Giro d'Italia 2018: Schwerer Unfall überschattet 5. Etappe

Giro d’Italia: Schwerer Unfall überschattet fünfte Etappe

Am siebten Todestag des beim Giro 2011 in der Nähe von Rapallo bei einem Rennunfall gestorbenen belgischen Radprofis Wouter Weylandt ist die Italien-Rundfahrt erneut von einem schweren Zwischenfall überschattet worden.

Radsport-Aufsteiger Maximilian Schachmann hat auf der von einem schweren Unfall überschatteten fünften Etappe des 101. Giro d'Italia einen starken vierten Platz belegt. Beim Sieg des Italieners Enrico Battaglin (LottoNL-Jumbo) fehlte dem 24 Jahre alten Berliner vom Team Quick Step-Floors im schweren Finale nach hügeligen 153 km zwischen Agrigent und Santa Ninfa die letzte Kraft, um noch auf Platz drei zu sprinten.

Hinter Battaglin, der seinen insgesamt dritten Giro-Etappensieg feierte, kam dessen Landsmann Giovanni Visconti (Bahrain-Merida) auf Platz zwei. Der drittplatzierte Portugiese Jose Goncalves (Katusha-Alpecin) lag knapp vor Schachmann, der das Weiße Trikot des besten Jungprofis erfolgreich verteidigte.

Die Gesamtwertung behauptete am Tag vor der ersten schweren Bergetappe der Australier Rohan Dennis (BMC) mit einer Sekunde Vorsprung auf Titelverteidiger Tom Dumoulin (Niederlande/Sunweb).

  • Nach Weylandts Todessturz : Keine Siegerehrung beim Giro

Zuvor hatte es einen schwerwiegenden Zwischenfall gegeben. Am siebten Todestag des beim Giro 2011 in der Nähe von Rapallo bei einem Rennunfall gestorbenen belgischen Quick-Step-Profis Wouter Weylandt durchbrach ein 60 Jahre alter Autofahrer die Streckenbegrenzung und überrollte den Fahrer eines Motorrads der Sicherheitskräfte. Der 48-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, der Autofahrer festgenommen, das Rennen umgeleitet.

Auch am Donnerstag bleibt der Giro auf Sizilien. Die 164 km lange sechste Etappe endet mit einer spektakulären Bergankunft am Vulkan Ätna, auf den letzten 40 km geht es von 63 auf 1736 Höhenmeter fast ohne Pause bergauf. Dann dürfte es zum ersten großen Schlagabtausch der Favoriten kommen, ehe es ab Freitag auf das italienische Festland geht.

(SID)
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