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French Open 2021: Nadal wackelt sich gegen Schwarzman ins Halbfinale

French Open 2021 : Nadal wackelt sich gegen Schwartzman ins Halbfinale

Bis zum 13. Juni finden in Paris die French Open 2021 statt. Im vergangenen Jahr wurde das Sandplatzturnier wegen der Corona-Pandemie in den Herbst verschoben, nun ist es wieder der zweite Grand-Slam des Jahres. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts.

Die Russin Anastasia Pawljutschenkowa hat bei den French Open in Paris das erste Grand-Slam-Finale ihrer Karriere erreicht. Die 29-Jährige schlug im Halbfinale am Donnerstag Tamara Zidansek aus Slowenien mit 7:5, 6:3. Zuletzt hatte in Maria Scharapowa 2014 eine Russin in Roland Garros den Titel gewonnen.

Pawljutschenkowa spielt nun gegen die Siegerin des nachfolgenden Duells zwischen der Griechin Maria Sakkari und der Tschechin Barbora Krejcikova am Samstag (15.00 Uhr/Eurosport und ServusTV) um den Titel.

Für die Russin reichte es bei der 52. Teilnahme an einem Grand Slam endlich zum Finaleinzug. „Dass ich es dieses Jahr hier ins Finale schaffe, das hätte ich nun wirklich nicht erwartet“, sagte die Nummer 32 der Welt. „Aber planen kann man so etwas eh nicht.“

Schließlich hatten ihr viele schon früher den Durchbruch zugetraut. Bei den Juniorinnen spielte sie sich bis auf Platz eins der Welt, galt als verheißungsvolles Talent für große Erfolge. Doch immer wieder machten ihr auch Verletzungen zu schaffen. Dennoch kam sie bei allen vier Grand Slams bis ins Viertelfinale - danach war aber stets Schluss. Zuletzt im vergangenen Jahr bei den Australian Open in Melbourne.

Nadal und Djokovic im Halbfinale

Rafael Nadal ist trotz der ersten Probleme bei den French Open ins Halbfinale eingezogen und hat weiter seinen 14. Titelgewinn im Blick. Der 35 Jahre alte Paris-Rekordsieger schlug den Argentinier Diego Schwartzman im Viertelfinale am Mittwoch 6:3, 4:6, 6:4, 6:0. Nach jahresübergreifend 36 gewonnenen Sätzen bei dem Sandplatz-Klassiker gab der Spanier dabei wieder einen Durchgang ab.

Im Halbfinale trifft Nadal auf den Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien) oder auf den Italiener Matteo Berrettini (Italien). Um das zweite Finalticket duellieren sich am Freitag die deutsche Nummer eins Alexander Zverev (Hamburg) und Stefanos Tsitsipas (Griechenland).

Nadal baute durch den Erfolg seine beeindruckende Bilanz in Roland Garros auf 105 Siege bei nur zwei Niederlagen aus. Der Spanier will seinen fünften Titel in Serie in der französischen Hauptstadt gewinnen und würde damit auch alleiniger Grand-Slam-Rekordsieger werden. Aktuell liegt er gleichauf mit Roger Federer (Schweiz) bei 20, Djokovic hat 18 Majortitel.

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Viertelfinal-Aus für Titelverteidigerin Swiatek bei French Open

Titelverteidigerin Iga Swiatek ist bei den French Open überraschend im Viertelfinale ausgeschieden. Die 20 Jahre alte Polin verlor am Mittwoch in Paris gegen die 25 Jahre alte Griechin Maria Sakkari mit 4:6, 4:6. Sakkari verwandelte nach 1:35 Stunden ihren zweiten Matchball. Die Griechin steht damit zum ersten Mal bei einem der vier Grand-Slam-Turniere im Halbfinale. Dort trifft sie auf die Tschechin Barbora Krejcikova, die zuvor gegen die 17 Jahre alte Amerikanerin Cori Gauff mit 7:6 (8:6), 6:3 gewann. Im anderen Halbfinale stehen sich am Donnerstag Tamara Zidansek aus Slowenien und die Russin Anastasia Pawljutschenkowa gegenüber.

Barbora Krejcikova bezwingt Gauff in zwei Sätzen und zieht ins Halbfinale ein

Die Tschechin Barbora Krejcikova hat bei den French Open das Viertelfinale erreicht. Die 25-Jährige gewann am Mittwoch in Paris gegen die 17 Jahre alte Amerikanerin Cori Gauff mit 7:6 (8:6), 6:3 und steht damit zum ersten Mal in ihrer Tennis-Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier im Halbfinale.

Krejcikova, die vor den French Open bereits das Turnier in Straßburg gewonnen hatte, lief im ersten Satz stets einem Rückstand hinterher und wehrte insgesamt fünf Satzbälle ab. Nach 1:11 Stunden holte sich die Tschechin im ersten Versuch dann selbst im Tiebreak den ersten Durchgang.

Gauff verlor danach völlig den Rhythmus, so dass Krejcikova schnell auf 5:0 davonzog. Zwar gab die Amerikanerin nicht auf, mit dem sechsten Matchball machte die Tschechin das Weiterkommen nach 1:50 Stunden aber perfekt.

