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Australian Open 2021: Coronafälle bei Charterflug - Tennisprofis müssen sich im Hotelzimmer fit halten

Australien Open 2021 : Schock für Kerber - 47 Profis von strikter Hotel-Quarantäne betroffen

Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 8. Februar. Doch schon im Vorfeld der Australien Open 2021 sorgt Corona für schwere Störungen. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts.

Drei positive Coronatests bei der Anreise zu den Australian Open haben die Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres schwer gestört. Wie die Veranstalter am Samstag mitteilten, befinden sich insgesamt 47 Tennisprofis in strikter Quarantäne und dürfen damit 14 Tage ihr Hotelzimmer nicht verlassen. Ursprünglich war geplant, dass die Sportler während dieser Zeit für maximal fünf Stunden am Tag trainieren dürfen, um sich auf den Start in Melbourne (ab 8. Februar) vorzubereiten.

Die Namen der unter Quarantäne stehenden Spieler nannten die Organisatoren nicht. Daher war zunächst auch offen, ob deutsche Profis zur Gruppe der isolierten Sportler gehören. Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber war am Freitag aus Abu Dhabi in Melbourne angekommen. Laura Siegemund bestätigte dem SID am Samstagmittag, dass sie bisher nicht betroffen ist.

Betroffen waren bei der Anreise nach Angaben der Organisatoren zwei Charterflüge. Auf einem Flug aus den USA wurden zwei Personen bei Ankunft positiv getestet. Bei den Betroffenen handele es sich um ein Mitglied der Besatzung sowie "einen Passagier, der kein Spieler ist". Beide hätten im Vorfeld des Fluges einen negativen Test abgegeben, insgesamt befanden sich 79 Personen, darunter 24 Spieler an Bord.

"Wir kommunizieren mit jedem auf diesem Flug. Insbesondere der Gruppe von Spielern, um ihre Bedürfnisse so gut wie möglich zu berücksichtigen", sagte Turnierdirektor Craig Tiley. Die zweite betroffene Maschine startete aus Abu Dhabi und hatte insgesamt 23 Spieler an Bord, der positive Test soll auch hier keinen Athleten betreffen.

Der Aufwand der australischen Organisatoren ist enorm, um das Turnier inmitten der Pandemie über die Bühne zu bringen. Spieler und Begleitpersonen werden derzeit mit insgesamt 18 Chartermaschinen eingeflogen. Über 25 Millionen Euro soll das strenge Bubble-Konzept kosten.

+++++15. Januar 2020+++++

Britin Jones qualifiziert sich für Australian Open - trotz Handicap

Die Australian Open haben noch gar nicht angefangen und haben doch schon ihre erste kleine Sensation: Die Britin Francesca Jones hat trotz eines seltenen genetischen Defekts die Qualifikation überstanden und sich einen Platz im Hauptfeld des ersten Grand Slams des Jahres gesichert. Wegen des EEC-Syndroms hat sie nur acht Finger und sieben Zehen.

Lesen Sie hier mehr über Francesca Jones’ Geschichte.

+++++14. Januar 2021+++++

Britischer Tennisprofi Andy Murray positiv auf Corona getestet

Wegen eines positiven Corona-Tests muss der frühere Tennis-Weltranglisten-Erste Andy Murray aus Schottland um seine Teilnahme an den Australian Open bangen. „Andy Murray hat uns mitgeteilt, dass er positiv auf Covid-19 getestet worden ist und sich daheim isoliert hat“, teilten die Veranstalter des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison am Donnerstag mit. Zuvor hatten mehrere britische Medien darüber berichtet.

Durch den positiven Test kann der 33-Jährige nicht mit einer der von den Organisatoren bereitgestellten Charter-Maschinen nach Australien reisen und sich dort wie alle Spielerinnen und Spieler für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Ob der fünfmalige Melbourne-Finalist zu einem späteren Zeitpunkt und nach einem dann negativ ausgefallenen Test nachreisen kann, ließen die Organisatoren offen.

Murray, der seine Karriere 2019 in Melbourne eigentlich schon für beendet erklärt hatte, hatte für die diesjährige Veranstaltung eine Wildcard erhalten. Die Australian Open sollen am 8. Februar beginnen.

Auch die Amerikanerin Madison Keys informierte am Donnerstag über einen positiven Corona-Test. Sie habe sich in häusliche Isolation begeben und werde alle erforderlichen gesundheitlichen Maßnahmen ergreifen, schrieb die US-Open-Finalistin von 2017 bei Twitter.

+++++14. Januar 2021+++++

US-Profi Sandgren darf trotz positivem Corona-Test zu den Australian Open

Die Anreise des amerikanischen Tennisspielers Tennys Sandgren nach Australien trotz eines positiven Corona-Tests hat erste Zweifel am Sicherheitskonzept der Australian Open geschürt. Eigentlich dürfen Profis nicht eine der von den Organisatoren bereitgestellten Chartermaschinen besteigen, wenn sie zuvor nicht einen negativen Test vorweisen können. Bei Sandgren (29) machten die Veranstalter nun eine Ausnahme. Die Begründung: Der Amerikaner sei bereits im November positiv getestet worden, es bestehe daher nun trotz des weiteren positiven Tests keine Ansteckungsgefahr.

„Meine beiden Tests liegen acht Wochen auseinander. Ich war im November krank, jetzt bin ich total gesund“, erklärte Sandgren vor dem Abflug in Los Angeles. „Es gibt keinen einzigen Fall, der zeigt, dass ich jetzt ansteckend sein könnte.“ Sandgren hatte im vergangenen Jahr in Melbourne das Viertelfinale erreicht.

Die in der Regierung des Bundesstaates Victoria für Katastrophen zuständige Ministerin, Lisa Neville, verteidigte das Vorgehen der Veranstalter. Der Fall sei von Medizinern genau geprüft worden. Es bleibe dabei: „Niemandem, der zum ersten Mal positiv auf Covid getestet wird - oder noch ansteckend sein kann - wird erlaubt werden, für die Australian Open einzureisen“, sagte Neville.

Die Australian Open sollen am 8. Februar beginnen. In diesen Tagen reisen die Tennisprofis aus der ganzen Welt nach Australien, wo sie sich wegen der strengen Einreisebestimmungen zunächst für zwei Wochen in Quarantäne begeben müssen. Während dieser Zeit dürfen sie das Hotel nur für fünf Stunden zum Training verlassen.oronavirus getestet worden.

(dpa/sid/RP)