Giro d'Italia: Fausto Masnada gewinnt sechste Etappe

Italienischer Feiertag beim Giro d’Italia : Masnada holt Etappensieg, Conti übernimmt Rosa Trikot

Italienischer Feiertag bei der Giro d’Italia: Fausto Masnada hat die sechste Etappe von Cassino nach San Giovanni gewonnen. Er setzte sich gegen seinen Landsmann Valerio Conti durch, der sich nun aber das Rosa Trikot überziehen darf.

Der italienische Radprofi Fausto Masnada hat als erfolgreicher Ausreißer die sechste Etappe des Giro d'Italia gewonnen und für den ersten Gastgebersieg der 102. Ausgabe gesorgt. Der 25-Jährige aus der kleinen Mannschaft Androni Giocattoli setzte sich nach 238 km zwischen Cassino und San Giovanni Rotondo im Sprint gegen seinen Begleiter Valerio Conti (Italien/UAE Team Emirates) durch.

Aber auch für Conti war es ein Feiertag, der 26-Jährige eroberte durch seine couragierte Fahrt das Maglia Rosa des Gesamtführenden vom Slowenen Primoz Roglic, der auf der Etappe einen Sturz glimpflich überstand und mit einem Rückstand von 7:19 Minuten das Ziel erreichte. Allerdings gab Roglic das Rosa Trikot freiwillig ab, um seinen Helfern der Mannschaft Jumbo-Visma mit dem Rostocker Paul Martens in den kommenden Tagen einige Arbeit zu ersparen. Er liegt 5:24 Minuten hinter Conti.

"Ich bin sehr glücklich. Ich wusste, das kann mein Tag werden. Unser Ziel war dieser Etappensieg", sagte Masnada, während sich auch Conti freute: "Für einen italienischen Fahrer ist das fantastisch. Ich wollte eigentlich auch die Etappe gewinnen, aber Fausto war unglaublich stark."

Conti trägt als erster Italiener seit Vincenzo Nibali (2016) das begehrte Führungstrikot. Er ist aber kein Fahrer, der den Giro-Favoriten unter normalen Umständen in der entscheidenden dritten Rennwoche gefährlich werden kann. Das violette Trikot des Punktbesten behauptete der zweimalige Etappensieger Pascal Ackermann (Kandel/Bora-hansgrohe).

Auf der siebten Etappe am Freitag verspricht die Endphase einige Spannung. Nach dem Start in Vasto und einem Anstieg der zweiten Kategorie ist nach 185 km vor allem das Finale in L'Aquila interessant. Auf dem letzten Kilometer geht es stramm bergauf, die Klassementfahrer um Roglic könnten dort um wertvolle Sekunden ringen. Die Italien-Rundfahrt endet am 2. Juni in Verona.

SID sr wt

(lt/sid)
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