Im Halbfinale trifft Krejcikova am Donnerstag auf die Siegerin des Duells zwischen Titelverteidigerin Iga Swiatek aus Polen und der Griechin Maria Sakkari. Das andere Halbfinale bestreiten Tamara Zidansek aus Slowenien und die Russin Anastasia Pawljutschenkowa.

+++++8. Juni 20201+++++

Zverev erreicht erstmals das Halbfinale und trifft nun auf Tsitsipas

Alexander Zverev ballte nur kurz die Hand zur Faust, in großen Jubel wollte Deutschlands Nummer eins nicht verfallen - auch wenn bei den French Open nur noch zwei Schritte zum großen Ziel fehlen. "Es ist sehr schön, im Halbfinale zu sein, aber das macht mich noch nicht zufrieden", sagte der Hamburger nach dem glanzlosen 6:4, 6:1, 6:1 gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina und betonte: "Ich möchte hier natürlich noch weiter."

Der Traum vom so ersehnten ersten Grand-Slam-Titel lebt - doch es gibt noch einiges Steigerungspotenzial. Lange war der Weltranglistensechste im Viertelfinale ein gutes Stück entfernt von der Bestform. "Man kann nicht bei einem Grand Slam sieben Matches hintereinander jeden Satz perfekt spielen. Du musst auch wissen, wie du mit solchen Situationen zurechtkommst", sagte er bei Eurosport: "Der zweite und dritte Satz waren gut."

Zum dritten Mal steht Zverev damit in der Runde der letzten Vier bei einem Major-Turnier. Aus deutscher Sicht hatten nur Boris Becker (18), Michael Stich (6) und Tommy Haas (4) öfter ein Halbfinale bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere gespielt.

Im Kampf um sein zweites Grand-Slam-Endspiel nach den US Open im Vorjahr muss Zverev nun jedoch eine Hürde überspringen, die für ihn bislang stets zu hoch war. Am Freitag wartet der Grieche Stefanos Tsitsipas (Nr. 5), der den Weltranglistenzweiten Daniil Medwedew (Russland) mit 6:3, 7:6 (7:3), 7:5 ausschaltete. Seine bisherigen neun Duelle mit Top-10-Spielern hat Zverev bei Grand-Slam-Turnieren alle verloren.

Als der 24-Jährige am Dienstagabend mit rund zweistündiger Verspätung endlich auf den Center Court durfte, kam er gar nicht gut aus den Startlöchern. Zverev wirkte unzufrieden mit seiner Schlägerbesaitung, brachte kaum erste Aufschläge ins Feld, agierte zu passiv und haderte dann auch noch mit der Schiedsrichterin. Aber auch Davidovich Fokina begann holprig, es entwickelte sich ein zerfahrenes Match auf schwachem Niveau mit vielen Breaks. Da Zverev etwas weniger Fehler machte, sicherte er sich nach 47 Minuten den ersten Satz.

"Heute Abend wird sich niemand dafür interessieren, wie hoch das Niveau war - sondern nur, wer gewinnt", sagte Eurosport-Experte Becker und sah, wie Zverev sich im zweiten Satz leicht steigerte. Diesmal hielt er ein frühes Break zum 3:1, beim Spanier lief weiter gar nichts zusammen. In den ersten beiden Durchgängen resultierte jeder zweite Punkt Zverevs (30 von 60) aus unerzwungenen Fehlern seines Gegenübers.

Zverev war dennoch mit großem Respekt vor Davidovich Fokina in die Partie gegangen ("Der kann zaubern"), hatte aber auch beste Erinnerungen an den Spanier. Im Achtelfinal-Duell der US Open holte Davidovich Fokina gerade einmal fünf Games, Zverev stürmte anschließend ins Endspiel. Dort will er auch in Paris hin - zumindest sparte er im Viertelfinale Kräfte. Auch im dritten Satz ging er wieder direkt mit Break in Führung, hatte dann alles im Griff und beendete nach 1:36 Stunden das Match.

Seine Koffer packen musste hingegen Doppel-Spezialist Kevin Krawietz, der Traum vom dritten French-Open-Titel in Serie ist geplatzt. An der Seite des Rumänen Horia Tecau scheiterte der Coburger knapp im Viertelfinale. In diesem Jahr hatte Krawietz auf seinen gewohnten Partner Andreas Mies verzichten müssen, der im Februar am Knie operiert worden war.

Pawljutschenkowa folgt Zidansek in erstes Grand-Slam-Halbfinale

Debütantinnen-Ball bei den French Open: Die slowenische Tennisspielerin Tamara Zidansek und Anastasia Pawljutschenkowa aus Russland stehen in Paris erstmals überhaupt im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Die 23 Jahre alte Zidansek setzte sich am Dienstag in einer Nervenschlacht gegen die favorisierte Spanierin Paula Badosa mit 7:5, 4:6, 8:6 durch und trifft nun auf die routinierte Pawljutschenkowa (29), die die Kasachin Jelena Rybakina in einem nicht minder spannenden Schlagabtausch 6:7 (2:7), 6:2, 9:7 bezwang.

Zidansek hatte als erste Slowenin ein Major-Viertelfinale erreicht, die Weltranglisten-85. war zuvor noch nie über die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers hinausgekommen. Für Pawljutschenkowa ging hingegen eine lange Wartezeit zu Ende: Zum siebten Mal stand sie bei einem der vier wichtigsten Turniere im Viertelfinale - erstmals ging sie nun als Siegerin vom Platz.

