Tennis: Roger Federer krönt sich zur ältesten Nummer 1 der Geschichte

Älteste Nummer 1 der Geschichte: Federer kehrt auf den Tennis-Thorn zurück

In Melbourne feierte Roger Federer seinen 20. Grand-Slam-Titel, nun erreicht er den nächsten Meilenstein. Nach seinem Halbfinal-Einzug in Rotterdam wird er die älteste Nummer eins der Tennis-Historie.

Roger Federer ist nach seinem Halbfinal-Einzug beim ATP-Turnier in Rotterdam wieder die Nummer eins der Tennis-Welt. Der Schweizer gewann am Freitag gegen den Niederländer Robin Haase 4:6, 6:1, 6:1 und löst damit den Spanier Rafael Nadal am kommenden Montag als Führenden der Branchenwertung ab. Mit 36 Jahren und sechs Monaten ist Federer der älteste Weltranglisten-Erste der Tennis-Historie.

"Die Nummer eins zu werden, ist im Tennis die ultimative Leistung. Wenn man älter ist, muss man doppelt so viel arbeiten. Du musst jemanden verdrängen, der hart gearbeitet hat, um dort hinzukommen. Es ist ein Traum, der wahr wird", sagte Federer sichtlich gerührt unmittelbar nach dem Spiel auf dem Platz: "Es war eine unglaubliche Reise. Es hier zu schaffen, wo ich 1998 meine erste Wildcard bekommen habe, bedeutet soviel".

Die Bestmarke hielt bisher der Amerikaner Andre Agassi. Der Ehemann von Steffi Graf führte im Jahr 2003 im Alter von 33 Jahren und 133 Tagen das Ranking an. "Das bedeutet mir am allermeisten, jetzt nochmal die Nummer eins zu sein", sagte Federer nach seinem dritten Sieg im dritten Vergleich mit dem Weltranglisten-42. Haase. "Wenn man älter ist, fühlt es sich so an, als ob man doppelt so viel Arbeit investieren muss." In Rotterdam wurde er nach seinem Halbfinal-Einzug mit einer kurzen Zeremonie als neue Nummer eins geehrt.

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Zuletzt stand Federer 2012 an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Bei den Australian Open hatte der Schweizer vor knapp drei Wochen den 20. Grand-Slam-Titel seiner Karriere gefeiert. Nadal hatte in Melbourne im Viertelfinale gegen den späteren Endspiel-Teilnehmer Marin Cilic verletzt aufgegeben und muss derzeit pausieren.

In Rotterdam trifft Federer, der in der zweiten Runde Philipp Kohlschreiber 7:6 (10:8), 7:5 besiegt hatte, im Halbfinale auf den Sieger der Partie Andreas Seppi gegen Daniil Medwedew. Im Finale wären der Belgier David Goffin oder der Bulgare Grigor Dimitrow mögliche Gegner, dann könnte Federer seinen 97. ATP-Titel feiern.

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(dpa)