French Open 2019: Alexander Zverev erreicht mühelos die dritte Runde

French Open 2019 : Zverev erreicht mühelos die dritte Runde

Alexander Zverev hat bei den French Open souverän die dritte Runde erreicht. Der 22-Jährige gewann gegen den schwedischen Qualifikanten Mikael Ymer in drei Sätzen. An seinem Spielstil aber gibt es weiter Kritik.

Dem Marathon folgte ein Sprint: Alexander Zverev hat bei den French Open in Paris im Eiltempo die dritte Runde erreicht. Nach seinem mehr als vierstündigen Fünfsatz-Krimi in der ersten Runde gegen den Australier John Millman ging dem Weltranglistenfünften sein Match gegen den schwedischen Qualifikanten Mikael Ymer wesentlich leichter und flotter von der Hand: Für sein klares und über weite Strecke auch überzeugendes 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) auf dem neuen Court "Simonne Mathieu" benötigte der ATP-Champion nur 1:59 Stunden. Nur gegen Ende des dritten Satzes hatte er einen Durchhänger.

Der bisweilen überforderte Rasta-Man Ymer (20) hatte gegen einen sehr konzentriert und entschlossen spielenden Zverev (22) nur gegen Ende des dritten Satzes die Chance, ins Match zurückzukommen. Der Hamburger diktierte das Spiel mit starken Aufschlägen, meist suchte er danach schnell die Entscheidung gegen den 148. der Weltrangliste, der erst sein zweites Match überhaupt bei einem Grand Slam spielte. In dieser Form sollte für Zverev auch in der dritten Runde, in der er auf Dusan Lajovic (Serbien/Nr. 30) trifft, ein klarer Sieg möglich sein.

Vor dem Match hatte Eurosport-Experte Boris Becker noch einmal leise Kritik am Spielstil von Zverev geübt und mokiert, dieser stehe zu weit hinter der Grundlinie. Auf diesen Stil hätten sich die Gegner aber mittlerweile eingestellt und eine Lösung gefunden. "Und das macht ihm zu schaffen, dass er sein Spiel nicht weiterentwickelt hat. Man muss sich ständig weiterentwickeln", betonte Becker. Sein Kollege John McEnroe warnte ebenfalls: Falls Zverev nicht ein bisschen weiter nach vorne rücke und näher zur Grundlinie rücke, werde er in seiner Entwicklung "irgendwann stehenbleiben". Für Ymer war Zverev freilich mindestens eine Nummer zu groß.

(sid/old)
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