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Australian Open: Stefanos Tsitsipas kritisiert Medwedew für Ausraster

Australian Open : „Nicht der reifste Mensch“ - Tsitsipas kritisiert Medwedew für Ausraster

Daniil Medwedew verlor im Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas zeitweise völlig die Fassung und beschimpfte den Schiedsrichter in zweitem Satz. Vom unterlegenen Griechen gab es hinterher Kritik. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts.

Stefanos Tsitsipas hat Daniil Medwedew nach dem hitzigen Halbfinalduell bei den Australian Open kritisiert. "Er ist nicht der reifste Mensch", sagte der 23 Jahre alte Grieche in Richtung des zwei Jahre älteren Weltranglistenzweiten aus Russland. Zugleich wies Tsitsipas den Vorwurf des Coachings zurück.

Medwedew hatte sich während der Partie, die er 7:6 (7:5), 4:6, 6:4, 6:1 gewann und dadurch im zweiten Jahr infolge den Sprung ins Finale schaffte, lautstark beim spanischen Schiedsrichter Jaume Campistol beschwert und sich dabei im Ton vergriffen. "Bist du verrückt, bist du dumm?", sagte er in Richtung des Unparteiischen: "Er redet nach jedem Punkt. Du musst ihn verwarnen." Aussagen, die für Boris Becker zu viel waren. "So kann man nicht mit anderen Menschen sprechen", sagte der 54-Jährige am Eurosport-Mikrofon.

Tsitsipas erhielt schließlich eine Verwarnung, die er für ungerecht hielt. "Ich habe schon in der Vergangenheit einige bekommen und die Schiedsrichter achten immer nur auf meine Box und nie auf die meines Gegners", sagte er: "Ich habe das Gefühl, dass ich schon seit langem ein Opfer davon bin."

Medwedew ruderte nach dem Match ein gutes Stück zurück und entschuldigte sich auch beim Referee: "Ich bedauere es immer wieder, weil ich es nicht schön finde. Ich weiß, dass jeder Schiedsrichter versucht, sein Bestes zu geben."

Nadal im Finale von Melbourne - Medwedew zieht nach Ausraster nach

Rafael Nadal steht im Finale der Australian Open und ist nur noch einen Schritt vom historischen 21. Grand-Slam-Triumph entfernt. Der 35 Jahre alte Spanier gewann sein Halbfinale gegen den italienischen Wimbledonfinalisten Matteo Berrettini 6:3, 6:2, 3:6, 6:3 und steht zum sechsten Mal im Endspiel von Melbourne.

"Ich musste leiden, ich musste kämpfen. Es bedeutet mir sehr viel, hier im Finale zu stehen. So gut wie in den ersten beiden Sätzen habe ich lange nicht mehr gespielt", sagte Nadal: "Ich hatte nie mit einer weiteren Chance im Jahr 2022 gerechnet."

Insgesamt ist es Nadals 29. Grand-Slam-Finale. In Australien konnte er bislang einzig 2009 den Titel gewinnen - nun nimmt er den nächsten Anlauf und trifft im Endspiel am Sonntag (9.30 Uhr/Eurosport) auf den russischen US-Open-Sieger Daniil Medwedew, der 7:6 (7:5), 4:6, 6:4, 6:1 gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas gewann.

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Medwedew, der im Vorjahr im Endspiel Novak Djokovic unterlegen war, verlor in dem Match zeitweise völlig die Fassung und beschimpfte den Schiedsrichter in zweitem Satz. "Bist du verrückt, bist du dumm?", sagte er in Richtung des Unparteiischen, der ein angebliches Coaching von Tsitsipas durch dessen Vater Apostolos übersehen haben soll. "Er redet nach jedem Punkt. Du musst ihn verwarnen", sagte Medwedew.

Im vierten Satz wurde Tsitsipas schließlich verwarnt, er fand nicht mehr zu seinem Spiel.

Mladenovic und Dodig holen Mixed-Titel bei den Australian Open

Kristina Mladenovic und Ivan Dodig haben bei den Australian Open der Tennisprofis ihren ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel im Mixed gewonnen. Das französisch-kroatische Duo bezwang am Freitag in Melbourne die australische Wildcard-Paarung Jaimee Fourlis und Jason Kubler 6:3, 6:4. Mladenovic und Dodig waren die Nummer fünf der Setzliste.

Im Herren-Doppel werden die Australier am Samstag auf jeden Fall einen Sieg bei ihrem Heim-Grand-Slam feiern, weil Nick Kyrgios und Thanasi Kokkinakis gegen Matthew Ebden und Max Purcell in einem australischen Finale aufeinandertreffen. Im Einzel kann sich die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty am Samstag gegen die amerikanische Überraschungsfinalistin Danielle Collins zur Siegerin küren.

+++ 27. Januar 2022 +++

Barty souverän im Finale

Die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste zeigt weiterhin keinerlei Schwäche und zog durch ein nie gefährdetes 6:1, 6:3 gegen die zuvor sehr überzeugende US-Amerikanerin Madison Keys erstmals ins Finale von Melbourne ein. Als erste Australierin seit 1978 kann Barty am Samstag beim Heim-Grand-Slam triumphieren.

Gegnerin im Endspiel ist die US-Amerikanerin Danielle Collins, die durch ein 6:4, 6:1 gegen die frühere French-Open-Siegerin Iga Swiatek (Polen) in ihr erstes Major-Finale einzog. Wimbledonsiegerin Barty war als große Favoritin ins Turnier gegangen, auf ihrem Weg ins Finale gab die 25-Jährige keinen einzigen Satz ab.

1978 hatte Christine O'Neil als bislang letzte Australierin den Titel beim Heim-Grand-Slam geholt. Bartys bestes Ergebnis in Melbourne war bisher der Halbfinaleinzug 2020, als sie gegen die spätere Siegerin Sofia Kenin (USA) verlor. Seit Wendy Turnbull 1980 hatte keine Australierin mehr das Finale erreicht.

Die Show geht weiter – Kyrgios/Kokkinakis im Doppel-Finale

Die Publikumslieblinge Nick Kyrgios und Thanasi Kokkinakis haben bei den Australian Open der Tennisprofis für das erste australische Doppel-Finale seit 1980 gesorgt. Kyrgios und Kokkinakis setzten am Donnerstag in Melbourne mit dem 7:6 (7:4), 6:4 gegen Marcel Granollers und Horacio Zeballos aus Spanien und Argentinien ihre überraschend Erfolgsserie fort. Die beiden Wildcard-Inhaber, die mit ihrer wilden und unterhaltsamen Art die Zuschauer anlockten, treffen im Endspiel am Samstag auf Matthew Ebden und Max Purcell.

Ebden und Purcell besiegten in ihrem Halbfinale mit 6:3, 7:6 (11:9) die an zwei gesetzten Rajeev Ram und Joe Salisbury aus den USA und Großbritannien. 1980 hatten Kim Warwick und Mark Edmondson gegen Peter McNamara und Paul McNamee gewonnen.

+++++26. Januar 20222+++++

Krimi gegen Auger-Aliassime - Medwedew dreht 0:2-Satzrückstand

Zwei Sätze zurück, einen Matchball gegen sich - und am Ende doch noch ein Happy End für Daniil Medwedew: Der US-Open-Champion und Titelfavorit hat sich bei den Australian Open ins Halbfinale gerettet. In einem außergewöhnlichen und so nicht erwartbaren Tennis-Spektakel über fünf Sätze quälte sich der russische Weltranglisten-Zweite gegen den kanadischen Herausforderer Felix Auger-Aliassime zu einem 6:7 (4:7), 3:6, 7:6 (7:2), 7:5, 6:4.

Nach 4:42 Stunden durfte Medwedew in der Nacht zum Donnerstag in Melbourne doch noch jubeln. Anders als der schon im Achtelfinale gescheiterte Olympiasieger Alexander Zverev wendete der Vorjahresfinalist ein überraschend frühes Aus noch ab.

„Ich habe keine Ahnung“, antwortete der 25-Jährige im Siegerinterview noch auf dem Platz auf die Frage, wie er dem Aus noch entkommen sei. „Ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt und Felix hat unglaublich gespielt. Ich wusste nicht genau, was ich machen soll.“

Lange hatte es so ausgesehen, als würde der forsch auftretende Weltranglisten-Neunte Auger-Aliassime den Titelkandidaten Medwedew schocken. Im vierten Satz musste Medwedew bei 4:5 einen Matchball abwehren, drehte das packende Duell aber doch noch.

Im Halbfinale am Freitag trifft Vorjahresfinalist Medwedew nun auf den griechischen Weltranglisten-Vierten Stefanos Tstsipas, der seinen erneuten Halbfinaleinzug mit dem beeindruckenden 6:3, 6:4, 6:2 gegen das italienische Talent Jannik Sinner perfekt machte. Im anderen Vorschlussrundenduell will der spanische Tennisstar Rafael Nadal gegen den italienischen Wimbledonfinalisten Matteo Berrettini die Chance auf den 21. Grand-Slam-Titel und die damit verknüpfte Bestmarke sichern.