Das große Favoritinnensterben in Roland Garros hatte gleich sechs Neulinge in die Viertelfinals gespült - das hat es in der Ära des Profitennis (seit 1968) noch nie gegeben. Nur Titelverteidigerin Iga Swiatek (Polen) und Pawljutschenkowa hatten zuvor bereits bei einem Grand-Slam-Turnier unter den besten Acht gestanden.

Swiatek ist nach dem Ausscheiden von Ashleigh Barty, Naomi Osaka oder Serena Williams auch Topfavoritin auf den Titel. Die 20-Jährige hat in Paris eine beeindruckende Serie von 22 Satzgewinnen in Folge, sie spielt am Mittwoch gegen die Griechin Maria Sakkari ums Halbfinale. Zudem tritt die 17 Jahre alte US-Hoffnung Cori Gauff im Viertelfinale gegen Barbora Krejcikova (Tschechien) an.

Kein Hattrick in Paris - Krawietz scheitert im Doppel-Viertelfinale

Der Traum des Doppel-Spezialisten Kevin Krawietz vom dritten Triumph bei den French Open in Serie ist jäh geplatzt. Der 29 Jahre alte Coburger verlor an der Seite des Rumänen Horia Tecau das Viertelfinale in Paris gegen die zweimaligen Grand-Slam-Sieger Juan Sebastian Cabal/Robert Farah (Kolumbien) äußerst knapp mit 2:6, 7:6 (7:3), 5:7. Für Krawietz war es im 16. Match in Roland Garros die erste Niederlage überhaupt.

Zusammen mit Andreas Mies hatte Krawietz 2019 und 2020 die French Open überraschend gewonnen. In diesem Jahr musste er aber auf seinen gewohnten Partner verzichten, der Kölner Mies war im Februar am Knie operiert worden. Bei den Olympischen Spielen in Tokio (ab 23. Juli) wird Krawietz wohl an der Seite von Jan-Lennard Struff (Warstein) aufschlagen.

Die an Nummer neun gesetzten Krawietz/Tecau verschliefen den Start am Dienstag komplett und lagen direkt 0:4 zurück. Danach lieferten sie Cabal/Farah (Nr. 2), die 2019 Wimbledon und die US Open gewonnen hatten, aber ein Match auf Augenhöhe. Im entscheidenden Satz gingen Krawietz und Tecau sogar 4:2 in Führung, die Kolumbianer kamen mit einem Lauf von zwölf Punkten in Serie aber wieder heran und entschieden das Match nach 2:29 Stunden für sich.

Der Frankfurter Tim Pütz hatte bereits am Montag mit Hugo Nys (Monaco) den Einzug ins Halbfinale verpasst.

+++++7. Juni 20201+++++

Titelverteidigerin Swiatek bei French Open im Viertelfinale

Iga Swiatek strebt unbeirrt der erfolgreichen Titelverteidigung bei den French Open entgegen. Die 20 Jahre alte Polin hat mit einem 6:3, 6:4-Erfolg gegen die Ukrainerin Marta Kostjuk das Viertelfinale erreicht und nun 22 Sätze in Folge bei dem Sandplatzklassiker gewonnen.

Die Weltranglistenneunte trifft nun überraschend auf Maria Sakkari aus Griechenland, die Swiateks Finalgegnerin des Vorjahres, Sofia Kenin aus den USA, 6:1, 6:3 schlug.

Djokovic mit Mühe – Nadal ohne Probleme

Novak Djokovic hat bei den French Open in Paris das Viertelfinale erreicht, dafür gegen den Italiener Lorenzo Musetti aber Schwerstarbeit verrichten müssen. Djokovic verlor gegen den 19-Jährigen am Montag die ersten beiden Sätze mit 6:7 (7:9), 6:7 (2:7), ehe bei Musetti die Kräfte schwanden und der serbische Weltranglisten-Erste die Partie doch noch drehen konnte.

Deutlich weniger Mühe als Djokovic hatte Topfavorit Rafael Nadal. Der Spanier setzte sich gegen den Italiener Jannik Sinner nach einer Weltklasse-Leistung mit 7:5, 6:3, 6:0 durch. Der 13-malige Paris-Champion hatte nur im ersten Durchgang ein paar Probleme, führte Sinner dann aber phasenweise vor. Nach nur 2:17 Stunden war die einseitige Partie bereits wieder vorbei.

Bei den Damen gab es dagegen die nächste Überraschung. Mit Sofia Kenin schied die nächste Favoritin frühzeitig aus. Die Amerikanerin, die im vergangenen Jahr im Finale stand, unterlag der Griechin Maria Sakkari klar mit 3:6, 1:6.

Struff nach großem Kampf ausgeschieden

Jan-Lennard Struff hat den Einzug ins Viertelfinale der French Open trotz einer erneut starken Leistung verpasst. Der 31 Jahre alte Tennisprofi verlor am Montag in Paris im Achtelfinale gegen den Argentinier Diego Schwartzman mit 6:7 (9:11), 4:6, 5:7 und verpasste damit den erstmaligen Sprung in das Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Vor allem im ersten Satz ließ Struff zu viele Chancen aus und vergab insgesamt sieben Satzbälle. Nach 3:02 Stunden machte der an Nummer zehn gesetzte Schwartzman, der im vergangenen Jahr in Paris im Halbfinale stand, das Weiterkommen mit dem ersten Matchball perfekt.

