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Australian Open 2021: Weiteres Turnier für Quarantäne-Profis vor Australian Open

Australian Open 2021 : Weiteres Turnier für „Quarantäne-Profis“ vor Australian Open

Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 8. Februar. Doch schon im Vorfeld der Australien Open 2021 sorgt Corona für schwere Störungen. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts.

Im Vorfeld der Australian Open wird es ein weiteres Tennis-Turnier ausschließlich für Spielerinnen geben, die derzeit wegen der strikten Quarantäne-Regeln nicht trainieren können. Das teilten die Veranstalter des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison am Sonntag mit. Damit finden vor den Australian Open nun drei Turniere bei den Damen und zwei Turniere sowie der ATP Cup bei den Herren statt. Die Australian Open sollen dann am 8. Februar in Melbourne beginnen.

Weil es auf einigen Charterflügen nach Australien positive Fälle auf das Coronavirus gegeben hatte, befinden sich aktuell 72 Profis und Betreuer noch bis Ende Januar in Quarantäne und dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen. Dazu zählt auch Angelique Kerber, die 2016 in Melbourne ihren ersten von bislang drei Grand-Slam-Titeln holte. Die übrigen Spielerinnen und Spieler dürfen für fünf Stunden am Tag trainieren.

Durch den neuen Turnierplan vor den Australian Open verschiebt sich auch der Start des ATP Cups der Herren um einen Tag auf den 2. Februar. Das deutsche Team um Alexander Zverev trifft dabei auf Titelverteidiger Serbien mit dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic und Kanada. Alle sechs Veranstaltungen finden im Melbourne Park statt.

+++++22. Januar 2021+++++

Murray muss Teilnahme nach Corona-Infektion absagen

Der frühere Tennis-Weltranglisten-Erste Andy Murray aus Schottland hat seine Teilnahme an den Australian Open abgesagt. Vor einer Woche hatte der 33-Jährige bekanntgegeben, dass er positiv auf Corona getestet worden war. Deshalb konnte er nicht mit einer der Charter-Maschinen nach Australien fliegen und sich dort in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne begeben. Er sei „am Boden zerstört und enttäuscht“, dass er nicht bei den Australian Open starten könne, sagte Murray am Freitag, aber es sei nicht möglich gewesen, die Quarantäne-Regelungen noch einzuhalten. Das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Saison soll am 8. Februar beginnen.

Der fünfmalige Australian-Open-Finalist (2010, 2011, 2013, 2015 und 2016), der seine Karriere 2019 in Melbourne eigentlich schon für beendet erklärt hatte, hatte für dieses Jahr eine Wildcard erhalten.

Becker sieht klare Nachteile für Profis in strikter Quarantäne

Boris Becker hat die unterschiedlichen Bedingungen für die Tennisspielerinnen und -Spieler bei den Australian Open kritisiert. Insgesamt befinden sich nach Angaben der Veranstalter 72 Profis und Mitglieder des Betreuerstabes 14 Tage in Quarantäne. Sie dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen. Grund dafür waren Corona-Fälle auf einigen Charterflügen nach Melbourne. Nicht betroffene Spielerinnen und Spieler dürfen für fünf Stunden am Tag zum Trainieren raus.

„Wenn sie aus der Quarantäne rauskommen, waren sie nicht einmal an der frischen Luft, haben kein Tennis gespielt“, sagte Becker in „Das Gelbe vom Ball - der Eurosport Tennis-Podcast“: „Egal, wieviele Schritte sie im Zimmer gemacht haben, sie haben keinen Ball gespielt und haben dann eine Woche Zeit, sich bei den heißen Bedingungen auf Best-of-Five-Matches, zumindest bei den Männern, vorzubereiten. Diese Aufgabe geht eigentlich nicht.“

Die ganze Wintervorbereitung sei für die Katz, meinte Becker. Der 53-Jährige ergänzte: „Die Frage, ob das faire Bedingungen für alle sind, muss man sich schon stellen. Als Veranstalter muss man sich fragen: Ist das richtig, ist das zumutbar?“

US-Open-Sieger Dominic Thiem sprach auch von einem „schweren Wettbewerbsnachteil“ für die betroffenen Profis. „Das ist für die unfassbar unglücklich gelaufen, das tut mir auch sehr leid für diejenigen. Aber es hat natürlich auch jeder gewusst, auf was er sich einlässt“, sagte der 27 Jahre alte Österreicher in dem Podcast von Eurosport. Eine Absage des Turniers, das am 8. Februar beginnen soll, wäre aus Thiems Sicht allen anderen gegenüber unfair, die die weite Reise gemacht hätten.

