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München: Polizist schildert Breno in der Brandnacht als verwirrt

München : Polizist schildert Breno in der Brandnacht als verwirrt

Die Hälfte des auf zehn Verhandlungstage angesetzten Prozesses gegen Fußballprofi Breno (22) ist um. Der Brasilianer soll in der Nacht zum 20. September 2011 in alkoholisiertem Zustand seine Mietvilla in München-Grünwald angesteckt haben. Spricht das Landgericht München I den Abwehrspieler für schuldig, drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft, mindestens aber ein Jahr.

Wie Brenos ehemaliger Manager aussagte, stand der Bayern-Profi (Vertrag endet am 30. Juni) nicht nur unter Alkohol-, sondern möglicherweise auch unter Medikamenteneinfluss. "Ich denke, er hatte auch ein Schlafmittel eingenommen. Er nahm das Medikament regelmäßig abends", sagte der 30-Jährige. Beim FC Bayern habe Breno "freien Zugang" zu den Medikamenten gehabt. Vor dem Spiel hätten die Fußballer Schlafmittel zur Entspannung nehmen können.

Von Schlafmitteln wisse er nichts, sagte Brenos Teamkollege Rafinha. Er berichtete allerdings vom Konsum von Schmerzmitteln, die sein Teamkollege wegen des verletzten Knies genommen habe. Er habe Breno, der am Tattag mittags Bier, abends Portwein und Whiskey getrunken haben soll, noch nicht so gesehen.

Ein Polizeibeamter schilderte den Angeklagten in der betreffenden Nacht als "verwirrt", er habe am ganzen Leib gezittert. Im Krankenwagen habe Breno einer Rettungssanitäterin drei Feuerzeuge übergeben, von denen eines sehr verrußt gewesen sei. Mit der Aufforderung, diese wegzuschmeißen. Der Polizist nahm sie aber an sich.

Breno habe eine Platzwunde am linken Hinterkopf, einen zerkratzten Spann, Schürfwunden an der linken Hand gehabt und sei am ganzen Körper verrußt gewesen. Trotz großer Mengen Alkohol im Blut habe er aufrecht gehen können. "Das spricht für eine gewisse Gewöhnung", sagte der Polizist.

Der Prozess dauert bis Mitte Juli.

(SID)