Struff erwischte auf dem Court Suzanne-Lenglen einen Raketenstart. Die deutsche Nummer zwei nahm Schwartzman gleich zwei Mal das Service ab und zog schnell auf 5:1 davon. Doch dann konnte der Warsteiner seine vielen Chancen nicht nutzen, der Argentinier holte auf und gewann den Tiebreak.

Doch auch im zweiten Durchgang lieferte Struff dem Favoriten einen tollen Fight. Zwei Mal zog er mit einem Break davon, doch beide Male konnte Schwartzman sofort kontern und nahm dem Deutschen ebenfalls das Service ab. Dieses Mal nutzte Schwartzman gleich seine erste Chance zum Satzgewinn und sorgte damit für die Vorentscheidung. Denn bei Stuff ließen die Kräfte nun immer mehr nach, der Frust über die vielen vergebenen Möglichkeiten lastete ebenfalls schwer auf ihm. Das zog sich im dritten Satz fort – den Schwartzmann nach großem Struff-Kampf auch gewann.

Zverev spielt am Dienstag um den Halbfinal-Einzug

Alexander Zverev steht im Viertelfinale der French Open. Die deutsche Nummer eins setzte sich am späten Sonntagabend in der Nightsession von Paris mit 6:4, 6:1, 6:1 gegen den Japaner Kei Nishikori durch und ist nach Boris Becker der zweite deutsche Profi, der seit Beginn der Open Era 1968 mindestens dreimal in seiner Karriere die Runde der letzten Acht in Roland Garros erreicht hat.

Zverev war bereits 2018 und 2019 ins Viertelfinale eingezogen, weiter kam er bei dem Sandplatzklassiker noch nie. Sein nächster Gegner ist der ungesetzte Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Gegen Nishikori zeigte Zverev eine rundum gelungene, hoch fokussierte Vorstellung.

Am Montag (ca. 13 Uhr/Eurosport) hat Jan-Lennard Struff (Warstein) die Chance, nachzuziehen. Die 31 Jahre alte deutsche Nummer zwei trifft auf den an Position zehn gesetzten Argentinier Diego Schwartzman, der Philipp Kohlschreiber (Augsburg) in der dritten Runde besiegt hatte. Auch Dominik Koepfer (Furtwangen) hatte den Sprung ins Achtelfinale durch eine Niederlage gegen Roger Federer verpasst.

US-Teenager Gauff erstmals im Viertelfinale der French Open

Paris (SID) - US-Teenager Cori Gauff steht erstmals im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Die 17-Jährige entschied das Achtelfinalduell mit Ons Jabeur (Tunesien) am Montag locker nach nur 53 Minuten mit 6:3, 6:1 für sich. Es ist bereits die siebte Grand-Slam-Teilnahme für Gauff, die nun auf Barbora Krejcikova trifft.

Auch die Tschechin ist eine Debütantin in der Runde der letzten Acht bei Major-Events, sie setzte sich ebenso klar wie Gauff gegen deren Landsfrau Sloane Stephens mit 6:2, 6:0 durch.

Serena Williams verpasst das Viertelfinale

Das Warten auf den so ersehnten 24. Grand-Slam-Titel geht für Tennis-Superstar Serena Williams weiter. Die 39 Jahre alte Amerikanerin verlor am Sonntagabend in Paris im Achtelfinale gegen die Kasachin Jelena Rybakina mit 3:6, 5:7 und verpasste damit das Viertelfinale. Rybakina verwandelte nach 77 Minuten ihren ersten Matchball.

Williams hat ihr bislang letztes Grand-Slam-Turnier 2017 bei den Australian Open gewonnen. Damals war sie bereits schwanger. Ihre Tochter Olympia kam im September 2017 zur Welt. Seitdem versuchte sie in elf Anläufen vergeblich, den Rekord der Australierin Margaret Court einzustellen.

Gegen die 21 Jahre alte Rybakina fand Williams nie ihren Rhythmus. Die langjährige Nummer eins spielte mit einer dicken Bandage am Oberschenkel und wirkte zum Teil deutlich gehandicapt. Rybakina spielte dagegen unbekümmert auf und behielt auch am Ende die Nerven.

Die Kasachin bekommt es jetzt im ersten Viertelfinale ihrer Karriere mit der Russin Anastasia Pawljutschenkowa zu tun. Die 29-Jährige setzte sich etwas überraschend gegen Geheimfavoritin Victoria Asarenka aus Belarus mit 5:7, 6:3, 6:2 durch. Pawljutschenkowa steht damit erstmals seit zehn Jahren im Stade Roland Garros wieder im Viertelfinale.

Erstmals überhaupt qualifiziert für ein Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier ist die Slowenin Tamara Zidansek. Die 23-Jährige setzte sich gegen Sorana Cirstea aus Rumänien mit 7:6 (7:4), 6:1 durch. Sie trifft nun am Dienstag auf die Spanierin Paula Badosa, die gegen Marketa Vondrousova aus Tschechien mit 6:4, 3:6, 6:2 gewann.