Swiatek ringt Kanepi nach drei Stunden nieder - jetzt wartet Collins

Gut 15 Monate nach ihrem French-Open-Titel hat die polnische Tennisspielerin Iga Swiatek bei den Australian Open die Chance auf ihr zweites Grand-Slam-Endspiel. Mit dem hart umkämpften 4:6, 7:6 (7:2), 6:3 beendete die Top-Ten-Spielerin am Mittwoch im Viertelfinale von Melbourne die überraschende Siegesserie der Estin Kaia Kanepi. Nach 3:01 Stunden verwandelte Swiatek ihren zweiten Matchball und zog erstmals ins Halbfinale der Australian Open ein.

„Dieses Match war verrückt“, meinte Swiatek nach dem Duell mit einigen Wendungen: „Sie hat so großartig gespielt.“ 2020 hatte die Polin verblüfft und sich als Teenager einen Namen gemacht, weil sie sich völlig unerwartet den French-Open-Titel sicherte. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren die French Open damals in den Herbst verlegt worden.

Gegen Kanepi behielt die 20-Jährige auch nach dem Satzrückstand und einer zunächst vergebenen 4:1-Führung im zweiten Durchgang die Nerven. Trotz eines teilweise unsicheren Aufschlags und zwölf Doppelfehlern setzte sie sich durch. Die Weltranglisten-115. Kanepi hatte vor einer guten Woche in Melbourne Angelique Kerber aus dem Turnier geworfen und der Kielerin den 34. Geburtstag vermiest.

Swiatek spielt nun am Donnerstag gegen die US-Amerikanerin Danielle Collins um das Erreichen des Endspiels. Collins wiederholte ihr bisher bestes Grand-Slam-Ergebnis von 2019, als sie ebenfalls bis ins Halbfinale der Australian Open kam. Mit 7:5, 6:1 bezwang sie im Überraschungs-Viertelfinale und ersten Match dieses Turniertags die ungesetzten Französin Alizé Cornet. Cornet stand bei ihrem 63. Grand-Slam-Turnier zum ersten Mal in der Runde der besten Acht.

+++++25. Januar 20222+++++

Nadal nach Sieg gegen Zverev-Bezwinger im Halbfinale

Rafael Nadal hat zum siebten Mal das Halbfinale der Australian Open erreicht. Der 35 Jahre alte Spanier musste am Dienstag in Melbourne offenbar angeschlagen nach einer 2:0-Satzführung gegen Denis Shapovalov noch in den fünften Satz, kämpfte sich aber zu einem 6:3, 6:4, 4:6, 3:6, 6:3. Im Achtelfinale hatte der Kanadier Shapovalov die Titel-Hoffnungen des Hamburgers Alexander Zverev beendet.

Der 35-Jährige trifft nun auf den zehn Jahre jüngeren Wimbledonfinalisten Matteo Berrettini, der den Franzosen Gael Monfils 6:4, 6:4, 3:6, 3:6, 6:2 besiegte und als erster Italiener das Halbfinale des Turniers erreichte. Insgesamt steht er zum dritten Mal in der Runde der letzten Vier bei einem Major.

Nadal verwandelte nach 4:08 Stunden seinen ersten Matchball und ließ sich ausgiebig vom Publikum für diese Energieleistung feiern. "Ich war komplett zerstört nach diesem harten, warmen Tag. Es ist unglaublich für mich, in diesem Halbfinale zu stehen", sagte Nadal, der das Turnier 2009 gewinnen konnte: "Ich habe mich nicht gut im Magen gefühlt. Ich hatte Glück, dass ich im fünften Satz großartig serviert habe."

Mit einem weiteren Titel bei den Australian Open kann Nadal in Abwesenheit von Novak Djokovic (ausgewiesen) und Roger Federer (verletzt) Geschichte schreiben. Bei einem Turniersieg würde er sich zum alleinigen Grand-Slam-Rekordchampion krönen. Aktuell stehen alle drei Topspieler bei 20 Major-Titeln.

Pütz/Venus verpassen Halbfinale im Doppel

Tennisspieler Tim Pütz hat mit seinem Partner Michael Venus die Australier Thanasi Kokkinakis und Nick Kyrgios nicht stoppen können und den Halbfinaleinzug in der Doppel-Konkurrenz bei den Australian Open verpasst. Das Duo aus Frankfurt und Neuseeland musste sich am Dienstag in Melbourne in einer aufgeheizten Stimmung den Publikumslieblingen mit 5:7, 6:3, 3:6 geschlagen geben. Nach einer Partie mit Zwischenrufen zwischen den Aufschlägen und Applaus für Doppelfehler unterlagen Pütz und Venus nach 2:16 Stunden.

Mit dem Aus des Davis-Cup-Spielers ist auch in den Doppel-Konkurrenzen kein deutscher Spieler mehr vertreten. Pütz und Venus waren beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison an Position sechs gesetzt. Die Wildcard-Inhaber Kokkinakis und Kyrgios legen eine überraschende Erfolgsserie hin, sie hatten in der ersten Runde die an eins gesetzten kroatischen Wimbledon- und Olympiasieger Nikola Mektic und Pavic bezwungen.

Keys überrascht gegen Krejcikova

Die US-Amerikanerin Madison Keys hat überraschend erstmals seit 2015 das Halbfinale der Australian Open erreicht. Die 26-Jährige setzte sich am Dienstag deutlich mit 6:3, 6:2 gegen die French-Open-Siegerin Barbora Krejcikova aus Tschechien durch. Im Halbfinale am Donnerstag fordert die Nummer 51 der Welt die zuletzt sensationell aufspielende Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien) oder ihre Landsfrau Jessica Pegula heraus.

Krejcikova hatte stark mit der Hitze in Melbourne zu kämpfen. Beim Stand von 2:5 im ersten Satz musste die Weltranglistenvierte eine Behandlungspause nehmen und ließ sich die Temperatur und den Blutdruck messen. Keys war wesentlich frischer. "Im Sommer trainiere ich in Orlando. Ich glaube, dass das im Sommer der heißeste Ort der Welt ist", sagte sie anschließend.

+++++24. Januar 2022+++++

Tsitsipas gewinnt Fünf-Satz-Krimi gegen Fritz – auch Medwedew mit Mühe

Daniil Medwedew stritt mit dem Schiedsrichter, schimpfte über seinen Gegner und kämpfte sich schließlich mit viel Mühe durch: Der Turnierfavorit hat eine enorm knifflige Aufgabe gegen den Serve-and-Volley-Spezialisten Maxime Cressy mit großer Mühe gelöst und steht zum sechsten Mal im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Der 25 Jahre alte Russe schlug den formstarken US-Amerikaner 6:2, 7:6 (7:4), 6:7 (4:7), 7:5.

"Es war ein Wahnsinnsmatch und ich bin froh, dass ich durch bin", sagte Medwedew, der nun auf Shootingstar Felix Auger-Aliassime trifft. Der Kanadier besiegte den früheren US-Open-Champion Marin Cilic (Kroatien) 2:6, 7:6 (9:7), 6:2, 7:6 (7:4). Damit kommt es zu einer Neuauflage des Halbfinals der US Open, bei denen Medwedew im vergangenen September seinen ersten Grand-Slam-Triumph feierte.

In dem intensiven Match über 3:30 Stunden gegen Cressy war er zeitweise enorm unzufrieden. Er beklagte sich, dass der Gegner zu viel Zeit vor seinen Aufschlägen in Anspruch nehme und fluchte über vermeintliche Rahmentreffer von Cressy, der 135-mal ans Netz vorrückte und groß aufspielte.

Medwedew ist in Melbourne in Abwesenheit des Weltranglistenersten Novak Djokovic der höchstgesetzte Profi und zählt neben dem 20-maligen Majorchampion Rafael Nadal zu den klarsten Anwärtern auf den Titel. Im Vorjahresfinale unterlag der Moskauer Djokovic in drei Sätzen.

Ebenfalls in der Runde der letzten Acht steht der Grieche Stefanos Tsitsipas, der sich knapp mit 4:6, 6:4, 4:6, 6:3, 6:4 gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz durchsetzte. Er trifft auf den Italiener Jannik Sinner, der mit 7:6 (7:3), 6:3, 6:4 gegen den Australier Alex de Minaur erfolgreich war.

