Angelique Kerbers Sieg in Charleston: "Angie ist zurück"

Turniersieg in Charleston: Auch Rittner freut sich: "Angie ist zurück"

Die Chefin war hocherfreut, gleichzeitig aber bemüht, die Erwartungen ein bisschen zu dämpfen. "Ganz klar: Angie ist zurück", sagte Barbara Rittner nach dem Turniersieg von Angelique Kerber in Charleston: "Endlich hat sie es geschafft, ihre Trainingsform in die Matches zu übertragen."

Daraus aber schon Rückschlüsse auf das Fed-Cup-Halbfinale am Wochenende in Sotschi gegen Gastgeber Russland zu ziehen, hält Rittner für verfrüht: "Mit Jetlag und Reisestrapazen ist das alles nicht so einfach."

Allerdings dürfte der 6:2, 4:6, 7:5-Finalsieg gegen die Amerikanerin Madison Keys in Charleston Kerber einiges von dem zuletzt verlorenen Selbstvertrauen zurückgegeben haben. "Angie hat ihre Zweifel überwunden, das wird ihr sehr gut tun", sagte Rittner: "Zumal sie im Halbfinale gegen Petko und im Finale gegen Keys zum Teil Weltklassetennis gespielt hat." Titelverteidigerin Andrea Petkovic war beim 4:6, 4:6, gegen ihre gute Freundin Angie Kerber chancenlos, gemeinsam machten sich die beiden dann am Montag quer durch die Zeitzonen auf den Weg nach Sotschi.

Vorher aber twitterte die überglückliche Angie Kerber schnell noch ein paar Fotos von der Siegerehrung in Charleston. "Trophy selfi" schrieb sie unter die beiden Bilder, auf einem küsst sie den gläsernen Pokal für den vierten Turniersieg ihrer Karriere.

Trophy selfi #Charleston #TitleNr4 pic.twitter.com/N7p2fz4RwS

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— Angelique Kerber (@AngeliqueKerber) 13. April 2015"Es war eine unglaubliche Woche mit einem Happy End", schrieb sie dann noch unter einige Fotos, von denen eines sie zusammen mit ihrem Trainer Torben Beltz zeigt. Den hatte sie schon während der Siegerehrung mit warmen Worten bedacht: "Danke Torben, dass du mit mir hier warst.

Ich kann immer auf Dich zählen."

Nach schwierigen Wochen mit etlichen Rückschlägen (unter anderem vier Auftaktpleiten), der Entlassung ihres vorherigen Coaches Benjamin Ebrahimzadeh und dem Sturz aus den Top Ten nach knapp drei Jahren ist Kerber nun also wieder in der Erfolgsspur. "Ich bin auf einem guten Weg zurück. Schon im Training habe ich gut gespielt", sagte sie. In Las Vegas hatte sie sogar mit der großen Steffi Graf trainiert, um den Teufelskreis aus stetig zunehmender Verunsicherung, neuerlichen Niederlagen und wachsendem Druck zu durchbrechen.

Für Barbara Rittner ist bei aller Freude über den Erfolg ihrer beiden Protagnistinnen in Charleston die Aufgabe in Sotschi nicht einfacher geworden. Andrea Petkovic dürfte auf der roten Asche der Adler Arena gesetzt sein. Kerber und Sabine Lisicki, die zuletzt in Indian Wells (Halbfinale) und Miami (Viertelfinale) überzeugt hatte, konkurrieren um den Einsatz im zweiten Einzel, erste Wahl im Doppel sind vermutlich Lisicki und Julia Görges. Es gilt, den Russinnen um ihren glamourösen Superstar Maria Scharapowa drei Punkte abzunehmen, um dann im "Finale Dahoam" im November auf Titelverteidiger Tschechien oder Frankreich zu treffen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kerber feiert ihren Finalsieg über Keys

(sid)