkorea) - Daniel Masur (München) 6:7 (2:7), 6:3, 6:4, 6:4

Oskar Otte (Köln) - Arthur Rinderknech (Frankreich) 4:6, 6:3, 6:2, 6:7 (5:7)

Frauen

Angelique Kerber (Kiel/Nr. 25) - Nina Stojanovic (Serbien) 6:4, 6:3

Laura Siegemund (Metzingen) - Jekaterina Alexandrowa (Russland/Nr. 32) 1:6, 3:6

Andrea Petkovic (Darmstadt) - Jasmine Paolini (Italien) 6:4, 6:3

Mona Barthel (Neumünster) - Zhu Lin (China) 7:6 (7:2), 3:6, 3:6

Die Zweitrundenmatches mit deutscher Beteiligung:

Männer

Alexander Zverev (Hamburg/4) - Tennys Sandgren (USA) 7:5, 6:2, 6:3

Dominik Koepfer (Donaueschingen) - Kwon Soon Woo (Südkorea) 6:3, 6:7 (8:10), 7:6 (7:2), 5:7, 6:3

Frauen

Barbora Krejcikova (Tschechien/14) - Andrea Petkovic (Darmstadt) 7:5, 6:4

Angelique Kerber (Kiel/25) - Sara Sorribes Tormo (Spanien) 7:5, 5:7, 6:4

Die Drittrundenmatches mit deutscher Beteiligung:

Männer

Alexander Zverev (Hamburg/4) - Taylor Fritz (USA/31) 6:7 (3:7), 6:4, 6:3, 7:6 (7:4)

Dominik Koepfer (Donaueschingen) - Roberto Bautista Agut (Spanien/8) 5:7, 1:6, 6:7 (4:7)

Frauen

Angelique Kerber (Kiel/25) - Alexandra Sasnowitsch (Belarus) 2:6, 6:0, 6:1

Die Achtelfinalmatches mit deutscher Beteiligung:

Männer

Alexander Zverev (Hamburg/4) - Felix Auger-Aliassime (Kanada/16) 4:6, 6:7 (6:8), 6:3, 6:3, 4:6

Frauen

Angelique Kerber (Kiel/25) - Cori Gauff (USA/20) 6:4, 6:4

Die Viertelfinalmatches mit deutscher Beteiligung:

Frauen

Angelique Kerber (Kiel/25) - Karolina Muchova (Tschechien/Nr. 19) 6:2, 6:3

Die Halbfinalfinalmatches mit deutscher Beteiligung:

Frauen

Ashleigh Barty (Nr. 1) - Angelique Kerber (Kiel/Nr. 25) 6:3, 7:6 (7:3)

Herreneinzel – Halbfinale

Berrettini – Hurkacz 6:3, 6:0, 6:7 (3:7), 6:4

Djokovic – Shapovalov 7:6 (7:3), 7:5, 7:5

Dameneinzel Finale

Barty – Pliskova 6:3, 6:7, 6:3

Herreneinzel – Finale

Djokovic – Berretini 6:7, 6:4, 6:4, 6:3

Wimbledon 2021 im TV und online im Live-Stream

Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres wird ausschließlich vom Pay-TV-Sender Sky übertragen. Wie der Fernsehsender bekannt gab, habe man sich die Rechte bis einschließlich 2022 gesichert. Auf fünf Kanälen werden alle Top-Spiele sowie alle Spiele mit deutscher Beteiligung übertragen. Ab dem Viertelfinale sollen die einzelnen Matches dann in voller Länger zu sehen sein. Zudem können Sky-Kunden alle Übertragungen des Tennis-Turniers auch online im Live-Stream auf Sky Go verfolgen.

Was Sie sonst noch über Wimbledon 2021 wissen sollten

Die Felder der Einzelkonkurrenzen bestehen aus je 128 Spielerinnen und Spielern, wobei acht Wildcards verteilt werden (und 16 Tickets noch in der Qualifikation ausgespielt werden). Bekanntlich gibt es beim Wimbledon Turnier eine strenge Kleiderordnung. 90 Prozent der Kleidung der Spieler muss weiß sein. Wird das nicht eingehalten, gibt es eine Geldstrafe, wie die kanadische Tennisschönheit Genie Bouchard schon am eigenen Leib erfahren musste. Der Sonntag der ersten Wochen dient traditionell als Ruhetag.

Neben dem Davis Cup sind die Wimbledon Championships zudem das einzige Turnier bei dem in der Doppelkonkurrenz bei den Herren, genauso wie in der Einzelkonkurrenz, drei Gewinnsätze gespielt werden. Ab diesem Jahr wird im Herreneinzel im entscheidenden fünften Satz beim Stand von 12:12 ein Tiebreak bis sieben gespielt. Dadurch sollen Marathon-Matches verhindert werden. Im vergangen Jahr zum Beispiel zog sich das zweite Halbfinale in der Herrenkonkurrenz über zwei Tage. Am Ende siegte Kevin Anderson mit 26:24 gegen John Isner nach sage und schreibe sechs Stunden und 31 Minuten.