Erstmals zwei Kanadier im Grand-Slam-Viertelfinale

Nach der Niederlage von Olympiasieger Alexander Zverev gegen Denis Shapovalov haben erstmals zwei kanadische Tennis-Herren das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der Weltranglisten-Neunte Felix Auger-Aliassime besiegte am Montag im Achtelfinale der Australian Open den früheren Melbourne-Finalisten Marin Cilic aus Kroatien 2:6, 7:6 (9:7), 6:2, 7:6 (7:4). Sein nächster Gegner ist der russische Weltranglisten-Zweite Daniil Medwedew. Mitfavorit Zverev war am Sonntag überraschend klar in drei Sätzen gegen Shapovalov ausgeschieden. Die beiden Kanadier hatten zu Saisonbeginn den ATP Cup, einen Team-Wettbewerb, gewonnen.

Als zweiter Italiener nach dem Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini zog Jannik Sinner ins Viertelfinale ein. Der 20-Jährige behauptete sich mit 7:6 (7:3), 6:3, 6:4 gegen den Australier Alex de Minaur. Erstmals seit den French Open vor 49 Jahren stehen zwei italienische Tennisprofis in der Runde der besten Acht. 1973 in Paris schafften dies Paolo Bertolucci und Adriano Panatta.

+++++23. Januar 2022+++++

Barty im Viertelfinale von Melbourne

Top-Favoritin Ashleigh Barty (25) hat bei ihrem Heim-Grand-Slam in Melbourne das Viertelfinale erreicht. Die Weltranglistenerste bezwang bei den Australian Open die formstarke Amerikanerin Amanda Anisimova 6:4, 6:3. Barty ist weiter ohne Satzverlust und nährt vor dem Match gegen Jessica Pegula (USA/Nr. 21) die Hoffnungen auf den ersten Heimsieg seit 1978.

Damals hatte Christine O'Neil als bislang letzte Australierin den Titel geholt. Bartys bestes Ergebnis in Melbourne ist bisher der Halbfinaleinzug 2020, im vergangenen Jahr war sie nach einem bis dato tadellosen Turnierverlauf in der Runde der besten acht Spielerinnen ausgeschieden.

Ein ähnlicher Ausrutscher gegen Pegula wäre eine Überraschung, zu konstant tritt Barty derzeit besonders bei eigenem Aufschlag auf. Anisimova galt nach dem Sieg beim Vorbereitungsturnier in Melbourne und dem Erfolg in der Runde zuvor über die ehemalige Nummer eins Naomi Osaka (Japan) als Geheimfavoritin. Wimbledonsiegerin Barty zeigte der 20-Jährigen jedoch die Grenzen auf. 

+++++23. Januar 2022+++++

Zverev scheidet aus und verpasst Viertelfinale gegen Nadal

Titelkandidat Alexander Zverev ist bei den Australian Open im Achtelfinale ausgeschieden. Der beste deutsche Tennisspieler verlor am Sonntag in Melbourne gegen den kanadischen Weltranglisten-14. Denis Shapovalov 3:6, 6:7 (5:7), 3:6. Damit sind die Hoffnungen des Olympiasiegers auf den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere erneut abrupt zu Ende gegangen.

Als Weltranglisten-Dritter galt der 24 Jahre alte Hamburger beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison als Mitfavorit. Seine Chancen waren aufgrund des Fehlens des serbischen Rekordchampions Novak Djokovic noch gestiegen. Nach seinem Scheitern gehen die Australian Open in den Einzel-Konkurrenzen ohne deutsche Teilnehmer weiter. Shapovalov trifft im Viertelfinale auf den spanischen Tennisstar Rafael Nadal.

+++++23. Januar 2022+++++

Nadal zum 14. Mal im Viertelfinale der Australian Open

 Rafael Nadal steht nach einem harten Stück Arbeit zum 14. Mal im Viertelfinale der Australian Open. Der Tennis-Topstar aus Spanien setzte sich am Sonntag 7:6 (16:14), 6:2, 6:2 gegen den ungesetzten Franzosen Adrian Mannarino durch. Nun wartet auf Nadal ein Duell mit dem Kanadier Denis Shapovalov, der Alexander Zverev besiegt im Achtelfinale bezwungen hat.

Vor allem im 81 Minuten langen ersten Satz des Achtelfinals gegen Mannarino musste der 35-Jährige richtig schwer schuften, im Tiebreak ging es hin und her mit dem besseren Ende für Nadal. Anschließend dominierte der Sandplatzkönig die 2:40 Stunden lange Partie.

Nadal, Turniersieger von 2009, kann in Melbourne in Abwesenheit von Novak Djokovic (ausgewiesen) und Roger Federer (verletzt) Geschichte schreiben. Mit einem Turniersieg würde er sich zum alleinigen Grand-Slam-Rekordchampion krönen. Aktuell stehen alle drei Topspieler bei 20 Grand-Slam-Titeln.

+++++23. Januar 2022+++++

Krejcikova schlägt Asarenka und erreicht das Achtelfinale

 French-Open-Siegerin BarboraKrejcikova hat in überzeugender Manier das Viertelfinale der Australian Open erreicht. Die 26 Jahre alte Tschechin schlug die zweimalige Turniersiegerin WiktoriaAsarenka aus Belarus 6:2, 6:2. Asarenka, die 2012 und 2013 das Grand-Slam-Turnier gewann, hatte während des Matches mit Nackenproblemen zu kämpfen.

Krejcikova war in Melbourne bisher nicht über die zweite Runde hinausgekommen, nun kämpft sie gegen Madison Keys aus den USA um den Einzug ins Halbfinale. Die stark aufschlagende 26-Jährige, die 2017 bei den US Open im Finale stand, schaltete in ihrem Achtelfinale die an Position acht gesetzte Spanierin Paula Badosa 6:3, 6:1 aus. 

+++++23. Januar 2022+++++

Krawietz/Mies verpassen Viertelfinale in Melbourne

Enttäuschung für das Erfolgsdoppel Kevin Krawietz/Andreas Mies in Melbourne: Die zweimaligen French-Open-Sieger haben bei den Australian Open klar das Viertelfinale verpasst. Krawietz/Mies unterlagen dem an Position fünf gesetzten australisch-slowakischen Team John Peers/Filip Polasek am Sonntag in nur 65 Minuten mit 1:6, 2:6.

Die an zwölf gesetzten Krawietz und Mies waren in Melbourne erstmals seit ihrem Titelgewinn in Roland Garros 2020 wieder gemeinsam bei einem Grand-Slam-Turnier angetreten. Ihr Comeback nach mehr als einem Jahr hatten die "KraMies" in der vergangenen Woche beim ATP-Turnier in Sydney gefeiert, wo sie das Halbfinale erreichten.

Mies hatte sich Anfang des vergangenen Jahres einer Knorpel-OP am Knie unterziehen müssen, die eine lange Pause nach sich zog. Krawietz spielte in der Zwischenzeit erfolgreich mit dem Rumänen Horia Tecau und qualifizierte sich mit seinem Partner für die ATP Finals.

In Melbourne waren die Tennisprofis zuvor nur 2020 gemeinsam angetreten und scheiterten in der ersten Runde, nun war im Achtelfinale Schluss. Damit ist im Frankfurter Tim Pütz nur noch ein deutscher Profi in der Doppelkonkurrenz der Männer vertreten. Der 34-Jährige steht mit dem Neuseeländer Michael Venus nach einem Rückzug der Australier Christopher O'Connell/Jason Kubler im Viertelfinale.

+++++22. Januar 2022+++++

Struff/Koepfer im Doppel raus – Medwedew marschiert

Für die Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff und Dominik Koepfer sind die Australian Open auch im Doppel beendet. Das Tennis-Duo verlor am Samstag in Melbourne in der zweiten Runde gegen Ariel Behar/Gonzalo Escobar aus Uruguay und Ecuador 6:7 (5:7), 6:4, 2:6. Im Einzel hatte Struff eine Erstrundenniederlage hinnehmen müssen, Koepfer war in der zweiten Runde ausgeschieden.

Im Achtelfinale des Doppel-Wettbewerbs steht dagegen Tim Pütz mit dem Neuseeländer Michael Venus. Die beiden besiegten Roberto Carballes Baena und Hugo Gaston aus Spanien und Frankreich 6:1, 6:4. Ebenfalls noch dabei sind Kevin Krawietz und Andreas Mies.

Im Damen-Doppel sorgte Andrea Petkovic für ein deutsches Erfolgserlebnis. Mit der Rumänin Jaqueline Cristian behauptete sich Petkovic gegen das slowenische Duo Kaja Juvan/Tamara Zidansek 6:4, 6:0 und erreichte ebenfalls das Achtelfinale.

Einzug ins Achtelfinale: Medwedew schlägt van de Zandschulp

Turnier-Topfavorit Daniil Medwedew hat bei den Australian Open den nächsten Nachweis seiner Klasse erbracht. Der 25 Jahre alte Russe ließ beim 6:4, 6:4, 6:2-Achtelfinaleinzug gegen den niederländischen US-Open-Viertelfinalisten Botic van de Zandschulp nichts anbrennen und befreite sich immer wieder überzeugend aus brenzligen Situationen. Van de Zandschulp hatte in der ersten Runde Jan-Lennard Struff (Warstein) klar besiegt.

