Wimbledon 2019: Finale, Spielplan, Live-Stream, Preisgeld, TV-Übertragung

Termine, deutsche Spieler, TV-Übertragung, Live-Stream : Das müssen Sie über Wimbledon 2019 wissen

Zum 133. Mal spielen die Tennis-Profis ab dem 1. Juli auf dem berühmten Rasen von Wimbledon um den prestigeträchtigen Titel. Wer sind die deutschen Teilnehmer? Wer die Favoriten und wie läuft das Turnier ab? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Endlich ist es wieder soweit. Die 133. Auflage der Wimbledon oder Lawn Tennis Championchips, dem dritten Grand-Slam Turnier des Jahres, im Südosten Londons, steht vor der Tür. Der Rasenklassiker an der Church Road wird bereits sehnsüchtig von Millionen Tennisfans erwartet. Sie dürfen sich über die eine oder andere Neuigkeit freuen.

Wann und wo findet Wimbledon 2019 statt?

Los ging es bereits am 24. Juni mit der Qualifikation. 128 Spielerinnen und Spieler kämpften um die letzten 16 Tickets für das Hauptfeld. Am Montag, 1. Juli, startet das Turnier dann offiziell. Die Ehre des ersten Matches wird in diesem Jahr dem Vorjahressieger Novac Djokovic zu teil. Ab 11 Uhr fliegen auf dem Center Court dann die ersten Bälle vor 15.000 Zuschauern . Dies ist gleichzeitig auch der Startschuss für die weiteren 18 Plätze auf der Anlage des All England Lawn Tennis and Croquet Club. Neben den beiden Einzelkonkurrenzen werden dann drei Doppelkonkurrenzen (Damendoppel, Herrendoppel, Mixed-Doppel) ausgetragen. Dazu messen sich auch noch die Jugendlichen unter 18. Nach insgesamt zwei Wochen, am Sonntag, 14. Juli, endet das Prestigeturnier.

Wie hoch ist das Preisgeld bei Wimbledon 2019?

Dieses Jahr werden satte 38 Millionen Pfund an die Teilnehmer ausgeschüttet – vier Millionen Pfund mehr als im vergangenen Jahr. Insgesamt erhalten die Sieger der Einzelkonkurrenzen eine Prämie von 2,38 Millionen Pfund (ca. 2,6 Millionen Euro). Bei der Siegerehrung bekommen die beiden dann entweder den „Challenge Cup“ (Trophäe der Herrenkonkurrenz) oder den „Rosewate-Dish“ (Trophäe der Damenkonkurrenz) überreicht.

Wer sind die Favoriten?

Bei den Herren ist Vorjahressieger Novac Djokovic ein Titelanwärter. Der Serbe gewann drei der letzten vier Majors. Auch Rekord Wimbledonchampion Roger Federer kann sich nach seinem 10. Triumph in Halle Westfalen berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen. Sandplatzkönig Rafael Nadal, der im vergangenen Jahr nur knapp im Halbfinale gegen Djokovic scheiterte, wird auch als möglicher Sieger gehandelt.

Der Favoritenkreis der Damen ist wesentlich größer. Neben Vorjahressiegerin Angelique Kerber und Finalistin Serena Williams gehört auch Garbine Muguruza (Siegerin 2017) zu den Titelanwärterinnen. Zum erweiterten Kreis zählen Überraschungs-French-Open-Siegerin Ashleigh Barty und die junge Naomi Osaka, welche zuletzt bei den Australien und US Open gewann.

Wer sind die deutschen Hoffnungen?

Deutschlands Hoffnung Nummer eins ist Vorjahressiegerin Angelique Kerber. Die dreifache Grand-Slam Siegerin ist allerdings - seitdem sie Wimbledon gewonnen hat - in ein kleines sportliches Loch gefallen. Ihr fehlt die Konstanz. Bei den WTA-Tour-Finals der besten acht Spielerinnen des Jahres Ende der vergangenen Saison schied sie als Topgesetzte bereits in der Gruppenphase aus. Auch bei den diesjährigen Australien Open verabschiedete sie sich bereits im Achtelfinale und beim zweiten Major in Paris war schon am ersten Turniertag Schluss.

