Aus im Halbfinale von Peking Zverev verliert Dauerduell mit Medwedew

Peking · Die Serie ist gerissen: Alexander Zverev verliert nach sieben Siegen in China im Halbfinale von Peking. Im Dauerduell mit Daniil Medwedew fehlt ihm in den entscheidenden Momenten die Kraft.

 Daniil Medwedew (l) unterhält sich mit Alexander Zverev, nachdem er ihn im Halbfinale geschlagen hat.

Daniil Medwedew (l) unterhält sich mit Alexander Zverev, nachdem er ihn im Halbfinale geschlagen hat.

Foto: dpa/Andy Wong

Alexander Zverev schnappte nach Luft, der harte Schlagabtausch mit seinem Dauerrivalen Daniil Medwedew setzte ihm sichtlich zu. Verbissen kämpfte er um die Fortsetzung seiner Siegesserie in China - letztlich erfolglos: Das 4:6, 3:6 spiegelte die Kräfteverhältnisse in Peking. Zverevs Aus im Halbfinale war verdient, Medwedew wieder einmal zu stark. Dennoch verabschiedete sich der Hamburger mit einem Lächeln aus der Hauptstadt.

Seit Tagen schleppte sich Zverev mit einer Erkältung durch das hochklassig besetzte ATP-Turnier, Magenprobleme und ein Match bis tief in die Nacht raubten ihm zusätzlich Energie. Sein Kampfgeist trug ihn von Runde zu Runde, sieben Siege reihte er auf seinem China-Trip aneinander. Zum zweiten Titel nach Chengdu reichte die Kraft aber nicht mehr.

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Foto: AP/Jason DeCrow

Viel Zeit zum Ausruhen bekommt Zverev nicht, das Masters in Shanghai steht an. Immerhin hat der 26 Jahre alte Hamburger als Nummer neun der Setzliste in der ersten Runde ein Freilos, danach geht es gegen den früheren Grand-Slam-Champion Andy Murray (Großbritannien) oder den Russen Roman Safiullin, den Zverev im Finale von Chengdu in drei Sätzen bezwungen hatte. Der Olympiasieger braucht weitere Siege auf dem Weg zum ATP-Saisonfinale der besten acht Spieler in Turin.

Derzeit liegt er auf Platz sieben, seinen Vorsprung auf den Neunten Taylor Fritz baute er zuletzt aus. Der US-Amerikaner verzichtete auf die ersten Turniere in China und steigt erst in Shanghai auf die Asien-Tour ein. Bereits qualifiziert für Turin (ab 12. November) sind Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic (Serbien), Carlos Alcaraz (Spanien) und Medwedew, der seine Klasse gegen Zverev zeigte.

Vier Breakbälle erarbeitete sich der Deutsche, zwei zu Beginn des ersten Satzes, zwei zu Beginn des zweiten, und hatte dennoch kaum eine Chance. Medwedew servierte überragend, wenn es wichtig wurde, brillierte, wenn sich Zverev aufrappelte, und schlug erbarmungslos zu, als sein Gegner Schwächen offenbarte. Bereits zum vierten Mal triumphierte Medwedew in diesem Jahr über Zverev und spielt im Finale gegen Alcaraz oder Jannik Sinner (Italien) um den Titel.

SID cp nt

(ako/sid)
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