Vorjahresfinalist Medwedew ist in Abwesenheit des Weltranglistenersten Novak Djokovic der höchstgesetzte Profi in Melbourne und zählt mit Alexander Zverev und dem 20-maligen Majorchampion Rafael Nadal zum engen Kreis der Titelkandidaten. Im vergangenen Jahr feierte er bei den US Open seinen ersten Grand-Slam-Triumph und besiegte auf dem Weg dahin auch van de Zandschulp in vier Sätzen.

Auch diesmal erwies sich Medwedew als zu konstant und variabel, musste für seinen Sieg aber durchaus viel arbeiten. Das galt auch für den Weltranglistenvierten Stefanos Tsitsipas aus Griechenland, der den Franzosen Benoit Paire 6:3, 7:5, 6:7 (2:7), 6:4 besiegte. Der US-Amerikaner Taylor Fritz gewann mit 6:0, 3:6, 3:6, 6:4, 6:3 gegen den Spanier Roberto Bautista Agut.

Kerber-Bezwingerin Kanepi im Achtelfinale - auch Halep weiter

Kaia Kanepi steht erstmals im Achtelfinale der Australian Open. Die 36 Jahre alte Estin, die Angelique Kerber in der ersten Runde des Grand-Slam-Turniers ausgeschaltet hatte, gewann ihr Drittrundenduell gegen die Australierin Maddison Inglis am Samstag 2:6, 6:2, 6:0 und trifft nun auf die Weltranglistenzweite Aryna Sabalenka aus Belarus, die sich 4:6, 6:3, 6:1 gegen die Tschechin Marketa Vondrousova durchsetzte.

Auch die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Simona Halep ist ins Achtelfinale eingezogen. Die frühere Weltranglistenerste aus Rumänien schlug Danka Kovinic aus Montenegro souverän 6:2, 6:1. Kovinic hatte in der zweiten Runde noch US-Open-Siegerin Emma Raducanu (Großbritannien) ausgeschaltet.

Halep, 2018 im Finale von Melbourne und im vergangenen Jahr Viertelfinalistin, trifft nun auf die Französin Alize Cornet, die nach ihrem Erfolg gegen die klare Favoritin Garbine Muguruza (Spanien) einen 4:6, 6:4, 6:2-Erfolg gegen Tamara Zidansek aus Slowenien folgen ließ.

+++++ 20. Januar +++++

Zverev ohne Satzverlust im Achtelfinale - Duell gegen Nadal rückt näher

Auf dem erhofften Weg zur Grand-Slam-Titelpremiere hat Alexander Zverev die nächste Pflichtaufgabe gelöst. In der dritten Runde der Australian Open gewann Deutschlands bester Tennisspieler am Freitag in Melbourne deutlich mit 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Qualifikanten Radu Albot. Ohne Satzverlust zog der Weltranglisten-Dritte ins Achtelfinale ein, erlaubte sich aber gegen den Außenseiter Unkonzentriertheiten. So schüttelte der 24 Jahre alte Hamburger immer mal wieder den Kopf, schimpfte und pfefferte einmal sogar den Schläger auf den Boden. „Ich habe mich nicht perfekt gefühlt - aber wer ist perfekt? Am Ende habe ich gewonnen und ich bin glücklich darüber“, sagte Zverev im Siegerinterview auf dem Platz.

In der Runde der besten 16 trifft Zverev am Sonntag auf den Weltranglisten-14. Denis Shapovalov aus Kanada, der sich 7:6 (7:4), 4:6, 6:3, 6:4 gegen den US-Amerikaner Reilly Opelka durchsetzte. Im Viertelfinale könnte der spanische Tennisstar Rafael Nadal warten, der trotz eines kurzen Durchhängers im dritten Satz mit 6:3, 6:2, 3:6, 6:1 gegen den Russen Karen Chatschanow. Für Nadal war es der erste Satzverlust im Turnier, im Achtelfinale trifft der Grand-Slam-Rekordsieger auf den Franzosen Adrian Mannarino oder den Russen Aslan Karazew.

Titelverteidigerin Osaka ausgeschieden

Titelverteidigerin Naomi Osaka ist in der dritten Runde der Australian Open nach zwei vergebenen Matchbällen ausgeschieden. Die japanische Tennisspielerin verlor am Freitag in Melbourne ein umkämpftes Match gegen die Amerikanerin Amanda Anisimova 6:4, 3:6, 6:7 (5:10). Der Tiebreak im dritten Satz wird in Melbourne bis zehn Punkte gespielt. Osaka hatte zwei Matchbälle bei 5:4 im dritten Satz nicht nutzen können.

Nach den US Open im vergangenen September hatte sich die viermalige Grand-Slam-Turniersiegerin vom Tennis zurückgezogen und eine längere Pause eingelegt. Zuvor hatte sie Depressionen öffentlich gemacht. Anfang Januar kehrte die 24 Jahre alte Japanerin nach einer vier Monate langen Auszeit auf die Tour zurück.

Mit ihrem Ausscheiden beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison in Melbourne verpasste Osaka nun ein reizvolles Achtelfinale gegen die Australierin Ashleigh Barty. Die Weltranglistenerste besiegte die Italienerin Camila Giorgi 6:2, 6:3.

Krawietz und Mies im Doppel-Achtelfinale von Melbourne

Das wiedervereinte Erfolgsdoppel Kevin Krawietz/Andreas Mies (Coburg/Köln) hat bei den Australian Open erstmals das Achtelfinale erreicht. Die zweimaligen French-Open-Sieger setzten sich am Freitag 6:4, 6:7 (7:9), 6:4 gegen die US-Amerikaner Austin Krajicek/Sam Querrey durch. Schon im Tiebreak des zweiten Satzes hatte das deutsche Duo einen Matchball vergeben.

Die an Nummer zwölf gesetzten Krawietz und Mies treten in Melbourne erstmals seit ihrem Titelgewinn in Roland Garros 2020 wieder gemeinsam bei einem Grand-Slam-Turnier an. Im Achtelfinale treffen sie auf das an Position fünf eingestufte Spitzendoppel John Peers/Filip Polasek (Australien/Slowakei).

Mies hatte sich Anfang des vergangenen Jahres einer Knorpel-OP am Knie unterziehen müssen, die eine lange Pause nach sich zog. Krawietz spielte in der Zwischenzeit erfolgreich mit dem Rumänen Horia Tecau und qualifizierte sich mit seinem Partner für die ATP Finals.

Zuvor waren die beiden Tennisprofis, die 2019 und 2020 in Roland Garros triumphiert hatten, erst einmal gemeinsam in Melbourne angetreten. 2020 scheiterten sie schon in der ersten Runde. Ihr Comeback nach mehr als einem Jahr hatten die "KraMies" in der vergangenen Woche beim ATP-Turnier in Sydney gefeiert, wo sie das Halbfinale erreichten.

Berrettini stoppt Alcaraz in einem Fünfsatz-Krimi

Wimbledonfinalist Matteo Berrettini hat das aufstrebende Tennis-Toptalent Carlos Alcaraz bei den Australian Open nur mit viel Mühe in die Schranken gewiesen. Der Weltranglistensiebte aus Italien musste sich den Achtelfinaleinzug gegen den 18-jährigen Spanier trotz 2:0-Satzführung über die volle Distanz erkämpfen, am Ende setzte er sich mit 6:2, 7:6 (7:3), 4:6, 2:6, 7:6 (10:5) durch.

Alcaraz hatte zuletzt bei den "Next Gen"-Finals in Mailand auf sich aufmerksam gemacht, beim Jahresfinale der besten Jungprofis gewann er den Titel. Zuvor hatte er bei den US Open in New York schon das Viertelfinale erreicht. Am Ende der vergangenen Saison hatte er wegen einer Corona-Infektion seine Teilnahme an der Davis-Cup-Finalrunde mit Spanien verpasst.

Zweimalige Australian-Open-Siegerin Asarenka lässt Switolina keine Chance

Die zweimalige Titelträgerin Wiktoria Asarenka ist bei den Australian Open weiter stark unterwegs. Die 32 Jahre alte Belarussin, die 2012 und 2013 in Melbourne triumphiert hatte, zog mit einem überraschend deutlichen 6:0, 6:2 gegen Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Elina Switolina (Ukraine) erstmals seit 2016 wieder ins Achtelfinale ein. Asarenka hat im bisherigen Turnierverlauf noch keinen Satz abgegeben, in ihren drei Matches verlor sie nur neun Spiele.

Im Achtelfinale trifft die frühere Nummer eins der Welt auf French-Open-Siegerin Barbora Krejcikova. Die Weltranglistenvierte aus Tschechien gewann gegen die frühere Paris-Siegerin Jelena Ostapenko (Lettland) 2:6, 6:4, 6:4.

