Basketball: DBB-Frauen zahlten Lehrgeld: Supercup erstmals nach Kuba

Basketball: DBB-Frauen zahlten Lehrgeld: Supercup erstmals nach Kuba

Rotenburg/Fulda (dpa). Deutschlands stark verjüngte Basketball- Nationalmannschaft der Frauen zahlte beim dreitägigen Turnier um den Supercup in Rotenburg/Fulda erwartungsgemäß Lehrgeld. Nach der 54:82 (28:44)-Niederlage gegen Vize-Weltmeister Russland zum Abschluss am Sonntag belegte die Auswahl des Deutschen Basketball- Bundes (DBB) sieglos den vierten und letzten Platz. Sieger des Turniers, das den Teilnehmern mit Ausnahme des nicht für Sydney qualifizierten DBB- Teams der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele diente, wurde erstmals der WM-Siebte Kuba durch einen 58:55- Endspielsieg über die Slowakei. Die Kubanerinnen blieben als einzige Mannschaft ohne Niederlage.

Erfolgreichste deutsche Korbschützinnen gegen die übermächtigen Russinnen waren Italien-Profi Heike Roth (Cari Parma) und Andrea Harder (DJK Aschaffenburg) mit jeweils 11 Punkten sowie die 21- jährige US-Studentin Linda Fröhlich (Las Vegas/10). Trotz der drei klaren Niederlagen gegen Turniersieger Kuba (57:79), die Slowakei (56:70) und am Sonntag gegen die Russinnen sah Bundestrainer Bernd Motte durchaus positive Ansätze bei seinen Youngstern gegen die hochkarätige und vor allem athletisch überlegenen Kontrahenten.

Motte suchte beim Supercup ergänzenden Nachwuchs für seinen A- Kader, aus dem nur vier Spielerinnen in der Meirotels-Halle auf dem Parkett standen. Erstmals seit Jahren war keine einzige Spielerin von Abonnementsmeister BTV Wuppertal dabei. Dafür gaben gleich fünf deutsche Korbjägerinnen beim Supercup ihr Länderspieldebüt: Katja Munck (SpVgg Halchter/Linden), Andrea Vilz, Christina Hahn (beide VfL Bochum), Martina Weber (DJK Aschaffenburg) und Lubica Schultze (USC Freiburg).

Motte sah im Verlauf des Turniers einige Lichtblicke: "Wir haben über weite Strecke die Härte angenommen, sind aber leider im Ergebnis nicht belohnt worden." Den stärksten Eindruck während des gesamten Turniers hinterließen Linda Fröhlich und Heike Roth. Aber auch die erst 18-jährige und 1,93 Meter große Martina Weber hat nach Mottes Einschätzung langfristig vielversprechende internationale Perspektiven.

(RPO Archiv)
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