Fuentes-Prozess Nadal kritisiert Blutbeutel-Vernichtung

Madrid · Tennis-Star Rafael Nadal hat die mögliche Vernichtung der Blutbeutel im größten Dopingskandal der spanischen Sportgeschichte als "Fehler" bezeichnet.

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Foto: dpa/Frank Molter

Im Prozess um die "Operación Puerto" gegen den Sportmediziner Eufemiano Fuentes hatte die Richtern am vergangenen Dienstag unter anderen entschieden, die bei Fuentes vor sieben Jahren beschlagnahmten Blutbeutel zu beseitigen.

"Meine Meinung ist, dass das Urteil für niemanden positiv war", sagte Nadal am Freitag vor Beginn des ATP-Turniers in Madrid. "Die einzigen, die davon profitieren, sind diejenigen, die betrogen haben", fügte der ehemalige Weltranglisten-Erste hinzu.

Das Gericht in Madrid hatte am Dienstag den Hauptangeklagten Fuentes zu einem Jahr Haft verurteilt und ihn mit einem vierjährigen Berufsverbot als Sportmediziner belegt. Der Arzt hatte Dutzenden von Sportlern, vor allem Radprofis, beim Eigenblutdoping geholfen.

Zudem hatte die Richterin Julia Patricia Santamaría entschieden, dass die mehr als 200 Blutbeutel nicht den Sportinstanzen wie der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA übergeben werden und vernichten würden, sobald das Urteil rechtskräftig ist. Damit können zahlreiche Athleten, die Kunden von Fuentes waren, nicht identifiziert und nachträglich bestraft werden.

(dpa/sgo)