Sechs Tore im FC-Duell Köln gegen Lautern

Sechs Tore im FC-Duell Köln gegen Lautern

Köln Das Duell am Spielfeldrand endete unentschieden. Holger Stanislawski, Trainer des 1. FC Köln, hüpfte immer wieder wie ein Flummi, sein Lauterer Kollege Franco Foda bot kein minder eindrucksvolles Schauspiel: Er kommentierte die Aktionen seiner Profis regelmäßig mit wüstem Gebrüll und Ehrfurcht gebietendem bösem Blick.

Ob die lustige Hüpf- oder die Böser-Blick-Methode die bessere Art des Coachings ist, ließ sich gestern nicht ermitteln. Denn auch das Duell der Spieler in der 2. Fußball-Bundesliga endete unentschieden. Der 1. FC Kaiserslautern behauptete mit dem 3:3 den dritten Rang, Köln pirschte sich zumindest bis morgen in die obere Hälfte der Tabelle.

Doch für die Gastgeber, die seit fünf Spielen nicht mehr verloren haben, war mehr drin. Denn erst zwei Minuten vor Schluss glich Mohamadou Idrissou mit seinem siebten Saisontreffer für die Pfälzer aus. Der ehemalige Gladbacher hatte kurz nach dem Seitenwechsel auch das 2:2 geschossen. Ein weiterer früherer Borusse hatte den ersten Treffer gegen den FC erzielt: Alexander Baumjohann, der Feingeist unter den nach alter Pfälzer Tradition ansonsten eher mit rustikalen Fachkräften besetzten Gästen. "Das war ein Superspiel für die Zuschauer", befand Sascha Bigalke.

Der Mittelfeldspieler, der vor einer Woche den Schlusspunkt unter die turbulente Begegnung in Regensburg gesetzt hatte, beteiligte sich wieder maßgeblich am Ausgang. Mit präziser Flanke leistete er kurz nach seiner Einwechslung die Vorarbeit zum 3:2-Kopfballtreffer durch Daniel Royer. Die anderen Tore für die Kölner gelangen Adil Chihi, der einen von Torhüter Tobias Sippel an Anthony Ujah verursachten Foulelfmeter verwandelte, und Christian Clemens.

Es war ein Zweitliga-Abend wie aus dem Bilderbuch. Mit vollen Rängen, Flutlicht, reichlich Regen und zwei Mannschaften, die Einsatz, und Leidenschaft – sowie die eine oder andere Unzulänglichkeit – boten. Für das aggressive Element fühlten sich die Lauterer zunächst ein bisschen mehr verantwortlich. Doch die Gastgeber verkrochen sich nicht als Kräutchen Rühr-mich-nicht-an, sie nahmen den Kampf an. Sie haben kapiert, wie es in der Zweiten Liga zugeht.

(RP)
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