Tennis in Miami: Alexander Zverev zieht 2018 erstmals in ein Finale ein

Tennis in Miami: Zverev zieht 2018 erstmals in ein Finale ein

Alexander Zverev setzt seine Erfolgsserie in Miami fort. Der Hamburger kämpft beim ATP-Masters um seinen ersten Turniersieg in diesem Jahr.

Alexander Zverev schaute in den Abendhimmel über Miami und ließ sich von den Zuschauern gebührend feiern. Mit einem 7:6 (7:4), 6:2 gegen den Spanier Pablo Carreno Busta und einer starken Leistung zog die deutsche Nummer eins ins Finale des ATP-Masters ein. Den schwachen Saisonstart mit dem frühen Aus bei den Australian Open macht der Hamburger längst vergessen.

Zwischen Zverev und seinem ersten Turniersieg 2018 steht nun noch der US-Amerikaner John Isner, gegen den der 20-Jährige am Sonntag antritt. Sollte ihm der dritte Masters-Triumph binnen elf Monaten gelingen, winkt ihm zudem die Weltranglistenposition drei, die er zuletzt Mitte November innehatte. Schon jetzt ist sicher, dass Zverev sich mindestens um einen Platz auf Rang vier verbessert.

"Ich bin glücklich darüber, wo ich im Moment bin. Und hoffentlich gibt es noch einmal ein großartiges Spiel. Dann kann ich in die Sandplatzsaison starten", sagte Zverev: "Ich habe versucht, aggressiver zu spielen."

Vor allem im zweiten Satz zeigte Zverev dabei eine seiner stärksten Leistungen in diesem Jahr: "Ich denke, nach dem Tiebreak habe ich wirklich gut gespielt."

Denn auch das Halbfinale gegen Spaniens Nummer zwei zeigte: Zverev ist wieder auf dem besten Weg zur Topform. Rechtzeitig auch für das Viertelfinal-Duell gegen Spanien im Davis Cup in der kommenden Woche. Auch dort könnte Zverev auf Carreno Busta treffen, ein erstes Ausrufezeichen setzte er jedenfalls schon einmal.

Nun geht es im Finale gegen Isner um Zverevs ersten Turniersieg seit dem vergangenen August und den siebten auf der ATP-Tour insgesamt. Doch auch der aufschlaggewaltige US-Amerikaner ist derzeit in Form. Der 32-Jährige gewann im Halbfinale gegen Juan Martin del Potro 6:1, 7:6 (7:2) und beendete damit die 15 Spiele dauernde Siegesserie des favorisierten, aber erschöpft wirkenden Argentiniers.

"Ich habe eine Menge großer Spiele gespielt, aber war nie in der Lage, so einen guten Start hinzulegen", sagte Isner: "Ich fühle mich frisch und bereit für das Finale."

Del Potro, der zuletzt die Turniere in Indian Wells und Acapulco gewonnen hatte, kündigte anschließend an, erst einmal eine Pause einzulegen. Mit dem Finaleinzug wäre er in der Weltrangliste wieder auf Platz drei vorgerückt.

"Ich werde jetzt nach Hause gehen, ein bisschen grillen, mit Freunden Zeit verbringen und in den nächsten Wochen nicht über Tennis sprechen", sagte er: "Vielleicht verpasse ich ein paar Turniere, aber ich will bei den French Open fit sein."

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(dpa)