Deutsche Tennis-Damen sind nicht mehr dabei. Angelique Kerber, Laura Siegemund und Andrea Petkovic waren alle in der ersten Runde ausgeschieden.

Federer verzichtet auf Achtelfinale

Roger Federer wird bei den French Open in Paris nicht mehr zu seinem Achtelfinale gegen den Italiener Matteo Berrettini antreten. Das teilten die Veranstalter am Sonntag mit. Der 39 Jahre alte Schweizer hatte bereits nach seinem Drittrunden-Sieg gegen Dominik Koepfer in der Nacht zum Sonntag erklärt, dass er über einen Rückzug nachdenke. Federer ist gerade erst nach zwei Knieoperationen und mehr als einem Jahr Pause auf die Tennis-Tour zurückgekehrt. Der Fokus des Rekord-Grand-Slam-Turnier-Siegers liegt komplett auf den nun anstehenden Rasen-Turnieren mit dem Klassiker in Wimbledon als Höhepunkt. Berrettini steht damit kampflos im Viertelfinale.

„Nach Diskussionen mit meinem Team, habe ich mich entschieden, mich heute von Roland Garros zurückzuziehen“, wurde Federer in einer Mitteilung des Turniers zitiert. „Nach zwei Knieoperationen und über einem Jahr Aufbautraining ist es wichtig, dass ich auf meinen Körper höre und sichergehe, dass ich mich nicht zu schnell pushe“, sagte Federer. „Ich bin glücklich, dass ich drei Matches spielen konnte. Es gibt kein besseres Gefühl, als zurück auf dem Platz zu sein.“

 Medwedew entdeckt seine Liebe zum Sandplatz: Viertelfinale gegen Tsitsipas

 Daniil Medwedew entdeckt bei den French Open immer mehr seine Liebe zum Sandplatz-Tennis. Der 25 Jahre alte Weltranglistenzweite, der erst vor Wochen gesagt hatte, er hasse den Belag, steht urplötzlich im Viertelfinale von Paris. Der Russe schlug am Sonntag den Chilenen Cristian Garin 6:2, 6:1, 7:5 und löste damit sein Ticket für ein spannendes Viertelfinale.

Der Sieger der ATP Finals trifft auf den Griechen Stefanos Tsitsipas, der als Sandplatzexperte vor dem Turnier als klarer Favorit gegolten hätte. Nun scheint das Duell völlig offen. Tsitsipas hatte sich am Sonntag mit 6:3, 6:2, 7:5 gegen den Spanier Pablo Carreno Busta durchgesetzt.

Titelkandidat Tsitsipas in Paris locker im Viertelfinale

 Titelkandidat Stefanos Tsitsipas hat bei den French Open ohne große Mühe das Viertelfinale erreicht. Der 22 Jahre alte Grieche gewann in Paris am Sonntag sein Achtelfinal-Match gegen den Spanier Pablo Carreno Busta mit 6:3, 6:2, 7:5. Tsitsipas, der in dieser Sandplatz-Saison bereits die Turniere in Monte-Carlo und Lyon gewinnen konnte, benötigte nur 2:07 Stunden für seinen Erfolg. Im Viertelfinale könnte es nun zum Top-Duell mit dem Russen Daniil Medwedew kommen.

Koepfer verpasst Karriere-Highlight gegen Federer

Dominik Koepfer hat ein echtes Karrierehighlight verpasst und ist bei den French Open an Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer gescheitert. Der 27-Jährige aus Furtwangen unterlag dem Schweizer "Maestro" in einem hart umkämpften Match mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:3), 6:7 (4:7), 5:7 und ließ damit die Chance auf sein erstes Achtelfinale in Roland Garros aus.

Der Weltranglisten-59. konnte damit Alexander Zverev (Hamburg) und Jan-Lennard Struff (Warstein) nicht folgen, die zuvor ihre Drittrundenmatches gewonnen hatten. Auch Philipp Kohlschreiber (Augsburg) schied aus.

Koepfer versteckte sich auf dem Court Philippe-Chatrier nicht, agierte lange mutig, ließ aber auch gute Gelegenheiten aus. Federer, der sein erstes Grand-Slam-Turnier nach langer Verletzungspause spielt, wirkte zeitweise fahrig, war dann in den entscheidenden Momenten aber da.

Zverev hatte bereits am Freitag vorgelegt, Struff zog am Samstag mit einem 6:4, 7:6 (7:3), 6:1-Erfolg gegen Toptalent Carlos Alcaraz (Spanien) nach. Er trifft nun auf den an Nummer zehn gesetzten Argentinier Diego Schwartzman, dem Kohlschreiber 4:6, 2:6, 1:6 unterlag.

Zverev ist bereits am Sonntagabend (21.00 Uhr/Eurosport und ServusTV) im Duell mit dem Japaner Kei Nishikori wieder gefordert. Den 31-Jährigen hat er in diesem Jahr schon in Rom und auf dem Weg zum Turniersieg beim Masters in Madrid geschlagen.

