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Tour de France: Daniel Oss erleidet bei Sturz Halswirbelbruch - und muss aufgeben​

Schwerer Zusammenstoß mit Fan : Radprofi Oss erleidet bei Sturz Halswirbelbruch – und muss aufgeben

Für Radprofi Daniel Oss ist die Tour de France beendet. Der Italiener stürzte auf der fünften Etappe nach einem Zusammenstoß mit einem Zuschauer schwer. Dabei erlitt Oss einen Halswirbelbruch. Bei dem Sturz war auch der Österreicher Michael Gogl schwer verletzt worden.

Nach dem spektakulären Crash mit einem Zuschauer muss auch Daniel Oss die Tour de France aufgeben. Sein Team TotalEnergies teilte in der Nacht zum Donnerstag mit, dass weitere Untersuchungen einen Halswirbelbruch ergeben hätten. „Er darf sich für einige Wochen nicht bewegen und muss die Tour verlassen“, hieß es in der Mitteilung. Der Unfall auf dem dritten Kopfsteinpflastersektor der fünften Etappe hatte bereits Michael Gogl zur Aufgabe wegen eines Becken- und Schlüsselbeinbruchs gezwungen. Der Österreicher muss operiert werden. Der 28-Jährige muss dadurch zum dritten Mal in Folge vorzeitig aus der Tour aussteigen.

Oss war in dem Sektor am Rand des Kopfsteinpflasters gefahren, hatte einen unachtsamen Fan mit dem Kopf touchiert und war gestürzt. Der dahinter heranrasende Gogl konnte bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr ausweichen und flog über das Rad von Oss. Der ebenfalls in den Sturz verwickelte Bora-hansgrohe-Fahrer Danny van Poppel kann die Tour fortsetzen.

„Leute, bitte bleibt von der Straße weg“, schrieb Radprofi Simon Geschke bei Twitter. Bereits im vergangenen Jahr war es bei der Tour zu einem schweren Sturz gekommen, als der Deutsche Tony Martin in das auf die Straße gehaltene Pappschild einer Zuschauerin raste, mit dem sie ihre Großeltern grüßen wollte.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Please stay off the road people 🙏 <a href="https://t.co/xEJDtmysFt">https://t.co/xEJDtmysFt</a></p>&mdash; Simon Geschke (@simongeschke) <a href="https://twitter.com/simongeschke/status/1544738874487967745?ref_src=twsrc%5Etfw">July 6, 2022</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Etwas mehr Glück hatte Primoz Roglic. Der slowenische Rad-Star kugelte sich bei seinem Sturz auf der fünften Etappe die Schulter aus. Wie der 32-Jährige im Anschluss an das von Kopfsteinpflasterpassagen geprägte Teilstück erklärte, renkte er sich die Schulter schnell selbst wieder ein.

„Ich konnte sie nicht direkt auf der Straße wieder einrenken, also musste ich mich auf den Stuhl eines Zuschauers setzen“, sagte Roglic: „Ich habe eine bestimmte Technik in solchen Situationen.“

Der Tour-Zweite von 2020 verlor im Anschluss 2:08 Minuten auf Landsmann und Titelverteidiger Tadej Pogacar und kassierte damit einen herben Rückschlag im Kampf ums Gelbe Trikot.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die schlimmsten Stürze der Tour de France

(dpa/old)