Etappen, Teams, Fahrer Das müssen Sie zur Tour de France 2024 wissen

Service | Düsseldorf · Die Tour de France 2024 findet vom 29. Juni bis 21. Juli statt. Hier finden Sie die wichtigsten Infos rund um die Rundfahrt, ihre Etappen, den Grand Depart und die Fahrer.

Tour de France 2023: Teams: Alle Mannschaften und Fahrer im Überblick
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Alle Infos zu den Teams

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Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Die Tour de France ist das Highlight der Radsport-Saison. In diesem Jahr startet sie in Florenz und führt diesmal nicht nach Paris, sondern nach Nizza. Wegen der Olympischen Spiele in Paris kann die Tour nicht wie üblich auf der Avenue des Champs-Élysées enden. Auf die Fahrer warten auf den insgesamt 3498 Kilometern herausfordernde Kletterpartien im Gebirge und knifflige Kopfsteinpflaster-Etappen. Im Kampf um das Grüne und Gelbe Trikot sowie um die Etappen-Siege wird von den Teams taktisches Geschick gefordert sein.

Wann findet die Tour de France 2024 statt?

Die 111. Tour de France beginnt am 29. Juni mit der ersten Etappe in Italien - mit den Grand Départ in Florenz. Die Grand Tour durch Frankreich endet mit der 21. Etappe in Nizza – in diesem Jahr am 21 Juli.

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Foto: Krebs, Andreas (kan)

Wie läuft der Grand Départ 2024 bei der Tour de France ab?

Der „Grand Départ“ erfolgt am 29. Juni (14.20 Uhr/ Das Erste) in Florenz. Was einige Tour-Romantiker schmerzen dürfte: Die Große Schleife endet nicht traditionell in der Hauptstadt, sondern an der Côte d‘Azur in Nizza. Denn nur fünf Tage nach der finalen Etappe beginnen in Paris die Olympischen Spiele. Die Wettkampfstätte sind in der Stadt verteilt und dann bereits aufgebaut, so dass dort kein weiteres großes Sportevent vorher stattfinden kann.

Dafür gibt es in Nizza ein besonderes Highlight: Das Einzelzeitfahren wird je nach Ausgangslage ein furioses Finale bieten. Zudem gab es ein Zeitfahren zum Abschluss der Tour zuletzt vor 35 Jahren. Damals gewann der US-Amerikaner Greg LeMond mit einem knappen Vorsprung von nur acht Sekunden auf spektakuläre Art vor dem Franzosen Laurent Fignon.

Welche Trikots sind bei der Tour de France zu vergeben?

Das begehrteste Trikot des Radsports ist das Gelbe Trikot der Tour de France, das der Führende der Gesamtwertung trägt. Der Fahrer mit der kürzesten Gesamtfahrzeit trägt immer das gelbe Leibchen. Wer am Ende noch „in Gelb“ ist, ist der Sieger der Tour.

Das „Maillot Jaune“ wurde 1919 erstmals bei der Tour vergeben. Durch das Trikot sollte der Führende der Tour damals für die Zuschauer besser erkennbar werden. Auf die Idee kam Tour-Begründer Henri Desgrange. Als Erinnerung an ihn steht heute auch HD auf dem Trikot. Die Farbe Gelb wählte er, weil die Sportzeitung „L’Auto“ in gelb gedruckt wurde.
Alle Sieger der Tour de France seit 1903 finden Sie hier im Überblick.

Der Führende der Punktewertung trägt das Grüne Trikot. Punkte werden für die Platzierung im Ziel sowie für Zwischensprints vergeben. Deshalb wird es auch Sprinttrikot genannt. Der Deutsche Sprintspezialist Erik Zabel gewann es von 1996 bis 2001 sechsmal in Folge.
Hier sehen Sie alle deutschen Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France.

Das Gepunktete Trikot (weiß mit roten Punkten) trägt der Führende der Bergwertung. Der Modus ist ähnlich wie bei der Punktewertung, am Ende jeder klassifizierten Steigung werden Punkte vergeben. Die Anstiege werden nach ihrer Schwierigkeit kategorisiert.

Tour de France: Sieger - alle Gewinner der Tour de France seit 1903
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Foto: AP/Thomas Samson

Der Führende der Nachwuchswertung trägt das Weiße Trikot. Gewinner der Wertung ist der beste Fahrer unter 25 Jahren in der Gesamtwertung.

Welche Teams sind bei der Tour de France 2024 mit dabei?

