Tennis: German Open weiter ohne Hauptsponsor

Tennis: German Open weiter ohne Hauptsponsor

Hamburg (RPO). Die German Open in Hamburg haben vier Monate vor dem ersten Aufschlag auf der Anlage am Rothenbaum immer noch keinen Hauptsponsor. Turnierdirektor Michael Stich kalkuliert für das bedeutendste deutsche Tennisturnier (19. bis 29. Juli) mit einem Etat von 3,2 Millionen Euro.

Nachdem im Vorjahr ein Wettunternehmer aufgrund der rechtlichen Situation werblich nicht in Erscheinung treten durfte, ist die Suche von Stich und seinen Geschäftspartnern bislang erfolglos geblieben.

Prominentester Spieler auf der Meldeliste ist bislang der Weltranglisten-Elfte Fernando Gonzalez aus Chile, 2004 in Athen Olympiasieger im Doppel. Stich hat außerdem die Zusage des deutschen Spitzenspielers Philipp Kohlschreiber. Mit dem an der Hüfte operierten Tommy Haas rechnet er nicht, Titelverteidiger Nikolai Dawydenko (Russland) hat noch nicht zugesagt. Die Spieler müssen für das Turnier der 500er-Serie sechs Wochen vor Turnierbeginn melden. Absolute Topstars wie Roger Federer oder Rafael Nadal können sich die Hamburger ohne die Zahlung von Antrittsgeldern nicht leisten.

Finanzspritze von der Stadt?

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Stich verhandelt unterdessen auch noch mit der Stadt Hamburg um eine erneute Finanzspritze. Die Stadt hatte im Jahr 2009 mit rund 200.000 Euro geholfen. Als Argumentationshilfe für ein öffentliches Engagement präsentierte Stich eine Studie der Hamburger Handelskammer, die für das Turnier einen jährlichen öffentlichen Nutzen in Höhe von rund 820.000 Euro ausweist.

Nebhen dem Ausgleich des Turnieretats kommen auf die Stadt allerdings kurzfristig weitere Ausgaben für den Tennis-Standort zu. Die faltbare Dachfolie über dem Centre Court ist nach über zwölf Jahren im Einsatz stark renovierungsbedürftig. Der Deutsche Tennis Bund (DTB) als Inhaber des Stadions hat deshalb die Stadt um Mittel aus einem Topf für Sportstätten-Sanierung gebeten. Ein Austausch der Dachfolie würde mit einem siebenstelligen Betrag zu Buche schlagen, ein Flicken des Dachs beziehungsweise der Abbau würde einen sechsstelligen Betrag kosten.

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(SID/can)