+++++21. Januar 2021+++++

Spanierin Badosa positiv auf Corona getestet

Die spanische Tennisspielerin Paula Badosa ist während ihrer Quarantäne in Melbourne positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie sei in ein anderes Hotel verlegt worden und werde dort medizinisch betreut, teilte die 23-Jährige am Donnerstag auf Twitter mit. „Ich fühle mich unwohl und weise Symptome auf“, schrieb die Nummer 67 der Welt. „Aber ich hoffe, so schnell wie möglich wieder fit zu sein.“

Badosa ist die erste Spielerin, die nach ihrer Ankunft in Australien einen positiven Corona-Test öffentlich gemacht hat. Laut den Behörden im Bundesstaat Victoria sollen bis zu vier Profis mit dem Virus infiziert sein. Die Veranstalter der am 8. Februar beginnenden Australian Open hatten das dementiert.

Da es auf einigen der Charterflüge nach Australien positive Fälle gab, befinden sich aktuell mehr als 70 Profis sowie Betreuer für 14 Tage in strikter Quarantäne und dürfen ihre Zimmer nicht verlassen. Zu ihnen gehört auch Angelique Kerber. Die übrigen Spielerinnen und Spieler dürfen zumindest für fünf Stunden am Tag ihre Hotelzimmer zum Training verlassen.

+++++20. Januar 2021+++++

Kerber schuftet im Hotel - und träumt vom Strand

Angelique Kerber träumt in der Quarantäne vom Strand von St. Kilda. Vom Blick aufs Meer, von unbeschwerten Momenten. "Da gibt es superschöne Restaurants", sagte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin im SID-Interview: "Das wird wohl unser erster Ausflug, wenn ich hier rauskomme."

Kerber steckt in Melbourne, der Stadt, die ihr so viel bedeutet, seit ihrer Ankunft am 15. Januar im Hotelzimmer fest. Sie musste nicht nur ihren 33. Geburtstag am Montag dort verbringen - sie darf insgesamt 14 Tage lang nicht raus, nicht auf den Tennisplatz, nicht angemessen für die Australian Open (ab 8. Februar) trainieren. Die Vorbereitung ist erstmal dahin.

"Ich habe die letzten zwei Monate so hart trainiert, wie schon lange nicht mehr. Es war eine der besten Vorbereitungen der letzten Jahre, in der ich mit viel Herzblut und Schweiß an meine Grenzen gegangen bin", sagte sie: "Jetzt muss ich aber realistisch sein und mir eingestehen, dass ich nach zwei Wochen Quarantäne im Hotelzimmer nicht viel vom Saisonstart erwarten kann."

Kerber gehört zu den mehr als 70 Spielerinnen und Spielern, denen aufgrund von Infektionsfällen auf den Flügen gen Australien die täglichen Trainingszeiten auf dem Gelände des Grand-Slam-Turniers gestrichen wurden. Sie weiß die Situation für sich einzuordnen und betont, dass momentan "viel wichtigere Dinge auf der Welt" geschehen: "Millionen von Menschen kämpfen täglich mit den Folgen der Pandemie, und hier steht der Sport ganz klar an zweiter Stelle."

Dennoch ist ihre aktuelle Situation knifflig, ein schmerzlicher Rückschlag, den sie erstmal wegstecken muss. Die Fitness leidet, auch das Gefühl für die Schläge - "jetzt verliert man von allem etwas", sagte Kerber und betonte: "Ich versuche natürlich mit den gegebenen Möglichkeiten, alles soweit es geht aufrechtzuerhalten, auch wenn es eigentlich nicht möglich ist."

