French Open: Alexander Zverev gegen Novak Djokovic wegen Dauerregens vertagt

Dauerregen in Paris : Alle Spiele abgesagt – jetzt ist sogar eine Turnierverlängerung möglich

Regen in Paris, Absage aller Matches: Das Viertelfinale von Alexander Zverev fällt am Mittwoch auch in Ermangelung eines überdachten Stadions in Roland Garros ins Wasser. Auch eine Verlängerung des Turniers bis Montag ist nicht mehr ausgeschlossen.

Der Himmel über Paris war grau, es regnete ohne Unterlass, am Horizont war nicht zu erahnen, dass sich daran etwas ändern würde. Um 16.30 Uhr hatten auch die Organisatoren der French Open keine Hoffnung mehr: Sie sagten alle für Mittwoch geplanten Matches ab und verschoben sie auf Donnerstag, einschließlich des Viertelfinals zwischen Alexander Zverev (Hamburg) und Novak Djokovic (Serbien), das nun als zweites Match auf dem Hauptplatz Philipp Chatrier angesetzt ist. Der Wetterbericht ist dann deutlich günstiger.

Allerdings: Ab Freitag, wenn die Damen die Halbfinalspiele austragen sollen, droht eine erneute Wetterverschlechterung. Turnierdirektor Guy Forget schloss deshalb nicht aus, dass das Finale der Frauen (geplant für Samstag) oder auch der Männer (Sonntag) auf Montag verlegt würde. An einem Montag hatte zuletzt das Endspiel der Männer 2012 zwischen Djokovic und Rafael Nadal (Spanien) geendet.

Darüber hinaus plant Forget, nicht nur die Hauptplätze Philippe Chatrier und Suzanne Lenglen zu nutzen sondern weitere Courts. Von den Verschiebungen sind auch die anderen verbleibenden Viertelfinal-Matches bei Damen und Herren betroffen - auch sie wurden für Donnerstag angesetzt. Dadurch rutschten die normalerweise für diesen Tag angesetzten Halbfinals der Frauen auf den kritischen Freitag.

Im Herren-Einzel sind angesichts der Absage und der Verschiebung auf Donnerstag die Spieler in der oberen Hälfte des Tableaus benachteiligt. Während die Superstars Rafael Nadal (Spanien) und Roger Federer (Schweiz) ihr Halbfinale am Freitag nach zwei Tagen Pause und wohl als erstes Match auf einem Hauptplatz bestreiten können und mit Blick auf das Finale am Sonntag mehr Zeit zur Erholung hätten, muss der Gegner im Endspiel nun am Donnerstag, Freitag und Sonntag antreten.

Dies liegt auch am nicht harmonisierten Spielplan der French Open. Im Gegensatz zu Wimbledon finden die Viertelfinalspiele für Männer und Frauen nicht komprimiert an einem Tag statt.

Roland Garros verfügt darüber hinaus als letzter der vier Gastgeber der Grand Slams noch nicht über ein Dach. Erste Arbeiten dafür wurden bereits ausgeführt, im Gegensatz zu den bisherigen Ankündigungen soll es nun aber erst 2021 statt im kommenden Jahr fertig werden, wie die Organisatoren unter der Woche andeuteten. In Wimbledon wurde soeben ein zweites Dach eingeweiht, die US Open in Flushing Meadows verfügen bereits seit dem vergangenen Jahr über zwei überdachte Courts, die Australian Open in Melbourne sogar über drei.

Roland Garros beschränkt sich im Zuge seiner bereits begonnenen Umbaumaßnahmen, die nach Angaben der Turnier-Organisatoren 400 Millionen Euro nicht überschreiten sollen, auf ein überdachtes Stadion.

(ako/sid)
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