Vor dem Start der Weltmeisterschaft in Monte Carlo:: "Rallye-Azubi" Schwarz auf "Löwen-Jagd" in Frankreich

Vor dem Start der Weltmeisterschaft in Monte Carlo: : "Rallye-Azubi" Schwarz auf "Löwen-Jagd" in Frankreich

Hamburg (dpa). "Azubi" Armin Schwarz (Oberreichenbach) will zum Auftakt der Rallye-Weltmeisterschaft auf "Löwenjagd" gehen. Für die Verfolgung des Löwen-Teams von Peugeot mit dem finnischen Weltmeister Marcus Grönholm an der Spitze ist Schwarz-Beifahrer Manfred Hiemer (München) vor dem ersten WM-Lauf, der am Donnerstag beginnenden Rallye Monte Carlo, zuversichtlich: "Wir hoffen auf wechselnde Verhältnisse, dann haben wir eine Chance, denn dann kommt es nicht so sehr auf die Fahrzeugleistung, sondern mehr auf die Leistung des Fahrers an." Das deutsche Team muss die dritte WM-Saison im Skoda allerdings weiter als "Lehrjahr" nutzen, denn auch zum 100. Jubiläum seines Motorsport-Engagements bestreitet die tschechische Volkswagen- Tochter kein komplettes WM-Programm.

Die beiden Octavia der Wahl-Monegassen Schmidt/Hiemer und ihrer neuen Kollegen Bruno Thiry/Stéphane Prévot (Belgien) werden nur zwölf der 14 WM-Läufe bestreiten - immerhin vier mehr als im letzten Jahr. Die Bescheidenheit ist vorwiegend auf den Etat zurückzuführen. Trotz der Zugehörigkeit zum VW-Konzern verfügt Skoda wohl über das kleinste WM-Budget - vom Neueinsteiger Citrohn, der bei vier Rallyes ab Spanien antritt, einmal abgesehen. Der Wille zur Konkurrenzfähigkeit des Octavia ist vorhanden, nur am nötigen Kleingeld hapert es.

Nach Platz sieben im Vorjahr haben sich die deutschen WM-Piloten diesmal besonders vorbereitet. "Nach den Monte-Tests, die leider ohne Schnee stattfanden, können wir eigentlich mit Zuversicht starten. Wir sind eigens nach Österreich gewechselt, weil es dort Schnee gab. Und dort zeigte sich der Octavia sehr gutmütig", erklärte Hiemer. Seit 14 Jahren findet in den französischen Seealpen, dem Gebiet der nun 90 Jahre alten Rallye Monte Carlo, erstmals wieder eine "Löwenjagd" statt. WM-Titelverteidiger Peugeot hat aber mit der Monte noch eine Rechnung aus dem Vorjahr offen: Da waren alle drei 206 vor dem Start der zweiten Etappe mit einem Elektronikdefekt liegen geblieben. Genug Stimulanz für Grönholm und seine französischen Teamkollegen, den Peugeot-Debütanten Didier Auriol und Gilles Panizzi.

Marken-Vizechampion Ford setzt ebenfalls drei Focus für die Spanier Carlos Sainz/Luis Moya, die Briten Colin McRae/Nicky Grist und die Neuzugänge François Delecour/Daniel Grataloup (Frankreich) ein. Drei, diesmal viertürige Impreza bringt Subaru für die Briten Richard Burns/Robert Reid, die neuen Teammitglieder Markko Märtin/Michael Park (Estland/Großbritannien) und Petter Solberg/Philip Mills (Norwegen/Großbritannien) an den Start.

Monte-Vorjahressieger Mitsubishi gibt sich dagegen bescheiden und lässt nur zwei Fahrzeuge mit den Finnen Tommi Mäkinen/Risto Mannisenmäki und den Belgiern Freddy Loix/Sven Smeets am Donnerstagabend ab 18.30 Uhr von der Startrampe vor dem Casino in Monte Carlo rollen. Nur für 60 Teams gab es die Starterlaubnis für die 1 747 km lange Rallye und für die 15 Prüfungen (= 385 km). Erstmals kehren die Fahrer jeden Abend, wie es das WM-Reglement fordert, ins noble Fürstentum an der Côte d'Azur zurück, wo die Rallye am Sonntagnachmittag um 15.15 Uhr endet.

Die WM-Termine 2001:

18. - 21.1.: Monte Carlo

8. - 11.2.: Schweden

8. - 11.3.: Portugal

22. - 25.3.: Catalunya (Spanien)

3. - 6.5.: Argentinien

31.5. - 3.6.: Zypern

14. - 17.6.: Akropolis (Griechenland)

19. - 22.7.: Safari (Kenia)

23. - 26.8.: Finnland

20. - 23.9.: Neuseeland

4. - 7.10.: San Remo

18. - 21.10.: Korsika

1. - 4.11.: Australien

22. - 25.11.: Großbritannien

(RPO Archiv)
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