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Tennisturnier muss wegen Buschfeuer in Australien umziehen

Von Canberra nach Bendigo : Tennisturnier muss wegen Buschfeuer in Australien umziehen

Die schlimmen Buschfeuer in Australien haben auch Auswirkungen auf den Sport. Das Internationale Tennisturnier kann aufgrund der Brände nicht in der Hauptstadt Canberra stattfinden und muss umziehen.

Die verheerenden Buschfeuer in Australien haben nun auch Auswirkungen auf Sport-Events: Das Internationale Tennisturnier in der Hauptstadt Canberra, das am Montag starten soll, wird wegen der Brände in der Region in die rund 620 Kilometer westlich gelegene Stadt Bendigo verlegt, wie die Veranstalter am Freitag auf ihrer Homepage mitteilten. Kim Kachel, Geschäftsführer des australischen Tennisverbandes ACT, sagte: „Die Gesundheit von Spielern, Fans, Freiwilligen, Mitarbeitern und Akteuren ist zu jeder Zeit unsere höchste Priorität.“ Wegen der von Wetter- und Feuerexperten prognostizierten Bedingungen in Canberra sei es unwahrscheinlich, dass in den kommenden Tagen Spiele stattfinden könnten.

Das Turnier soll vom 6. bis 12. Januar stattfinden und dient vielen Spielerinnen und Spielern auch als Vorbereitung auf das erste Grand Slam Turnier der Saison, die Australian Open ab 20. Januar in Melbourne. Bendigo liegt im Landesinneren des Bundesstaats Victoria und ist von den Buschfeuern nicht so stark betroffen.

Schon seit Oktober wüten die Buschbrände auf dem Kontinent, doch nunmehr hat sich die Lage zugespitzt: Allein in New South Wales ist mittlerweile eine Fläche der Größe Belgiens abgebrannt, fast 1000 Häuser wurden zerstört. Mittlerweile hat sich die Zahl der Menschen, die seit dem Ausbruch der ersten Feuer bei den Bränden starben, landesweit auf 17 erhöht. Dutzende Menschen werden vermisst.

In der Hauptstadt Canberra war der Rauch so schlimm, dass einige Menschen sogar innerhalb von Gebäuden Schutzmasken trugen. Am Samstag werden vom Wetteramt teilweise Temperaturen jenseits der 40-Grad-Grenze und starker Wind erwartet. Dadurch können die Buschbrände noch einmal angefacht werden, die ohnehin hohe Brandgefahr steigt weiter.

(lt/dpa)