French Open 2018: Angelique Kerber nimmt viel Schwung mit für Rasensaison

Viertelfinal-Aus bei den French Open : Jetzt geht es für Kerber auf den geliebten Rasen

Angelique Kerbers Reise bei den French Open endete im Viertelfinale erneut gegen die Rumänin Simona Halep. Trotzdem nimmt die Kielerin aus Paris viel Schwung mit in die anstehende Rasensaison.

An die bevorstehende Rasensaison mochte Angelique Kerber eigentlich noch gar nicht denken. Nach ihrer Niederlage im Viertelfinale der French Open gegen Simona Halep wollte die Kielerin lieber erst in Ruhe ihren insgesamt gelungenen Auftritt in Paris bilanzieren. "Ich bin mit dem Kopf noch hier", sagte sie, angesprochen auf ihre Hoffnungen und Wünsche für die kommenden Wochen: "An Wimbledon und an Gras denke ich erst in ein paar Tagen. Jetzt ruhe ich mich erst mal aus."

Doch nachdem die Reporter nicht locker ließen, wagte Kerber letztlich doch noch einen kleinen Blick voraus. Natürlich freue sie sich, jetzt wieder auf Gras spielen zu können, bekannte die 30-Jährige - natürlich auch auf den Höhepunkt Anfang Juli beim Major-Turnier in London. "Wimbledon ist einer der berühmtesten Grand Slams, einer der traditionsreichsten", sagte Kerber: "Ich habe dort gut gespielt in den letzten Jahren und möchte das wieder tun."

Zehren will die zweimalige Major-Siegerin dabei auch von dem Schwung, den sie in Paris auf dem Weg in ihr zweites Viertelfinale von Roland Garros aufgenommen hat. Auch wenn die rumänische Weltranglistenerste Halep dort letztlich wie schon im Australian-Open-Halbfinale im Januar wieder knapp die Nase vorn hatte und sie nach gutem Beginn noch 7:6 (7:2), 3:6, 2:6 verlor. Ihre Leistungen in Paris haben Kerber dennoch weiteren Auftrieb gegeben. "Ich denke, dass ich viel mitnehmen kann", meinte sie.

Kerber, das wurde auch in erneut Paris klar, hat ihr Seuchenjahr 2017 hinter sich gelassen. Endgültig. Mental wie körperlich. Hätte man den guten Jahresauftakt inklusive des Halbfinal-Einzugs in Melbourne noch als Ausreißer nach oben werten können, zeigt die insgesamt gute Sandplatzsaison, dass sie sich tatsächlich wieder auf hohem Niveau stabilisiert hat. "Ich habe gesagt, dass ich mich als Spielerin weiterentwickeln will", sagte sie: "Ich glaube, das habe ich geschafft."

Nach einem etwas mühsamen Start beim Fed-Cup-Halbfinale und dem anschließenden Heim-Turnier in Stuttgart hat sich Kerber vor allem durch die gelungenen Auftritte in Paris mit dem einst so ungeliebten Untergrund ausgesöhnt. Die mentale Blockade, dass ihr Spiel auf Sand nicht so gut funktioniere wie auf anderen Belägen, scheint gelöst. "Für meine Verhältnisse war das ein Schritt nach vorne", sagte sie: "Aber ich freue mich schon, dass die Sandsaison jetzt endet und es wieder auf Gras geht."

(SID)
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