Angelique Kerber ist nach Aus von Laura Siegemund letzte Deutsche bei Australian Open 2019

Zweite Runde : Kerber ist nach Siegemund-Aus letzte Deutsche bei Australian Open

Der Euphorie des Sieges über die ehemalige Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka folgte für Laura Siegemund bei den Australian Open die Ernüchterung. Nach ihrem Aus ist von den deutschen Tennis-Damen nur noch Angelique Kerber dabei.

Laura Siegemund ist bei den Australian Open als vorletzte der sechs deutschen Tennis-Damen in der zweiten Runde gescheitert. Nach dem 3:6, 4:6 gegen die Weltranglisten-27. Hsieh Su-Wei aus Taiwan am Donnerstag ist nur Angelique Kerber in Melbourne in Runde drei dabei. Die Wimbledonsiegerin trifft am Freitag zur deutschen Vormittagszeit im letzten Spiel des Tages in der Rod-Laver-Arena auf die australische Außenseiterin Kimberly Birrell. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Spielplan hervor.

Siegemund war über den verpassten Sprung in die dritte Runde zwar enttäuscht, aber nicht unzufrieden. „Für mich ist das trotzdem ein großer Erfolg. Ich bin auch zufrieden, wie ich heute gespielt habe“, sagte die 30 Jahre alte Metzingerin. Nach einem 2017 erlittenen Kreuzbandriss versucht Siegemund seit ihrer Rückkehr, an alte Form anzuknüpfen. Derzeit ist die Schwäbin die Nummer 110 der Weltrangliste, dürfte aber einen Schritt nach vorn machen.

Zwei Tage nach ihrem überraschenden Erfolg gegen die frühere Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka aus Weißrussland konnte Siegemund nicht ganz an diese Leistung anknüpfen. Gegen die 33-jährige Hsieh, die sie bestens aus gemeinsamen Doppel-Auftritten kennt, lag Siegemund nach nur sieben Minuten schon 0:3 zurück. „Sie ist eine Spielerin, gegen die fühlst du dich nie wohl. Man kriegt fast nie einen Ball, der angenehm ist.“

Gegen die sehr konstant agierende Asiatin machte die 30-Jährige zu viele Fehler, um es nach 2016 zum zweiten Mal unter die letzten 32 der Australian Open zu schaffen. Siegemund stemmte sich nach dem 2:5 im zweiten Satz zwar gegen das Aus, doch nach 1:33 Stunden musste sie sich der letztjährigen Achtelfinalistin bei drückender Schwüle geschlagen geben. Anschließend gab es wegen Regens eine mehr als einstündige Pause am vierten Turniertag. Auch die Partie von Philipp Kohlschreiber gegen den Portugiesen João Sousa war unterbrochen.

(rent/dpa)
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