Djokovic und Nadal ohne Satzverlust im Achtelfinale

Novak Djokovic und Rafael Nadal eilen bei den French Open ungefährdet von Sieg zu Sieg und damit auf das direkte Duell zu. Der Weltranglistenerste aus Serbien besiegte am Samstag in seinem Drittrundenmatch den Litauer Ricardas Berankis 6:1, 6:4, 6:1 und steht im Achtelfinale. Dort trifft der 34-Jährige auf den 15 Jahre jüngeren Italiener Lorenzo Musetti, der gleich bei seinem Grand-Slam-Debüt für Aufsehen sorgt.

Am frühen Abend folgte Nadal in die Runde der letzten 16 mit einem 6:3, 6:3, 6:3 gegen den Briten Cameron Norrie. Djokovic und Nadal bleiben weiter ohne Satzverlust und könnten im Halbfinale aufeinander treffen.

Djokovic zeigt sich wild entschlossen, den 13-maligen Paris-Sieger Nadal bei dem wichtigsten Sandplatzturnier anzugreifen. Mit einem Triumph würde der Serbe auch in der Rangliste der Grand-Slam-Sieger auf Nadal und Roger Federer (Schweiz) aufholen. Djokovic steht bei 18 Majortiteln, seine beiden Dauerrivalen haben zwei mehr.

Struff im Achtelfinale – Kohlschreibers Lauf gestoppt

Jan-Lennard Struff brüllte seine ganze Erleichterung heraus, ließ sich vom Publikum für seinen starken Auftritt feiern und biss dann erstmal erschöpft in eine Banane. Die deutsche Nummer zwei hat das Toptalent Carlos Alcaraz mit Wucht und Köpfchen in einem fordernden Duell entzaubert und ist Alexander Zverev ins Achtelfinale der French Open gefolgt.

"Ich bin happy, dass ich in drei Sätzen durchgekommen bin", sagte der 31-jährige Warsteiner, der den 13 Jahre jüngeren Spanier mit 6:4, 7:6 (7:3), 6:1 schlug und zum zweiten Mal nach 2019 in der Runde der letzten 16 steht: "Er ist ein großartiger Spieler. Ich musste wirklich aufpassen."

Dominik Koepfer (Furtwangen) besitzt in der Nightsession (21 Uhr/Eurosport und ServusTV) gegen den 20-maligen Grand-Slam-Champion Roger Federer (Schweiz) noch am Samstag die Chance, nachzuziehen. Sollte Koepfer dies gelingen, stünden zum ersten Mal überhaupt drei deutsche Herren im Achtelfinale von Paris.

Struff trifft nun auf den an Position zehn gesetzten Diego Schwartzman aus Argentinien, der zuvor am Samstag Philipp Kohlschreiber (Augsburg) besiegt hatte. Der 37 Jahre alte Routinier war beim 4:6, 2:6, 1:6 chancenlos gegen den Vorjahres-Halbfinalisten und verpasste seine dritte Achtelfinalteilnahme.

Der langjährige Davis-Cup-Spieler hatte auf mehr gehofft. "Vor dem Turnier hätte ich es unterschrieben, bei einem Grand Slam mal wieder zwei Matches gegen starke Gegner zu gewinnen, heute ist man natürlich enttäuscht", sagte Kohlschreiber: "Momentan freue ich mich nicht über das Turnier, dafür ist die Niederlage zu aktuell." Ob die 17. Teilnahme in Roland Garros auch seine letzte war, ließ er offen.

Während Kohlschreiber nach einem starken Start der Dominanz von Schwartzman immer weniger entgegenzusetzen hatte, bestach Struff mit großer Konzentration und einem klugen Plan, der immer wieder Netzangriffe vorsah. Im zweiten Satz wehrte er nervenstark einen Satzball ab und zeigte in der Druckphase sein bestes Tennis. Alcaraz blieb ein zäher Gegner, den Struff nach 2:16 Stunden besiegt hatte.

Zuvor war am Freitag bereits Alexander Zverev (Hamburg) in die Runde der letzten 16 eingezogen und richtete schon den Blick auf den Sonntag und das Duell am Abend (nicht vor 21.00 Uhr) mit dem Japaner Kei Nishikori. Den 31-Jährigen hat er in diesem Jahr schon in Rom und auf dem Weg zum Turniersieg beim Masters in Madrid geschlagen. "Es wird eine harte Nuss", sagte Zverev: "Ich freue mich auf die Herausforderung."

Williams erstmals seit 2018 im Achtelfinale

Das Favoritensterben in der Frauenkonkurrenz der French Open geht weiter - und die 23-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams wittert immer mehr ihre Chance. Die US-Amerikanerin zog mit einem überzeugenden 6:4, 6:4-Sieg gegen ihre Landsfrau Danielle Collins ins Achtelfinale ein.

Williams jagt weiter ihren 24. Majortriumph, mit dem sie zu Grand-Slam-Rekordsiegerin Margaret Court (Australien) aufschließen würde. "Es war ein schwieriges Match", sagte Williams nach ihrem Match auf Französisch und verdiente sich den Applaus des Publikum: "Ich bin glücklich, dass ich weitergekommen bin."

Mit Aryna Sabalenka (Belarus/Nr. 3) war zuvor am Freitag die höchstgesetzte noch im Turnier verbliebene Spielerin gescheitert. Die 23 Jahre alte Nummer vier der Welt unterlag nach einem schwachen Auftritt der Russin Anastasia Pawljutschenkowa (Nr. 31) 4:6, 6:2, 0:6.

