Jan Ullrich spricht über Probleme und will Therapie beginnen

Vorfall am Wochenende: Jan Ullrich spricht über Probleme und will Therapie beginnen

Erst gab es Streit auf dem Grundstück seines Nachbarn Til Schweiger, dann musste er für eine Nacht in eine Zelle: Ex-Radprofi Jan Ullrich hat sich nun zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert.

Er habe Dinge gemacht, auf die er nicht stolz sei, sagte Ullrich der „Bild“-Zeitung. Vor allem private Probleme machten dem ehemaligen Radsportler zu schaffen. Wie es in dem Bericht heißt, zog Ullrichs Ehefrau gemeinsam mit den drei Kindern zurück nach Deutschland. Ullrich habe seine Kinder längere Zeit nicht gesehen. „Die Trennung und die Ferne zu meinen Kindern haben mich sehr mitgenommen. Dadurch habe ich Sachen gemacht und genommen, die ich sehr bereue“, wird Ullrich zitiert. „Aus Liebe zu meinen Kindern mache ich jetzt eine Therapie.“

Süchtig zu sein, bestreitet der 44-Jährige. Laut seinem Anwalt Wolfgang Hoppe ist bereits seit einiger Zeit ein Platz in einer Klinik in Deutschland für Ullrich reserviert. "Jan kann dort jederzeit hin. Wir hoffen alle, dass er schnell wieder auf die Beine kommt und werden ihn dabei so gut wie möglich unterstützen", sagte Hoppe.

Ullrich musste am Wochenende eine Nacht in Gewahrsam verbringen. Wie die Polizei am Wochenende mitteilte, soll er gewaltsam auf das Grundstück von Til Schweiger eingedrungen sein. Ullrich soll andere Menschen auch bedroht haben. Ein Richter verhängte ein Annäherungsverbot gegen den 44-Jährigen. Ullrich muss mindestens 50 Meter Abstand zu seinem Nachbarn Til Schweiger halten.

Zu den Vorwürfen sagt der Ex-Radprofi gegenüber „Bild“: „Ich bin zu Til rüber, weil ich hörte, dass er demnächst Mallorca wieder verlässt und wollte mich verabschieden. Ich habe gerufen, es hat mich keiner gehört, da habe ich einfach das Grundstück betreten. Im Garten war auch eine Person – ein Mitarbeiter von Til –, die sich eine Zeitlang bei mir durchgefuttert und mich dann sogar bestohlen hat. Es gab Wortgefechte, auch mit Til, möglicherweise auch mal eine Berührung an der Schulter. Plötzlich sprang mich diese Person mit einem Kung-Fu-Tritt an. Ich konnte ausweichen, bin aber auf den Ellenbogen gefallen. Dann kam schon die Polizei.“

In seinen Garten will Ullrich nun eine Linie ziehen lassen, um das Annäherungsverbot einhalten zu können. Er sei bereit, sich bei Til Schweiger zu entschuldigen. Er erwarte aber auch eine Entschuldigung seines Nachbarn. Til Schweiger sagte der Bild: „Wenn Jan Hilfe braucht, bin ich der Erste, der ihm hilft.“

(sef/sid)