Bei den deutschen Herren ist zu allererst Alexander Zverev zu nennen, der sich zum Ende des vorigen Jahres die ATP-Krone beim Saisonfinale in London aufsetzte. Aber auch er hat, mit Ausnahme bei den French Open, wo er dieses und letztes Jahr das Viertelfinale erreichte, eine äußerst bescheidene Bilanz in 2019 zu verzeichnen. Auch seine Grand-Slam Ausbeute ist noch übersichtlich. Im Vorjahr schied er in Wimbledon in Runde drei gegen den Esten Gulbis aus. Dass er als Youngstar die Qualitäten hat, Große zu schlagen ist zweifellos – er hat bereits Federer und Djokovic bezwungen und konnte Nadal schon ordentlich Paroli bieten (Fünfsatz-Niederlage bei den Australien Open 2017). Im Achtelfinale der diesjährigen French Open besiegte er zudem den italienischen Sandplatzspezialisten Fabio Fognini überraschend deutlich in vier Sätzen.

Spätestens seit diesem Jahr ist auch Jan-Lennard Struff ins Rampenlicht der Deutschen hervorgerückt. Bei den French Open in Paris schaffte der 29-jährige Warsteiner erstmals den Sprung in die zweite Woche eines Majors, wo er dem Weltranglistenersten Novac Djokovic unterlag. Außerdem besiegte er die deutsche Nummer eins Alexander Zverev beim Master in Indian-Wells deutlich mit 6:3, 6:1. Bedingt durch ihren Coup und dem Triumph bei dem Grand-Slam Turnier in Paris, kann sich auch das Doppel-Dou Kevin Krawietz und Andreas Mies berechtigte Hoffnungen auf das Finale machen.

Die deutschen Teilnehmer in der Übersicht:

Herren: Alexander Zverev, Jan-Lennard Struff, Phillip Kohlschreiber, Cedric-Marcel Stebe, Peter Gojowczyk, Dominik Köpfer.

Damen: Angelique Kerber, Julia Görges, Anna-Lena Friedsam, Tatjana Maria, Andrea Petkovic, Laura Siegemund, Mona Barthel.

Wann findet das Finale der Damen und Herren bei Wimbledon 2019 statt?

Das Finalwochenende beginnt mit dem Damen-Endspiel am Samstag, 13. Juli. Zudem finden an diesem Tag die Finalspiele der Damen- und Herren-Doppelkonkurrenz statt. Das Herren-Endspiel ist dann am letzten Turniertag, am Sonntag,14. Juli. Dazu ist an diesem Tag das Finale des Mixed-Feldes. Die Sieger der Einzelkonkurrenzen erhalten jeweils 2000 Punkte für die Weltrangliste.

Wie entsteht der Wimbledon-Spielplan?

Der Moment auf den alle Spielerinnen und Spieler warten – die Auslosung. Das Besondere dabei ist, dass die Verantwortlichen eine eigene Setzung vornehmen und sich dabei nicht, wie üblich, nach der Weltrangliste richten. Bei den Herren werden zu den vorhandenen Weltranglistenpunkten noch die erspielten Punkte auf Rasen in den vergangenen zwölf Monaten hinzugezogen. Das bedeutet zum Beispiel, dass die eigentliche Nummer zwei der Welt Rafael Nadal, nur an Position drei gesetzt ist und Roger Federer als eigentliche Nummer drei der Welt vor ihm gelistet wird. Das liegt daran, dass der Mallorquiner im Gegensatz zum Schweizer bei der Vorbereitung auf Wimbledon auf jegliche Turnierteilnahmen verzichtete.

Der südafrikanische Aufschlagriese Kevin Anderson profitiert am meisten von dieser speziellen Regelung. Eigentlich ist er die Nummer acht der Weltrangliste, aber an der Church Road wird er an Position vier gesetzt. Sandplatzkönig Rafael Nadal ist offensichtlich nicht begeistert von dieser Regelung. Die Verantwortlichen des Turniers „respektieren die Leistungen der Spieler aus der gesamten Saison nicht", sagte der Spanier bei Eurosport.