Zuvor hatten die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Aufgabe nach Verletzung) und Naomi Osaka (Rückzug nach Streit um Presse-Boykott) ihre Chancen eingebüßt. Simona Halep, Nummer drei der Welt, war aufgrund einer Verletzung bei dem Sandplatz-Klassiker gar nicht erst an den Start gegangen.

Gute Aussichten auf die Trophäe haben nun Titelverteidigerin Iga Swiatek (Polen), Vorjahresfinalistin Sofia Kenin (USA) und Jelena Switolina (Ukraine). Und eben die 39 Jahre alte Williams, die sich in Paris in guter Form präsentiert.

Medwedew im Eiltempo ins Achtelfinale

Der Weltranglistenzweite Daniil Medwedew hat kurzen Prozess mit dem Aufschlagriesen Reilly Opelka gemacht und steht zum ersten Mal im Achtelfinale der French Open. Der 25 Jahre alte Russe schlug den an Nummer 32 gesetzten US-Amerikaner am Freitag in nur 1:38 Stunden mit 6:4, 6:2, 6:4.

Vor seinen Auftritten in diesem Jahr war Medwedew vier Mal in der ersten Runde von Paris gescheitert, nun kommt er immer besser mit den Bedingungen bei dem Sandplatzturnier zurecht. Der Gewinner der ATP Finals von 2020 ist ein potenzieller Halbfinalgegner von Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev.

Zverev schlägt Djere und steht erneut im Achtelfinale

Alexander Zverev steht zum vierten Mal in Serie im Achtelfinale von Paris. Der beste deutsche Tennisprofi gewann sein Drittrundenduell gegen den ungesetzten Serben Laslo Djere 6:2, 7:5, 6:2 und trifft nun in der Runde der letzten 16 auf den Japaner Kei Nishikori.

Zverev war gegen Djere sofort der dominierende Spieler und verdiente sich den Gewinn des ersten Satzes nach 37 Minuten. Doch unter dem wegen Regens geschlossenen Dach des Court Philippe-Chatrier wurde Zverev Anfang des zweiten Durchgangs passiver. Djere machte mit seiner Vorhand Druck und erarbeitete sich drei Satzbälle. Nervenstark kämpfte sich der Weltranglistensechste zurück und ließ Djere danach nicht mehr ins Match zurückkommen.

Der 24 Jahre alte Hamburger Zverev, der 2018 und 2019 das Viertelfinale bei den French Open erreichte, hat in diesem Jahr Großes vor und verfügt über eine günstige Auslosung. Erst im Finale könnte er auf die absoluten Topstars Rafael Nadal (Spanien) oder Novak Djokovic (Serbien) treffen.

Am Samstag haben drei weitere deutsche Herren die Chance auf den Einzug in die Runde der letzten 16. Dominik Koepfer (Furtwangen) bekommt es mit Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer (Schweiz/Nr. 8) zu tun. Jan-Lennard Struff (Warstein) trifft auf den 18 Jahre alten Aufsteiger Carlos Alcaraz (Spanien) und Routinier Philipp Kohlschreiber (Augsburg) fordert den Sandplatzspezialisten Diego Schwartzman (Argentinien/Nr. 10).

Nächste Favoritin scheidet aus – Sabalenka unterliegt Pawljutschenkowa

Das Favoritensterben in der Frauenkonkurrenz der French Open geht weiter: Mit Aryna Sabalenka (Belarus/Nr. 3) ist am Freitag die höchstgesetzte noch im Turnier verbliebene Spielerin gescheitert. Die 23 Jahre alte Nummer vier der Welt unterlag nach einem schwachen Auftritt der Russin Anastasia Pawljutschenkowa (Nr. 31) 4:6, 6:2, 0:6.

Zuvor hatten die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Aufgabe nach Verletzung) und Naomi Osaka (Rückzug nach Streit um Presse-Boykott) ihre Chancen eingebüßt. Simona Halep, Nummer drei der Welt, war aufgrund einer Verletzung bei dem Sandplatz-Klassiker gar nicht erst an den Start gegangen.

Gute Aussichten auf die Trophäe haben nun Titelverteidigerin Iga Swiatek (Polen), Vorjahresfinalistin Sofia Kenin (USA) und Jelena Switolina (Ukraine). Das deutsche Trio um Angelique Kerber (Kiel) war in der ersten Runde gescheitert.

Zverev will in Paris ins Achtelfinale – Williams wittert Chance

Vier deutsche Herren haben es bei den French Open in die dritte Runde geschafft, die deutsche Nummer eins ist bereits an diesem Freitag im Einsatz. Alexander Zverev strebt in Paris ins Achtelfinale, wo für den 24-Jährigen im Vorjahr Endstation war. Dieses Mal soll es für Zverev auf jeden Fall weiter gehen.

Alexander Zverev: In Topform ist der Weltranglisten-Sechste bislang noch nicht, doch nach zwei Siegen gegen Qualifikanten kommt Zverev langsam in Schwung. Gegen den Serben Laslo Djere geht Zverev im zweiten Spiel nach 12.00 Uhr wieder als klarer Favorit auf den Centre Court. „Da brauchen wir nicht drumherum zu reden“, sagte Zverev. „Dennoch wird es keine leichte Aufgabe, vor allem, weil ihm Sand als Belag liegt.“

Den freien Tag nutzte die deutsche Nummer eins wieder zur optimalen Vorbereitung. Meditieren, Eiskammer - es sind diese kleinen Dinge, die zeigen, dass Zverev dazulernt und immer professioneller wird. Die Auslosung meint es in diesem Jahr gut mit ihm. Nach dem frühen Aus des Österreichers Dominic Thiem könnte mit dem Griechen Stefanos Tsitsipas erst im Halbfinale ein richtiger Brocken auf Zverev warten.

