Julia Görges scheitert bei Generalprobe für die French Open früh

Erstrunden-Aus in Nürnberg : Görges scheitert bei Generalprobe für die French Open früh

Julia Görges hat ihre Generalprobe für die French Open in Paris verpatzt. Die deutsche Nummer eins aus Bad Oldesloe unterlag beim WTA-Turnier in Nürnberg der Tschechin Kristyna Pliskova 2:6, 7:6 (10:8), 6:7 (5:7).

Görges war an Position zwei gesetzt, konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen. In der vergangenen Woche hatte sie das Sandplatzturnier in Rom ausgelassen.

Nach dem starken Endspurt 2017 und dem gelungenen Saisonstart in diesem Jahr ist Görges (29) zuletzt etwas aus dem Tritt gekommen. Anfang April hatte die Weltranglistenelfte in Charleston/South Carolina noch das Finale erreicht, auf der europäischen Sandplatztour häuften sich anschließend die Niederlagen. Beim Heimturnier in Stuttgart verlor Görges zum Auftakt, in Madrid reichte es immerhin für das Achtelfinale.

Beim mit 250.000 Dollar dotierten Nürnberger Versicherungscup standen insgesamt sechs deutsche Spielerinnen in der ersten Runde. Katharina Hobgarski (Neunkirchen) war bereits am Sonntag ausgeschieden. Görges gehörte als einzige zu den acht Gesetzten. Gegen die schwächere der beiden Pliskova-Schwestern wehrte sie im zweiten Satz einen Matchball ab, ehe sie im Tiebreak des entscheidenden Durchgangs nach 2:34 Stunden unterlag.

Neuer Tiefpunkt für Maria

Tatjana Maria (Bad Saulgau) ist auch beim WTA-Turnier in Straßburg in der ersten Runde gescheitert und hat dabei einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die ehemalige Fed-Cup-Spielerin unterlag der an Position drei gesetzten Russin Anastassija Pawljutschenkowa zum Auftakt glatt mit 0:6, 0:6 und kassierte damit die zehnte Auftaktniederlage in ihrem zwölften WTA-Turnier der Saison.

In diesem Jahr hat Maria erst zwei Siege auf der WTA-Tour auf dem Konto: In Charleston bezwang sie zum Auftakt die Australierin Ashleigh Barty, eine Woche später gewann sie als Topgesetzte in der ersten Runde von Bogota gegen Daniela Seguel. Zwölf ihrer letzten 14 Matches verlor Maria, die in der Weltrangliste auf Platz 64 abgerutscht ist.

Mayer und Köpfer scheitern in Genf

Beim ATP-Turnier in Genf scheiterte Routinier Florian Mayer ebenfalls in der ersten Runde. Der 34 Jahre alte Bayreuther, der nach den US Open im Spätsommer seine Profikarriere beenden wird, verlor am Montag 3:6, 2:6 gegen den spanischen Qualifikanten Bernabe Zapata Miralles. Zuvor war bereits Qualifikant Dominik Köpfer aus Donaueschingen mit 3:6, 4:6 gegen den Argentinier Guido Pella ausgeschieden.

Peter Gojowczyk hat dagegen als einziger deutscher Tennisprofi in Genf die zweite Runde erreicht. Der 28 Jahre alte Münchner gewann am Montag gegen den Kroaten Ivo Karlovic mit 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (7:1). Im Achtelfinale trifft Gojowczyk nun auf den an Nummer 4 gesetzten Spanier David Ferrer.

Marteter überrascht in Lyon

Maximilian Marterer hat beim ATP-Turnier in Lyon für eine Überraschung gesorgt. Der 22 Jahre alte Nürnberger besiegte den an Nummer sechs gesetzten Franzosen Gael Monfils mit 2:6, 6:4, 6:4 und trifft in der zweiten Runde auf den Briten Cameron Norrie.

Marterer fand beim Vorbereitungsturnier für die French Open (ab 27. Mai) nicht gut ins Spiel und musste im ersten Satz zwei Aufschlagverluste hinnehmen. Im zweiten Durchgang gelang ihm beim Stand von 4:4 sein erstes Break. Anschließend verlor der französische Publikumsliebling Monfils den Faden und geriet im entscheidenden dritten Satz schnell mit 0:4 in Rückstand.

Marterer ist als einziger deutscher Profi bei der Sandplatzveranstaltung in der französischen Metropole vertreten.

Misha Zverev verliert Auftaktmatch

Schon am Sonntag hatte der an Nummer acht gesetzte Hamburger Mischa Zverev sein Auftaktmatch verloren. Das mit gut 560.000 Euro dotierte Sandplatzturnier dient den teilnehmenden Profis als letzter Test vor den am Sonntag beginnenden French Open in Paris.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Julia Görges

(SID/dpa)
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