Tour de France: Die deutschen Gewinner des Grünen Trikots
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Die deutschen Gewinner des Grünen Trikots

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Foto: AFP

Insgesamt sind 22 Teams bei der Tour de France 2024 am Start. Startberechtigt sind die 18 UCI World Teams. Aus der Pro-Tour sind die zwei besten Teams aus der Vorsaison dabei. Das sind in desem Jahr Lotto Dstny und Israel-Premier Tech. Zudem vergibt der Veranstalter zwei Wildcards: an das Uno-X-Mobility-Team und Total Energies. Beide Teams waren auch schon 2023 bei der Tour dabei.

Das sind die 22 Teams, die teilnehmen:

  1. Decathlon AG2R La Mondiale (FRA)
  2. Alpecin-Deceuninck (BEL)
  3. Arkea-B&B Hotels (FRA)
  4. Astana Qazaqstan (KAZ)
  5. Bahrain Victorious (BAH)
  6. Red Bull-Bora-hansgrohe (GER)
  7. Team Jayco AlUla (AUS)
  8. Cofidis (FRA)
  9. DSM-Firmenich (NED)
  10. EF Education-EasyPost (USA)
  11. Groupama-FDJ (FRA)
  12. Ineos Grenadiers (GBR)
  13. Intermarche-Wanty (BEL)
  14. Visma lease a bike (NED)
  15. Movistar (ESP)
  16. Soudal Quick-Step (BEL)
  17. Lidl-Trek (USA)
  18. UAE Team Emirates (UAE)
  19. Israel-Premier Tech (ISR)
  20. Lotto Dstny (BEL)
  21. TotalEnergies (FRA)
  22. Uno-X-Mobility (NOR)

Wer sind die Favoriten bei der Tour de France?

Jonas Vingegaard will sich zum dritten Mal in Folge das Gelbe Trikot sichern. Allerdings ist noch völlig unklar, wie stark der Däne von seiner schweren Verletzung zurückkehrt. Denn sein Start stand bis wenige Wochen vor der Tour auf der Kippe. Bei der Baskenland-Rundfahrt im April war Vingegaard gestürzt und hatte sich das Schlüsselbein und mehrere Rippen gebrochen sowie eine Lungenquetschung erlitten. Seitdem ist er noch kein Rennen gefahren, hat aber zuletzt wieder mit seinem Team trainiert. Die Radsportfans dürfen sich also auf das Duell mit dem Slowenen Tadej Pogacar freuen.

In das geht Pogacar aber aufgrund des Trainingsrückstands von Vingegaards als klarer Favorit auf den Tour-Sieg. Auch für ihn wäre es der dritter Erfolg nach den 2020 und 2021. Beim Giro d‘Italia deklassierte er die Konkurrenz. Ebenfalls zu den Favoriten gehören Zeitfahr-Weltmeister Remco Evenepoel und Primoz Roglic. Der Slowene ist mit 34 Jahren der erfahrenste unter den vier Favoriten. 2020 verlor er die Führung in der Tour-Gesamtwertung auf der vorletzten Etappe. Danach machten ihm immer wieder Verletzungen einen Strich durch die Rechnung. Nun nimmt er als Kapitän des deutschen Teams Red Bull-Bora-hansgrohe einen neuen Anlauf.

Die deutschen Fahrer bei der Tour de France 2024

Gemeinsam mit sieben anderen Deutschen geht Simon Geschke am Samstag in der italienischen Stadt Florenz an den Start. 2017 waren es mal 16 Starter. Immerhin geht der Trend leicht nach oben: 2023 nahmen sieben deutsche Profis teil. Zum Vergleich: Die Franzosen sind dieses Jahr mit 32 Rennfahrern vertreten, die Belgier mit 28 Profis.

Aus dem schwarz-rot-goldenen Lager reist etwa Nils Politt als Helfer des zweimaligen Tour-Siegers Tadej Pogacar an. Nachdem Sprinter Phil Bauhaus und der Augsburger Georg Zimmermann im vergangenen Jahr knapp einen Tageserfolg verpasst hatten, gehen beide nun auch wieder an den Start. Routinier John Degenkolb, Bauhaus-Kollege Nikias Arndt sowie die Tour-Debütanten Pascal Ackermann und Nico Denz komplettieren das deutsche Aufgebot

Was ändert sich beim Top-Team Bora-Hansgrohe?