Die Turniersiegerin von 2016 schuftet so gut es geht auf ihrem Zimmer mit Laufband, Medizinball und Hanteln. Trainer Torben Beltz und ihr Physio können sie immerhin dabei unterstützen. "Nach der Quarantäne werde ich sehen, wie ich mich fühle und was sich bis zum Start der Australian Open noch aufholen lässt", sagte Kerber: "Es wird spannend, das ist alles bei mir momentan eine Wundertüte."

Das gilt auch für das gesamte Turnier, die Veranstalter müssen nicht nur laut Kerber eine "Herkulesaufgabe" im strengen, aber wenig von Corona betroffenen Australien bewältigen. Am Mittwoch erhöhte sich die Zahl der unmittelbar am Turnierverlauf beteiligten und positiv getesteten Personen auf zehn.

Lisa Neville, Polizeiministerin des australischen Bundesstaates Victoria, bestätigte die Nachricht zweier positiv getesteter Spieler, die sich wie Kerber bereits zuvor in strenger Quarantäne befunden hatten. Die Kielerin ist aber nicht betroffen und fiebert der Aussicht auf weitgehend normale Tage in Melbourne nach dem Ende der Isolation entgegen. Bei den Australian Open werden sogar Zuschauer erwartet.

Kerber, die noch für ein Vorbereitungsturnier Ende Januar gemeldet hat, versucht, bis dahin positiv zu bleiben und sich kleine Ziele für die immer gleichen Tage im Hotel zu setzen. Ansonsten lenkt sie sich mit Serien ab, liest oder telefoniert mit Freunden. Und manchmal schweifen die Gedanken gen St. Kilda, dem Stadtstrand der Metropole Melbourne.

+++++19. Januar 2021+++++

Turnierboss Tiley dementiert positive Corona-Tests bei Tennis-Profis

Turnierdirektor Craig Tiley hat dementiert, dass auch Tennisprofis unter den Personen sind, die vor den Australian Open positiv auf Corona getestet wurden. „Nein“, antwortete Tiley am Dienstag bei einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Frage. „Unter den sechs Fällen aus dem Australian-Open-Kontingent plus dem einen, der ein Flugbegleiter war, sind keine Spieler“, sagte Tiley. „Sie gehören zum Begleittross der Profis.“

Zuvor hatte der Gesundheitsminister des Bundesstaates Victoria, Brett Sutton, in einem Statement mitgeteilt, unter den drei neuen den Australian Open zugeordneten positiven Fällen seien auch zwei Profis. Das Trio - eine Frau in den Zwanzigern und zwei Männer in den Dreißigern - befinde sich in Hotel-Quarantäne, hieß es in der Mitteilung.

Zugleich gab es Diskussionen darüber, bei einem Teil der 71 Tennisprofis und Begleiter, die sich für 14 Tage in Quarantäne begeben haben, könnten die Quarantäne-Bedingungen gelockert werden, da es bei einigen auf den Charterflügen positiv getesteten Personen neue Einstufungen der Gesundheitsbehörden gegeben habe. Sutton wollte das am Dienstag aber nicht bestätigen. Aktuell gebe es keine Pläne, die Regeln zu lockern. Zu den 71 Personen, die für zwei Wochen ihr Hotelzimmer nicht verlassen dürfen, gehört auch die deutsche Nummer eins Angelique Kerber.

+++++17. Januar 2021+++++

Fünfter Corona-Fall - mittlerweile 72 Tennisprofis in Quarantäne

Obwohl 72 Tennisprofis in Corona-Quarantäne sitzen, denken die Organisatoren der Australian Open in Melbourne nicht an eine Verschiebung. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres werde wie geplant ab dem 8. Februar über die Bühne gehen, sagte Turnierdirektor Craig Tiley dem TV-Sender Channel Nine.

Auch die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber (Kiel) gehört zu der Gruppe von 72 Profis, die von den Behörden nach der Einreise in strikte Quarantäne geschickt wurde. Die Spielerinnen und Spieler dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen, also auch nicht trainieren.