+++++ 20. Januar +++++

Zverev letzter Deutscher im Turnier

Die deutschen Hoffnungen bei den Australian Open ruhen allein auf Olympiasieger Alexander Zverev: Als vorletzter deutscher Tennisprofi in den Einzel-Konkurrenzen ist Philipp Kohlschreiber am Donnerstag in Melbourne ausgeschieden. Der 38-Jährige erlebte gegen den an Position 15 gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut beim 1:6, 0:6, 3:6 ein heftiges Zweitrunden-Aus.

Kohlschreiber erwischte einen schwachen Tag und war chancenlos. Nach nur 1:28 Stunden Spielzeit musste der frühere Top-20-Spieler, mittlerweile nur noch die Nummer 134 der Welt, dem Spanier Bautista Agut gratulieren. 44 unerzwungene Fehler des ältesten im Herren-Feld verbliebenen Spielers waren gegen den konstanten Spanier viel zu viele. In der ersten Runde hatte Kohlschreiber in drei Sätzen gegen den Italiener Marco Cecchinato 6:4, 7:5, 7:6 (7:0) gewonnen.

Von anfangs zwölf deutschen Tennisprofis - neun Herren und drei Damen - ist damit nur noch Zverev im Feld des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison vertreten. Der Weltranglisten-Dritte aus Hamburg trifft am Freitag als klarer Favorit auf Radu Albot aus Moldau. In Australien strebt der 24-Jährige seinen ersten Grand-Slam-Titel an.

Tennis-Show von Kyrgios in Melbourne - Aber Medwedew gewinnt

US-Open-Gewinner Daniil Medwedew hat der Atmosphäre bei der Tennis-Show von Nick Kyrgios getrotzt und seine Titelchance bei den Australian Open gewahrt. Der Weltranglisten-Zweite gewann das Zweitrundenspiel gegen den Australier am Donnerstag in Melbourne 7:6 (7:1), 6:4, 4:6, 6:2. Kyrgios, bekannt als Provokateur und Entertainer, unterhielt und begeisterte in der Nightsession der rund zur Hälfte gefüllten Rod-Laver-Arena das Publikum und lieferte sich mit Medwedew teilweise spektakuläre Ballwechsel.

Medwedew, der im September in New York seinen ersten Grand-Slam-Titel feierte, ist wegen des Fehlens des serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic der am höchsten platzierte Spieler bei den Australian Open. Im Kampf um den Achtelfinaleinzug bekommt es der 25-Jährige mit dem Niederländer Botic van de Zandschulp zu tun, der in der ersten Runde den Sauerländer Jan-Lennard Struff besiegt hatte.

Überraschung: Raducanu und Muguruza raus

Mit dem Zweitrunden-Scheitern der US-Open-Gewinnerin Emma Raducanu und der Weltranglisten-Dritten Garbiñe Muguruza haben die Australian Open große Überraschungen erlebt. Die 19 Jahre alte Raducanu verlor am Donnerstag 4:6, 6:4, 3:6 gegen die Weltranglisten-98. Danka Kovinic aus Montenegro. Ihre US-Open-Final-Gegnerin, Leylah Fernandez aus Kanada, war schon in der ersten Runde ausgeschieden. Die Britin Raducanu wird mittlerweile vom früheren Coach von Angelique Kerber, Torben Beltz, trainiert.

Die frühere Australian-Open-Finalistin Muguruza aus Spanien zog überraschend gegen die ungesetzte Französin Alizé Cornet mit 3:6, 3:6 den Kürzeren. Neben der früheren Wimbledon- und French-Open-Gewinnerin Muguruza musste eine weitere Top-Ten-Spielerin alle Hoffnungen aufgeben: Die Weltranglisten-Siebte Anett Kontaveit aus Estland unterlag der erst 19 Jahre alten Dänin Clara Tauson 2:6, 4:6.

+++19. Januar 2022+++

Zverev erreicht mit starker Leitung Runde drei

Alexander Zverev hat bei den Australian Open auch seinen zweiten Auftritt ohne Satzverlust gewonnen. Der beste deutsche Tennisspieler zog am Mittwoch in Melbourne mit einem 6:4, 6:4, 6:0 gegen den Australier John Millman in die dritte Runde ein. Damit sorgte Deutschlands Sportler des Jahres am dritten Tag des Grand-Slam-Turniers für den einzigen deutschen Erfolg im Einzel. Zuvor waren Yannick Hanfmann, Dominik Koepfer und Oscar Otte ausgeschieden. Im Kampf um den Achtelfinaleinzug trifft Zverev am Freitag auf Qualifikant Radu Albot aus Moldau. Der 24 Jahre alte Hamburger strebt in Australien seinen ersten Grand-Slam-Titel an.

Tennis-Doppel Krawietz/Mies erlebt erfolgreiches Comeback

Das Tennis-Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies hat ein erfolgreiches Grand-Slam-Comeback erlebt. Bei den Australian Open zog das Duo am Mittwoch in Melbourne dank eines 7:6 (9:7), 6:3 gegen den Mexikaner Santiago Gonzalez und Andres Molteni aus Argentinien in die zweite Runde ein. Krawietz und Mies hatten 2019 und 2020 zusammen die French Open gewonnen.

Im vergangenen Jahr hatte der Kölner Mies wegen einer Knie-Operation monatelang pausieren müssen. Der Coburger Krawietz spielte überwiegend zusammen mit dem Rumänen Horia Tecau. Ihr Comeback auf der ATP-Tour gaben Krawietz/Mies in der vergangenen Woche in Sydney, wo sie bei ihrem ersten gemeinsamen Turnier seit mehr als einem Jahr bis ins Halbfinale kamen.

Tennis-Duell zwischen Barty und Osaka bei Australian Open rückt näher

Die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty und Titelverteidigerin Naomi Osaka sind bei den Australian Open nur noch jeweils einen Sieg vom direkten Duell entfernt. Die australische Tennisspielerin Barty fertigte am Mittwoch in Melbourne die italienische Qualifikantin Lucia Bronzetti in nur 52 Minuten mit 6:1, 6:1 ab.

Damit zog die heimische Hoffnungsträgerin dank des zweiten Siegs nacheinander in weniger als einer Stunde in die dritte Runde ein. Sie trägt die Hoffnungen, als erste australische Tennisspielerin seit Chris O'Neil 1978 die Australian Open zu gewinnen. In der nächsten Runde trifft Barty auf Camila Giorgi und damit erneut auf eine Italienerin.

Die viermalige Grand-Slam-Turniersiegerin Osaka gewann 6:0, 6:4 gegen die Amerikanerin Madison Brengle. Die Japanerin bekommt es nun mit Brengles Landsfrau Amanda Anisimova zu tun, die Olympiasiegerin Belinda Bencic aus der Schweiz 6:2, 7:5 schlug. Gewinnen Osaka und Barty am Freitag, treffen sie im Achtelfinale des Grand-Slam-Turniers aufeinander.

Tennisprofi Hanfmann scheidet bei Australian Open gegen Nadal aus

Qualifikant Yannick Hanfmann hat das Zweitrunden-Duell bei den Australian Open mit dem spanischen Tennisstar Rafael Nadal in drei Sätzen verloren. Der 30 Jahre alte Karlsruher musste sich am Mittwoch in Melbourne mit 2:6, 3:6, 4:6 geschlagen geben. Hanfmann steht in der Weltrangliste auf Platz 126 und hatte sich mit seinem ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier den Auftritt gegen Nadal gesichert. Von anfangs zwölf deutschen Tennisprofis in den Einzel-Konkurrenzen der Australian Open sind damit zehn ausgeschieden.

Nächster Deutscher raus: Koepfer verliert bei Australian Open

Davis-Cup-Spieler Dominik Koepfer ist bei den Australian Open als nächster deutscher Tennisprofi ausgeschieden. Der 27 Jahre alte Schwarzwälder zog am Mittwoch in der zweiten Runde von Melbourne gegen den favorisierten Amerikaner Reilly Opelka in drei Sätzen mit 4:6, 3:6, 6:7 (4:7) den Kürzeren. Opelka ist beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison an Position 23 gesetzt. Koepfer steht auf Weltranglistenplatz 53 und war nach eigenen Worten mit Armproblemen angetreten.

Australian-Open-Debüt von Tennisprofi Otte endet in Runde zwei

Tennisprofi Oscar Otte hat seinen Erfolg von den US Open bei seiner ersten Australian-Open-Teilnahme nicht wiederholt. Der Achtelfinalist von New York schied am Mittwoch in der zweiten Runde gegen den an Position 25 gesetzten Lorenzo Sonego aus Italien mit einer 6:2, 2:6, 3:6 1:6-Niederlage aus. Nach 2:31 Stunden war Ottes Auftritt in Melbourne beendet. Bei den US Open im vergangenen September hatte der Weltranglisten-96. aus Köln Sonego in Runde eins bezwungen und war anschließend als Qualifikant überraschend bis ins Achtelfinale gekommen.

