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French Open: Jan-Lennard Struff wirft Geheimfavorit Andrej Rubljow raus

Überraschung in Paris : Struff wirft Geheimfavorit Rubljow raus

Endlich mal wieder positive Nachrichten aus Paris! Jan-Lennard Struff schafft bei den French Open den Sprung in die nächste Runde. Die deutsche Nummer zwei wirft einen Geheimfavoriten aus dem Turnier.

Dank einer Top-Leistung hat Jan-Lennard Struff bei den French Open für eine große Überraschung gesorgt und als dritter deutscher Tennisspieler die zweite Runde erreicht. Der 31 Jahre alte Warsteiner gewann am Dienstag in Paris gegen den an Nummer sieben gesetzten Russen Andrej Rubljow mit 6:3, 7:6 (8:6), 4:6, 3:6, 6:4 und folgte damit Alexander Zverev und Dominik Koepfer in die nächste Runde. Struff verwandelte nach 3:46 Stunden seinen zweiten Matchball. Im Kampf um den Einzug in die dritte Runde bekommt es der Davis-Cup-Profi jetzt mit dem Argentinier Facundo Bagnis zu tun.

„Ich bin sehr happy, dass ich gewonnen habe. Ich wusste, dass ich meine Chance kriege, aber dass ich wirklich gewinne, macht mich einfach nur glücklich“, sagte Struff im TV-Sender Eurosport.

Struff zeigte im Stade Roland Garros von Beginn an eine beeindruckende Vorstellung. Die deutsche Nummer zwei nahm dem favorisierten Russen früh den Aufschlag ab und holte sich nach nur 34 Minuten den ersten Satz. Im zweiten Durchgang musste Struff dann zwar selbst einen frühen Aufschlagverlust hinnehmen, kämpfte sich aber zurück und holte sich den Satz im Tiebreak.

Rubljow, für viele einer der Geheimfavoriten in Paris, steigerte sich danach aber. Struff spielte weiter nicht schlecht, der Russe setzte sein druckvolles Spiel nun jedoch durch und schaffte den Satzausgleich. Das Momentum lag nun klar aufseiten des Weltranglisten-Siebten, der sein Sandplatz-Können zuletzt mit der Final-Teilnahme in Monte-Carlo unter Beweis gestellt hatte.

Doch Struff ließ sich nicht beirren und schaffte zum 2:1 im fünften Satz das entscheidende Break. Mit einem starken Aufschlagwinner machte er die Überraschung perfekt und ließ sich danach von den Zuschauern auf Court 14 feiern. „Es war einfach eine geile Stimmung. Es hat viel Spaß gemacht, hier zu spielen“, sagte Struff.

In der Doppel-Konkurrenz schaffte der zweimalige French-Open-Champion Kevin Krawietz mit seinem neuen Doppelpartner Horia Tecau aus Rumänien den Sprung in die zweite Runde. Das an Nummer neun gesetzte Duo setzte sich gegen Ariel Behar aus Uruguay und Gonzalo Escobar aus Ecuador mit 6:3, 3:6, 7:6 (7:5) durch. Der 29 Jahre alte Krawietz hatte in den vergangenen beiden Jahren zusammen mit dem Kölner Andreas Mies beim Sandplatz-Klassiker triumphiert. Mies muss in diesem Jahr allerdings wegen einer Knieoperation passen.

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„Natürlich fühlt es sich komisch an, hier mit einem anderen Partner aufzulaufen. Hier sind sehr viele emotionale Dinge passiert in den vergangenen beiden Jahren“, sagte Krawietz. „Ich habe vor zwei Tagen noch mit Andi telefoniert, auch heute hat er mir direkt gratuliert. Ich hoffe, dass er bald wieder fit ist“, sagte der Coburger.

(dpa/old)