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Serena Williams lässt French-Open-Teilnahme offen

Gesundheitliche Bedenken : Serena Williams lässt French-Open-Teilnahme offen - Barty sagt ab

Serena Williams lässt ihre Entscheidung über die Teilnahme an den French Open vorerst offen. Die Amerikanerin führt vor allem gesundheitliche Risiken für ihre Zurückhaltung an. Titelverteidigerin Ashleigh Barty tritt nicht an.

"Ich darf nicht in mein privates Apartment, aber Zuschauer sind zugelassen, wow, da muss ich erstmal drüber nachdenken", sagte die 38-Jährige nach ihrem Viertelfinal-Einzug bei den US Open in New York.

Vor allem die Zuschauer machen Williams zu schaffen. "Ich hatte in der Vergangenheit viele gesundheitliche Probleme, und ich möchte auf keinen Fall in eine Situation kommen, die mich in irgendeiner Weise gefährdet", sagte die langjährige Nummer eins der Welt.

Sie werde deshalb zunächst das Gespräch mit den Organisatoren der French Open suchen und danach alles abwägen: "In Paris müssen sie die beste Entscheidung für ihr Turnier treffen, aber ich muss die beste Entscheidung für mich treffen. Und wenn es um die Gesundheit geht, bin ich sehr konservativ." Serena Williams hatte die French Open 2002, 2013 und 2015 gewonnen. 2019 verlor sie in der dritten Runde das US-Duell gegen Sofia Kenin.

Ashleigh Barty hat dagegen schon eine Entscheidung getroffen. Die Tennis-Weltranglistenerste will ihren Titel bei denFrench Open infolge der globalen Corona-Pandemie nicht verteidigen. Die 24-jährige Australierin führte in einem Instagram-Post am Dienstag vor allem gesundheitliche Risiken für ihren Teilnahmeverzicht an. Außerdem habe sie sich wegen der Einreisesperre ihres Trainers nicht angemessen auf den den Sandplatz-Klassiker in Paris vorbereiten können, der vom 27. September bis 11. Oktober ausgetragen wird. Ihre Teilnahme an den derzeit laufenden US Open hatte Barty ebenfalls abgesagt.

„Die letztjährigen French Open waren das besonderste Turnier meiner Karriere, daher ist mir diese Entscheidung nicht leichtgefallen“, schrieb sie auf Instagram. „Die Gesundheit und das Wohlergehen meiner Familie und meines Teams werden immer meine erste Priorität sein.“

Barty hatte 2019 als erste Australierin seit knapp einem halben Jahrhundert den Einzeltitel in der französischen Hauptstadt gewonnen. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen wurde Paris kürzlich zum Hochrisikogebiet erklärt.

Dennoch hatte die Veranstalter am Montag verkündet, insgesamt 11.500 Zuschauer pro Tag auf der Anlage zuzulassen. Unterteilt werden soll das Turnier in drei voneinander unabhängige Cluster rund um den Court Philippe Chatrier (Fassungsvermögen: 15.000), den Court Suzanne Lenglen (10.000) und den Court Simonne Mathieu (5000). Auf Lenglen und Chatrier sind jeweils 5000 Zuschauer zugelassen, auf Mathieu 1500, der Wechsel zwischen den Plätzen ist nicht möglich. Zudem werden alle Teilnehmer in zwei eigens angemieteten Hotels untergebracht, Ausnahmen soll es auf keinen Fall geben.

(sid/old)