+++18. Januar 2022+++

Kerber scheidet in Runde eins aus - DTB-Debakel perfekt

So hatte sich Angelique Kerber ihren 34. Geburtstag ganz und gar nicht vorgestellt. Statt in lieb gewonnener Tradition ein Ständchen der australischen Fans zu genießen, packte die frühere Nummer eins der Welt bitter enttäuscht ihre Taschen, eilte mit leerem Blick und kurzem Winken vom Court. Mit ihrer klaren Erstrundenpleite besiegelte sie das schlechteste Abschneiden des deutschen Frauentennis bei den Australian Open seit 1977.

Kerber verlor gegen die ebenfalls routinierte Estin Kaia Kanepi am Dienstag mit 4:6, 3:6. Bereits im vergangenen Jahr war sie in Melbourne an ihrer Auftakthürde gescheitert. Am Montag waren in Andrea Petkovic und Tatjana Maria bereits die beiden weiteren deutschen Starterinnen ausgeschieden.

Kerber, Turniersiegerin von 2016, hatte ihre Erwartungen vor ihrer 15. Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres nach einer gestörten Vorbereitung mit Coronainfektion heruntergeschraubt. "Ich denke, dass jede Runde für mich wie ein Sieg ist", sagte die Kielerin vor Turnierstart.

Sie hatte im Vorfeld der Australian Open kein Vorbereitungsturnier gespielt - und gegen die 36 Jahre alte Kanepi war ihr der fehlende Rhythmus anzumerken. Doch Kerber kämpfte und holte im ersten Satz einen 1:4-Rückstand auf. Gerade als sie im Match angekommen schien, verlor sie aber wieder den Faden und den Satz.

Spielerisch lief weiter wenig zusammen, doch der Kampfgeist stimmte. Kerber wehrte zu Beginn des zweiten Durchgangs drei Breakbälle ab, das Match glich einer Achterbahnfahrt - die deutsche Nummer eins nahm der Estin sogar den Aufschlag zum 3:2 ab. Doch Kerber gab den Vorteil sofort wieder aus der Hand und verlor die folgenden vier Games.

Murray siegt in Krimi bei Rückkehr nach Melbourne

Vor drei Jahren verkündete Andy Murray in Melbourne, dass seine Karriere wohl zu Ende sei - jetzt feierte der 34 Jahre alte Schotte bei seiner erstmaligen Rückkehr zu den Australian Open einen triumphalen Erstrundensieg in einem Fünfsatz-Krimi gegen den Weltranglisten-23. Nikolos Basilaschwili. Der dreimalige Grand-Slam-Sieger Murray besiegte den Georgier am Dienstag 6:1, 3:6, 6:4, 6:7 (5:7), 7:5.

Nach dem Match blickte der Brite, der fünf Mal im Finale der Australian Open stand und immer unterlag, erst andächtig gen Himmel und brüllte dann seine Freude heraus. "Es waren sehr harte drei, vier Jahre", sagte Murray: "Ich dachte schon, ich hätte hier mein letztes Match gespielt vor drei Jahren. Es ist großartig, jetzt hier einen solchen Kampf über fünf Sätze zu gewinnen."

Murray, aktuell 113. der Welt, war vor drei Jahren am Ende. Die Hüfte schmerzte unentwegt, keine Therapie brachte Linderung. Und so setzte sich der britische Tennis-Held im Januar 2019 mit zitternder Stimme und Tränen in den Augen vor die Presse und kündigte seinen Abschied vom Profitennis an.

Mittlerweile spielt er mit einer Oberflächenprothese aus Metall und kann noch immer mithalten, wie Murray gegen Basilaschwili, den Turniersieger von München des vergangenen Jahres, eindrucksvoll bewies.

Jan-Lennard Struff enttäuscht, Philipp Kohlschreiber meistert Auftakthürde

Routinier Philipp Kohlschreiber hat mit einer konzentrierten Vorstellung die zweite Runde der Australian Open erreicht, für Jan-Lennard Struff und Maximilian Marterer ist das Grand-Slam-Turnier dagegen schon beendet. Kohlschreiber schlug den Italiener Marco Cecchinato souverän 6:4, 7:5, 7:6 (7:0) und trifft nun auf Roberto Bautista Agut (Spanien/Nr. 15).

"Ich bin hier so oft gewesen und sehr froh, zurück zu sein und meine Reise fortzusetzen. Das war ein tadelloser Auftritt", sagte Kohlschreiber, der mit 38 Jahren in dieser Saison zunächst bis Wimbledon plant und nur noch ausgewählte Turniere spielen will.

Der 31 Jahre alte Warsteiner Struff erlebte dagegen die nächste Enttäuschung bei einem der wichtigsten Events des Jahres und scheiterte in der ersten Runde an dem Niederländer Botic van de Zandschulp. Die deutsche Nummer zwei unterlag dem US-Open-Viertelfinalisten am Dienstag 4:6, 3:6, 2:6 und verlor damit nach Wimbledon und den US Open im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde eines Majors.

Auch Marterers Hoffnungen auf eine Überraschung gegen den an 20 gesetzten US-Amerikaner Taylor Fritz erfüllten sich nicht. Der 26 Jahre alte Qualifikant aus Nürnberg unterlag 6:7 (8:10), 3:6, 2:6.

Titelfavorit Medwedew unzufrieden, aber weiter

Der russische Titelfavorit Daniil Medwedew hat zum Auftakt der Australian Open nicht vollends überzeugen können. Der 25 Jahre alte US-Open-Sieger gewann zwar gegen den zunächst zu zaghaften Schweizer Henri Laaksonen letztlich sicher mit 6:1, 6:4, 7:6 (7:3), muss sich aber steigern. Medwedew wurde im zweiten und dritten Satz immer unzufriedener mit sich, behielt aber in den entscheidenden Phasen die Nerven.

"Ich mag Druck", sagte Medwedew, der im vergangenen Jahr das Finale gegen den nun unfreiwillig fehlenden Novak Djokovic verlor: "Ich versuche es in diesem Jahr noch besser zu machen. Aber es wird nicht einfach."

Jetzt trifft der Weltranglistenzweite aus Moskau auf Publikumsliebling Nick Kyrgios, der den Fans beim 6:4, 6:4, 6:3 gegen den Briten Liam Broady unter anderem mit einem Aufschlag durch die Beine eine große Show bot.

Medwedew ist in Abwesenheit von Djokovic der höchstgesetzte Profi in Melbourne. Gemeinsam mit Alexander Zverev zählt er zu den klaren Titelanwärtern, auch der 20-malige Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal ist weiter zu beachten. Auch der griechische Weltranglistenvierte Stefanos Tsitsipas zog mit einem souveränen 6:2, 6:4, 6:3 gegen den Schweden Mikael Ymer in die zweite Runde ein.

Im vergangenen September hatte sich Medwedew mit einem Finalsieg über Djokovic in New York den ersten Majortitel seiner Karriere gesichert.

+++++ 17. Januar 2022 +++++

Zverev müht sich in deutschem Duell in Runde zwei

Mit einiger Mühe hat Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev (Hamburg) seine Titelmission bei den Australian Open gestartet. Im deutschen Erstrundenduell mit dem phasenweise stark aufspielenden Daniel Altmaier (Kempen) siegte der Weltranglistendritte 7:6 (7:3), 6:1, 7:6 (7:1). In der zweiten Runde trifft Zverev bei der Jagd nach seinem ersten Grand-Slam-Titel auf den australischen Lokalmatadoren John Millman.

Nach der Ausweisung des Weltranglistenersten Novak Djokovic ist Zverev neben US-Open-Champion Daniil Medwedew (Russland) größter Titelanwärter in Melbourne. Altmaier gab sich aber völlig unbeeindruckt und stellte den Favoriten mit seinem unbekümmerten Spiel vor Probleme, gegen Ende des ersten Satzes drehte Zverev aber auf. Anschließend übernahm der ATP-Champion die Kontrolle, erst im dritten Satz unterliefen ihm wieder einige Unkonzentriertheiten.

„Unter den richtigen Umständen“: Djokovic darf auf Australian Open 2023 hoffen

Seit dem Entzug seines Visums ist Tennis-Star Novak Djokovic eigentlich für drei Jahre für die Einreise nach Australien gesperrt. Eigentlich. Denn schon bei den Australian Open Anfang 2023 könnte die Nummer eins der Welt schon wieder dabei sein. Wie es dazu kommt.