Spielplan der deutschen Herren bei Wimbledon 2019

1. Runde

Philipp Kohlschreiber - Novak Djokovic (Serbien) 3:6, 5:7, 3:6
Peter Gojowczyk - Roberto Bautista Agut (Spanien) 3:6, 2:6, 3:6
Cedrik-Marcel Stebe - Reilly Opelka (USA) 3:6, 6:7 (4:7), 1:6
Alexander Zverev - Jiri Vesely (Tschechien) 6:4, 3:6, 2:6, 5:7
Mischa Zverev - Steve Darcis (Belgien) 2:6, 4:6, 4:6
Jan-Lennard Struff - Radu Albot (Rumänien) 6:4, 6:3, 6:2
Dominik Köpfer - Filip Krajnovic (Serbien) 6:3, 4:6, 7:6 (11:9), 6:1

2. Runde

Jan-Lennard Struff - Taylor Fritz (USA) 6:4, 6:3, 5:7, 7:6 (7:2)
Dominik Köpfer - Diego Schwartzman (Argentinien) 0:6, 3:6, 5:7

3. Runde

Jan-Lennard Struff - Mikhail Kukushkin (Kasachstan) 3:6, 6:7 (5:7), 6:4, 5:7

Achtelfinale der Herren bei Wimbledon 2019

Montag, 8. Juli
Novak Djokovic (Serbien) - Ugo Humbert (Frankreich) 6:3, 6:2, 6:3
David Goffin (Belgien) - Fernando Verdasco (Spanien) 7:6 (11:9), 2:6, 6:3, 6:4
Guido Pella (Argentinien) - Milos Raonic (Kanada) 3:6, 4:6, 6:3, 7:6 (7:3), 8:6
Roberto Bautista Agut (Spanien) - Benoit Paire (Frankreich) 6:3, 7:5, 6:2
Sam Querrey (USA) - Tennys Sandgren (USA) 6:4, 6:7 (7:9), 7:6 (7:3), 7:6 (7:5)
Joao Sousa (Portugal) - Rafael Nadal (Spanien) 2:6, 2:6, 2:6
Kei Nishikori (Japan) - Mikhail Kukushkin (Kasachstan) 6:3, 3:6, 6:3, 6:4
Matteo Berrettini (Italien) - Roger Federer (Schweiz) 1:6, 2:6, 2:6

Viertelfinale der Herren bei Wimbledon 2019

Mittwoch, 9. Juli
Novak Djokovic - David Goffin 6:4, 6:0, 6:2
Guido Pella - Roberto Bautista Agut 5:7, 4:6, 6:3, 3:6
Sam Querrey - Rafael Nadal 5:7, 2:6, 2:6
Kei Nishikori - Roger Federer 4:6, 6:1, 6:4, 6:4

Halbfinale der Herren bei Wimbledon 2019

Freitag, 12. Juli
Novak Djokovic - Roberto Bautista Agut 6:2, 4:6, 6:3, 6:2
Roger Federer - Rafael Nadal 7:6 (7:3), 1:6, 6:3, 6:4

Finale der Herren bei Wimbledon 2019

Sonntag, 14. Juli
Novak Djokovic - Roger Federer 7:6 (7:5), 1:6, 7:6 (7:4), 4:6, 13:12 (7:3)

Spielplan der deutschen Damen bei Wimbledon 2019

1. Runde

Mona Barthel - Marie Bouzkova (Tschechien) 3:6, 3:6
Anna-Lena Friedsam - Margarita Melikowna Gasparjan (Russland) 4:6, 4:6
Julia Görges - Elena-Gabriela Ruse (Rumänien) 7:5, 6:1
Andrea Petkovic - Monica Niculescu (Rumänien) 6:2, 2:6, 5:7
Laura Siegemund - Katie Swan (Großbritannien) 6:2, 6:4
Angelique Kerber - Tatjana Maria 6:4, 6:3

2. Runde

Laura Siegemund - Barbora Strycova (Tschechien) 3:6, 5:7
Angelique Kerber - Lauren Davis (USA) 6:2, 2:6, 1:6
Julia Görges - Varvara Flink (Russland) 6:1, 6:4

