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Wimbledon 2017: Novak Djokovic erreicht als letzter Spieler das Viertelfinale

Wimbledon : Djokovic erreicht als letzter Spieler das Viertelfinale

Mit einem Tag Verspätung hat auch der dreimalige Turniersieger und ehemalige Weltranglisten-Erste Novak Djokovic in Wimbledon das Viertelfinale erreicht. Der 30 Jahre alte Tennisprofi aus Serbien kam am Dienstag zu einem 6:2, 7:6 (7:5), 6:4 gegen den Franzosen Adrian Mannarino.

Die Entscheidung, das Match wegen Dunkelheit auf Dienstag zu verschieben und nicht auf dem beleuchteten Centre Court auszutragen, bezeichnete Djokovic (30) als "falsch". "Das war ziemlich frustrierend gestern Abend", sagte er. Zudem beschwerte er sich über den Zustand des Platzes und war froh, trotz Schulterproblemen, die nächste Runde erreicht zu haben.

Das Match war Montagabend nicht mehr auf Court 1 ausgetragen worden, weil Rafael Nadal und Gilles Muller fast fünf Stunden aufeinander eingedroschen hatten. Überraschend mit dem besseren Ende für den 34 Jahre alten Luxemburger, der 15:13 im fünften Satz triumphierte und damit die Hoffnung des Spaniers auf den dritten Titel im All England Club zerstörte.

"Ich habe immer daran geglaubt", sagte Muller. Selbst als er seine ersten beiden Matchbälle bei 5:4 im fünften Satz und Nummer drei und vier beim Stand von 10:9 nicht nutzte, zweifelte er nicht. "Ich konnte mir nichts vorwerfen. Ich habe ja alles richtig gemacht", sagte er.

Das konnte Nadal nicht von sich behaupten. Nach seinem zehnten Titel in Roland Garros war er endlich wieder zuversichtlich nach Wimbledon gereist. Die frühen Niederlagen der jüngeren Vergangenheit hatte er abgehakt, ebenso die Verletzung am Handgelenk, die ihm die Teilnahme im vergangenen Jahr gekostet hatte. In der ersten Woche pflügte er nur so durch das Turnier und fliegt dennoch zum wiederholten Mal vorzeitig nach Hause.

"Es war wahrscheinlich nicht mein bestes Match, aber gleichzeitig habe ich gegen einen sehr unbequemen Gegner gespielt", sagte Nadal. Ein Gegner, der bis zu dieser Saison kein einziges Turnier in seiner 16 Jahre langen Karriere gewonnen hatte, nun aber bereits zwei Titel auf dem Konto hat. In Januar triumphierte er in Sydney, in der Vorbereitung auf Wimbledon in 's-Hertogenbosch, damals unter anderem auch gegen Deutschlands Tennis-Hoffnung Alexander Zverev.

Warum sein Durchbruch so lange auf sich warten ließ? 2013 erlitt Muller eine Ellbogenverletzung, "das war wahrscheinlich das Beste, was mir passieren konnte", sagt er, seitdem er zurück auf dem Platz ist. Der frühere Lebemann arbeitete an seiner Fitness und ist seitdem vor allem auf den schnellen Belägen ein ernstzunehmender Kontrahent.

Zu dem hat sich auch Novak Djokovic wieder entwickelt. Neben Top-Favorit Roger Federer (Schweiz) und Mullers nächstem Gegner Marin Cilic (Kroatien) ist er der einzige Spieler in der Konkurrenz, der bislang noch keinen Satz verloren hat.

Jüngst hatte er erklärt, dass seine Leidenschaft nach einem Jahr im Abwärtsstrudel zurück sei. Djokovic brennt wieder für seinen Sport und geht trotz des verlorenen Tages als haushoher Favorit ins Viertelfinale gegen Tomas Berdych am Mittwoch. Von den 27 Duellen mit dem Tschechen hat Djokovic 25 gewonnen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Djokovic erreicht Viertelfinale mit Verspätung

(dpa)