Hanfmann fordert Nadal heraus - auch Koepfer und Otte in Runde zwei von Melbourne

Tennisprofi Yannick Hanfmann hat sich mit einer starken Auftaktvorstellung bei den Australian Open ein Duell mit Superstar Rafael Nadal verdient. Der 30 Jahre alte Qualifikant aus Karlsruhe bezwang am Montag den australischen Publikumsliebling Thanasi Kokkinakis überraschend deutlich 6:2, 6:3, 6:2 und fordert nun in der zweiten Runde den spanischen Grand-Slam-Rekordsieger heraus.

Hanfmann ließ sich gegen Kokkinakis, der jüngst in Adelaide seinen ersten ATP-Titel gewonnen hatte, auch vom lautstarken australischen Publikum nicht aus der Ruhe bringen. Der Profi, der 2019 bei den French Open bereits einmal gegen Nadal spielte und in drei Sätzen verlor, verwandelte nach 2:07 Stunden seinen dritten Matchball zu seinem ersten Sieg bei einem Majorturnier.

Damit folgte er Dominik Koepfer (Furtwangen) in die zweite Runde, der den Spanier Carlos Taberner nach einer über weite Strecken konzentrierten Vorstellung mit 6:1, 3:6, 6:4, 6:1 schlug und nun auf Reilly Opelka aus den USA trifft. Auch Oscar Otte überzeugte beim 6:4, 6:3, 6:2-Sieg gegen Tseng Chun Hsin (Taipeh) und trifft nun auf den Italiener Lorenzo Sonego, den er bereits bei den US Open schlug.

Koepfer war "happy" über den Sieg, berichtete nach dem Match aber auch von Ellbogenproblemen. "Mit genug Schmerzmitteln geht es, es ist eine Überanstrengung des Knochens. Heute war es sehr gut. Aber ich werde nach den Australian Open wohl ein paar Wochen Pause machen müssen", sagte der einstige College-Spieler. Zuvor war der Münchner Peter Gojowczyk mit einem 3:6, 3:6, 3:6 am Franzosen Benjamin Bonzi gescheitert.

Deutsches Trio scheidet aus – Nadal sicher weiter

Nach dem Abschluss des Corona-Krimis um den ungeimpften Topstar Novak Djokovic haben die Australian Open mit frühen Niederlagen deutscher Tennisprofis begonnen. Tatjana Maria, Andrea Petkovic und Peter Gojowczyk verabschiedeten sich am ersten Turniertag in Melbourne nach der ersten Runde. Der Münchner Gojowczyk verlor am Montag deutlich mit 3:6, 3:6, 3:6 gegen den Franzosen Benjamin Bonzi. Maria musste sich trotz einer guten Leistung der klar favorisierten Griechin Maria Sakkari 4:6, 6:7 (2:7) geschlagen geben. Petkovic hatte gegen die Weltranglistenvierte Barbora Krejcikova beim 2:6, 0:6 kaum eine Chance.

Nur drei deutsche Damen schafften es ins Hauptfeld des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison. Angelique Kerber, die 2016 in Melbourne triumphiert hatte, steigt erst am Dienstag ins Geschehen ein.

Bei den Herren gab es neun deutsche Erstrunden-Teilnehmer - von denen Gojowczyk als erster verlor. Davis-Cup-Spieler Dominik Koepfer ist hingegen als erster deutscher Tennisprofi in die zweite Runde eingezogen. Der 27 Jahre alte Schwarzwälder behauptete sich am Montag in Melbourne gegen den Spanier Carlos Taberner mit 6:1, 3:6, 6:4, 6:1. Nach 2:27 Stunden machte Koepfer gegen die Nummer 108 der Welt sein Weiterkommen perfekt. Am Mittwoch bekommt es der Weltranglisten-53. mit Kevin Anderson aus Südafrika oder dem Amerikaner Reilly Opelka zu tun.

Rafael Nadal startete derweil erfolgreich in die Australian Open. Mit 6:1, 6:4, 6:2 gewann der 35-Jährige gegen den Amerikaner Marcos Giron. Der Weltranglisten-Fünfte hat die Chance auf seinen 21. Grand-Slam-Titel, mit dem er Djokovic und den pausierenden Schweizer Roger Federer (jeweils 20) abhängen könnte. Bei den Damen zog Titelverteidigerin und Mitfavoritin Naomi Osaka souverän in die zweite Runde ein. Die Japanerin, frühere Nummer eins der Welt, setzte sich gegen Camila Osorio aus Kolumbien 6:3, 6:3 durch.

Gericht lehnt Einspruch ab: Djokovic muss Australien verlassen

Tennis-Star Novak Djokovic hat den Kampf um seine Teilnahme an den Australian Open verloren. Das Bundesgericht in Melbourne entschied am Sonntag, dass der Einspruch des Serben auf die Annulierung seines Visums abgelehnt wird. Djokovic akzeptiert die Entscheidung. Zu den Hintergründen.

Gericht erlaubt Djokovic Einreise – Regierung prüft Schritte

Novak Djokovic darf in Australien bleiben – zumindest vorerst. Nach dem Corona-Wirbel um den Tennis-Star hat ein Gericht entschieden, dass die Annullierung seines Visums durch die Behörden nicht gerechtfertigt war. Wie die australische Regierung ihn dennoch ausweisen könnte.

+++ 9. Januar +++

Australian-Open-Chef Craig Tiley würde Djokovic „gerne spielen sehen“

Craig Tiley, Turnierdirektor der Australian Open, hofft trotz der derzeit verweigerten Einreise von Novak Djokovic noch auf einen Start des Serben beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Er würde den Tennis-Weltranglistenersten „gerne bei den Australian Open spielen sehen“, sagte Tiley am Sonntag beim Nine Network.

Djokovic war am Mittwochabend (Ortszeit) die Einreise am Flughafen in Melbourne verweigert worden. Er konnte aus Sicht der Behörden nicht die nötigen Dokumente für eine medizinische Ausnahmegenehmigung, auch ohne Corona-Impfung einreisen zu dürfen, vorlegen. Der 34 Jahre alte Serbe hatte dagegen Einspruch eingelegt, am Montag wird eine Gerichtsverhandlung dazu fortgesetzt. Laut den Gerichtsdokumenten gibt die Seite von Djokovic an, dass dieser am 30. Dezember vom medizinischen Chef des australischen Tennisverbands eine Ausnahmegenehmigung erhalten habe.

Tiley verwies bei der Frage zu derartigen Ausnahmen auf unterschiedliche Angaben der Behörden. „Es gab viele widersprüchliche Informationen, viele gegensätzliche Informationen und wir haben vom ersten Tag an ständig Klarheit gesucht, um sicherzustellen, dass wir erstens das Richtige tun und zweitens, die Spieler ins Land bringen können“, sagte der Chef des australischen Tennisverbands. „Wir werden niemanden beschuldigen. Es gibt viele widersprüchliche Informationen, weil sich die Verhältnisse ändern.“

+++ 7. Januar +++

Djokovic bedankt sich für Unterstützung

Der serbische Tennisprofi Novak Djokovic hat sich erstmals nach dem Ärger um seine Einreise nach Australien zu Wort gemeldet. Via Instagram bedankte sich der Weltranglisten-Erste bei den Menschen rund um die Welt für die ununterbrochene Unterstützung. „Ich kann das fühlen und schätze es sehr“, schrieb der 34-Jährige. Weitere Informationen zu seiner Situation in dem Hotel in Melbourne oder Details zu seinem entzogenen Visum gab er nicht bekannt.

Djokovic will bei den Australian Open spielen, die am 17. Januar beginnen. Weil er offenkundig ungeimpft ist, vor der Einreise aber normalerweise ein Impfnachweis verlangt wird, erwirkte er eine medizinische Ausnahmegenehmigung. Mit dieser landete er am Mittwoch in Melbourne. Der Grenzschutz sah die Einreiseregeln jedoch nicht als erfüllt an, so dass Djokovic in ein Hotel für Ausreisepflichtige gebracht wurde. Djokovic hat dagegen geklagt. Ein Gericht in Melbourne will am Montag eine Entscheidung fällen.

Australiens Innenministerin: „Djokovic wird nicht gefangen gehalten“

Australiens Innenministerin Karen Andrews ist den Vorwürfen der Familie des serbischen Tennisstars Novak Djokovic über dessen Behandlung nach der verweigerten Einreise entschieden entgegengetreten. "Herr Djokovic wird in Australien nicht gefangen gehalten, es steht ihm frei, jederzeit auszureisen", sagte Andrews am Freitag gegenüber australischen Medien: "Und der Grenzschutz wäre ihm dabei auch behilflich."

Djokovics Vater Srdjan hatte am Donnerstag behauptet, sein Sohn werde "in einem Gefängnis" gefangen gehalten. Zudem hatte er den Weltranglistenersten auf einer kuriosen Pressekonferenz in Belgrad mit Jesus am Kreuz verglichen.