Nach den Flügen aus Abu Dhabi mit Kerber und aus Los Angeles teilten die Organisatoren am Sonntag mit, dass auch ein Flug aus Doha betroffen ist. Damit sind inzwischen insgesamt fünf Personen positiv getestet worden. Unter den Infektionsfällen sind keine Tennisprofis, namentlich bekannt ist Sylvain Bruneau, Coach der früheren US-Open-Siegerin Bianca Andreescu (Kanada).

"Wir wussten immer, dass es in der Pandemie ein gewisses Risiko gibt", sagte Tiley: "Aber die Australian Open werden gespielt, und wir werden alles dafür tun, den Profis akzeptable Umstände zu schaffen." Probleme werde es allerdings wohl mit den geplanten Vorbereitungsturnieren geben.

Erste Profis haben offenbar bereits gegen die lokalen Quarantäne-Regeln verstoßen, weil sie ihre Zimmertür unter anderem geöffnet hatten, um sich mit anderen Spielern auf ihrem Hotelflur zu unterhalten. Nach Behördenangaben drohen Geldstrafen in Höhe von bis zu 20.000 Australischen Dollar (rund 12.700 Euro). Wer wiederholt die Vorschriften missachte, könne demnach in ein anderes Hotel mit Polizisten vor den Zimmertüren geschickt werden.

+++++16. Janauar 2021+++++

Schock für Kerber - 47 Profis von strikter Hotel-Quarantäne betroffen

Drei positive Coronatests bei der Anreise zu den Australian Open haben die Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres schwer gestört. Wie die Veranstalter am Samstag mitteilten, befinden sich insgesamt 47 Tennisprofis in strikter Quarantäne und dürfen damit 14 Tage ihr Hotelzimmer nicht verlassen. Ursprünglich war geplant, dass die Sportler während dieser Zeit für maximal fünf Stunden am Tag trainieren dürfen, um sich auf den Start in Melbourne (ab 8. Februar) vorzubereiten.

Die Namen der unter Quarantäne stehenden Spieler nannten die Organisatoren nicht. Daher war zunächst auch offen, ob deutsche Profis zur Gruppe der isolierten Sportler gehören. Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber war am Freitag aus Abu Dhabi in Melbourne angekommen. Laura Siegemund bestätigte dem SID am Samstagmittag, dass sie bisher nicht betroffen ist.

Betroffen waren bei der Anreise nach Angaben der Organisatoren zwei Charterflüge. Auf einem Flug aus den USA wurden zwei Personen bei Ankunft positiv getestet. Bei den Betroffenen handele es sich um ein Mitglied der Besatzung sowie "einen Passagier, der kein Spieler ist". Beide hätten im Vorfeld des Fluges einen negativen Test abgegeben, insgesamt befanden sich 79 Personen, darunter 24 Spieler an Bord.

"Wir kommunizieren mit jedem auf diesem Flug. Insbesondere der Gruppe von Spielern, um ihre Bedürfnisse so gut wie möglich zu berücksichtigen", sagte Turnierdirektor Craig Tiley. Die zweite betroffene Maschine startete aus Abu Dhabi und hatte insgesamt 23 Spieler an Bord, der positive Test soll auch hier keinen Athleten betreffen.

Der Aufwand der australischen Organisatoren ist enorm, um das Turnier inmitten der Pandemie über die Bühne zu bringen. Spieler und Begleitpersonen werden derzeit mit insgesamt 18 Chartermaschinen eingeflogen. Über 25 Millionen Euro soll das strenge Bubble-Konzept kosten.

+++++15. Januar 2020+++++

Britin Jones qualifiziert sich für Australian Open - trotz Handicap

Die Australian Open haben noch gar nicht angefangen und haben doch schon ihre erste kleine Sensation: Die Britin Francesca Jones hat trotz eines seltenen genetischen Defekts die Qualifikation überstanden und sich einen Platz im Hauptfeld des ersten Grand Slams des Jahres gesichert. Wegen des EEC-Syndroms hat sie nur acht Finger und sieben Zehen.

Lesen Sie hier mehr über Francesca Jones’ Geschichte.

+++++14. Januar 2021+++++

Britischer Tennisprofi Andy Murray positiv auf Corona getestet