Mit Neuzugang Roglic will der Rennstall aus Bayern nach der Tour-Trophäe greifen. Dabei zeigt sich das Team um Manager Ralph Denk optisch verändert. Wegen des neuen Hauptsponsors Red Bull streifen sich die Rennfahrer neue Trikots über. Der neue Name ab der Tour: Red Bull-Bora-hansgrohe. Am Mittwoch stellt das Team in Salzburg sein neues Outfit und das Tour-Aufgebot vor.

Etappen der Tour de France 2024

Auf die Fahrer warten acht flache und vier hügelige Etappen, sowie sieben Bergetappen. Neben dem Zeitfahrfinale in Nizza gibt es noch ein weiteres Zeitfahren. An zwei Tagen ist Pause für die Profis. In diesem Jahr müssen sie knapp 3000 Höhenmeter weniger als im Vorjahr bewältigen. Dafür gibt es gleich auf den ersten Etappen viele schwierige Anstiege.

Was sind die Höhepunkte der 111. Tour de France?

Nach vier Tagen wartet in den Alpen der Col du Galibier, ein Tour-Klassiker der schwierigsten Kategorie. Die sportlichen Leiter fürchten sich jetzt schon vor dem neunten Teilstück. Um die Stadt Troyes warten mehrere unwegsame Schotterabschnitte. Hier können die Top-Fahrer früh im Rennverlauf Zeiteinbußen kassieren. Die harte 15. Etappe mit 4800 Höhenmetern in den Pyrenäen und die 19. sowie 20. Etappe in den Alpen mit jeweils ca. 4500 Höhenmetern sind die anspruchsvollsten Hürden der diesjährigen Rundfahrt.

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Foto: ap, PDJ

Wo wird die Tour de France im TV und im Live-Stream übertragen?

Die Rundfahrt ist jeden Tag im Free-TV zu sehen. Wochentags beginnt die Übertragung der ARD ab 14.10 Uhr, am Wochenende mit wechselnden Anfangszeiten. Michael Antwerpes moderiert das Rennen, Florian Naß kommentiert unterstützt von Ex-Profi Fabian Wegmann das Rennen. Die gesamte Tour wird im Livestream auf „sportschau.de“ übertragen. Zudem wird das Rennen beim TV-Sender Eurosport und auf der Streamingplattform discovery+ übertragen. Am 2. und 3. Juli ist Ex-Profi Jan Ullrich dabei zu Gast.

Die Gesamtwertung der Tour de France 2024

Stand nach der 19. Etappe:

1. Tadej Pogacar (Slowenien) - UAE Team Emirates 78:49:20 Std.; 2. Jonas Vingegaard Rasmussen (Dänemark) - Team Visma + 5:03 Min.; 3. Remco Evenepoel (Belgien) - Soudal Quick-Step + 7:01; 4. Joao Almeida (Portugal) - UAE Team Emirates + 15:07; 5. Mikel Landa Meana (Spanien) - Soudal Quick-Step + 15:34; 6. Carlos Rodriguez Cano (Spanien) - Ineos Grenadiers + 17:36; 7. Adam Yates (Großbritannien) - UAE Team Emirates + 19:18; 8. Derek Gee (Kanada) - Israel-Premier Tech + 21:52; 9. Matteo Jorgenson (USA) - Team Visma + 22:43; 10. Giulio Ciccone (Italien) - Lidl-Trek + 22:46; ... 67. Georg Zimmermann (Neusäß) - Intermarché-Wanty + 3:26:49 Std.; 69. Nils Politt (Hürth) - UAE Team Emirates + 3:31:08; 102. Simon Geschke (Freiburg im Breisgau) - Cofidis + 4:14:24; 108. Nikias Arndt (Köln) - Bahrain Victorious + 4:22:12; 109. Nico Denz (Waldshut-Tiengen) - Bora-hansgrohe + 4:23:47; 111. Pascal Ackermann (Landau in der Pfalz) - Israel-Premier Tech + 4:24:49; 119. John Degenkolb (Oberursel) - Team DSM - firmenich + 4:35:26

Die Toursieger der vergangenen Jahre:

2023 Jonas Vingegaard (Dänemark)

2022 Jonas Vingegaard (Dänemark)

2021 Tadej Pogacar (Slowenien)

2020 Tadej Pogacar (Slowenien)

2019 Egan Bernal (Kolumbien)

2018 Geraint Thomas (Großbritannien)

2017 Chris Froome (Großbritannien)

(rent/Jne/dpa/sid)