Andrews sagte, dass Djokovic zwar ein Visum ausgestellt bekommen habe. Aber die Grenzbehörden hätten nach der Ankunft des Grand-Slam-Rekordchampions in Melbourne festgestellt, dass dieser die Einreisebedingungen nicht erfülle, weil er nicht vollständig geimpft sei.

Djokovic will mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung für Ungeimpfte bei den Australian Open (ab 17. Januar) zu seiner Titelverteidigung antreten und kämpft über seine Anwälte gegen die drohende Ausweisung. Ein Gericht soll am Montag darüber entscheiden. Derzeit ist Djokovic in einem Quarantäne-Hotel für Ausreisepflichtige untergebracht.

„Versuchen Novak zu kreuzigen“: Vater von Djokovic vergleicht Tennisstar mit Jesus

Nach dem Drama um die verweigerte Einreise nach Australien irritiert Djokovic’ Vater mit weiteren Aussagen. Er vergleicht seinen Sohn gar mit Jesus und stilisiert ihn zum „Freiheitskämpfer“. Was er sonst noch über Djokovic sagt, finden Sie hier.

+++ 6. Januar +++

Serbiens Präsident spricht von „politischer Hexenjagd“ auf Djokovic

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat im Chaos um die Einreise des Tennisstars Novak Djokovic nach Australien schwere Vorwürfe erhoben. "Was nicht fair ist, ist die politische Hexenjagd, bei der alle, einschließlich des australischen Premierministers, so tun, als würden die Regeln für alle gelten", sagte Vucic am Donnerstag.

Der australische Grenzschutz hatte Djokovics Visum nach der Ankunft in Melbourne annulliert, wo er mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung für Ungeimpfte bei den Australian Open (ab 17. Januar) antreten wollte. Die Grenzbeamten widerriefen das Visum mit der Begründung, der Grand-Slam-Rekordsieger habe "keine angemessenen Nachweise für die Erfüllung der Einreisebestimmungen" vorgelegt. Über eine Ausweisung des Serben soll ein Gericht am Montag entscheiden.

Derzeit ist Djokovic in einem Hotel für Ausreisepflichtige untergebracht. Als "infam im eigentlichen Sinne des Wortes" bezeichnete Präsident Vucic die Behandlung seines Landsmannes. Die serbische Regierung setze sich dafür ein, dass Djokovic bis zur endgültigen Verhandlung seiner Berufung in das Haus in Melbourne umziehen darf, das er für die Australian Open angemietet hatte.

Vucic wittert eine Verschwörung. "Ich fürchte, dass diese unerbittliche politische Verfolgung von Novak so lange weitergehen wird, bis sie etwas beweisen können", sagte er: "Denn wenn man jemanden nicht besiegen kann, dann greift man zu solchen Dingen."

Djokovic geht juristisch gegen Abschiebung aus Australien vor

Tennisstar Novak Djokovic erhält beim Kampf gegen seine drohende Abschiebung aus Australien einen Aufschub. Eine endgültige Entscheidung soll nicht vor einer für Montag angesetzten Gerichtsverhandlung fallen, wie ein australischer Regierungsanwalt am Donnerstag sagte. Das Visum des Grand-Slam-Rekordchampions war nach dessen Ankunft am späten Mittwochabend (Ortszeit) wegen Nichterfüllung der Pandemie-Einreisebestimmungen von den Behörden widerrufen worden, Djokovic befindet sich in einem Quarantäne-Hotel für Einwanderer in Melbourne..

Zuvor hatte der Grenzschutz erklärt, dass Djokovics Visum wegen fehlender Nachweise annulliert worden sei. Djokovic, der sich wiederholt kritisch gegen Corona-Impfungen geäußert hatte, war in Melbourne gelandet, nachdem er laut eigenen Angaben eine medizinische Ausnahmegenehmigung für die Australian Open erhalten hatte. Demnach sollte er nicht nachweisen müssen, dass er vollständig gegen COVID-19 geimpft ist.

Die Ausnahmegenehmigung, die von den Turnierveranstaltern erteilt wurde, nachdem sein Antrag von zwei medizinischen Gremien genehmigt worden war, löste in Australien Wut und Unverständnis aus. Australien kämpft seit zwei Jahren mit Sperren und Einschränkungen wegen der Pandemie und hatte lange Zeit einige der strengsten Reisebeschränkungen der Welt.

Wer nach Australien einreise, müsse sicherstellen, dass er dazu auch berechtigt sei und dies nachweisen könne, sagte Australiens Premierminister Scott Morrison. Dafür brauche es den Nachweis einer doppelten Impfung oder eine gültige medizinische Ausnahmegenehmigung. „Regeln sind Regeln, vor allem, wenn es um unsere Grenzen geht“, schrieb Australiens Regierungschef Scott Morrison auf Twitter. „Niemand steht über diesen Regeln.“

Nadal hat kein Mitleid mit Djokovic

Rafael Nadal hat wenig Mitleid mit Novak Djokovic, nachdem dem serbischen Weltranglisten-Ersten das Visum für die Einreise nach Australien entzogen worden war. „Ich hatte Covid, ich bin zwei Mal geimpft. Wenn du das machst, hast du kein Problem, hier und überall auf der Welt zu spielen. Das ist das Einzige, was klar ist“, sagte der Spanier am Donnerstag in Melbourne.

Nadal wollte den brisanten Fall ansonsten nicht weiter kommentieren. Die Menschen in Australien seien aber wegen der Pandemie durch schwere Zeiten gegangen. Von daher könne er ihren Unmut über die Ausnahmegenehmigung für Djokovic verstehen. Melbourne, wo das erste Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison am 17. Januar beginnt, hatte mit 262 Tagen einen der längsten Lockdowns der Welt.

Nadal gewann bei einem Vorbereitungsturnier für die Australian Open seine Auftaktpartie gegen den Litauer Ricardas Berankis mit 6:2, 7:5. Es war sein erster Einzelsieg auf der Tennis-Tour seit August 2021. Danach hatte Nadal lange wegen einer komplizierten Fußverletzung pausiert.

+++ 5. Januar +++

Djokovic darf nicht nach Australien einreisen

Serbiens Tennisstar Novak Djokovic ist beim Versuch der Australien-Einreise abgewiesen worden. Das gab der australische Grenzschutz bekannt. "Nicht-Staatsbürger, die bei der Einreise kein gültiges Visum besitzen oder deren Visum annulliert wurde, werden festgesetzt und aus Australien ausgewiesen", hieß es in der Mitteilung. Djokovic soll wohl noch am Donnerstag ausgeflogen werden, allerdings haben seine Anwälte laut der Zeitung The Age Einspruch eingelegt.

Die Nummer eins der Weltrangliste wollte mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung für Ungeimpfte bei den Australian Open in Melbourne (ab 17. Januar) antreten, hatte aber offensichtlich das falsche Visum beantragt. Die ganze Nacht hatte Djokovic am Flughafen festgesessen.

Bei der Ankunft auf dem Flughafen der Metropole sei festgestellt worden, dass das Visum des Serben nicht gültig ist, berichteten australische Medien am Mittwoch. Demnach sei mit den von Djokovic vorlegten Dokumenten die Einreise für Ungeimpfte nicht möglich. Die daraufhin kontaktierten Behörden des australischen Bundestaats Victoria verweigerten eine Unterstützung für den Weltranglisten-Ersten.

Man werde Djokovic keine Hilfe dabei gewähren, ein Visum für die Teilnahme an den Australian Open zu erhalten, twitterte die Sportministerin von Victoria, Jaala Pulford. „Wir waren in zwei Punkten immer klar: Visa-Genehmigungen sind eine Sache der Nationalregierung, medizinische Ausnahmen sind ein Fall für Ärzte“, schrieb die Politikerin.

Der neunmalige Melbourne-Sieger Djokovic hatte seinen Impfstatus bislang stets offen gelassen. Der australische Premierminister Scott Morrison hatte bereits ausreichende Belege für die Ausnahmegenehmigung des 20-maligen Grand-Slam-Siegers gefordert. Sonst werde der 34-Jährige „im ersten Flieger nach Hause“ sitzen, warnte Morrison und fügte hinzu: „Für Novak Djokovic sollte es keine Sonderregeln geben, absolut keine.“

Djokovic-Ausnahme ist ein Schlag ins Gesicht aller Australier

Novak Djokovic darf als mutmaßlich Ungeimpfter mit einer Sondergenehmigung nach Australien einreisen und so doch an den Australian Open teilnehmen. Diese Entscheidung ist ein Debakel für alle Beteiligten und eine Frechheit gegenüber allen Australiern, schreibt unser Autor in seinem Kommentar.

Premierminister will Djokovic ohne Belege nach Hause schicken

Nach der Ausnahmegenehmigung für Novak Djokovic für einen Start bei den Australian Open hat der australische Premierminister mit deutlichen Worten reagiert. Die Bevölkerung ist außer sich. Zur Meldung

(dpa/sid/RP)