Serena Williams: Wenn die Amerikanerin antritt, gehört sie eigentlich immer zum Favoritenkreis. Doch dieses Mal hatte die 39-Jährige vor den French Open niemand so richtig auf der Rechnung. Schließlich hatte Williams nach den Australian Open eine lange Pause gemacht und danach erst langsam wieder in Schwung gefunden. Doch nachdem mit Ashleigh Barty und Naomi Osaka zwei Top-Favoritinnen bereits nicht mehr dabei sind, steigen die Chancen von Williams, endlich ihren 24. Grand-Slam-Titel zu feiern. Damit würde sie den Rekord von Margaret Court aus Australien einstellen.

Struff macht deutsches Quartett in dritter Runde perfekt

Jan-Lennard Struff hat das deutsche Quartett in der dritten Runde der French Open komplettiert. Der 31 Jahre alte Warsteiner schlug Facundo Bagnis aus Argentinien am Donnerstag mit 7:5, 7:6 (7:1), 6:4 und sorgte mit dafür, dass so viele Profis des Deutschen Tennis Bundes (DTB) noch nach der zweiten Runde im Turnier sind, wie seit 1993 nicht mehr.

Damals schafften in Patrick Kühnen, Carl-Uwe Steeb, Marc-Kevin Goellner, Bernd Karbacher und Michael Stich sogar fünf Profis den Schritt in die dritte Runde. In diesem Jahr sind neben Struff auch Alexander Zverev (Hamburg), Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Dominik Koepfer weiter dabei.

"Es war mega wichtig, das Match zu gewinnen", sagte Struff, der 2019 in Paris das Achtelfinale erreichte. Er war in den entscheidenden Phasen konsequenter als sein Gegner und trifft nun auf den 18 Jahre alten Spanier Carlos Alcaraz. "Er ist ein brutales Talent, das wird ein taffes Ding", sagte Struff.

Federer kämpft sich in Runde drei - und trifft jetzt auf Koepfer

Roger Federer steht bei den French Open in der dritten Runde. Der 39 Jahre alte Schweizer rang am Donnerstag in Paris den Kroaten Marin Cilic mit 6:2, 2:6, 7:6 (7:4), 6:2 nieder. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale bekommt es Federer, der wegen zweier Knieoperationen mehr als ein Jahr pausieren musste, am Samstag mit dem deutschen Tennisprofi Dominik Koepfer zu tun. Federer nutzte gegen Cilic nach 2:35 Stunden seinen zweiten Matchball.

Kohlschreiber sorgt für Überraschung - auch Koepfer in Runde drei

Philipp Kohlschreiber riss die Arme hoch, warf strahlend sein Schweißband ins Publikum und verließ dann unter "Kohli"-Rufen beschwingt Platz 7 - wenig später ertönte ein Urschrei von nebenan. Kurz nach dem Routinier machte auch Dominik Koepfer mit einer krachenden Vorhand seinen Drittrundeneinzug bei den French Open perfekt, verdiente sich ein Duell mit Roger Federer und sorgte für einen starken fünften Turniertag aus deutscher Sicht beim Sandplatz-Klassikers in Paris.

"Es ist wirklich traumhaft", sagte Kohlschreiber, der nach seinem 6:3, 7:6 (7:4), 4:6, 6:1 gegen den Australian-Open-Halbfinalisten Aslan Karazew hochzufrieden war. Lange hatte der 37 Jahre alte Dauerbrenner auf ein derartiges Glücksgefühl warten müssen, vor dem Turnierbeginn hatte er seit Februar 2020 kein Tour-Match mehr gewonnen - nun erlebt er am Bois de Boulogne so etwas wie seinen zweiten Tennis-Frühling.

"Ich habe heute einen Super-Tennistag gehabt und mein Spiel von Anfang bis Ende durchgezogen", fügte der Augsburger an, der sich auch über das gute deutsche Abschneiden - zumindest auf Herrenseite - freute. "Wir sind ein super Team. Ist doch toll, wenn wir bei den größten Turnieren auch die Leistung abrufen", sagte er. Jan-Lennard Struff besaß am Abend noch die Chance, als vierter deutscher Profi die zweite Runde zu meistern, das hatte es seit 1993 nicht mehr gegeben.

Seinen Beitrag dazu leistete Koepfer - und zwar rundum überzeugend. Der 59. der Weltrangliste besiegte den in Roland Garros an Nummer 30 gesetzten Taylor Fritz aus den USA mit 6:3, 6:2, 3:6, 6:4 und schaffte erstmals den Sprung in die dritte Runde. "Ich spiele die großen Turniere jetzt zum zweiten Mal und ich habe immer mehr das Gefühl, dass ich hier hingehöre", sagte Koepfer: "Ich glaube an mich und die Resultate kommen."

(dpa/sid)