3. Runde

Julia Görges - Serena Williams (USA) 3:6, 4:6

Achtelfinale der Damen bei Wimbledon 2019

Montag, 8. Juli
Shuai Zhang (China) - Dajana Jastremska (Ukraine) 6:4, 1:6, 6:2
Karolina Muchova (Tschechien) - Karolina Pliskova (Tschechien) 4:6, 7:5, 13:11
Elina Switolina (Ukraine) - Petra Martic (Kroatien) 6:4, 6:2
Ashleigh Barty (Australien) - Alison Riske (USA) 6:3, 2:6, 3:6
Barbara Strycova (Tschechien) - Elise Mertens (Belgien) 4:6, 7:5, 6:2
Johanna Konta (Großbritannien) - Petra Kvitova (Tschechien) 4:6, 6:2, 6:4
Serena Williams (USA) - Carla Suarez Navarro (Spanien) 6:2, 6:2
Simona Halep (Rumänien) - Cori Gauff (USA) 6:3, 6:3

Viertelfinale der Damen bei Wimbledon 2019

Dienstag, 9. Juli
Alison Riske - Serena Williams 4:6, 6:4, 3:6
Barbara Strycova - Johanna Konta 7:6 (7:5), 6:1
Elina Svitolina - Karolina Muchova 7:5, 6:4
Simona Halep - Shuai Zhang 7:6 (7:4), 6:1

Halbfinale der Damen bei Wimbledon 2019

Donnerstag, 10. Juli
Serena Williams - Barbara Strycova 6:1, 6:2
Elina Svitolina - Simona Halep 1:6, 3:6

Finale der Damen bei Wimbledon 2019

Samstag, 12. Juli
Serena Williams - Simona Halep 2:6, 2:6

Wimbledon 2019 im TV und online im Live-Stream

Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres wird ausschließlich vom Pay-TV-Sender Sky übertragen. Wie der Fernsehsender bekannt gab, habe man sich die Rechte bis einschließlich 2022 gesichert. Auf fünf Kanälen werden alle Top-Spiele sowie alle Spiele mit deutscher Beteiligung übertragen. Ab dem Viertelfinale sollen die einzelnen Matches dann in voller Länger zu sehen sein. Einzig und allein das Eröffnungsspiel, mit Vorjahreschampion Novac Djokovic, wird am Montag um 11 Uhr Ortszeit (12 Uhr deutscher Zeit) im Free-TV bei Sky Sport News HD gezeigt. Zudem können Sky-Kunden alle Übertragungen des Tennis-Turniers auch online im Live-Stream auf Sky Go verfolgen.

Für alle Sky-Abonnenten gibt es zudem eine erfreuliche Neuerung: Seit diesem Jahr besitzt neben dem Center Court auch Court No.1 ein Dach, sodass selbst bei Regen zumindest zwei Spiele parallel gezeigt werden können. Bedingt durch den Ausbau können ab dem 1. Juli 11.429 Zuschauer den zweitgrößten Platz der Anlage besuchen.

Was Sie sonst noch über Wimbledon 2019 wissen sollten

Die Felder der Einzelkonkurrenzen bestehen aus je 128 Spielerinnen und Spielern, wobei acht Wildcards verteilt werden (und 16 Tickets noch in der Qualifikation ausgespielt werden). Bekanntlich gibt es beim Wimbledon Turnier eine strenge Kleiderordnung. 90 Prozent der Kleidung der Spieler muss weiß sein. Wird das nicht eingehalten, gibt es eine Geldstrafe, wie die kanadische Tennisschönheit Genie Bouchard schon am eigenen Leib erfahren musste. Der Sonntag der ersten Wochen dient traditionell als Ruhetag.

Neben dem Davis Cup sind die Wimbledon Championships zudem das einzige Turnier bei dem in der Doppelkonkurrenz bei den Herren, genauso wie in der Einzelkonkurrenz, drei Gewinnsätze gespielt werden. Ab diesem Jahr wird im Herreneinzel im entscheidenden fünften Satz beim Stand von 12:12 ein Tiebreak bis sieben gespielt. Dadurch sollen Marathon-Matches verhindert werden. Im vergangen Jahr zum Beispiel zog sich das zweite Halbfinale in der Herrenkonkurrenz über zwei Tage. Am Ende siegte Kevin Anderson mit 26:24 gegen John Isner nach sage und schreibe sechs Stunden und 31 Minuten.

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